27.09.2021, 14:59
Hallo werte Gemeinde,
mal angenommen:
ich befinde mich in ungekündigter Anstellung (Unternehmen) und habe eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Ich habe die Chance auf eine extrem gute Stelle. Der neue AG sucht aber schon länger, hat mehrere Bewerber und möchte unbedingt zu sofort/alsbald besetzen.
Weitere Annahme: Mir wird die Stelle zugesagt, jedoch in der Vorstellung, dass ich sie sofort bzw. unter Annahme einer einmonatigen Kündigungsfrist antrete.
Um meine Chance zu verbessern, habe ich dem neuen AG nichts von der dreimonatigen Kündigungsfrist erzählt.
Wie könnte ich jetzt geschickt weiter vorgehen? Abschlussbereitschaft hinsichtlich eines Aufhebungsvertrages ist seitens meines derzeitigen AG nicht gegeben.
mal angenommen:
ich befinde mich in ungekündigter Anstellung (Unternehmen) und habe eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Ich habe die Chance auf eine extrem gute Stelle. Der neue AG sucht aber schon länger, hat mehrere Bewerber und möchte unbedingt zu sofort/alsbald besetzen.
Weitere Annahme: Mir wird die Stelle zugesagt, jedoch in der Vorstellung, dass ich sie sofort bzw. unter Annahme einer einmonatigen Kündigungsfrist antrete.
Um meine Chance zu verbessern, habe ich dem neuen AG nichts von der dreimonatigen Kündigungsfrist erzählt.
Wie könnte ich jetzt geschickt weiter vorgehen? Abschlussbereitschaft hinsichtlich eines Aufhebungsvertrages ist seitens meines derzeitigen AG nicht gegeben.
27.09.2021, 15:09
Bitte denk einen Schritt weiter!
Wenn du eine fristlose Kündigung provozierst, wird dein Arbeitszeugnis vernichtend sein. Wenn deine neue Stelle aus irgendeinem Grund doch doof ist und du dich in den nächsten 6-24 Monaten wieder umorientieren willst/musst, kannst du dir wahrscheinlich direkt die Kugel geben.
Wenn du kein GKV/PKV Wechselproblem hast, wäre der "eleganteste" Weg vielleicht, zum Arzt deines Vertrauens zu gehen und dir ein Rückenproblem mit sofortiger und langfristiger Krankschreibung zu besorgen + gleichzeitige ordnungsgemäße Kündigung. Und dann sprichst du mit deinem AG über eine vorzeitige Aufhebung im Sinne aller Beteiligten. Sympathien im Zeugnis wird dich das trotzdem kosten.
Wenn du eine fristlose Kündigung provozierst, wird dein Arbeitszeugnis vernichtend sein. Wenn deine neue Stelle aus irgendeinem Grund doch doof ist und du dich in den nächsten 6-24 Monaten wieder umorientieren willst/musst, kannst du dir wahrscheinlich direkt die Kugel geben.
Wenn du kein GKV/PKV Wechselproblem hast, wäre der "eleganteste" Weg vielleicht, zum Arzt deines Vertrauens zu gehen und dir ein Rückenproblem mit sofortiger und langfristiger Krankschreibung zu besorgen + gleichzeitige ordnungsgemäße Kündigung. Und dann sprichst du mit deinem AG über eine vorzeitige Aufhebung im Sinne aller Beteiligten. Sympathien im Zeugnis wird dich das trotzdem kosten.
27.09.2021, 15:38
Rein praktisch gesehen: Die Kündigungsfrist in der Hand des Arbeitgebers oft (aber nicht immer) ein stumpdes Schwert. Was soll der Arbeitgeber machen? Zeugnis könnte vernichtend sein, wobei nicht sicher ist, ob der alte AG "nur" wegen der nicht eingehaltenen Frist da ein Fass aufmachen will. Vertragsstrafe? Zu ersetzender Schaden muss konkret vorliegen.
27.09.2021, 15:46
Woher weisst du, dass der keinen Aufhebungsvertrag machen will? Hast du zufällig ein gesundheitliches Problem oder eine Schwerbehinderung, wegen der du eine Kur machen kannst? Dann erzähl dem Arbeitgeber davon und frag noch mal nach Aufhebung. Kranke, die weg auf Kur etc. sind und krank geschrieben sein könnten wollen sie schnell los werden. Der sicherste Weg, einen Arbeitgeber weg zu ekeln ist von einer Krankheit zu erzählen.
27.09.2021, 15:48
Kannst auch fristlos kündigen und Freistellung beantragen für den Rest der Zeit oder dich halt krank schreiben lassen danach wegen psychischer Belastung durch die Kündigung. Arbeitsunfähig kann man auch wegen der Psyche sein.
