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Warum Angst vor St.ex?
Sky
Senior Member
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Beiträge: 349
Themen: 10
Registriert seit: Nov 2018
#21
27.05.2021, 16:45
(27.05.2021, 14:23)Gast schrieb:  
(27.05.2021, 14:17)Gastgg schrieb:  Da habt ihr natürlich alle Recht. 

Obwohl, jetzt werden doch die Notenanforderungen gesenkt, statt 9 Punkte würden auch oft 7.5 Punkte ausreichen (Staatsdienst wenn ich das richtig verstanden habe). 

Und der Schwerpunkt (& die mündliche Note) zieht doch die Examensnote eh immer hoch (bei den meisten)...
Also kann es am Ende auch ein befriedigend, oder sogar vollbefriedigend werden.

8 Punkte ist im Staatsdienst die Untergrenze in den meisten Bundesländern. In wenigen Ausnahmefällen werden auch Bewerber mit weniger Punkten eingeladen, aber das ist nicht der Regelfall. Wer 8 Punkte mitbringt, ist auch nicht zwingend zum nächsten Einstellungstermin dabei, da im Moment tendenziell mehr gute Bewerber (VB und mehr) sich für den Staatsdienst bewerben, um einen sicheren Job in Krisenzeiten zu haben. Nach dem Prinzip der Bestenauslese ist der Bewerber mit weniger als VB erstmal auf der Warteliste. 

Die von dir so gedeuteten 'entspannten Aussichten' gelten im Moment nicht. 7,5 Punkten ist mE eher ein k.o. Kriterium als eine reelle Chance.

da hat der kollege recht. aktuell wartet man auch mit 9P teilweise. 7.5 ist übrigens nirgendwo untergrenze. in nrw sind als ausnahmefall 7.76 vorgesehen, regel sind aber 9.

in bw gibt es z.b. in einem anderen thread eine statistik. sofern es eine ausnahme von der mindestgrenze gab wurde bei 10% der eingestellte in einem der examen nach unten abgewichen (dort idr 8 jeweils) und bei unter 1% der bewerber in beiden examen (geringfügig) unter 8.

ab 8p seh ich realistische chancen, besser noch ab 8.5
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Gast
Unregistered
 
#22
27.05.2021, 16:57
(27.05.2021, 16:45)Sky schrieb:  
(27.05.2021, 14:23)Gast schrieb:  
(27.05.2021, 14:17)Gastgg schrieb:  Da habt ihr natürlich alle Recht. 

Obwohl, jetzt werden doch die Notenanforderungen gesenkt, statt 9 Punkte würden auch oft 7.5 Punkte ausreichen (Staatsdienst wenn ich das richtig verstanden habe). 

Und der Schwerpunkt (& die mündliche Note) zieht doch die Examensnote eh immer hoch (bei den meisten)...
Also kann es am Ende auch ein befriedigend, oder sogar vollbefriedigend werden.

8 Punkte ist im Staatsdienst die Untergrenze in den meisten Bundesländern. In wenigen Ausnahmefällen werden auch Bewerber mit weniger Punkten eingeladen, aber das ist nicht der Regelfall. Wer 8 Punkte mitbringt, ist auch nicht zwingend zum nächsten Einstellungstermin dabei, da im Moment tendenziell mehr gute Bewerber (VB und mehr) sich für den Staatsdienst bewerben, um einen sicheren Job in Krisenzeiten zu haben. Nach dem Prinzip der Bestenauslese ist der Bewerber mit weniger als VB erstmal auf der Warteliste. 

Die von dir so gedeuteten 'entspannten Aussichten' gelten im Moment nicht. 7,5 Punkten ist mE eher ein k.o. Kriterium als eine reelle Chance.

da hat der kollege recht. aktuell wartet man auch mit 9P teilweise. 7.5 ist übrigens nirgendwo untergrenze. in nrw sind als ausnahmefall 7.76 vorgesehen, regel sind aber 9.

in bw gibt es z.b. in einem anderen thread eine statistik. sofern es eine ausnahme von der mindestgrenze gab wurde bei 10% der eingestellte in einem der examen nach unten abgewichen (dort idr 8 jeweils) und bei unter 1% der bewerber in beiden examen (geringfügig) unter 8.

ab 8p seh ich realistische chancen, besser noch ab 8.5


Wenn ich nicht noch tausend andere Gründe hätte, nicht in den Staatsdienst zu gehen, dann wäre es sicher diese abartige Notenfixierung... "7,76"  Cheese
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Sky
Senior Member
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Beiträge: 349
Themen: 10
Registriert seit: Nov 2018
#23
27.05.2021, 17:34
(27.05.2021, 16:57)Gast schrieb:  
(27.05.2021, 16:45)Sky schrieb:  
(27.05.2021, 14:23)Gast schrieb:  
(27.05.2021, 14:17)Gastgg schrieb:  Da habt ihr natürlich alle Recht. 

Obwohl, jetzt werden doch die Notenanforderungen gesenkt, statt 9 Punkte würden auch oft 7.5 Punkte ausreichen (Staatsdienst wenn ich das richtig verstanden habe). 

