21.09.2025, 15:15
Leider kein Troll. Man muss natürlich dazu sagen, dass er nicht deutschlandweit sucht, sondern etwa im Umkreis von 50 km, und wir reden hier nicht über die ostdeutsche Provinz. Ist natürlich 'ne bittere Pille nach so einem langen Studium, aber in Zukunft wird er wohl nicht der einzige sein, der nach einem Jurastudium umschult. Wo keine Jobs sind, sind nun mal keine Jobs, egal wie qualifiziert man ist.
21.09.2025, 15:51
(21.09.2025, 15:15)ElSpiritoFrischGezapft schrieb: Leider kein Troll. Man muss natürlich dazu sagen, dass er nicht deutschlandweit sucht, sondern etwa im Umkreis von 50 km, und wir reden hier nicht über die ostdeutsche Provinz. Ist natürlich 'ne bittere Pille nach so einem langen Studium, aber in Zukunft wird er wohl nicht der einzige sein, der nach einem Jurastudium umschult. Wo keine Jobs sind, sind nun mal keine Jobs, egal wie qualifiziert man ist.
Kann ich nicht nachvollziehen. Würde mich lieber irgendwo weiter weg bewerben als eine Ausbildung im Supermarkt anzufangen. Da wäre es sogar auch besser im geh. Dienst irgendwo anzufangen.
Es sei denn natürlich er will dort im Supermarkt arbeiten
Im Osten hätte er definitiv auch gute Chancen im höheren Dienst.
Wahrscheinlich trollst du aber..
21.09.2025, 16:16
(21.09.2025, 15:15)ElSpiritoFrischGezapft schrieb: Leider kein Troll. Man muss natürlich dazu sagen, dass er nicht deutschlandweit sucht, sondern etwa im Umkreis von 50 km, und wir reden hier nicht über die ostdeutsche Provinz. Ist natürlich 'ne bittere Pille nach so einem langen Studium, aber in Zukunft wird er wohl nicht der einzige sein, der nach einem Jurastudium umschult. Wo keine Jobs sind, sind nun mal keine Jobs, egal wie qualifiziert man ist.
Natürlich nicht, sonst würdest du es ja zugeben
21.09.2025, 16:26
(21.09.2025, 15:15)ElSpiritoFrischGezapft schrieb: Leider kein Troll. Man muss natürlich dazu sagen, dass er nicht deutschlandweit sucht, sondern etwa im Umkreis von 50 km, und wir reden hier nicht über die ostdeutsche Provinz. Ist natürlich 'ne bittere Pille nach so einem langen Studium, aber in Zukunft wird er wohl nicht der einzige sein, der nach einem Jurastudium umschult. Wo keine Jobs sind, sind nun mal keine Jobs, egal wie qualifiziert man ist.Registriert seit: Gestern 😅
21.09.2025, 16:31
(21.09.2025, 15:15)ElSpiritoFrischGezapft schrieb: Leider kein Troll. Man muss natürlich dazu sagen, dass er nicht deutschlandweit sucht, sondern etwa im Umkreis von 50 km, und wir reden hier nicht über die ostdeutsche Provinz. Ist natürlich 'ne bittere Pille nach so einem langen Studium, aber in Zukunft wird er wohl nicht der einzige sein, der nach einem Jurastudium umschult. Wo keine Jobs sind, sind nun mal keine Jobs, egal wie qualifiziert man ist.
Da es sich nach deiner Aussage um keinen Troll handelt, würde ich an deiner Stelle deinem Bekannten mal links und rechts eine watschn, um ihn zur Besinnung zu kriegen.
Bis zu 10 Jahren an Lernen und Ausbildung wegwerfen, nur weil man innerhalb von 6 Monaten keine Stelle findet? Das ist ja wohl nicht sein ernst. Außerdem kann ich "Wo keine Jobs sind, sind nun mal keine Jobs" überhaupt nicht zustimmen. Aus meiner Reftruppe, die '25 ihren Abschluss gemacht hat, hat jeder (!) unmittelbar nach dem Ende des Ref eine Stelle bekommen. Und da war wirklich alles dabei, StA, RA, WiMi, Assessor, Justiziar etc... Und da waren auch Abschlüsse dabei, die deutlich unter 2x 8P lagen.
