10.11.2025, 11:56
Man kann keine allgemeingültige Aussage tätigen, weil es immer aufs Unternehmen ankommt. Bei uns sind ohne Tarifvertrag Gehaltssteigerungen von 2-5% im Jahr üblich. Dabei bekommen die Berufseinsteiger eher 4-5 %. Bei einem Kollegen in der Bank (Tarifvertrag) war der Sprung zu Beginn krasser (10% im ersten Jahr). Die weitere Gehaltsentwicklung von ihm wird sich aber in den nächsten Jahren wohl nur an der Inflation ausrichten.
10.11.2025, 12:41
je größer ein Unternehmen, desto mehr ist dort geregelt. Entweder über einen Tarifvertrag oder durch Betriebsvereinbarungen/Richtlinien... Trotzdem muss man je Unternehmen genau anschauen, wie es läuft
Ich schau nun mal bei uns drauf. Große Versicherung und du startest al Schadensachbearbeiter:in. Bei der Vergütung geht es laut Tarifvertrag auch nach dem Alter und so gehen wir mal von 25 Jahren aus. Einfache Schadensachbearbeitung ist bei uns Tarifgruppe V und du bist bei 62K. In dieser Tarifgruppe, ohne Veränderung deiner Tätigkeit landest du bei 67K mit 32 Jahren. Da bist du aber kein Syndikus. Du bearbeitest Massenschäden im Sachversicherungsbereich. Sehr viel Telefon und den gleichen Job manchen auch gelernte Versicherungskaufleute. Du kannst auch im Schadenbereich aufsteigen (Großschaden, Personenversicherung, Übernahme von Führung) und jeder dieser Schritte ist verbunden mit einem höheren Entgelt. Der Tarifbereich geht bis 94K bei uns. Syndiken (bei uns Rechtsabteilung, Revision, Datenschutz, Compliance, Produktentwicklung, Geldwäsche, Arbeitsrecht) sind eher in der höchsten Tarifgruppe oder sogar übertariflich. Der übertarifliche Bereich ist weit gespreizt. Auch da gibt es bestimmte Gruppen, in die jede Tätigkeit einsortiert ist. In der Spitze (aber wirklich nur ganz vereinzelt) kannst du hier bis 175K verdienen. Dann bist du aber noch nicht Leitender Angestellter direkt unter dem Vorstand. Da kommt dann an der Stelle noch was oben drauf.
Will sagen: die Bandbreite in großen Konzernen kann sehr groß sein und man hat m.E. genug finanzielle Perspektive. Es kommt halt darauf an, was man daraus macht. Ich persönlich habe es nie bereut. Nach dem Examen dachte ich zwar, dass ich für immer Anwalt bleibe, aber es kommt dann halt doch anders ;)
Ich schau nun mal bei uns drauf. Große Versicherung und du startest al Schadensachbearbeiter:in. Bei der Vergütung geht es laut Tarifvertrag auch nach dem Alter und so gehen wir mal von 25 Jahren aus. Einfache Schadensachbearbeitung ist bei uns Tarifgruppe V und du bist bei 62K. In dieser Tarifgruppe, ohne Veränderung deiner Tätigkeit landest du bei 67K mit 32 Jahren. Da bist du aber kein Syndikus. Du bearbeitest Massenschäden im Sachversicherungsbereich. Sehr viel Telefon und den gleichen Job manchen auch gelernte Versicherungskaufleute. Du kannst auch im Schadenbereich aufsteigen (Großschaden, Personenversicherung, Übernahme von Führung) und jeder dieser Schritte ist verbunden mit einem höheren Entgelt. Der Tarifbereich geht bis 94K bei uns. Syndiken (bei uns Rechtsabteilung, Revision, Datenschutz, Compliance, Produktentwicklung, Geldwäsche, Arbeitsrecht) sind eher in der höchsten Tarifgruppe oder sogar übertariflich. Der übertarifliche Bereich ist weit gespreizt. Auch da gibt es bestimmte Gruppen, in die jede Tätigkeit einsortiert ist. In der Spitze (aber wirklich nur ganz vereinzelt) kannst du hier bis 175K verdienen. Dann bist du aber noch nicht Leitender Angestellter direkt unter dem Vorstand. Da kommt dann an der Stelle noch was oben drauf.
