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Antworten

 
Gehaltsentwicklung Syndikusanwalt
Leah
Junior Member
Beiträge: 96
Themen: 1
Registriert seit: Nov 2021
#71
22.12.2021, 15:53
(21.12.2021, 15:21)Gast schrieb:  
(21.12.2021, 12:04)Gast schrieb:  
(20.12.2021, 22:24)Gast schrieb:  
(20.12.2021, 15:58)Gast Gast schrieb:  
(20.12.2021, 15:23)Gast schrieb:  Du hast offensichtlich nicht den Hauch einer Ahnung, was ein AG hinlegen muss, damit dann beim AN 100k oder 120k brutto rauskommen. Dazu noch der Aspekt, dass man einen RA nur mandatiert, wenn man ihn braucht und bei Bedarf die Kanzlei wechseln kann. Das ist bei festangestellten Arbeitnehmern nicht der Fall. Übrigens der Grund, warum auch das Leiharbeitsgeschäft boomt. Man zahlt mehr, ist die Leute aber auch schnell und kostengünstig los, wenn man sie austauschen will oder keinen Bedarf mehr hat. 

Sorry, aber jemand, der von Lohnkosten und der betriebswirtschaftlichen Praxis nicht das Geringste versteht, sollte hier nicht so die Klappe aufreißen. Das ist schon peinlich für einen Volljuristen.

Jap, diese Rechnung (Lohnkosten<Beraterkosten) machen Unternehmen nur hin und wieder. Tatsächlich ist es so, dass viele Unternehmen gar kein Problem haben hohe Beraterkosten zu zahlen, intern aber knauserig sind. Das sind einfach zwei unterschiedliche Töpfe in der Planung und es lässt sich nicht einfach so von links nach rechts schieben.

Also bei uns ist diese Überlegung tragend dafür, dass wir uns eine personell recht gut ausgestattete Rechtsabteilung leisten und dafür 95% des außergerichtlichen Tagesgeschäfts selbst erledigen. Wäre es anders, würde das wahrscheinlich recht schnell dazu führen, dass Bereiche/Projekte, die eh schon angeschlagen sind, aufgrund des internen Kostendrucks die notwendige Rechtsberatung scheuen würden. Das löst dann eine Abwärtsspirale aus.

Das macht Sinn. Wenn man einen (oder mehrere) interne Juristen auch auslastet, ist das immer günstiger, als externe Kompetenz zuzukaufen. Und da kommt es nicht auch 20.000 Euro Lohnnebenkosten an  Wink.

Anders sieht es halt aus, wenn der Laden so klein ist, dass ein eigener Jurist nicht ausgelastet wird oder wenn viel Expertise aus unterschiedlichen Rechtsgebieten gebraucht wird, die ein Hausjurist nicht abdecken kann. Dann mag es sich finanziell lohnen, die Rechtsabteilung auszulagern.

Wobei auch das zu Schwierigkeiten führen kann, weil Du ohne eigenen Justiziar schnell die Kostenkontrolle verlieren kannst. Wie will der gelernte Kaufmann beurteilen, ob zur Beurteilung eines spezifischen rechtlichen Sachverhalts 5 oder 15 Stunden angemessen sind?

Außerdem kann's dir passieren, dass dann unbedarfte Sachbearbeiter wegen jedem Scheiß den Anwalt anrufen und den für teures Geld ewig zulabern, statt mal eben selbst zu googlen und/oder wenigstens eine komprimierte Frage als Mail zu schicken. Hab ich als Anwalt einige Male so erlebt und bei guten Mandanten selbst auf die Bremse gedrückt.

Da ist der interne (Teilzeit)-Jurist möglicherweise billiger. Vor allem weil es langfristig Konflikte und Reibungspunkte vermeidet. Lieber 40k Personalkosten ins jährliche Budget einplanen, als dass 30k Anwaltskosten zum Zankapfel zwischen den Gesellschaftern werden.

