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Aussichtlos in Hamburg
Äfes
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Themen: 3
Registriert seit: Jul 2022
#21
24.09.2025, 16:38
(23.09.2025, 23:29)DEKANTO schrieb:  Ich danke allen für den netten Zuspruch. Ich bleib weiterhin offen und bewerbe mich auf jedwede Stellenanzeigen, die von jeder Art von Kanzleien in Hamburg geschaltet wird.

Falls Du das nicht schon tust, schau auch auf den Websites der kleineren Kanzleien, die für Dich in Frage kommen oder ruf direkt dort an und frag nach. Die schalten nicht alle Anzeigen, auch wenn sie suchen.
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wroxbalker
Junior Member
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Beiträge: 11
Themen: 0
Registriert seit: Nov 2025
#22
21.11.2025, 12:19
(20.09.2025, 19:59)ElSpiritoFrischGezapft schrieb:  Bin mir ehrlicherweise nicht sicher, ob es besser wird (Wirtschaftslage, K.I.). Juristen sind auf dem aktuellen Arbeitsmarkt einfach nicht besonders gefragt. 

Ein Bekannter hat vor 6 Monaten sein zweites Examen gemacht und 2x über 8 Punkte, also echt gut. Hat sich entsprechend erst dort beworben, wo er auch arbeiten wollte und später überall wo juristischer Bezug da war. Hat aber auch überhaupt nichts gefunden. Jetzt überbrückt er erstmal im Discounter, ist aber echt zufrieden dort und er meinte auch, dass er so viel Geld wie dort vorher noch nicht verdient hat und es - man muss sagen, als Ungelernter - auch ganz gut zum Leben reicht. Jetzt wurde ihm noch für dieses Jahr 'ne Ausbildungsstelle angeboten (als Nachrücker). Er ist ehrlich am überlegen, das anzunehmen, wenn er jetzt bald nichts findet. Die Ausbildung dauert auch nicht ganz so lange und besonders viel mehr verdient der durchschnittliche Jurist ja auch nicht.

Ich sag nicht, dass Du jetzt auch ne Ausbildungsstelle suchen solltest, aber vielleicht wäre es recht sinnvoll, in irgendeinem anderen Bereich zumindest mal reinzuschnuppern.

Klar, wer kennts nicht der Jurist mit 2x über 8 der jetzt im Discounter als Aushilfe arbeitet und da dann EHK-lernt. Grade Mittelstandskanzleien etc. sind voll ausgelastet und dort ist (kompetenter) Nachwuchs nach wie vor gesucht.
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rechtsimple
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Registriert seit: Sep 2023
#23
26.11.2025, 09:40
Ist der TE schon fündig geworden?
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RatlosimNorden
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Registriert seit: Dec 2025
#24
19.12.2025, 13:32
Vielleicht findet hier jemand auch noch meine (laufende) Geschichte erhellend - nachdem ich in den letzten Jahren so viel still mitgelesen habe will ich mich auch mal einbringen:

Ich suche jetzt seit ca. 3 Monaten nach einer Stelle in Hamburg oder einer bestimmten anderen norddeutschen Großstadt, die erheblich näher an meinem Hauptwohnsitz liegt. Arbeiten in Hamburg würde für mich einen Zweitwohnsitz und wöchentliches (nicht tägliches!) Pendeln bedeuten, einhergehend mit monatlichen Mehrkosten von ca. 1500 Euro bei eher bescheidenen Wohnverhältnissen - was ich bei meinem voraussichtlichen Nettogehalt gegenrechnen muss. Deshalb und wegen der quasi völligen Aufgabe eines nennenswerten Privatlebens durch die gespaltene Lebenssituation war es eigentlich mein Anspruch, beim Bruttogehalt nicht unter 140k zu gehen, falls es Hamburg wird, und andernorts nicht unter 90k bei mäßigen oder 80k bei guten Arbeitsbedingungen. 