Will sagen: die Bandbreite in großen Konzernen kann sehr groß sein und man hat m.E. genug finanzielle Perspektive. Es kommt halt darauf an, was man daraus macht. Ich persönlich habe es nie bereut. Nach dem Examen dachte ich zwar, dass ich für immer Anwalt bleibe, aber es kommt dann halt doch anders ;)
10.11.2025, 13:31
(10.11.2025, 12:41)Freidenkender schrieb: je größer ein Unternehmen, desto mehr ist dort geregelt. Entweder über einen Tarifvertrag oder durch Betriebsvereinbarungen/Richtlinien... Trotzdem muss man je Unternehmen genau anschauen, wie es läuft
Ich schau nun mal bei uns drauf. Große Versicherung und du startest al Schadensachbearbeiter:in. Bei der Vergütung geht es laut Tarifvertrag auch nach dem Alter und so gehen wir mal von 25 Jahren aus. Einfache Schadensachbearbeitung ist bei uns Tarifgruppe V und du bist bei 62K. In dieser Tarifgruppe, ohne Veränderung deiner Tätigkeit landest du bei 67K mit 32 Jahren. Da bist du aber kein Syndikus. Du bearbeitest Massenschäden im Sachversicherungsbereich. Sehr viel Telefon und den gleichen Job manchen auch gelernte Versicherungskaufleute. Du kannst auch im Schadenbereich aufsteigen (Großschaden, Personenversicherung, Übernahme von Führung) und jeder dieser Schritte ist verbunden mit einem höheren Entgelt. Der Tarifbereich geht bis 94K bei uns. Syndiken (bei uns Rechtsabteilung, Revision, Datenschutz, Compliance, Produktentwicklung, Geldwäsche, Arbeitsrecht) sind eher in der höchsten Tarifgruppe oder sogar übertariflich. Der übertarifliche Bereich ist weit gespreizt. Auch da gibt es bestimmte Gruppen, in die jede Tätigkeit einsortiert ist. In der Spitze (aber wirklich nur ganz vereinzelt) kannst du hier bis 175K verdienen. Dann bist du aber noch nicht Leitender Angestellter direkt unter dem Vorstand. Da kommt dann an der Stelle noch was oben drauf.
Will sagen: die Bandbreite in großen Konzernen kann sehr groß sein und man hat m.E. genug finanzielle Perspektive. Es kommt halt darauf an, was man daraus macht. Ich persönlich habe es nie bereut. Nach dem Examen dachte ich zwar, dass ich für immer Anwalt bleibe, aber es kommt dann halt doch anders ;)
Wieso muss man als Sachbearbeiter einsteigen? Das wollte mir auch eine relativ große Versicherung schmackhaft machen... Dafür gibt es doch genügend andere Ausbildungsberufe/Studiengänge etc. Leider gab es nie Stellen als Referent oder Syndikus bei denen. Auch nur so ein Locken mit "man kann nach ein paar Jahren mal Teamlead werden" oder Großschaden machen. Das fand ich persönlich (unabhängig von meinen Noten) einfach völlig verfehlt von den Aufgaben her, nicht mal unbedingt nur wegen dem Gehalt. Wie soll man nach 5 Jahren Schaden plötzlich Experte im Datenschutz oder Compliance sein? Gar nicht, mangels Erfahrung... Dann doch lieber kleine Kanzlei oder Unternehmen und einschlägige Erfahrung sammeln...
Auch Du (Freidenkender) hast doch nach deinen Forumsbeiträgen Anwaltserfahrung und bist später erst gewechselt, das ist nicht vergleichbar mit dem Einstieg als Schadenssachbearbeiter, change my mind please.
10.11.2025, 14:55
(10.11.2025, 12:41)Freidenkender schrieb: je größer ein Unternehmen, desto mehr ist dort geregelt. Entweder über einen Tarifvertrag oder durch Betriebsvereinbarungen/Richtlinien... Trotzdem muss man je Unternehmen genau anschauen, wie es läuftSehr interessant, dass du in einer Versicherung arbeitest. Genau dafür interessiere ich mich auch aktuell. Weißt du wie Compliance Manager typischerweise im TV eingruppiert werden? Oftmals ließt man in den Stellen, dass nur ein erstes Examen erforderlich ist. Oder kann man auch als Syndikus im Bereich Compliance arbeiten? Das wäre nämlich mein bevorzugtes Rechtsgebiet.
