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Staatsexamen und Beziehung
Gast22xyz
Unregistered
 
#11
17.08.2022, 15:32
(17.08.2022, 13:18)Gast schrieb:  
(17.08.2022, 11:41)Gast schrieb:  Seit einem halben Jahr kein Sex in der Beziehung? Ich würde mich trennen, sofort. Allerdings hab ich den ganzen Popanz um das Examen eh nie verstanden und könnte meine Zeit nicht mit jemandem verbringen, der dafür sein ganzes Privatleben opfert.


Vor allem ist Examen zwar stressig, aber es wird danach ja sicherlich auch immer wieder anstrengende Phasen im Job oder vielleicht mit Kindern geben. Klingt nach einer schlechten Perspektive für das Sexleben, da würde ich dringend dran arbeiten, wenn der TE Wert auf Sex legt...

Das fällt mir auch wirklich sehr schwer und ich frage mich auch, wie das in der Zukunft aussehen wird.
Ich habe von anderen Paaren gehört, dass es so ähnlich bei ihnen war, wenn einer im Examen war, aber nie so radikal. Da war man doch wenigstens einmal alle zwei Wochen oder so aktiv. 
Ich habe ja noch die Hoffnung, dass es sich danach wieder normalisiert.
HerrKules
Posting Freak
*****
Beiträge: 1.104
Themen: 7
Registriert seit: Mar 2021
#12
17.08.2022, 15:42
Von nur (!) einem Jahr 6 Monate kein Sex ist echt ein Warnsignal.
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In_dubio_pro_vino
Junior Member
**
Beiträge: 3
Themen: 0
Registriert seit: Apr 2022
#13
17.08.2022, 18:23
(17.08.2022, 15:29)gast22xyz schrieb:  
(17.08.2022, 10:16)In_dubio_pro_vino schrieb:  Hey, ich habe im dritten Versuch das 1. Examen gemacht und bin drei mal mit demselben Partner durch diese Zeit gegangen  Upside_down  wir sind immer noch zusammen und mein Ref beginnt nun…

Also zu erst mal: Ihr macht da ne harte Zeit mit uns durch, egal ob selbst Jurist oder nicht… Examen heißt bei vielen Selbstzweifel,  Existenzängste und Prüfungsangst… das sind Ängste, auf die man als Partner keinen Einfluss hat! Viele von euch werden angezickt, abgewiesen und mit „naja, du hast leicht Reden, du hast das Examen ja“ abgespeist. Es mag hart sein, dass der Partner einem so offen die kalte Schulter zeigt, zeugt meiner Meinung nach aber auch davon, dass sie davon ausgeht, dass die Beziehung das aushalten kann. Also klopft euch für eure stabilen Beziehungen mal auf die Schulter.

Vielleicht hilft es deiner Freundin, wenn du ihr Dinge abnimmst, die sie potenziell Zeit kosten. Haushalt oder kochen… lad sie mal zum Essen ein und wenn sie dazu nicht raus will, dann bestellt halt. Frag sie, ob sie was braucht, wenn du in die Drogerie springst… so Kleinigkeiten halt… Das schlechte Lerngewissen ist bei manchen sehr ausgeprägt und versaut einem das ganze Leben für die Zeit des Examens. Für einige sind feste Strukturen wichtig, weil sie Halt geben und man dadurch den Fokus und die Orientierung nicht verliert… und Resilienz ist das Stichwort, aber sich zusätzlich zum Examen auch noch mit sich selbst und seinen Schwächen zu beschäftigen, um besser mit dem Stress umgehen zu können, das ist wenig hilfreich…

Mir hat es geholfen, dass mein Partner einfach da war, ohne Erwartungen zu haben, dass er mich im Alltag unterstützt hat, im Haushalt, dass er mir keinen Vorwurf gemacht hat, wenn er alleine Dinge unternehmen musste, weil mich mein Kopf am Schreibtisch gehalten hat. Was nicht cool ist, sind so lausige Lerntipps oder so pseudo Psychologie… jeder geht mit dem Examen und dem Stress anders um!

Am Ende muss man sich halt vor Augen führen, dass die Examenszeit nur ein Lebensabschnitt ist, sie ist nur ein kleiner Teil des gemeinsamen Lebens und irgendwann ist diese Kackzeit vorbei und dann kann man die Beziehung gerade rücken und sie gemeinsam wieder aufbauen… viel Erfolg dafür!  Smile

Danke für deine Tipps!