Ich bringe zwei hohe Prädikatsexamina, langjährige akademische Erfahrung, eine fast abgeschlossene Promotion und ein Jahr WiMi-Erfahrungen aus Frankfurter Tier 1-Litigation-Abteilungen mit. Mein letzter Mentor hat es so ausgedrückt: Vor eineinhalb Jahren wärst Du ohne nennenswertes Bewerbungsverfahren bei uns (Tier 1) mit 10k Signing-Bonus sofort eingestellt worden. 

Wie die Lage ist: Einschlägige Stellen gibt es fast keine. Nicht mehr so richtig einschlägige Stellen nur sehr wenige. Vitamin B hat nichts gebracht. Initiativbewerbungen wurden immerhin nett unter Verweis auf die Nichtexistenz freier Stellen abgelehnt. Wo ich mich auf eine konkrete Stelle bewerbe, werde ich meist noch eingeladen, um dann schon im Bewerbungsgespräch gesagt zu bekommen, dass es noch einen internen Kandidaten gibt, der es wahrscheinlich werden wird (danke für nichts), dass mein Geschlecht (männlich) nicht förderlich ist (das stelle man sich mal andersherum vor), oder dass mein Profil leider nicht scharf genug ausgeprägt ist. Ich hatte mehrfach das Gefühl, als Zweite-Reihe-Kandidat hingehalten zu werden, falls der Wunschkandidat doch noch abspringt. Meine Ansprüche an das Rechtsgebiet (Litigation in allen Farben und Formen) sind schon weggebröckelt, außerhalb dieses Bereichs bin ich allerdings trotz der formal hohen Qualifikation kaum konkurrenzfähig. Die Ansprüche beim Gehalt kommen nun ebenfalls ins Wanken; dabei ist mir bewusst, dass ich für 900-2500 Euro netto (!) weniger im Monat auch nicht nennenswert weniger arbeiten werden muss. Es wird also wohl ein schmerzhafter Riesenkompromiss werden, wenn ich nicht komplett auf Warteschleife schalten und auf eine Besserung der Stellenlage im nächsten Jahr setzen will (mit Blick auf die Gesamtwirtschaft gewagt).
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.12.2025, 13:34 von RatlosimNorden.)
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Greif
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Beiträge: 168
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Registriert seit: Jun 2023
#25
19.12.2025, 15:36
(19.12.2025, 13:32)RatlosimNorden schrieb:  Vielleicht findet hier jemand auch noch meine (laufende) Geschichte erhellend - nachdem ich in den letzten Jahren so viel still mitgelesen habe will ich mich auch mal einbringen:

Ich suche jetzt seit ca. 3 Monaten nach einer Stelle in Hamburg oder einer bestimmten anderen norddeutschen Großstadt, die erheblich näher an meinem Hauptwohnsitz liegt. Arbeiten in Hamburg würde für mich einen Zweitwohnsitz und wöchentliches (nicht tägliches!) Pendeln bedeuten, einhergehend mit monatlichen Mehrkosten von ca. 1500 Euro bei eher bescheidenen Wohnverhältnissen - was ich bei meinem voraussichtlichen Nettogehalt gegenrechnen muss. Deshalb und wegen der quasi völligen Aufgabe eines nennenswerten Privatlebens durch die gespaltene Lebenssituation war es eigentlich mein Anspruch, beim Bruttogehalt nicht unter 140k zu gehen, falls es Hamburg wird, und andernorts nicht unter 90k bei mäßigen oder 80k bei guten Arbeitsbedingungen. 

Ich bringe zwei hohe Prädikatsexamina, langjährige akademische Erfahrung, eine fast abgeschlossene Promotion und ein Jahr WiMi-Erfahrungen aus Frankfurter Tier 1-Litigation-Abteilungen mit. Mein letzter Mentor hat es so ausgedrückt: Vor eineinhalb Jahren wärst Du ohne nennenswertes Bewerbungsverfahren bei uns (Tier 1) mit 10k Signing-Bonus sofort eingestellt worden. 