Ich schau nun mal bei uns drauf. Große Versicherung und du startest al Schadensachbearbeiter:in. Bei der Vergütung geht es laut Tarifvertrag auch nach dem Alter und so gehen wir mal von 25 Jahren aus. Einfache Schadensachbearbeitung ist bei uns Tarifgruppe V und du bist bei 62K. In dieser Tarifgruppe, ohne Veränderung deiner Tätigkeit landest du bei 67K mit 32 Jahren. Da bist du aber kein Syndikus. Du bearbeitest Massenschäden im Sachversicherungsbereich. Sehr viel Telefon und den gleichen Job manchen auch gelernte Versicherungskaufleute. Du kannst auch im Schadenbereich aufsteigen (Großschaden, Personenversicherung, Übernahme von Führung) und jeder dieser Schritte ist verbunden mit einem höheren Entgelt. Der Tarifbereich geht bis 94K bei uns. Syndiken (bei uns Rechtsabteilung, Revision, Datenschutz, Compliance, Produktentwicklung, Geldwäsche, Arbeitsrecht) sind eher in der höchsten Tarifgruppe oder sogar übertariflich. Der übertarifliche Bereich ist weit gespreizt. Auch da gibt es bestimmte Gruppen, in die jede Tätigkeit einsortiert ist. In der Spitze (aber wirklich nur ganz vereinzelt) kannst du hier bis 175K verdienen. Dann bist du aber noch nicht Leitender Angestellter direkt unter dem Vorstand. Da kommt dann an der Stelle noch was oben drauf.
Will sagen: die Bandbreite in großen Konzernen kann sehr groß sein und man hat m.E. genug finanzielle Perspektive. Es kommt halt darauf an, was man daraus macht. Ich persönlich habe es nie bereut. Nach dem Examen dachte ich zwar, dass ich für immer Anwalt bleibe, aber es kommt dann halt doch anders ;)
Wenn ich dich also richtig verstehe, sind auch hohe Gehälter möglich, wenn man direkt als Syndikus einsteigt, im Konzern bleibt (oder wechselt) und dann innerhalb des Konzerns gute Leistungen zeigt und Karriere macht. Das finde ich persönlich sehr motivierend. Mir kommt es am Anfang nicht zwingend auf das beste Gehalt an. Entwicklungsmöglichkeiten sind mir da schon wichtiger.
Generell habe ich festgestellt, dass Versicherungen total zu Unrecht zu verpönt sind bei Juristen. Meistens ist das Gesamtpaket schon sehr attraktiv.
10.11.2025, 15:55
(10.11.2025, 13:31)Sonnenschein schrieb:(10.11.2025, 12:41)Freidenkender schrieb: je größer ein Unternehmen, desto mehr ist dort geregelt. Entweder über einen Tarifvertrag oder durch Betriebsvereinbarungen/Richtlinien... Trotzdem muss man je Unternehmen genau anschauen, wie es läuft
Ich schau nun mal bei uns drauf. Große Versicherung und du startest al Schadensachbearbeiter:in. Bei der Vergütung geht es laut Tarifvertrag auch nach dem Alter und so gehen wir mal von 25 Jahren aus. Einfache Schadensachbearbeitung ist bei uns Tarifgruppe V und du bist bei 62K. In dieser Tarifgruppe, ohne Veränderung deiner Tätigkeit landest du bei 67K mit 32 Jahren. Da bist du aber kein Syndikus. Du bearbeitest Massenschäden im Sachversicherungsbereich. Sehr viel Telefon und den gleichen Job manchen auch gelernte Versicherungskaufleute. Du kannst auch im Schadenbereich aufsteigen (Großschaden, Personenversicherung, Übernahme von Führung) und jeder dieser Schritte ist verbunden mit einem höheren Entgelt. Der Tarifbereich geht bis 94K bei uns. Syndiken (bei uns Rechtsabteilung, Revision, Datenschutz, Compliance, Produktentwicklung, Geldwäsche, Arbeitsrecht) sind eher in der höchsten Tarifgruppe oder sogar übertariflich. Der übertarifliche Bereich ist weit gespreizt. Auch da gibt es bestimmte Gruppen, in die jede Tätigkeit einsortiert ist. In der Spitze (aber wirklich nur ganz vereinzelt) kannst du hier bis 175K verdienen. Dann bist du aber noch nicht Leitender Angestellter direkt unter dem Vorstand. Da kommt dann an der Stelle noch was oben drauf.
