29.10.2021, 12:32
Hattet ihr irgendwann im Verlauf Eures Studiums oder im Referendariat das Gefühl, dass der Knoten geplatzt ist und euch Jura plötzlich leicht fällt?
Oder bleibt das Gefühl einer komplexen, nicht unbedingt leicht zugänglichen Materie grundsätzlich gleich?
Natürlich gewöhnt man sich an gewisse Strukturen und Denkmuster und entwickelt ein grundsätzliches Verständnis für juristische Argumentationsweisen.
Meine Frage zielt aber eher darauf ab, ob einige von euch nach Jahren der Ausbildung das Gefühl hatten, sich in Jura zurechtzufinden wie bspw. in einer Muttersprache, wo man über die Grammatik gar nicht mehr nachdenken muss und einem einfach alles ohne große Anstrengung leicht von der Hand geht und quasi sofort klar ist.
Oder bleibt das Gefühl einer komplexen, nicht unbedingt leicht zugänglichen Materie grundsätzlich gleich?
Natürlich gewöhnt man sich an gewisse Strukturen und Denkmuster und entwickelt ein grundsätzliches Verständnis für juristische Argumentationsweisen.
Meine Frage zielt aber eher darauf ab, ob einige von euch nach Jahren der Ausbildung das Gefühl hatten, sich in Jura zurechtzufinden wie bspw. in einer Muttersprache, wo man über die Grammatik gar nicht mehr nachdenken muss und einem einfach alles ohne große Anstrengung leicht von der Hand geht und quasi sofort klar ist.
29.10.2021, 13:49
Ja in der Tat gab es so einen Moment. Das war im Rep. Da habe ich erstmals verstanden, wie alles zusammenhängt
29.10.2021, 14:00
Bei mir kam die Erleuchtung mit den Zusammenhängen, über die alles viel logischer ist, auch im Rep. So richtig auch vom Gefühl her dann eigentlich erst nach der schriftlichen Note und vor der mündlichen Prüfung im 1. Examen, weil ich dann schwarz auf weiß hatte, dass ichs gut kann.
29.10.2021, 14:10
Bei mir nach der Zwischenprüfung/Anfang des Reps. Vorher ist alles nur Inselwissen, im Rep hat dann Jura auch zum ersten Mal in der Gesamtheit Sinn ergeben
29.10.2021, 14:58
29.10.2021, 15:04
Für mich war der Knoten geplatzt, als ich verstanden habe, dass man Jura nicht auswendig lernen kann und es primär um die Anwendung des juristischen Handwerkszeugs geht.
29.10.2021, 15:48
In der Vorbereitung zum ersten Examen fielen so langsam die Puzzlestücke an den richtigen Platz. Richtig anwenden ohne vorher zu überlegen wie man jetzt worüber nachdenken muss kam dann im Ref.
29.10.2021, 17:51
Also einfach easy anwenden klappt bei mir auch nach 2 Examen eher so mittel. Klar, wenn ich das Äquivalent eines Falles aus dem zweiten Semester auf den Tisch bekomme, hab ich auch keine Probleme.
Aber normalerweise sind die Fälle des richtigen Lebens doch eher komplex und dann grübel ich schon mal ein bisschen.
Aber normalerweise sind die Fälle des richtigen Lebens doch eher komplex und dann grübel ich schon mal ein bisschen.
29.10.2021, 21:16
(29.10.2021, 15:48)42stimmtimmer schrieb: In der Vorbereitung zum ersten Examen fielen so langsam die Puzzlestücke an den richtigen Platz. Richtig anwenden ohne vorher zu überlegen wie man jetzt worüber nachdenken muss kam dann im Ref.
Hab das Gefühl grade im Ref ist aber auch viel auswendig lernen.
29.10.2021, 22:32
(29.10.2021, 12:32)Gast. schrieb: Hattet ihr irgendwann im Verlauf Eures Studiums oder im Referendariat das Gefühl, dass der Knoten geplatzt ist und euch Jura plötzlich leicht fällt?
Oder bleibt das Gefühl einer komplexen, nicht unbedingt leicht zugänglichen Materie grundsätzlich gleich?
Natürlich gewöhnt man sich an gewisse Strukturen und Denkmuster und entwickelt ein grundsätzliches Verständnis für juristische Argumentationsweisen.
Meine Frage zielt aber eher darauf ab, ob einige von euch nach Jahren der Ausbildung das Gefühl hatten, sich in Jura zurechtzufinden wie bspw. in einer Muttersprache, wo man über die Grammatik gar nicht mehr nachdenken muss und einem einfach alles ohne große Anstrengung leicht von der Hand geht und quasi sofort klar ist.
Mitte 2. Semester fiel es mir wie Schuppen von den Augen.