Wie die Lage ist: Einschlägige Stellen gibt es fast keine. Nicht mehr so richtig einschlägige Stellen nur sehr wenige. Vitamin B hat nichts gebracht. Initiativbewerbungen wurden immerhin nett unter Verweis auf die Nichtexistenz freier Stellen abgelehnt. Wo ich mich auf eine konkrete Stelle bewerbe, werde ich meist noch eingeladen, um dann schon im Bewerbungsgespräch gesagt zu bekommen, dass es noch einen internen Kandidaten gibt, der es wahrscheinlich werden wird (danke für nichts), dass mein Geschlecht (männlich) nicht förderlich ist (das stelle man sich mal andersherum vor), oder dass mein Profil leider nicht scharf genug ausgeprägt ist. Ich hatte mehrfach das Gefühl, als Zweite-Reihe-Kandidat hingehalten zu werden, falls der Wunschkandidat doch noch abspringt. Meine Ansprüche an das Rechtsgebiet (Litigation in allen Farben und Formen) sind schon weggebröckelt, außerhalb dieses Bereichs bin ich allerdings trotz der formal hohen Qualifikation kaum konkurrenzfähig. Die Ansprüche beim Gehalt kommen nun ebenfalls ins Wanken; dabei ist mir bewusst, dass ich für 900-2500 Euro netto (!) weniger im Monat auch nicht nennenswert weniger arbeiten werden muss. Es wird also wohl ein schmerzhafter Riesenkompromiss werden, wenn ich nicht komplett auf Warteschleife schalten und auf eine Besserung der Stellenlage im nächsten Jahr setzen will (mit Blick auf die Gesamtwirtschaft gewagt).

Ja, ist brutal jetzt in den Arbeitsmarkt zu kommen. "Perfect storm" aus KI und Rezession. Demographischer Wandel spielt bei GKs zudem (fast) keine Rolle, da nur die sehr dünne Spitze der Pyramide in Rente geht.
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Egal_
Posting Freak
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Beiträge: 1.333
Themen: 1
Registriert seit: Feb 2022
#26
20.12.2025, 13:27
(19.12.2025, 13:32)RatlosimNorden schrieb:  Vielleicht findet hier jemand auch noch meine (laufende) Geschichte erhellend - nachdem ich in den letzten Jahren so viel still mitgelesen habe will ich mich auch mal einbringen:

Ich suche jetzt seit ca. 3 Monaten nach einer Stelle in Hamburg oder einer bestimmten anderen norddeutschen Großstadt, die erheblich näher an meinem Hauptwohnsitz liegt. Arbeiten in Hamburg würde für mich einen Zweitwohnsitz und wöchentliches (nicht tägliches!) Pendeln bedeuten, einhergehend mit monatlichen Mehrkosten von ca. 1500 Euro bei eher bescheidenen Wohnverhältnissen - was ich bei meinem voraussichtlichen Nettogehalt gegenrechnen muss. Deshalb und wegen der quasi völligen Aufgabe eines nennenswerten Privatlebens durch die gespaltene Lebenssituation war es eigentlich mein Anspruch, beim Bruttogehalt nicht unter 140k zu gehen, falls es Hamburg wird, und andernorts nicht unter 90k bei mäßigen oder 80k bei guten Arbeitsbedingungen. 

Ich bringe zwei hohe Prädikatsexamina, langjährige akademische Erfahrung, eine fast abgeschlossene Promotion und ein Jahr WiMi-Erfahrungen aus Frankfurter Tier 1-Litigation-Abteilungen mit. Mein letzter Mentor hat es so ausgedrückt: Vor eineinhalb Jahren wärst Du ohne nennenswertes Bewerbungsverfahren bei uns (Tier 1) mit 10k Signing-Bonus sofort eingestellt worden. 