Will sagen: die Bandbreite in großen Konzernen kann sehr groß sein und man hat m.E. genug finanzielle Perspektive. Es kommt halt darauf an, was man daraus macht. Ich persönlich habe es nie bereut. Nach dem Examen dachte ich zwar, dass ich für immer Anwalt bleibe, aber es kommt dann halt doch anders ;)
Wieso muss man als Sachbearbeiter einsteigen? Das wollte mir auch eine relativ große Versicherung schmackhaft machen... Dafür gibt es doch genügend andere Ausbildungsberufe/Studiengänge etc. Leider gab es nie Stellen als Referent oder Syndikus bei denen. Auch nur so ein Locken mit "man kann nach ein paar Jahren mal Teamlead werden" oder Großschaden machen. Das fand ich persönlich (unabhängig von meinen Noten) einfach völlig verfehlt von den Aufgaben her, nicht mal unbedingt nur wegen dem Gehalt. Wie soll man nach 5 Jahren Schaden plötzlich Experte im Datenschutz oder Compliance sein? Gar nicht, mangels Erfahrung... Dann doch lieber kleine Kanzlei oder Unternehmen und einschlägige Erfahrung sammeln...
Auch Du (Freidenkender) hast doch nach deinen Forumsbeiträgen Anwaltserfahrung und bist später erst gewechselt, das ist nicht vergleichbar mit dem Einstieg als Schadenssachbearbeiter, change my mind please.
Schadensachbearbeiter ist eine Möglichkeit einzusteigen. Da gibt es auch bei uns sehr viel Stellen, die frei sind und man nimmt gerne auch Juristen dafür. Daraus entwickelt man dann gerne Leiter bestimmter Einheiten. Das ist aber nur eine Option bei uns einzusteigen. Ich habe bei mir in der Abteilung eine Arbeitsrechtseinheit. Dort habe ich damals nach 2 Jahren in der Kanzlei angefangen. Aber auch in dieser Einheit nehmen wir Berufseinsteiger. Die entwickeln wir dann eben weiter. Die fangen mit der Beratung im Individualarbeitsrecht an, machen dann ihren FA-Lehrgang und werden dann langsam an das kollektive Arbeitsrecht herangeführt. Dort sitzt aber auch ein Kollege, der im Schaden war. Warum? kommunikativ stark, tiefere Kenntnisse des Hauses. Da habe ich lieber ihn genommen, als jemanden vom Markt. Da macht es auch etwas die Mischung im Team.
Auch in anderen Bereichen wie Geldwäsche, Datenschutz, Recht.... nehmen wir Absolventen. Das ist halt der Vorteil größerer Einheiten. Ich kann Themen schneiden und entsprechend der Erfahrung zuteilen.
10.11.2025, 16:02
(10.11.2025, 14:55)SNC97 schrieb:(10.11.2025, 12:41)Freidenkender schrieb: je größer ein Unternehmen, desto mehr ist dort geregelt. Entweder über einen Tarifvertrag oder durch Betriebsvereinbarungen/Richtlinien... Trotzdem muss man je Unternehmen genau anschauen, wie es läuftSehr interessant, dass du in einer Versicherung arbeitest. Genau dafür interessiere ich mich auch aktuell. Weißt du wie Compliance Manager typischerweise im TV eingruppiert werden? Oftmals ließt man in den Stellen, dass nur ein erstes Examen erforderlich ist. Oder kann man auch als Syndikus im Bereich Compliance arbeiten? Das wäre nämlich mein bevorzugtes Rechtsgebiet.
Ich schau nun mal bei uns drauf. Große Versicherung und du startest al Schadensachbearbeiter:in. Bei der Vergütung geht es laut Tarifvertrag auch nach dem Alter und so gehen wir mal von 25 Jahren aus. Einfache Schadensachbearbeitung ist bei uns Tarifgruppe V und du bist bei 62K. In dieser Tarifgruppe, ohne Veränderung deiner Tätigkeit landest du bei 67K mit 32 Jahren. Da bist du aber kein Syndikus. Du bearbeitest Massenschäden im Sachversicherungsbereich. Sehr viel Telefon und den gleichen Job manchen auch gelernte Versicherungskaufleute. Du kannst auch im Schadenbereich aufsteigen (Großschaden, Personenversicherung, Übernahme von Führung) und jeder dieser Schritte ist verbunden mit einem höheren Entgelt. Der Tarifbereich geht bis 94K bei uns. Syndiken (bei uns Rechtsabteilung, Revision, Datenschutz, Compliance, Produktentwicklung, Geldwäsche, Arbeitsrecht) sind eher in der höchsten Tarifgruppe oder sogar übertariflich. Der übertarifliche Bereich ist weit gespreizt. Auch da gibt es bestimmte Gruppen, in die jede Tätigkeit einsortiert ist. In der Spitze (aber wirklich nur ganz vereinzelt) kannst du hier bis 175K verdienen. Dann bist du aber noch nicht Leitender Angestellter direkt unter dem Vorstand. Da kommt dann an der Stelle noch was oben drauf.
