18.11.2025, 08:59
Ich dachte immer ich sei der einzige, der nach dem schriftlichen Examen aus den Klausurräumen geht und alles was für meine berufliche Zukunft nicht relevant ist sofort wieder vergessen hat. Mündliche war schon eine Qual.
18.11.2025, 15:43
Wir haben hier in der Kanzlei immer ein paar Studis und Referendare angestellt, weil einige von uns noch Lehraufträge an der lokalen Uni haben und wir so versuchen, frühzeitig eine gewisse Bindung an den Nachwuchs herzustellen. In den Gesprächen stelle ich immer wieder fest, wieviel besser das Systemverständnis von „feigen“ Anwält:innen im Vergleich zu insbesondere den Studis ist. Dafür haben sie wiederum viel viel mehr Detailwissen zu Einzelfragen.
Man lernt halt immer auf eine Anforderung. So lange das Examen noch ohne jedes inhaltliche Hilfsmittel geschrieben wird, muss man sich den Kopf eben mit Dingen vollhauen, die man auch in 30 Sekunden googeln könnte. Das macht man natürlich nicht mehr, wenn man wirklich googeln kann.
Auf der anderen Seite kommt glaube ich so richtiges Systemverständnis auch erst im Laufe der Zeit. Je länger man also dabei ist, desto besser wird es.
Man lernt halt immer auf eine Anforderung. So lange das Examen noch ohne jedes inhaltliche Hilfsmittel geschrieben wird, muss man sich den Kopf eben mit Dingen vollhauen, die man auch in 30 Sekunden googeln könnte. Das macht man natürlich nicht mehr, wenn man wirklich googeln kann.
Auf der anderen Seite kommt glaube ich so richtiges Systemverständnis auch erst im Laufe der Zeit. Je länger man also dabei ist, desto besser wird es.



