29.07.2025, 07:52
O wie schön ist es im öffentlichen Dienst!
29.07.2025, 08:27
(29.07.2025, 07:52)Praktiker schrieb: O wie schön ist es im öffentlichen Dienst!Muss man zustimmen, wenig Leistungsdruck, meist kein Jobrisiko, viele Klischees stimmen halt. Abseits von Führungspositionen und persönlichen Referenten ist es eine work-life-Balance die ihresgleichen sucht. Vermutlich viel zu attraktiv im Vergleich zur Privatwirtschaft.
29.07.2025, 08:28
29.07.2025, 09:05
(29.07.2025, 00:06)Neuer-Schatten schrieb: Jetzt gibt es in den vorigen Beiträgen ein paar Ausnahmen. Insbesondere heißt es dort, in den großen deutschen Mittelstandskanzleien sei alles anders. Milch und Honig sollen da offenbar fließen. Von Perspektiven wird da gesprochen. Teilweise ist von Zielen und dem Sinn des Lebens die Rede.
Niemand hat davon gesprochen, dass in einer deutschen MK Milch und Honig fließt. Ich bin nur kein Freund davon, Jobs in die Kategorien schlimm, schlimmer und am schlimmsten einzuteilen. Es gibt schon vernünftige Jobs da draußen, in denen man Spaß haben kann und auch gut verdient, ohne 60 Wochenstunden arbeiten zu müssen.
Wer natürlich ein grundsätzliches Problem mit dem Menschenschlag "Jurist" hat, sollte sich vielleicht für sein eigenes Wohlbefinden mit einem kompletten Branchenwechsel befassen. Man muss Jobs auch nicht überhöhen und ein Job ersetzt (hoffentlich) nicht Familie und Freunde. Aber ein Job kann auch mehr sein als ein notwendiges Übel, was man verrichten muss, damit man nicht am Ende verhungert.
29.07.2025, 09:37
(29.07.2025, 09:05)Patenter Gast schrieb:(29.07.2025, 00:06)Neuer-Schatten schrieb: Jetzt gibt es in den vorigen Beiträgen ein paar Ausnahmen. Insbesondere heißt es dort, in den großen deutschen Mittelstandskanzleien sei alles anders. Milch und Honig sollen da offenbar fließen. Von Perspektiven wird da gesprochen. Teilweise ist von Zielen und dem Sinn des Lebens die Rede.
Niemand hat davon gesprochen, dass in einer deutschen MK Milch und Honig fließt. Ich bin nur kein Freund davon, Jobs in die Kategorien schlimm, schlimmer und am schlimmsten einzuteilen. Es gibt schon vernünftige Jobs da draußen, in denen man Spaß haben kann und auch gut verdient, ohne 60 Wochenstunden arbeiten zu müssen.
Wer natürlich ein grundsätzliches Problem mit dem Menschenschlag "Jurist" hat, sollte sich vielleicht für sein eigenes Wohlbefinden mit einem kompletten Branchenwechsel befassen. Man muss Jobs auch nicht überhöhen und ein Job ersetzt (hoffentlich) nicht Familie und Freunde. Aber ein Job kann auch mehr sein als ein notwendiges Übel, was man verrichten muss, damit man nicht am Ende verhungert.

Ein Problem scheint mir die teilweise völlig falsche Erwartungshaltung von Berufsanfängern zu sein. Wir wurden jahrelang auf das Ziel einer möglichst guten Examensnote hin konditioniert und erwarten dann, wenn wir diese endlich erreicht haben, nicht viel weniger als den Traumjob als Entschädigung für die jahrelange Lernerei. Top Bezahlung, Wertschätzung, abwechslungsreiche Tätigkeiten und Sinnerfüllung bei möglichst guter work-life-Balance und am besten nicht mit einem Umzug verbunden.
Das alles kann aber wohl kaum ein juristischer Job auf Dauer erfüllen.
Und die aktuelle Arbeitsmarktlage macht es auch nicht gerade leichter, wählerisch zu sein.
Vielleicht sollte man sich eher daran gewöhnen, dass man sich auf seinem beruflichen Lebensweg seiner Idealvorstellung von einer beruflichen Tätigkeit über die Jahre zumindest annähert, auch wenn das mit Stellenwechseln verbunden sein dürfte.