Will sagen: die Bandbreite in großen Konzernen kann sehr groß sein und man hat m.E. genug finanzielle Perspektive. Es kommt halt darauf an, was man daraus macht. Ich persönlich habe es nie bereut. Nach dem Examen dachte ich zwar, dass ich für immer Anwalt bleibe, aber es kommt dann halt doch anders ;)
Wenn ich dich also richtig verstehe, sind auch hohe Gehälter möglich, wenn man direkt als Syndikus einsteigt, im Konzern bleibt (oder wechselt) und dann innerhalb des Konzerns gute Leistungen zeigt und Karriere macht. Das finde ich persönlich sehr motivierend. Mir kommt es am Anfang nicht zwingend auf das beste Gehalt an. Entwicklungsmöglichkeiten sind mir da schon wichtiger.
Generell habe ich festgestellt, dass Versicherungen total zu Unrecht zu verpönt sind bei Juristen. Meistens ist das Gesamtpaket schon sehr attraktiv.
also bei uns in Compliancen fängt man als Berufseinsteiger wahrscheinlich TG VI oder VII an. Die "Regeleingruppierung" (also nach abgeschlossener Einarbeitung) ist bei uns im übertariflichen Bereich. Bei uns im Haus sind dort eigentlich auch nur Volljuristen. Die Einheit ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, da die Regulatorik zunimmt und mehr Bereiche/Themen überwacht werden müssen.
Entwicklungschancen sind in einem Konzern für engagierte Menschen immer gegeben. Der Zeitpunkt für den Einstieg und die Entwicklung im Haus sind derzeit günstig, da ich kein Unternehmen kenne, die nicht vor dem Abgang der Boomergeneration steht. Dadurch werden sich Chancen ergeben, da bei allem Pessimismus den einige Kollegen hier haben, die KI das nicht alles auffangen kann.
10.11.2025, 18:42
(10.11.2025, 16:02)Freidenkender schrieb:(10.11.2025, 14:55)SNC97 schrieb:(10.11.2025, 12:41)Freidenkender schrieb: je größer ein Unternehmen, desto mehr ist dort geregelt. Entweder über einen Tarifvertrag oder durch Betriebsvereinbarungen/Richtlinien... Trotzdem muss man je Unternehmen genau anschauen, wie es läuftSehr interessant, dass du in einer Versicherung arbeitest. Genau dafür interessiere ich mich auch aktuell. Weißt du wie Compliance Manager typischerweise im TV eingruppiert werden? Oftmals ließt man in den Stellen, dass nur ein erstes Examen erforderlich ist. Oder kann man auch als Syndikus im Bereich Compliance arbeiten? Das wäre nämlich mein bevorzugtes Rechtsgebiet.
Ich schau nun mal bei uns drauf. Große Versicherung und du startest al Schadensachbearbeiter:in. Bei der Vergütung geht es laut Tarifvertrag auch nach dem Alter und so gehen wir mal von 25 Jahren aus. Einfache Schadensachbearbeitung ist bei uns Tarifgruppe V und du bist bei 62K. In dieser Tarifgruppe, ohne Veränderung deiner Tätigkeit landest du bei 67K mit 32 Jahren. Da bist du aber kein Syndikus. Du bearbeitest Massenschäden im Sachversicherungsbereich. Sehr viel Telefon und den gleichen Job manchen auch gelernte Versicherungskaufleute. Du kannst auch im Schadenbereich aufsteigen (Großschaden, Personenversicherung, Übernahme von Führung) und jeder dieser Schritte ist verbunden mit einem höheren Entgelt. Der Tarifbereich geht bis 94K bei uns. Syndiken (bei uns Rechtsabteilung, Revision, Datenschutz, Compliance, Produktentwicklung, Geldwäsche, Arbeitsrecht) sind eher in der höchsten Tarifgruppe oder sogar übertariflich. Der übertarifliche Bereich ist weit gespreizt. Auch da gibt es bestimmte Gruppen, in die jede Tätigkeit einsortiert ist. In der Spitze (aber wirklich nur ganz vereinzelt) kannst du hier bis 175K verdienen. Dann bist du aber noch nicht Leitender Angestellter direkt unter dem Vorstand. Da kommt dann an der Stelle noch was oben drauf.