Und der Schwerpunkt (& die mündliche Note) zieht doch die Examensnote eh immer hoch (bei den meisten)...
Also kann es am Ende auch ein befriedigend, oder sogar vollbefriedigend werden.

8 Punkte ist im Staatsdienst die Untergrenze in den meisten Bundesländern. In wenigen Ausnahmefällen werden auch Bewerber mit weniger Punkten eingeladen, aber das ist nicht der Regelfall. Wer 8 Punkte mitbringt, ist auch nicht zwingend zum nächsten Einstellungstermin dabei, da im Moment tendenziell mehr gute Bewerber (VB und mehr) sich für den Staatsdienst bewerben, um einen sicheren Job in Krisenzeiten zu haben. Nach dem Prinzip der Bestenauslese ist der Bewerber mit weniger als VB erstmal auf der Warteliste. 

Die von dir so gedeuteten 'entspannten Aussichten' gelten im Moment nicht. 7,5 Punkten ist mE eher ein k.o. Kriterium als eine reelle Chance.

da hat der kollege recht. aktuell wartet man auch mit 9P teilweise. 7.5 ist übrigens nirgendwo untergrenze. in nrw sind als ausnahmefall 7.76 vorgesehen, regel sind aber 9.

in bw gibt es z.b. in einem anderen thread eine statistik. sofern es eine ausnahme von der mindestgrenze gab wurde bei 10% der eingestellte in einem der examen nach unten abgewichen (dort idr 8 jeweils) und bei unter 1% der bewerber in beiden examen (geringfügig) unter 8.

ab 8p seh ich realistische chancen, besser noch ab 8.5


Wenn ich nicht noch tausend andere Gründe hätte, nicht in den Staatsdienst zu gehen, dann wäre es sicher diese abartige Notenfixierung... "7,76"  Cheese

ich versteh auch nicht warum das so eine krumme zahl ist.
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Gast
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#24
27.05.2021, 17:35
Auf die 7,76er Grenze würde ich mich nicht verlassen. Die war auch in Notzeiten schon verpönt in der Justiz und da man in letzter Zeit auch durch Corona viele Bewerber mit 2x VB hat, wird jetzt kräftig eingestellt.
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Gast
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#25
27.05.2021, 17:37
Na dann will ich euch mal weiser machen. Was ist die Mitte von 6,5 und 9? ;) 
Und im Erlass steht daher "mehr als 7,75"
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Gast
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#26
27.05.2021, 17:58
(27.05.2021, 17:37)Gast schrieb:  Na dann will ich euch mal weiser machen. Was ist die Mitte von 6,5 und 9? ;) 
Und im Erlass steht daher "mehr als 7,75"

Eine rationale Begründung mindert nicht die Abstrusität dieser Notenfixierung. Ich für meinen Teil würde mich dabei als bloße Ziffer und von meinem Arbeitgeber als Person, die ich bin, wenig wertgeschätzt fühlen. "Achtung, hier kommt die 9,6....hähä, schau mal da hinten sitzt die 7,76....Arsch an die Wand und Augen geradeaus - die 11,9 beehrt uns...."
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Gast
Unregistered
 
#27
27.05.2021, 18:00
(27.05.2021, 17:58)Gast schrieb:  
(27.05.2021, 17:37)Gast schrieb:  Na dann will ich euch mal weiser machen. Was ist die Mitte von 6,5 und 9? ;) 
Und im Erlass steht daher "mehr als 7,75"

Eine rationale Begründung mindert nicht die Abstrusität dieser Notenfixierung. Ich für meinen Teil würde mich dabei als bloße Ziffer und von meinem Arbeitgeber als Person, die ich bin, wenig wertgeschätzt fühlen. "Achtung, hier kommt die 9,6....hähä, schau mal da hinten sitzt die 7,76....Arsch an die Wand und Augen geradeaus - die 11,9 beehrt uns...."

Ich denke diejenigen, die die Noten für die Justiz mitbringen, kommen ganz gut damit klar, überwiegend „eine Nummer“ zu sein - denn das ist man nur im Bewerbungsverfahren. Sobald man eingeladen wird, stehen die Chancen gut und sobald man eingestellt wird, ist die Note absolut zweitrangig und es zählt die Arbeit, Erledigungen, ...

Bisschen Schwarzmalerei betreibst du ja schon.
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Gast
Unregistered
 
#28
27.05.2021, 19:18
(27.05.2021, 18:00)Gast schrieb:  
(27.05.2021, 17:58)Gast schrieb:  
(27.05.2021, 17:37)Gast schrieb:  Na dann will ich euch mal weiser machen. Was ist die Mitte von 6,5 und 9? ;) 
Und im Erlass steht daher "mehr als 7,75"

Eine rationale Begründung mindert nicht die Abstrusität dieser Notenfixierung. Ich für meinen Teil würde mich dabei als bloße Ziffer und von meinem Arbeitgeber als Person, die ich bin, wenig wertgeschätzt fühlen. "Achtung, hier kommt die 9,6....hähä, schau mal da hinten sitzt die 7,76....Arsch an die Wand und Augen geradeaus - die 11,9 beehrt uns...."