Wie die Lage ist: Einschlägige Stellen gibt es fast keine. Nicht mehr so richtig einschlägige Stellen nur sehr wenige. Vitamin B hat nichts gebracht. Initiativbewerbungen wurden immerhin nett unter Verweis auf die Nichtexistenz freier Stellen abgelehnt. Wo ich mich auf eine konkrete Stelle bewerbe, werde ich meist noch eingeladen, um dann schon im Bewerbungsgespräch gesagt zu bekommen, dass es noch einen internen Kandidaten gibt, der es wahrscheinlich werden wird (danke für nichts), dass mein Geschlecht (männlich) nicht förderlich ist (das stelle man sich mal andersherum vor), oder dass mein Profil leider nicht scharf genug ausgeprägt ist. Ich hatte mehrfach das Gefühl, als Zweite-Reihe-Kandidat hingehalten zu werden, falls der Wunschkandidat doch noch abspringt. Meine Ansprüche an das Rechtsgebiet (Litigation in allen Farben und Formen) sind schon weggebröckelt, außerhalb dieses Bereichs bin ich allerdings trotz der formal hohen Qualifikation kaum konkurrenzfähig. Die Ansprüche beim Gehalt kommen nun ebenfalls ins Wanken; dabei ist mir bewusst, dass ich für 900-2500 Euro netto (!) weniger im Monat auch nicht nennenswert weniger arbeiten werden muss. Es wird also wohl ein schmerzhafter Riesenkompromiss werden, wenn ich nicht komplett auf Warteschleife schalten und auf eine Besserung der Stellenlage im nächsten Jahr setzen will (mit Blick auf die Gesamtwirtschaft gewagt).

Ich denke, du musst dir zunächst bewusst werden, was du wirklich willst. Deine Kommentare zu den verschiedenen Themen gehen in komplett unterschiedliche Richtungen und du klingst verzweifelt. Ich vermute, dies kommt in deinen Bewerbungen zu sehr rüber und die Kanzleien merken deutlich, dass sie eigentlich nur Notlösung für dich sind.

Hast du dich bei BMZ beworben? Bestimmt. Das ist eine der Top-Adressen im Norden und alle die dort arbeiten, haben perfekte Qualifikationen. Du musst dir allerdings bewusst sein, dass das Gehaltsgefälle von Hamburg in Richtung Kleinstadt sehr stark absinkt und du auch in Lübeck, Kiel und erst recht in Flensburg nicht die Gehälter erwarten kannst, wie sie in HH in der GK gezahlt werden. Noch nicht einmal annähernd.
Mit deinen Gehaltsforderungen liegst du schon bei Top-Adressen wie BMZ am oberen Limit und somit erst recht bei anderen Kanzleien, bei denen du dich beworben haben wirst. Du bist allerdings nicht der einzige Bewerber, der zu denen will und der perfekte Noten dafür mitbringt. Ich kenne einige Anwälte bei den bekannten Kanzleien im Norden. Alle mit Kriegsbemalung, alle Noten, mit denen sie seinerzeit in jeder GK genommen worden wären. Da sie jedoch örtlich, politisch oder familiär mit ihrer Heimat verbunden fühlen, haben sie sich gegen die GK und für die örtlichen Platzhirsche entschieden, wohlwissend, dass sie damit ein geringeres Gehalt in Kauf nehmen.

Was möchtest du? Möchtest du in die GK-Welt? Dann konzentriere dich auf Hamburg. Wären andere Kanzleien hingegen auch ok, weil du in deinem Wohnort bleiben möchtest, sollest du schauen, ob deine Gehaltswünsche realistisch sind. Ich weiß von vielen, dass sie Bewerbungen, die eindeutig zu hohe Vorstellungen haben, direkt aussortieren. Also informiere dich, was in der jeweiligen Kanzlei realistisch ist.
Übrigens kenne ich keinen Pendler mit Zweitwohnung, der über 1.000 Euro Mehrbelastung dadurch hat. Es ist weniger.
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RatlosimNorden
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#27
27.12.2025, 14:19
Vielen Dank für die ausführliche Einschätzung! Ich weiß im Kern sehr gut, was ich will: Jemandem meine Zeit geben, der mir dafür Geld gibt, wobei ich ein möglichst günstiges Verhältnis unter Einbeziehung der sonstigen Lebensumstände anstrebe. Ich bin bereit, mir den Arsch komplett abzuarbeiten, wenn ich dafür fürstlich entlohnt werde. Ich verdiene auch gerne weniger, wenn daneben dann noch ein Privatleben möglich ist. Was ich vermeiden möchte, ist in einem der vielen juristischen Berufe zu landen, in denen man sich den Arsch abarbeitet, ohne gut zu verdienen, wie es leider vielen aus meinem Studienumfeld geschehen ist. 

