18.08.2021, 07:16
Ich würde entweder den Marktführer nehmen (so systemrelevant, dass er auf jeden Fall überleben wird), oder mich von einem ungebundenen (!) Makler, der alle (!) PKV vermittelt, beraten lassen. Der achtet auch peinlich genau auf eine korrekte Beantwortung der Gesundheitsfragen, weil es manchmal eben nicht nur darauf ankommt, ob man in den letzten 5 Jahren beim Arzt war, sondern ob es in der Zeit Beschwerden gab, die bei bestimmten (angebotenen) Krankheiten auch ohne ärztliche Behandlung vorhanden waren.
18.08.2021, 07:18
Ich hatte eine Anwartschaft wegen Beamteneltern. Dann muss man keine Gesundheitsprüfung machen.
18.08.2021, 07:26
(18.08.2021, 07:18)Gast schrieb: Ich hatte eine Anwartschaft wegen Beamteneltern. Dann muss man keine Gesundheitsprüfung machen.
Ich bin während ich privat versichert war sogar schwerbehindert geworden. Da ich da seit der Geburt versichert war, ist das aber versichertes Risiko. Hatte mit Anfang 20 Medikamente für mehrere hundert Euro im Monat. Bin durch eine Anwartschaft ohne Gesundheitsprüfung wieder rein gekommen. Habe noch eine andere Krankheit daneben, die längere Zeit inaktiv ist. Wäre praktisch, wenn ein Elternteil von dir privat versichert gewesen ist und für dich eine Anwartschaft aufrecht erhalten hat. Lass deine private Versicherung doch durch einen Anwalt abschließen, wenn du willst, dass einer dafür haftet, wenn sie später höheren Beitrag wollen.
18.08.2021, 23:03
(17.08.2021, 09:56)HendrikBerlin schrieb: Moin Leute,
ich werde zum 01.11.2021 beim Land Berlin verbeamtet und mich quält die Entscheidung über die Krankenversicherung. Insbesondere gibt es in Berlin nunmehr die Pauschale Beihilfe, so dass man ggf. mit der PKV monetär nicht eindeutig besser fährt. Grundsätzlich wäre die GKV ein Tick teurer, jedoch dann als Pensionär mE deutlich günstiger (auch wenn dann im Rahmen der Beihilfe 70% zum Beitrag bezuschusst werden).
Bisher habe ich folgende Vorteile/Nachteile zusammentragen können:
Vorteile PKV
- bessere Leistungen, schnelle Termine
- zunächst etwas geringerer Beitrag (der Beitragsunterschied ist zunächst größer, nach Berechnung im Brutto-Netto-Rechner ist es jedoch kaum ein Unterschied; wahrscheinlich weil bei der PKV nur der "Basistarif" steuerlich berücksichtigt wird)
- fast alle Beamten sind in der PKV?
- man zahlt einen festen Beitrag (der steigt natürlich irgendwann); bei der GKV werden noch weitere Einnahmen berücksichtigt (Kapitalerträge, Mieteinnahmen etc.; die sind zwar momentan gering, aber man hat ja Ziele..); Beitragsbemessungsgrenze ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, wodurch die Beiträge in der GKV für Gutverdienende auch erheblich gestiegen sind.
Vorteile GKV
- Beitrag zur Solidargemeinschaft und kein Patient 1. Klasse
- Im Alter/Pension geringere Beiträge
- Beitrag bemisst sich nach der Besoldung; d.h bei Sabbaticals, Teilzeit geringerer Beitrag
- keine Gesundheitsprüfung (ich habe zwar relevante Vorerkrankungen, war deswegen schon lange nicht mehr in Behandlung; dennoch könnte es immer wieder sein, dass eine Behandlung notwendig sein wird (Blick in die Glaskugel). Entsprechend besteht die Sorge wegen Beitragsanpassungen oder sogar Kündigungen durch die PKV; aktuell müsste ich mangels Behandlungen oder angeratenen Behandlungen nichts hierzu im Antrag erwähnen).
- weniger Papierkram (aber ganz ohne wird es auch nicht gehen)
Ich habe mit einem Berater gesprochen, der mit mir diverse Angebote durchgegangen ist. Der ist aber nicht ganz unabhängig und schwört natürlich auf die PKV. In meinem Umfeld bekomme ich ganz unterschiedliche Meinungen. Einige, die freiwillig i der GKV versichert sind und nicht in die PKV wechseln würden. Wobei alle Beamtenfreunde in der PKV sind; die sind jedoch überwiegend beim Bund beschäftigt (wo es keine Pauschale Beihilfe gibt).
Was meint ihr? Ggf. war schon jemand in der gleichen Situation und hat sich mit der pauschalen Beihilfe in Berlin auseinandergesetzt. Ich bin für jeden (sinnvollen) Beitrag dankbar!
Beste Grüße
Hendrik
Hallo Hendrik, ich werde ebenfalls im Herbst in Berlin verbeamtet und muss mich so langsam mal schlau machen. Zuerst möchte ich aber die amtsärztliche Untersuchung abwarten. War die bei dir schon? Ich habe Anfang Juli ein Informationsschreiben mit der Ankündigung erhalten, dass ich demnächst einen Termin erhalte, bisher ist aber nichts geschehen.