Dann sollen sie halt als Sachbearbeiter Juristen einstellen. Es gibt ja genug davon, die sich selbstständig machen müssen, weil sie nix finden oder für unter 2000 netto ausgebeutet werden bei 50 h Wochen. Die würden sich über Teilzeit im ÖD freuen. Aber nein, man nimmt lieber einen Verwaltungsfachangestellten, weil bekannt und bewährt und gibt dem eine Beförderung.
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Zitieren
Gast
Unregistered
 
#72
22.12.2021, 23:59
(22.12.2021, 15:53)Leah schrieb:  
(21.12.2021, 15:21)Gast schrieb:  
(21.12.2021, 12:04)Gast schrieb:  
(20.12.2021, 22:24)Gast schrieb:  
(20.12.2021, 15:58)Gast Gast schrieb:  Jap, diese Rechnung (Lohnkosten<Beraterkosten) machen Unternehmen nur hin und wieder. Tatsächlich ist es so, dass viele Unternehmen gar kein Problem haben hohe Beraterkosten zu zahlen, intern aber knauserig sind. Das sind einfach zwei unterschiedliche Töpfe in der Planung und es lässt sich nicht einfach so von links nach rechts schieben.

Also bei uns ist diese Überlegung tragend dafür, dass wir uns eine personell recht gut ausgestattete Rechtsabteilung leisten und dafür 95% des außergerichtlichen Tagesgeschäfts selbst erledigen. Wäre es anders, würde das wahrscheinlich recht schnell dazu führen, dass Bereiche/Projekte, die eh schon angeschlagen sind, aufgrund des internen Kostendrucks die notwendige Rechtsberatung scheuen würden. Das löst dann eine Abwärtsspirale aus.

Das macht Sinn. Wenn man einen (oder mehrere) interne Juristen auch auslastet, ist das immer günstiger, als externe Kompetenz zuzukaufen. Und da kommt es nicht auch 20.000 Euro Lohnnebenkosten an  Wink.

Anders sieht es halt aus, wenn der Laden so klein ist, dass ein eigener Jurist nicht ausgelastet wird oder wenn viel Expertise aus unterschiedlichen Rechtsgebieten gebraucht wird, die ein Hausjurist nicht abdecken kann. Dann mag es sich finanziell lohnen, die Rechtsabteilung auszulagern.

Wobei auch das zu Schwierigkeiten führen kann, weil Du ohne eigenen Justiziar schnell die Kostenkontrolle verlieren kannst. Wie will der gelernte Kaufmann beurteilen, ob zur Beurteilung eines spezifischen rechtlichen Sachverhalts 5 oder 15 Stunden angemessen sind?

Außerdem kann's dir passieren, dass dann unbedarfte Sachbearbeiter wegen jedem Scheiß den Anwalt anrufen und den für teures Geld ewig zulabern, statt mal eben selbst zu googlen und/oder wenigstens eine komprimierte Frage als Mail zu schicken. Hab ich als Anwalt einige Male so erlebt und bei guten Mandanten selbst auf die Bremse gedrückt.

Da ist der interne (Teilzeit)-Jurist möglicherweise billiger. Vor allem weil es langfristig Konflikte und Reibungspunkte vermeidet. Lieber 40k Personalkosten ins jährliche Budget einplanen, als dass 30k Anwaltskosten zum Zankapfel zwischen den Gesellschaftern werden.

Dann sollen sie halt als Sachbearbeiter Juristen einstellen. Es gibt ja genug davon, die sich selbstständig machen müssen, weil sie nix finden oder für unter 2000 netto ausgebeutet werden bei 50 h Wochen. Die würden sich über Teilzeit im ÖD freuen. Aber nein, man nimmt lieber einen Verwaltungsfachangestellten, weil bekannt und bewährt und gibt dem eine Beförderung.

Hä? Wie kommst du denn jetzt auf den ÖD?!
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Leah
Junior Member
Beiträge: 96
Themen: 1
Registriert seit: Nov 2021
#73
23.12.2021, 00:40
der Sachbearbeiter, der wegen allem den externen Anwalt anrufen muss...
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Gast
Unregistered
 
#74
23.12.2021, 08:50
(23.12.2021, 00:40)Leah schrieb:  der Sachbearbeiter, der wegen allem den externen Anwalt anrufen muss...

Es geht hier aber um Unternehmen.
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