Ich kenne alleine in meinem Umkreis 2 Kanzleien, die händeringend nach einem Nachfolger zum Einarbeiten zu suchen, weil man sich in ein paar Jahren in den Ruhestand verabschieden will. Auch hier im Forum hat jemand aus Berlin inseriert, der einen Nachfolger sucht. Und alleine die Justiz sucht ständig nach neuen Leuten, auch für einfache Stellen und nicht unbedingt Richter oder StA.
Ich glaube dein Bekannter hat es gern bequem und der Fehler lag bereits in der Studienwahl. Da fehlt der nötige Biss, weshalb wohl die juristische Karriere auch nicht lange gedauert hätte, selbst wenn er sofort in seiner Umgebung eine Stelle bekommen hätte. Mit 2x 8P nix finden hat hier definitiv was damit zu tun, dass er sich selbst nicht richtig verkaufen kann.
Ich kenne zudem keine andere Berufsgruppe, die so flexibel in den Arbeitsmarkt starten kann, wie die Juristen. Und dann sagt sich dein Bekannter "Joa, mach ich halt Discounter, ist ganz nett"? Vorher fällt mir der Himmel auf den Kopf, als dass ich diese quälende Ausbildung einfach wegwerfe, die mich im Übrigen eine Jahre an potenzieller Lebenszeit gekostet hat wegen Stress, Magengeschwür etc.
Bekannte von mir haben sich zum Teil bewusst für einen Studiengang entschieden, wo von Anfang an klar, dass es gut und gerne auch über 1,5 Jahre dauern kann, bis die in ihrem Bereich in Lohn und Brot sind. Da hat auch keiner aufgegeben, sondern sich durchgebissen.
Alles in Allem: die Entscheidung ist völlig gaga.
21.09.2025, 17:26
(20.09.2025, 19:59)ElSpiritoFrischGezapft schrieb: Bin mir ehrlicherweise nicht sicher, ob es besser wird (Wirtschaftslage, K.I.). Juristen sind auf dem aktuellen Arbeitsmarkt einfach nicht besonders gefragt.
Ein Bekannter hat vor 6 Monaten sein zweites Examen gemacht und 2x über 8 Punkte, also echt gut. Hat sich entsprechend erst dort beworben, wo er auch arbeiten wollte und später überall wo juristischer Bezug da war. Hat aber auch überhaupt nichts gefunden. Jetzt überbrückt er erstmal im Discounter, ist aber echt zufrieden dort und er meinte auch, dass er so viel Geld wie dort vorher noch nicht verdient hat und es - man muss sagen, als Ungelernter - auch ganz gut zum Leben reicht. Jetzt wurde ihm noch für dieses Jahr 'ne Ausbildungsstelle angeboten (als Nachrücker). Er ist ehrlich am überlegen, das anzunehmen, wenn er jetzt bald nichts findet. Die Ausbildung dauert auch nicht ganz so lange und besonders viel mehr verdient der durchschnittliche Jurist ja auch nicht.
Ich sag nicht, dass Du jetzt auch ne Ausbildungsstelle suchen solltest, aber vielleicht wäre es recht sinnvoll, in irgendeinem anderen Bereich zumindest mal reinzuschnuppern.
Nominiere für neue copypasta
21.09.2025, 18:06
Wenn alle so bereitwillig freie Stellen annähmen wie der Bekannte, bräuchte man die Sozialleistungen jedenfalls nicht unter das Existenzminimum absenken. Insofern vorbildlich.
22.09.2025, 22:58
So eine offensichtlich erfundene Story hier zu posten sollte sanktioniert werden
23.09.2025, 23:29
Ich danke allen für den netten Zuspruch. Ich bleib weiterhin offen und bewerbe mich auf jedwede Stellenanzeigen, die von jeder Art von Kanzleien in Hamburg geschaltet wird.
24.09.2025, 16:28
Ich könnte super verstehen, wenn man sagt, mit zwei Examen im Nacken lebt es sich so dermaßen frank und frei, dass man auch ungeniert mal eine Zeit im Supermarkt arbeiten kann. Ist ja jederzeit möglich, wieder "zurückzukehren", und wenn man nun mal gerade eine Zeitlang nen etwas stumpferen Job machen möchte, um den Kopf freizukriegen – man kann es sich sozusagen leisten.
Da aber dann auch noch eine Ausbildung zu erwägen, geht mir dann doch etwas weit :D
Da aber dann auch noch eine Ausbildung zu erwägen, geht mir dann doch etwas weit :D