27.09.2021, 15:48
Eine arbeitgeberseitige Kündigung provozieren, damit man einen Jobwechsel vollziehen kann halte ich auch nicht für eine gute Option. Wie einer der Vorredner schon sagte, denk einen Schritt weiter. Sich hier im Unfrieden zu trennen wird auch Dich beschädigen. Wenn Du dann noch einmal wechselst und Du deine Referenzen vorlegen musst bei der Bewerbung führt so etwas zu unangenehmen Situationen und Du wirst dir schon etwas überzeugendes einfallen lassen müssen. Personaler sind nicht blöd.
Von meiner Seite aus: lass das; ordentlich kündigen und ein bestelltes Feld hinterlassen als verbrannte Erde.
Von meiner Seite aus: lass das; ordentlich kündigen und ein bestelltes Feld hinterlassen als verbrannte Erde.
27.09.2021, 16:04
Also mal keine klugshycerischen Antworten, was Du moralisch besser machen könntest. Das ist hier nicht die Fallfrage. Wer was anderes antwortet, ist schon mal durch die Klausur gefallen.
Richtiger Weg: selbst fristlos kündigen und nicht mehr erscheinen. Gründe lassen sich irgendwie finden, Du wurdest gemobbt, beleidigt, Gehalt kam einen Tag zu spät, whatever.
Am nächsten Tag kannst Du woanders anfangen. Deswegen auch nciht vorsorglich krankschreiben lassen.
Der alte Arbeitgeber müsste zum einen gegen die (Un)Wirksamkeit der fristlosen Kündigung vorgenen und kumulativ dazu Dir per einstweilgem Rechtsschutz ein Arbeitsverbot an die Backe drücken. Das wird er nicht machen.
Richtiger Weg: selbst fristlos kündigen und nicht mehr erscheinen. Gründe lassen sich irgendwie finden, Du wurdest gemobbt, beleidigt, Gehalt kam einen Tag zu spät, whatever.
Am nächsten Tag kannst Du woanders anfangen. Deswegen auch nciht vorsorglich krankschreiben lassen.
Der alte Arbeitgeber müsste zum einen gegen die (Un)Wirksamkeit der fristlosen Kündigung vorgenen und kumulativ dazu Dir per einstweilgem Rechtsschutz ein Arbeitsverbot an die Backe drücken. Das wird er nicht machen.
27.09.2021, 16:10
(27.09.2021, 15:48)Gast schrieb: Kannst auch fristlos kündigen und Freistellung beantragen für den Rest der Zeit oder dich halt krank schreiben lassen danach wegen psychischer Belastung durch die Kündigung. Arbeitsunfähig kann man auch wegen der Psyche sein.
Dafür hat das BAG vor kurzem die Latte etwas höher gehängt.
27.09.2021, 16:18
Da hast du wohl zu kurz gedacht beim Schwindeln. Mein Rat wäre, die Situation zumindest einem der Beteiligen ehrlich zu schildern und darauf zu hoffen, dass die Person Mitleid mit dir hat. Dein "Ex"-Arbeitgeber hat ja eigentlich auch kein Interesse an einem unmotivierten Angestellten, der nix mehr machen will, verärgert ist weil er die bessere Stelle nicht bekommen hat und sich anderweitig bewirbt. Alternativ beim neuen Arbeitgeber auf Verständnis hoffen, dass es doch nicht so schnell geht wie versprochen und hoffen, dass er dich wirklich sehr will. Eine elegante Lösung, wie du aus der Sache rauszukommen kannst, sehe ich leider auch nicht.
27.09.2021, 16:31
Ich danke euch schon mal für die vielen - zum Teil auch sehr hilfreichen - Antworten.
Wie im Titel, die Kündigung provozieren ist, natürlich nicht geplant und käme angesichts bestehender Rest-Vernunft auch nicht in Betracht.
Ich werde mal gucken, wie ich die Aufhebungsvertrag-Geschichte aufs Eis bekommen. Angesichts des Verhaltens der Geschäftsführung hier bei uns, ist mit so einer Lösung wahrscheinlich nicht zu rechnen. Aber ich schaue mal...
Die ao Kündigung durch mich ist auch kein schlechter Ansatzpunkt. Gab es doch in der Vergangenheit einige hierfür in Betracht zu ziehende Punkte, die jetzt aber präkludiert sein könnten.
Wie im Titel, die Kündigung provozieren ist, natürlich nicht geplant und käme angesichts bestehender Rest-Vernunft auch nicht in Betracht.
Ich werde mal gucken, wie ich die Aufhebungsvertrag-Geschichte aufs Eis bekommen. Angesichts des Verhaltens der Geschäftsführung hier bei uns, ist mit so einer Lösung wahrscheinlich nicht zu rechnen. Aber ich schaue mal...
Die ao Kündigung durch mich ist auch kein schlechter Ansatzpunkt. Gab es doch in der Vergangenheit einige hierfür in Betracht zu ziehende Punkte, die jetzt aber präkludiert sein könnten.