Ich denke diejenigen, die die Noten für die Justiz mitbringen, kommen ganz gut damit klar, überwiegend „eine Nummer“ zu sein - denn das ist man nur im Bewerbungsverfahren. Sobald man eingeladen wird, stehen die Chancen gut und sobald man eingestellt wird, ist die Note absolut zweitrangig und es zählt die Arbeit, Erledigungen, ...

Bisschen Schwarzmalerei betreibst du ja schon.

Jedem das seine. Aber aus einem ähnlichen Grund hab ich mich auch nie bei den Kapellmännern beworben....dieses "mindestens VB in beiden Examina" reicht mir schon, wenn man gleichzeitig weis, dass das so überhaupt nicht durchgehalten wird. Gleiches gilt für den wissenschaftlichen Anstrich, wenn man sich so einige der Dissertationen aus dem Hause ansieht. Naja, sicher kann man das auch weniger streng sehen - aber da bei uns Juristen die Note so extrem wichtig ist, bin ich in dem Punkt auch etwas empfindlich. Weder mag ich eine vollkommene Reduktion auf meine Noten, noch Flunkereien was den zwingenden Erwartungshorizont angeht.
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Gast
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#29
27.05.2021, 21:02
(27.05.2021, 19:18)Gast schrieb:  
(27.05.2021, 18:00)Gast schrieb:  
(27.05.2021, 17:58)Gast schrieb:  
(27.05.2021, 17:37)Gast schrieb:  Na dann will ich euch mal weiser machen. Was ist die Mitte von 6,5 und 9? ;) 
Und im Erlass steht daher "mehr als 7,75"

Eine rationale Begründung mindert nicht die Abstrusität dieser Notenfixierung. Ich für meinen Teil würde mich dabei als bloße Ziffer und von meinem Arbeitgeber als Person, die ich bin, wenig wertgeschätzt fühlen. "Achtung, hier kommt die 9,6....hähä, schau mal da hinten sitzt die 7,76....Arsch an die Wand und Augen geradeaus - die 11,9 beehrt uns...."

Ich denke diejenigen, die die Noten für die Justiz mitbringen, kommen ganz gut damit klar, überwiegend „eine Nummer“ zu sein - denn das ist man nur im Bewerbungsverfahren. Sobald man eingeladen wird, stehen die Chancen gut und sobald man eingestellt wird, ist die Note absolut zweitrangig und es zählt die Arbeit, Erledigungen, ...

Bisschen Schwarzmalerei betreibst du ja schon.

Jedem das seine. Aber aus einem ähnlichen Grund hab ich mich auch nie bei den Kapellmännern beworben....dieses "mindestens VB in beiden Examina" reicht mir schon, wenn man gleichzeitig weis, dass das so überhaupt nicht durchgehalten wird. Gleiches gilt für den wissenschaftlichen Anstrich, wenn man sich so einige der Dissertationen aus dem Hause ansieht. Naja, sicher kann man das auch weniger streng sehen - aber da bei uns Juristen die Note so extrem wichtig ist, bin ich in dem Punkt auch etwas empfindlich. Weder mag ich eine vollkommene Reduktion auf meine Noten, noch Flunkereien was den zwingenden Erwartungshorizont angeht.


Die Notenfixiertheit ist in der Tat extrem, insbesondere beim Staat. Aber Der Staat bedient sich bei der Auswahl seiner Bediensteten halt auch des Prinzips der Bestenauslese, und da sind Noten halt noch das objektivste zur Verfügung stehende Mittel. Im Zweifel finde ich das transparent und besser, als dass irgendwelche Justizverwalter die Richter danach aussuchen, ob ihnen deren Nasen passen. Wo käme man da hin?

Dass die Messlatte wiederum so hoch angesetzt wird, funktioniert solange wie auch gute Bewerber zur Verfügung stehen. Da greifen dann wieder wirtschaftliche Prinzipien, Angebot und Nachfrage. Solange Menschen im oberen Notendrittel bereit sind, bei der Justiz mitsamt der Vor- und Nachteile zu arbeiten, nimmt man die auch. Dass auch jemand mit 7 Punkten in den allermeisten Fällen zum Beispiel die Tätigkeit des Strafrichters am Amtsgericht genauso erledigen könnte, steht auf nem anderen Blatt. (Jaja, ich weiß, aA: Der StrafRi, der auch für sein Dezernat mind. 8 für unerlässlich hält).
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Praktiker
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Themen: 0
Registriert seit: Apr 2021
#30
27.05.2021, 22:40
Unabhängig davon, ob das stimmt: es werden keine Strafrichter eingestellt, sondern Richter auf Probe, die bei StA und allen Gerichten in jedem Rechtsgebiet eingesetzt werden können und selbst nach Lebenszeiternennung das machen, was das Präsidium ihnen zuweist.
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