29.09.2021, 16:52
Butter bei die Fische
Welche Noten hattet ihr in den Stationen?
Aufgrund von Corona habe ich noch nie jemanden aus meinem Ref in Natura getroffen. Entsprechend fand noch kein privater Austausch statt. Bei Instagram bin ich mit ein paar anderen Refis vernetzt. Doch die haben alle (angeblich) nur 2-stellige Ergebnisse. Immer! Egal wie gut ihnen das Rechtsgebiet liegt.
Gibt es im Ref keine "normalen" Noten zwischen 4-9 Punkten mehr?
Haut mal raus, welche Note hattet ihr.
Ich hatte in der Zivilstation 8 Punkte (AG 9), bei de Stadt 7 (AG 6) und bei der Verwaltungsstation werden es sicher auch nicht viele.
Und an die Überflieger-Trollelite: Ihr hattet eh durchgehend 18 Punkte und ein Dankschreiben vom Ausbilder. Das wissen wir. Ihr braucht euch nicht erniedrigen und hier schreiben.
Welche Noten hattet ihr in den Stationen?
Aufgrund von Corona habe ich noch nie jemanden aus meinem Ref in Natura getroffen. Entsprechend fand noch kein privater Austausch statt. Bei Instagram bin ich mit ein paar anderen Refis vernetzt. Doch die haben alle (angeblich) nur 2-stellige Ergebnisse. Immer! Egal wie gut ihnen das Rechtsgebiet liegt.
Gibt es im Ref keine "normalen" Noten zwischen 4-9 Punkten mehr?
Haut mal raus, welche Note hattet ihr.
Ich hatte in der Zivilstation 8 Punkte (AG 9), bei de Stadt 7 (AG 6) und bei der Verwaltungsstation werden es sicher auch nicht viele.
Und an die Überflieger-Trollelite: Ihr hattet eh durchgehend 18 Punkte und ein Dankschreiben vom Ausbilder. Das wissen wir. Ihr braucht euch nicht erniedrigen und hier schreiben.
29.09.2021, 17:06
Zivilstation: AG 9 Pkt., Gericht 10 Pkt.
Strafstation: AG 13 Pkt, StA 12 Pkt.
Verwaltungsstation: AG 6 Pkt., Behörde 12 Pkt.
Anwaltsstation: 10, 11 und 10 Pkt, Kanzlei: 14 Pkt.
Wahlstation Kanzlei und Aktenvortragslehrgang stehen noch aus.
Meine AG-Noten waren zum Teil vielleicht "nicht so berauschend", weil die von mir geschriebenen AG-Klausuren schlicht nicht so gelungen waren und meinen Schnitt runtergezogen haben. Dafür kann ich aber wenigstens behaupten, sie unter "echten" Examensbedingungen geschrieben und nicht zwischendurch gespickt o.ä. zu haben. Bewertung war aber, im Vergleich zum "echten Examen" jedenfalls, immer noch viel zu gut.
Meine Stationsnoten waren dafür gut...nur was folgt daraus? Im Prinzip bekommt man in der Station doch bereits dann gute Noten, wenn man sich einfach hinreichend angestrengt und Interesse an der Materie gezeigt hat. Wer nicht gerade durch immense Fehlzeiten aufgefallen ist oder seinen Ausbilder gehasst und ihm das auch gezeigt hat, bekommt dort einfach keine schlechten Noten. Ausnahmen bestätigen die Regel
Strafstation: AG 13 Pkt, StA 12 Pkt.
Verwaltungsstation: AG 6 Pkt., Behörde 12 Pkt.
Anwaltsstation: 10, 11 und 10 Pkt, Kanzlei: 14 Pkt.
Wahlstation Kanzlei und Aktenvortragslehrgang stehen noch aus.
Meine AG-Noten waren zum Teil vielleicht "nicht so berauschend", weil die von mir geschriebenen AG-Klausuren schlicht nicht so gelungen waren und meinen Schnitt runtergezogen haben. Dafür kann ich aber wenigstens behaupten, sie unter "echten" Examensbedingungen geschrieben und nicht zwischendurch gespickt o.ä. zu haben. Bewertung war aber, im Vergleich zum "echten Examen" jedenfalls, immer noch viel zu gut.
Meine Stationsnoten waren dafür gut...nur was folgt daraus? Im Prinzip bekommt man in der Station doch bereits dann gute Noten, wenn man sich einfach hinreichend angestrengt und Interesse an der Materie gezeigt hat. Wer nicht gerade durch immense Fehlzeiten aufgefallen ist oder seinen Ausbilder gehasst und ihm das auch gezeigt hat, bekommt dort einfach keine schlechten Noten. Ausnahmen bestätigen die Regel
29.09.2021, 17:31
Kommt sicher auch aufs BL an. In den Stationen hatte bei uns keiner unter 9. Das deutet dann schon entweder auf einen komischen Ausbilder oder Referendar ;)
30.09.2021, 17:04
Ausbilder geben stets charmante Noten, da war bei mir auch alles zweistellig.