Bis jetzt habe ich jedenfalls nur wenige (ältere) Kollegen angetroffen, die von sich behauptet haben, ihrem „Traumjob“ nachzugehen. Vielmehr war im Idealfall ihr aktueller Job ein Kompromiss, mit dem sie gut leben konnten.
29.07.2025, 10:31
(29.07.2025, 09:37)Spencer schrieb:(29.07.2025, 09:05)Patenter Gast schrieb:(29.07.2025, 00:06)Neuer-Schatten schrieb: Jetzt gibt es in den vorigen Beiträgen ein paar Ausnahmen. Insbesondere heißt es dort, in den großen deutschen Mittelstandskanzleien sei alles anders. Milch und Honig sollen da offenbar fließen. Von Perspektiven wird da gesprochen. Teilweise ist von Zielen und dem Sinn des Lebens die Rede.
Niemand hat davon gesprochen, dass in einer deutschen MK Milch und Honig fließt. Ich bin nur kein Freund davon, Jobs in die Kategorien schlimm, schlimmer und am schlimmsten einzuteilen. Es gibt schon vernünftige Jobs da draußen, in denen man Spaß haben kann und auch gut verdient, ohne 60 Wochenstunden arbeiten zu müssen.
Wer natürlich ein grundsätzliches Problem mit dem Menschenschlag "Jurist" hat, sollte sich vielleicht für sein eigenes Wohlbefinden mit einem kompletten Branchenwechsel befassen. Man muss Jobs auch nicht überhöhen und ein Job ersetzt (hoffentlich) nicht Familie und Freunde. Aber ein Job kann auch mehr sein als ein notwendiges Übel, was man verrichten muss, damit man nicht am Ende verhungert.![]()
Ein Problem scheint mir die teilweise völlig falsche Erwartungshaltung von Berufsanfängern zu sein. Wir wurden jahrelang auf das Ziel einer möglichst guten Examensnote hin konditioniert und erwarten dann, wenn wir diese endlich erreicht haben, nicht viel weniger als den Traumjob als Entschädigung für die jahrelange Lernerei. Top Bezahlung, Wertschätzung, abwechslungsreiche Tätigkeiten und Sinnerfüllung bei möglichst guter work-life-Balance und am besten nicht mit einem Umzug verbunden.
Das alles kann aber wohl kaum ein juristischer Job auf Dauer erfüllen.
Und die aktuelle Arbeitsmarktlage macht es auch nicht gerade leichter, wählerisch zu sein.
Vielleicht sollte man sich eher daran gewöhnen, dass man sich auf seinem beruflichen Lebensweg seiner Idealvorstellung von einer beruflichen Tätigkeit über die Jahre zumindest annähert, auch wenn das mit Stellenwechseln verbunden sein dürfte.
Bis jetzt habe ich jedenfalls nur wenige (ältere) Kollegen angetroffen, die von sich behauptet haben, ihrem „Traumjob“ nachzugehen. Vielmehr war im Idealfall ihr aktueller Job ein Kompromiss, mit dem sie gut leben konnten.
Das ist so.
Ich habe vor meinem Berufseinstieg mitgegeben bekommen, dass man in seinem Berufsleben immer wieder Phasen wird durchstehen müssen, die keinen Spaß machen. Das kann daran liegen, dass einem die Aufgaben nicht gefallen, man auf die Menschen, mit denen man zu tun hat, keinen Bock hat oder man auch mal etwas durchsetzen muss, was den eigenen Auffassungen widerspricht. Das war für mich ein guter Tipp. Denn letztendlich gehört das alles nunmal zu einem Beruf dazu. Wichtig ist, dass man sich eine Tätigkeit sucht, die einem davon abgesehen im Grundsatz gefällt und mit der man sich identifizieren kann.
29.07.2025, 12:17
ch finde diese ganzen Beiträge zur „Gen Z“ einfach nur ermüdend und oft ziemlich überheblich. Nur weil man jung ist, heißt das noch lange nicht, dass man grundsätzlich keine Lust hat zu arbeiten oder sich nicht in die Gesellschaft einbringen will. Dieses Klischee ist nicht nur pauschalierend, sondern auch schlicht falsch.