19.08.2021, 07:27
(18.08.2021, 23:03)Gast8472 schrieb: Hallo Hendrik, ich werde ebenfalls im Herbst in Berlin verbeamtet und muss mich so langsam mal schlau machen. Zuerst möchte ich aber die amtsärztliche Untersuchung abwarten. War die bei dir schon? Ich habe Anfang Juli ein Informationsschreiben mit der Ankündigung erhalten, dass ich demnächst einen Termin erhalte, bisher ist aber nichts geschehen.
Moin! Ja, die hatte ich bereits. Hatte auch direkt einen Termin mitgeteilt bekommen. Wann und wo soll es bei denn dir losgehen? Hast Du schon eine Tendenz, ob individuelle oder pauschale Beihilfe?
BG
19.08.2021, 14:17
(19.08.2021, 07:27)HendrikBerlin schrieb:(18.08.2021, 23:03)Gast8472 schrieb: Hallo Hendrik, ich werde ebenfalls im Herbst in Berlin verbeamtet und muss mich so langsam mal schlau machen. Zuerst möchte ich aber die amtsärztliche Untersuchung abwarten. War die bei dir schon? Ich habe Anfang Juli ein Informationsschreiben mit der Ankündigung erhalten, dass ich demnächst einen Termin erhalte, bisher ist aber nichts geschehen.
Moin! Ja, die hatte ich bereits. Hatte auch direkt einen Termin mitgeteilt bekommen. Wann und wo soll es bei denn dir losgehen? Hast Du schon eine Tendenz, ob individuelle oder pauschale Beihilfe?
BG
Hallo Hendrik, bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport zum 01.10. Wo wirst du denn beginnen?
Hm, das ist ja merkwürdig, mache mir sowieso schon Sorgen, da es ja nicht mehr allzu lang hin ist und ich noch nicht mal eine Einladung zur amtsärztlichen Untersuchung erhalten habe. Wie war das denn bei dir: hast du das allgemeine Informationsschreiben per Post erhalten und kurz darauf noch ein Schreiben mit der Einladung? Oder auf welchem Wege kam bei dir die Einladung.
Ich werde mich wohl für die individuelle Beihilfe entscheiden, da man tatsächlich nie wissen kann, ob es einen noch mal zum Bund oder in ein Bundesland ohne pauschale Beihilfe verschlagen wird. Grundsätzlich bin ich aber Anhänger der GKV und fände es gut, wenn diese auch überall den Beamten offen stünde.
Ich kann folgende Seite empfehlen, auf der es viele nützliche und hilfreiche Tipps sowie einen Tarifrechner zur Privaten Krankenversicherung (PKV) für Richter/innen auf Probe bzw. Staatsanwälte gibt:
https://krankenversicherung-richter-staatsanwalt.de/
Und hier gehts direkt zum Tarifrechner: Tarifrechner
Du steigst demnächst ins Rechtsreferendariat ein? Dann findest Du die für Dich passenden Informationen zur richtigen Krankenversicherung (inklusive Tarifrechner) auf folgender Seite:
https://www.krankenversicherung-rechtsreferendare.de
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19.08.2021, 14:29
Gäbe es die pauschale Beihilfe wäre ich in der GKV geblieben, aber ist sicherlich Geschmackssache. Mir ist die PKV nicht Geheuer, ich hatte beim Ausfüllen richtig Bauchweh, auch wenn ich sehr ehrlich war, dass die doch irgendwo irgendwas finden und mir kündigen. Nicht zuletzt weil ja manchmal in Krankenakten auch falsche Dinge stehen.
Ansonsten finde ich die Beihilfe und PKV auch mühselig. Außerdem ist es leichter, falls man wieder aussteigt und kann entspannt in der GKV bleiben.
Ansonsten finde ich die Beihilfe und PKV auch mühselig. Außerdem ist es leichter, falls man wieder aussteigt und kann entspannt in der GKV bleiben.
19.08.2021, 15:18
Dann bleib doch in der GKV, wenn es dir damit besser geht. Nicht alles, was man kann, muss man auch. Du kannst dir ja die Vor- und Nachteile aufschreiben und gucken was überwiegt.
19.08.2021, 16:07
(19.08.2021, 14:29)Gast schrieb: Gäbe es die pauschale Beihilfe wäre ich in der GKV geblieben, aber ist sicherlich Geschmackssache. Mir ist die PKV nicht Geheuer, ich hatte beim Ausfüllen richtig Bauchweh, auch wenn ich sehr ehrlich war, dass die doch irgendwo irgendwas finden und mir kündigen. Nicht zuletzt weil ja manchmal in Krankenakten auch falsche Dinge stehen.
Ansonsten finde ich die Beihilfe und PKV auch mühselig. Außerdem ist es leichter, falls man wieder aussteigt und kann entspannt in der GKV bleiben.
Ja, genau! Ich hatte damals meine Akte bei der GKV angefordert und da standen Arztbesuche drin, an die hätte ich mich nicht mehr erinnern können. Ich hatte jedenfalls auch Bauchweh, dass ich irgendwas vergesse, übersehe oder irgendeine Diagnose von vor zig Jahren oder sogar aus der Kindheit plötzlich als Krankheit gilt, die ich hätte angeben müssen. Zumal von Ärzten notierte und abgerechnete Diagnosen mal schnell von dem verbal kommunizierten abweichen können. Ärzte bewahren ihre Unterlagen wohl 30 Jahre auf.
In welcher PKV bist du nun? Hat sich das Gefühl gebessert?
22.08.2021, 17:32
Hat sich denn schon mal jemand für die pauschale Beihilfe entschieden und ist nun in der GKV?