Die AGs bilden ihre Noten anhand der Übungsklausuren sowie einer mündlichen Note (lol) und ggf. eines Aktenvortrages. Da war zugegebenermaßen auch Kraut- und Rüben also im oben genannten Segment auch < 9P.
Da die AG-Zeugnisse in die Personalakte kommen und bei einer Bewerbung im Staatsdienst Berücksichtigung finden, besteht von keiner Seite Interesse, den Reffis da eine "reinzuwürgen".
Die AGs bilden ihre Noten anhand der Übungsklausuren sowie einer mündlichen Note (lol) und ggf. eines Aktenvortrages. Da war zugegebenermaßen auch Kraut- und Rüben also im oben genannten Segment auch < 9P.
Da die AG-Zeugnisse in die Personalakte kommen und bei einer Bewerbung im Staatsdienst Berücksichtigung finden, besteht von keiner Seite Interesse, den Reffis da eine "reinzuwürgen".
01.10.2021, 09:35
(29.09.2021, 17:06)Gast schrieb: Zivilstation: AG 9 Pkt., Gericht 10 Pkt.
Strafstation: AG 13 Pkt, StA 12 Pkt.
Verwaltungsstation: AG 6 Pkt., Behörde 12 Pkt.
Anwaltsstation: 10, 11 und 10 Pkt, Kanzlei: 14 Pkt.
Wahlstation Kanzlei und Aktenvortragslehrgang stehen noch aus.
Meine AG-Noten waren zum Teil vielleicht "nicht so berauschend", weil die von mir geschriebenen AG-Klausuren schlicht nicht so gelungen waren und meinen Schnitt runtergezogen haben. Dafür kann ich aber wenigstens behaupten, sie unter "echten" Examensbedingungen geschrieben und nicht zwischendurch gespickt o.ä. zu haben. Bewertung war aber, im Vergleich zum "echten Examen" jedenfalls, immer noch viel zu gut.
Meine Stationsnoten waren dafür gut...nur was folgt daraus? Im Prinzip bekommt man in der Station doch bereits dann gute Noten, wenn man sich einfach hinreichend angestrengt und Interesse an der Materie gezeigt hat. Wer nicht gerade durch immense Fehlzeiten aufgefallen ist oder seinen Ausbilder gehasst und ihm das auch gezeigt hat, bekommt dort einfach keine schlechten Noten. Ausnahmen bestätigen die Regel
Hier so eine Ausnahme! In der Strafstation habe ich meine Akten bekommen und musste sie klausurmäßig bearbeiten. So wurden sie auch gewertet. Sind also sehr solide 8 Punkte bei rausgekommen
06.10.2021, 22:37
(01.10.2021, 09:35)unzufriedenerRef schrieb:(29.09.2021, 17:06)Gast schrieb: Zivilstation: AG 9 Pkt., Gericht 10 Pkt.
Strafstation: AG 13 Pkt, StA 12 Pkt.
Verwaltungsstation: AG 6 Pkt., Behörde 12 Pkt.
Anwaltsstation: 10, 11 und 10 Pkt, Kanzlei: 14 Pkt.
Wahlstation Kanzlei und Aktenvortragslehrgang stehen noch aus.
Meine AG-Noten waren zum Teil vielleicht "nicht so berauschend", weil die von mir geschriebenen AG-Klausuren schlicht nicht so gelungen waren und meinen Schnitt runtergezogen haben. Dafür kann ich aber wenigstens behaupten, sie unter "echten" Examensbedingungen geschrieben und nicht zwischendurch gespickt o.ä. zu haben. Bewertung war aber, im Vergleich zum "echten Examen" jedenfalls, immer noch viel zu gut.
Meine Stationsnoten waren dafür gut...nur was folgt daraus? Im Prinzip bekommt man in der Station doch bereits dann gute Noten, wenn man sich einfach hinreichend angestrengt und Interesse an der Materie gezeigt hat. Wer nicht gerade durch immense Fehlzeiten aufgefallen ist oder seinen Ausbilder gehasst und ihm das auch gezeigt hat, bekommt dort einfach keine schlechten Noten. Ausnahmen bestätigen die Regel
Hier so eine Ausnahme! In der Strafstation habe ich meine Akten bekommen und musste sie klausurmäßig bearbeiten. So wurden sie auch gewertet. Sind also sehr solide 8 Punkte bei rausgekommen
Dito, auch wenn ich es nicht als ‘Ausnahme’ begreifen würde. Manche Ausbilder bewerten ‘examensnah’, manche fangen erst bei 9 Punkten an (alles erlebt).
Ich habe direkt in der ersten Station ein wenig herzliches ‘Befriedigend’ gedrückt bekommen, was mein - zu Beginn des Refs ohnehin nur begrenzt vorhandenes - Selbstbewusstsein doch stark angekratzt hat (das übrigens ohne meine Ausbilderin gehasst oder Arbeitsverweigerung betrieben zu haben). Die Noten in den Stationen danach waren dann durchweg besser, wenngleich mein Arbeitseinsatz dort teils geringer war.