Jura hat mir bislang in fast allen Erscheinungsformen Spaß gemacht, weshalb ich bereit bin, viel auszuprobieren. Ich habe auch genug Berufs- und Lebenserfahrungen, um zu wissen, dass man einen ganz bestimmten Beruf gemacht haben muss, um zu erfahren, ob man ihn langfristig machen kann und will. All dies wird so in einem Bewerbungsgespräch natürlich nicht gesagt werden, auch wenn ich es schön fände, wenn man mittlerweile in dieser Weise auf Augenhöhe kommunizieren könnte.

EDIT: Verzweifelt bin ich noch nicht, aber frustriert, weil jeder Monat des Wartens weitere Einbußen nach vielen Studienjahren bedeutet, die hinderlich sind, wenn man private und finanzielle Ziele verfolgt.

Zur Mehrbelastung zähle ich neben der Wohnung, die wohl kaum weniger als 800 Euro warm kosten wird, auch die Wegekosten und die Verpflegungsmehrkosten. 1.500 Euro sind großzügig gerechnet. 1000 Euro würden mich aber sehr überraschen, wenn man gnadenlos alles addiert, was das tägliche Leben in Hamburg mehr kostet und damit rechnet, dass man vier bis sieben Tage die Woche dort sein wird.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.12.2025, 14:25 von RatlosimNorden.)
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gastling
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Registriert seit: Apr 2022
#28
27.12.2025, 21:36
Ich lese hier immer wieder, dass viele 1st year GK Stellen wegen KI wegbrechen würden. Wie verwenden die GKs den konkret KI? Welche Associate Tätigkeiten werden konkret ersetzt? Ich war vor meinen Berufseinstieg (MK  Prost) Ref in unterschiedlichen GKs und dort hatte ich nicht das Gefühl, dass KI zu erheblichen (!) Zeiteinsparungen geführt hätte. Ich lasse mich da aber gerne eines Besseren belehren. Ich sehe auch bei uns Möglichkeiten KI anzuwenden, das Ganze ist für mich aber aktuell häufig eher mit Mehrarbeit/ähnlich viel Arbeit verbunden. Selbstverständlich nutze ich die Möglichkeiten von KI aber nur beschränkt. Also wenn jemand mag könnte er/sie ja mal berichten, wie KI aktuell in den großen Buden verwendet wird. Bei mir macht sich eher das Gefühl breit, dass KI nur ein vorgeschobener Grund für die mangelhaften Einstellungen darstellt, und GKs momentan unverhältnismäßig schwerer unter der Wirtschaftslage leiden als die FWW Kanzlei vom Land?!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.12.2025, 21:40 von gastling.)
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Patenter Gast
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Registriert seit: Oct 2022
#29
28.12.2025, 11:37
Naja, statt einen Associate jetzt ein NDA für den konkreten Fall anzupassen, lässt man sich von der KI das NDA auf Basis der konkreten Situation und von alten Mustern erstellen. Dauert anders als beim Associate nicht einen Tag, sondern nur ein paar Minuten und Anpassungen und Durchsicht muss ich in beiden Situationen machen.

Was ich mitbekomme, ist auch das Screening von großen Dokumentenmengen mit KI inzwischen sehr gut möglich. 

Schließlich ist die Sache, dass GKs einen konstanten Bewerbungszufluss haben. Man muss also nicht groß vorplanen oder sich Bewerber sichern. Wenn es gerade mit der Workload passt, stellt man keinen ein und wenn es in vier Monaten Mehrbedarf gibt, stellt man eben jemand zusätzlich ein. Die größten Kosten einer GK sind ihre Personalkosten, also ist man natürlich darum bemüht, diese nicht unnötig zu erhöhen. Solange deine Praxisgruppe nicht auf 120% Auslastung läuft, kannst du Mehrarbeit problemlos intern abfangen.
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