Unsere Generation hat in vielerlei Hinsicht ein anderes Bewusstsein – sei es in Bezug auf mentale Gesundheit, Nachhaltigkeit, Work-Life-Balance oder den Umgang mit Autoritäten. Das ist weder besser noch schlechter als das, was frühere Generationen vertreten haben – es ist einfach anders. Und genau das sollte man auch als legitime Entwicklung verstehen, nicht als Abweichung von einem vermeintlich „richtigen“ Weg.
Solange uns pauschal Faulheit, Anspruchsdenken oder mangelnde Belastbarkeit vorgeworfen werden, braucht man sich auch nicht wundern, wenn viele junge Menschen den Respekt gegenüber solchen pauschalisierenden Haltungen verlieren. Respekt muss immer in beide Richtungen funktionieren – über Generationen hinweg.
Unsere Generation hat in vielerlei Hinsicht ein anderes Bewusstsein – sei es in Bezug auf mentale Gesundheit, Nachhaltigkeit, Work-Life-Balance oder den Umgang mit Autoritäten. Das ist weder besser noch schlechter als das, was frühere Generationen vertreten haben – es ist einfach anders. Und genau das sollte man auch als legitime Entwicklung verstehen, nicht als Abweichung von einem vermeintlich „richtigen“ Weg.
Solange uns pauschal Faulheit, Anspruchsdenken oder mangelnde Belastbarkeit vorgeworfen werden, braucht man sich auch nicht wundern, wenn viele junge Menschen den Respekt gegenüber solchen pauschalisierenden Haltungen verlieren. Respekt muss immer in beide Richtungen funktionieren – über Generationen hinweg.
29.07.2025, 12:43
Lol, 1:1 das gleiche gesagt bekommen als Millenial. Natürlich habe ich keine Lust auf Arbeit und würde lieber am Strand chillen. Wer bitte nicht? Die Boomer Kollegen im Büro zählen auch die Tage bis zur Rente. Das hat nichts mit der Generation zu tun.
29.07.2025, 14:40
(29.07.2025, 12:17)Hallo123. schrieb: ch finde diese ganzen Beiträge zur „Gen Z“ einfach nur ermüdend und oft ziemlich überheblich. Nur weil man jung ist, heißt das noch lange nicht, dass man grundsätzlich keine Lust hat zu arbeiten oder sich nicht in die Gesellschaft einbringen will. Dieses Klischee ist nicht nur pauschalierend, sondern auch schlicht falsch.wer wirft denn Faulheit, Anspruchsdenken oder mangelnde Belastbarkeit in diesem Thread der GenZ vor?
Unsere Generation hat in vielerlei Hinsicht ein anderes Bewusstsein – sei es in Bezug auf mentale Gesundheit, Nachhaltigkeit, Work-Life-Balance oder den Umgang mit Autoritäten. Das ist weder besser noch schlechter als das, was frühere Generationen vertreten haben – es ist einfach anders. Und genau das sollte man auch als legitime Entwicklung verstehen, nicht als Abweichung von einem vermeintlich „richtigen“ Weg.
Solange uns pauschal Faulheit, Anspruchsdenken oder mangelnde Belastbarkeit vorgeworfen werden, braucht man sich auch nicht wundern, wenn viele junge Menschen den Respekt gegenüber solchen pauschalisierenden Haltungen verlieren. Respekt muss immer in beide Richtungen funktionieren – über Generationen hinweg.
Wenn du eine bestimmte Einstellung zu mentaler Gesundheit, Nachhaltigkeit, Work-Life-Balance oder den Umgang mit Autoritäten hast, dann suche dir dafür den passenden Job. So wie du Ansprüche hast, haben auch AG Ansprüche. Die sollten halt bestmöglich zusammen passen.