Im Rückblick sehe ich es positiv. Ich konnte für mich die Frage, ob ich Richter werden möchte, bereits frühzeitig abschlägig beantworten und habe mich in den folgenden Stationen über gute Noten umso mehr gefreut. Am Ende zählt ohnehin die Examensnote.
Tipp: Bloß nicht runterziehen lassen und - nach Möglichkeit - nicht zu viel auf die Meinung irgendwelcher Fremder in Juraforen geben ;).
07.10.2021, 18:19
Ich hatte
- beim Zivilrichter 16, in der AG 8 Punkte (lag wohl daran, dass ich für die Urteile in der Praxis 2 Wochen statt 5 Stunden Zeit hatte und mein Richter die EG idR genau so übernommen hat - trotzdem ist mir bewusst, dass ich dafür bei anderen Richtern ggf. Max. Ein VB bekommen hätte…)
- StA 13 und AG 10 Punkte.
- Verwaltung 15, AG 10 Punkte.
- RA 12, AG ZR u ÖR 8, AG StR 11 Punkte.
Alles in allem kann man wohl sagen, dass ich mir sehr viel Mühe gegeben habe, aber auch noch viel mehr Glück mit den jeweiligen Ausbildern hatte. Ob ich glaube, dass Leute mit schlechteren Noten schlechtere Juristen sind als ich? Auf keinen Fall. Ich bin mir auch sehr sicher, dass einige Leute auf meiner AG mit schlechteren „Vornoten“ ein viel besseres Examen als ich haben werden. Btw kann man mit meinen bisherigen Noten am Ende des Examens nur enttäuscht werden
- beim Zivilrichter 16, in der AG 8 Punkte (lag wohl daran, dass ich für die Urteile in der Praxis 2 Wochen statt 5 Stunden Zeit hatte und mein Richter die EG idR genau so übernommen hat - trotzdem ist mir bewusst, dass ich dafür bei anderen Richtern ggf. Max. Ein VB bekommen hätte…)
- StA 13 und AG 10 Punkte.
- Verwaltung 15, AG 10 Punkte.
- RA 12, AG ZR u ÖR 8, AG StR 11 Punkte.
Alles in allem kann man wohl sagen, dass ich mir sehr viel Mühe gegeben habe, aber auch noch viel mehr Glück mit den jeweiligen Ausbildern hatte. Ob ich glaube, dass Leute mit schlechteren Noten schlechtere Juristen sind als ich? Auf keinen Fall. Ich bin mir auch sehr sicher, dass einige Leute auf meiner AG mit schlechteren „Vornoten“ ein viel besseres Examen als ich haben werden. Btw kann man mit meinen bisherigen Noten am Ende des Examens nur enttäuscht werden
07.10.2021, 18:51
Die Stationsnoten interessieren keinen. Zu 90% gehen die nach Sympathie.
07.10.2021, 21:27
17.10.2021, 03:07
(29.09.2021, 16:52)Gast schrieb: Butter bei die Fische![]()
Welche Noten hattet ihr in den Stationen?
Aufgrund von Corona habe ich noch nie jemanden aus meinem Ref in Natura getroffen. Entsprechend fand noch kein privater Austausch statt. Bei Instagram bin ich mit ein paar anderen Refis vernetzt. Doch die haben alle (angeblich) nur 2-stellige Ergebnisse. Immer! Egal wie gut ihnen das Rechtsgebiet liegt.
Gibt es im Ref keine "normalen" Noten zwischen 4-9 Punkten mehr?
Haut mal raus, welche Note hattet ihr.
Ich hatte in der Zivilstation 8 Punkte (AG 9), bei de Stadt 7 (AG 6) und bei der Verwaltungsstation werden es sicher auch nicht viele.
Und an die Überflieger-Trollelite: Ihr hattet eh durchgehend 18 Punkte und ein Dankschreiben vom Ausbilder. Das wissen wir. Ihr braucht euch nicht erniedrigen und hier schreiben.
Muss mich einem meiner Vorredner anschließen: Es kommt auf das Bundesland und die ausbildenden Stelle an. Mein Ref habe ich in HH gemacht, wo es keine AG-Noten gibt, und persönlich kenne ich niemanden, der nicht durchgehend zweistellige Stationsnoten hatte. Das mag daran liegen, dass in HH stärker selektiert wird und die Kandidaten tendenziell leistungsstärker sind. Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, dass die Noten unabhängig von Standort und Art der Ausbildungsstelle so gut sind. An einen HH-Bonus glaube ich zumindest nicht. Allerdings absolvieren viele Kandidaten ihre Stationen auch bei den einschlägigen Stellen (Großkanzleien, Ministerien etc.), die womöglich geneigter sind, gute Noten zu vergeben. Kann mir gut vorstellen, dass das Justiziariat der Stadt X da kniepiger ist.
Mir persönlich haben meine Stationsnoten dabei geholfen, in der mündlichen Prüfung auf die nächste Notenstufe gehoben zu werden, die ich knapp verpasst hatte. Stationsnoten waren:
StA: 11, ZR: 13, RA: 15, Verwaltung: 17, Wahl I: 15, Wahl II: 16 (Schnitt: 14,5).