Will sagen: die Bandbreite in großen Konzernen kann sehr groß sein und man hat m.E. genug finanzielle Perspektive. Es kommt halt darauf an, was man daraus macht. Ich persönlich habe es nie bereut. Nach dem Examen dachte ich zwar, dass ich für immer Anwalt bleibe, aber es kommt dann halt doch anders ;)
Wenn ich dich also richtig verstehe, sind auch hohe Gehälter möglich, wenn man direkt als Syndikus einsteigt, im Konzern bleibt (oder wechselt) und dann innerhalb des Konzerns gute Leistungen zeigt und Karriere macht. Das finde ich persönlich sehr motivierend. Mir kommt es am Anfang nicht zwingend auf das beste Gehalt an. Entwicklungsmöglichkeiten sind mir da schon wichtiger.
Generell habe ich festgestellt, dass Versicherungen total zu Unrecht zu verpönt sind bei Juristen. Meistens ist das Gesamtpaket schon sehr attraktiv.
also bei uns in Compliancen fängt man als Berufseinsteiger wahrscheinlich TG VI oder VII an. Die "Regeleingruppierung" (also nach abgeschlossener Einarbeitung) ist bei uns im übertariflichen Bereich. Bei uns im Haus sind dort eigentlich auch nur Volljuristen. Die Einheit ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, da die Regulatorik zunimmt und mehr Bereiche/Themen überwacht werden müssen.
Entwicklungschancen sind in einem Konzern für engagierte Menschen immer gegeben. Der Zeitpunkt für den Einstieg und die Entwicklung im Haus sind derzeit günstig, da ich kein Unternehmen kenne, die nicht vor dem Abgang der Boomergeneration steht. Dadurch werden sich Chancen ergeben, da bei allem Pessimismus den einige Kollegen hier haben, die KI das nicht alles auffangen kann.
Wie viel bedeutet Regeleingruppierung im übertariflichen Bereich bei euch? TG VII wäre aktuell ja so 5,1 bis 5,4k € für den durchschnittlichen Absolventen? Rechnet man in der Regel mit 13,3 Gehältern? hab auch schon was von 14,5 Gehältern in guten Zeiten gelesen.
Also so wie ich das einschätze dürften also 80-90k für jeden engagierten Juristen in 5-7 Jahren möglich sein?
Werden die 38h oder 41h eigentlich meistens eingehalten? Oder muss man regelmäßig (inoffziell) länger bleiben, ähnlich wie bei Kanzleien? Und wird man doof angeguckt, wenn man Überstunden abfeiert? In manchen Kanzleien braucht man damit ja nicht mal ankommen (ich weiß Äpfel und Birnen und so...).
Danke schonmal für deine spannenden Insights!
10.11.2025, 22:26
den Tarifvertrag der Branche findest du im Netz
AGV Versicherungen | Home | Tarifpolitik | Tarifverträge
bei uns kannst du mit 14,5 Gehältern rechnen. 13,3 tariflich und der Rest Zielverfahren und durchschnittliche Zielerreichung im Konzern
Arbeitszeit für eigentliche alle Beschäftigten laut TV. Was du mehr als 38 Std arbeitest geht auf ein Konto und kann abgefeiert werden
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bei uns kannst du mit 14,5 Gehältern rechnen. 13,3 tariflich und der Rest Zielverfahren und durchschnittliche Zielerreichung im Konzern
Arbeitszeit für eigentliche alle Beschäftigten laut TV. Was du mehr als 38 Std arbeitest geht auf ein Konto und kann abgefeiert werden
10.11.2025, 22:44
Interessant. Bei einer Stelle für einen Juristen (nicht ausschließlich für Volljuristen ausgeschrieben) hat man mir Gruppe 5 angeboten des Versicherungs Tarifvertrags. 4084€ brutto bei 14 Gehältern (57k jahresbrutto) war es mir aber nicht Wert. Gruppe 6 oder 7 halte ich für für angemessener. Aber gibt natürlich nicht jede Stelle her. Das wären monatlich je nach Steuerklasse ohne Weihnachtsgeld etc. knapp 2,5 netto gewesen.
10.11.2025, 23:32
das sind bei uns halt Stellen, die du auch mit einer Ausbildung ausüben kannst. Du machst da auch genau den gleichen Job. Kann aber halt auch eine Chance sein in einen solchen Laden hineinzukommen. Aber ich kann dich durchaus verstehen.