Aber so wie du dich dagegen verwehrst, dass Vorwürfe wegen deiner Haltung gemacht werden, sollte man es dann auch dem AG vorwerfen. Und natürlich ist die Erwartungshaltung einer GK in Bezug auf Arbeitszeit ein anderer als z.B. in einem Unternehmen, dass z.B. noch einen Betriebsrat hat etc.
guga hat völlig recht. Ich kenne bestimmte Zuschreibungen auch von früher. Ich kenne keine Generation, die von einer Nachfolgegeneration für ihre Leistungsbereitschaft gelobt wurde. Damals nach dem Krieg, da haben wir das Land aufgebaut.... der Wirtschaftsboom wäre ohne uns nicht möglich gewesen.... davon sollte man sich nicht verunsichern lassen
Aus dem betrieblichen Kontext kenne ich viele sehr leistungsbereite junge Menschen. Daher finde ich auch die Zuschreibung bestimmter Ansichten, Verhaltensmuster, Haltugen je Generationen für Schwachsinn
29.07.2025, 14:54
(29.07.2025, 12:17)Hallo123. schrieb: ch finde diese ganzen Beiträge zur „Gen Z“ einfach nur ermüdend und oft ziemlich überheblich. Nur weil man jung ist, heißt das noch lange nicht, dass man grundsätzlich keine Lust hat zu arbeiten oder sich nicht in die Gesellschaft einbringen will. Dieses Klischee ist nicht nur pauschalierend, sondern auch schlicht falsch.Ich habe jetzt nicht den Eindruck, dass es um Kritik an einer ganzen Generation geht und ja - diese Dinge werden so gut wie jeder Generation vorgeworfen. Worum es hier aber mE den Meisten u.a. geht ist, den Berufsanfängern, also der jüngeren Generation, aufzuzeigen, dass der Arbeitsmarkt sich nun mal schon immer gewandelt hat. Als ich im Studium war, fing eben das Lehman-Thema und Weltwirtschaftskrise an - die meisten von uns waren deshalb allgemein auf einen eher schwierigen Arbeitsmarkt eingestellt. Dann war etwa 10 Jahre später der Arbeitsmarkt komplett anders und man konnte sich als Bewerber sehr viel mehr erlauben, als zu Lehman-Zeiten oder eben auch jetzt. Eine angespannte Marktsituation führt nun mal auch dazu, dass man nicht immer den idealen Job bekommt. Mein Eindruck ist, dass aber viele Berufseinsteiger in diesem Forum gleich zum Einstieg ihren Traumjob haben möchten, was natürlich nachvollziehbar ist - das wird aber nicht jedem möglich sein. Wenn man aber trotzdem arbeiten möchte, dann muss man sich eben im Zweifel auch flexibel machen mit Blick auf Inhalt, Location, Gehalt, etc. Es sagt ja keiner, dass nicht andere Zeiten kommen, wobei die Lage auch sehr viel schlechter als jetzt werden kann. Ich denke oft, dass viele die Langzeitperspektive nicht ausreichend berücksichtigen.
Unsere Generation hat in vielerlei Hinsicht ein anderes Bewusstsein – sei es in Bezug auf mentale Gesundheit, Nachhaltigkeit, Work-Life-Balance oder den Umgang mit Autoritäten. Das ist weder besser noch schlechter als das, was frühere Generationen vertreten haben – es ist einfach anders. Und genau das sollte man auch als legitime Entwicklung verstehen, nicht als Abweichung von einem vermeintlich „richtigen“ Weg.
Solange uns pauschal Faulheit, Anspruchsdenken oder mangelnde Belastbarkeit vorgeworfen werden, braucht man sich auch nicht wundern, wenn viele junge Menschen den Respekt gegenüber solchen pauschalisierenden Haltungen verlieren. Respekt muss immer in beide Richtungen funktionieren – über Generationen hinweg.
Eigentlich möchten die Meisten, die schon etwas länger im Job sind (jedenfalls verstehe ich die Beiträge so) Euch eher ermutigen, jetzt nicht zu verzweifeln, wenn man gerade nicht seinen Traumjob bekommt - das Arbeitsleben ist lang genug und die Wenigsten arbeiten heutzutage ihr Leben lang im gleichen Job. Es ist daher absolut keine Schande, erstmal etwas zu nehmen, was man vielleicht nur ok findet und erstmal ein paar Jahre Erfahrung sammelt.
Edit: ich bin ansonsten auch voll bei Freidenkreider. Ein Arbeitsverhältnis ist ein Austauschverhältnis, jeder Partei hat eigene Vorstellungen/Must Haves und wenn das nicht zueinander passt, dann muss man sich halt einen anderen suchen, der seine Punkte erfüllt. Du musst doch auch niemanden daten, nur weil die andere Person das unbedingt möchte.