Ja das versuche ich auch, ich versuche sie zu unterstützen, wo ich kann.
Trotzdem wird man da häufig nur angemeckert. 
Ich glaube halt manchmal, dass ihr ein bisschen Durchatmen doch mal gut tun würde…

Da hast du ganz sicher nicht Unrecht! Jeder braucht Pausen und Auszeiten vom Lernen, das ist Biologie! Der Kopf eines Durchschnittsmenschen kann einfach nicht unter Dauerbelastung Leistung bringen, es gibt viel Literatur und Forschung dazu, wie Lernprozesse effektiv ablaufen…

Aber wer bist du zu entscheiden ob oder wann deine Freundin eine Pause „braucht“? Sie ist eine erwachsene Frau und kann selbst entscheiden, wo die Prioritäten aktuell für sie liegen… und dass das gerade nicht Spaziergänge im Sonnenuntergang, ein Tag am See mit dir und Freunden oder die tägliche Sexy-Time ist, das kann man doch niemandem übel nehmen, der gerade mit sich selbst so viel beschäftigt ist… 

Die anderen Kommentare habe ich gelesen und ich finde es schade das Gelingen einer Beziehung an deren Länge und der Quantität des Sex festzumachen. Ich bestreite nicht, dass diese Dinge Einfluss haben können, aber meines Erachtens bedeutet Beziehung vor allem, sich auch in schweren Zeiten aufeinander verlassen zu können und darauf, dass der andere nicht gleich das Handtuch wirft, wenn man selbst gerade nicht der Mensch sein kann, der man gerne wäre. Kommunikation und beidseitiges Verständnis sind einfach wichtig.

Hier geht es im Übrigen nicht darum, die hier beschriebene Beziehung zu bewerten! Der TE hat nach Tipps gefragt, wie er seine Freundin unterstützen kann, es geht also um die Erhaltung der Beziehung und nicht darum, hier eine lausige Bewertung anhand weniger Informationen raus zu hauen und zum „aufpassen“ zu raten!
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Gast
Unregistered
 
#14
17.08.2022, 18:41
Deshalb hab ich es ja geschrieben: 

Er soll sich einfach regelmäßig einen keulen, bis die Freundin wieder für sowas zu haben ist.
Diesdasananas
Member
***
Beiträge: 86
Themen: 1
Registriert seit: Apr 2022
#15
17.08.2022, 19:53
Versuche es einfach mit viel Verständnis und Geduld. Biete ihr ab und zu vielleicht mal ein bisschen Pause an - lad sie zum Essen ein, Koch was, kaufe ein, mach einen Spaziergang mit ihr, mache ihr kleine Aufmerksamkeiten und zeig ihr, dass du für sie da bist. Ich war in einer ähnlichen Situation wie du. Hatte das Gefühl, dass so Kleinigkeiten wie Frühstück machen, Nacken massieren, zusammen über irgendwas gemeinsam aufregen viel geholfen haben. 

Aber achte auch vor allem auf dich selbst und deine Bedürfnisse. Unternimm viel mit Freunden und mach schöne Sachen. Und dann schau dir nach dem Examen an, ob es wieder besser wird. Wenn es das nicht wird, dann solltest du dir Gedanken machen. 

Aber dieses Sex Thema ist so leidig. Wenn Menschen Stress haben, dann haben sie oft keine Lust. In einer Beziehung ist man doch nun wirklich, weil man sich liebt - auch im schwierigen Zeiten.
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Gast
Unregistered
 
#16
18.08.2022, 12:04
(17.08.2022, 19:53)Diesdasanana schrieb:  Aber dieses Sex Thema ist so leidig. Wenn Menschen Stress haben, dann haben sie oft keine Lust. In einer Beziehung ist man doch nun wirklich, weil man sich liebt - auch im schwierigen Zeiten.
Die Perspektive scheint aber zu fehlen. Bei Paaren die erst seit einem Jahr (zum Zeitpunkt "ab jetzt Sex-Entzug also erst seit sechs Monaten!) zusammen und zugleich Mitte/Ende 20 sind sind spricht man ja eher noch von täglich.

Würde sich "täglich" zu "nur noch einmal pro Woche" ändern wäre das in einer Ausnahmesituation verständlich, ein Herunterfahren auf Null ist aber schon schwer bedenklich.

Stress wird man zudem auch später haben. Ich hatte in der Examensvorbereitung nicht zwingend mehr oder weniger Stress als im Beruf. Auch das ist eine Einstellungssache, wer aber bereits zum Examen so sinnbefreit lange Lernzeiten einplant - NIEMAND lernt 13 Stunden täglich sinnvoll, davon sind grob überschlagen 50% überflüssig verschwendete Zeit - wird auch in juristischen Berufen nicht entspannt nach Hause kommen.
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