15.07.2021, 22:48
Mich würde mal der Einfluss der älteren Juristen in euren Familien auf euch interessieren.
Meine Eltern sind keine Juristen und kennen die Branche wenig. Es bleiben Onkel und Tante, wobei die Tante nie groß juristisch aktiv war. Mein Onkel (Ü60) ist Anwalt und in meinen Augen die schlechteste Option für den „Job“ als Ratgeber.
Solche Texte bekam ich laufend zu hören:
Auf mein Ziel über 7 Punkte im Examen zu kommen: „pah völlig unrealistisch, sei froh wenn du dein (1.) Examen mit 5 Punkten schaffst, das muss man auch erstmal hinbekommen“
Ohne mit mir während des Examens kommuniziert zu haben: „habe mitbekommen Zivilrecht lief nicht gut, vielleicht kannst du ja in Woche 2 noch was reißen“. Dabei habe ich nie zu irgendwem geäußert, dass Zivilrecht schlecht lief.
Auf meine Pläne ohne Prädikat (nur knapp verpasst) promovieren zu wollen: „kannst du vergessen, da findest du nie einen Lehrstuhl mit den Noten“
Auf meine Aussage, dass Einstiegsgehälter in GKs regelmäßig 6 stellig sind und es mittlerweile ein Bewerbermarkt ist: „das bekommen nur eine Handvoll Leute mit absoluten Topnoten, da bist du nicht dabei; sei froh wenn du ein Angebot bekommst“
Auf meinen Hinweis, dass eine Kollegin mit weniger als 7P im 2 Examen in diesen Sphären in der engeren Auswahl bei einer GK steht „ja Auswahl ist nicht Einstellung“.
Mich nervt das, weil ich den Eindruck habe, dass er null am Zeitgeist ist, dass er ein ewiger Schwarzmaler ist und zudem irgendeine nicht nachvollziehbare Arroganz zu haben scheint, dass sein Lebensweg der einzig wahre war/ist.
Ist das bei euren Familien auch so? Oder wie sieht das (gerade bei den älteren Juristen) bei euch aus?
Meine Eltern sind keine Juristen und kennen die Branche wenig. Es bleiben Onkel und Tante, wobei die Tante nie groß juristisch aktiv war. Mein Onkel (Ü60) ist Anwalt und in meinen Augen die schlechteste Option für den „Job“ als Ratgeber.
Solche Texte bekam ich laufend zu hören:
Auf mein Ziel über 7 Punkte im Examen zu kommen: „pah völlig unrealistisch, sei froh wenn du dein (1.) Examen mit 5 Punkten schaffst, das muss man auch erstmal hinbekommen“
Ohne mit mir während des Examens kommuniziert zu haben: „habe mitbekommen Zivilrecht lief nicht gut, vielleicht kannst du ja in Woche 2 noch was reißen“. Dabei habe ich nie zu irgendwem geäußert, dass Zivilrecht schlecht lief.
Auf meine Pläne ohne Prädikat (nur knapp verpasst) promovieren zu wollen: „kannst du vergessen, da findest du nie einen Lehrstuhl mit den Noten“
Auf meine Aussage, dass Einstiegsgehälter in GKs regelmäßig 6 stellig sind und es mittlerweile ein Bewerbermarkt ist: „das bekommen nur eine Handvoll Leute mit absoluten Topnoten, da bist du nicht dabei; sei froh wenn du ein Angebot bekommst“
Auf meinen Hinweis, dass eine Kollegin mit weniger als 7P im 2 Examen in diesen Sphären in der engeren Auswahl bei einer GK steht „ja Auswahl ist nicht Einstellung“.
Mich nervt das, weil ich den Eindruck habe, dass er null am Zeitgeist ist, dass er ein ewiger Schwarzmaler ist und zudem irgendeine nicht nachvollziehbare Arroganz zu haben scheint, dass sein Lebensweg der einzig wahre war/ist.
Ist das bei euren Familien auch so? Oder wie sieht das (gerade bei den älteren Juristen) bei euch aus?
15.07.2021, 23:05
(15.07.2021, 22:48)Viktor schrieb: Mich würde mal der Einfluss der älteren Juristen in euren Familien auf euch interessieren.
Meine Eltern sind keine Juristen und kennen die Branche wenig. Es bleiben Onkel und Tante, wobei die Tante nie groß juristisch aktiv war. Mein Onkel (Ü60) ist Anwalt und in meinen Augen die schlechteste Option für den „Job“ als Ratgeber.
Solche Texte bekam ich laufend zu hören:
Auf mein Ziel über 7 Punkte im Examen zu kommen: „pah völlig unrealistisch, sei froh wenn du dein (1.) Examen mit 5 Punkten schaffst, das muss man auch erstmal hinbekommen“
Ohne mit mir während des Examens kommuniziert zu haben: „habe mitbekommen Zivilrecht lief nicht gut, vielleicht kannst du ja in Woche 2 noch was reißen“. Dabei habe ich nie zu irgendwem geäußert, dass Zivilrecht schlecht lief.
Auf meine Pläne ohne Prädikat (nur knapp verpasst) promovieren zu wollen: „kannst du vergessen, da findest du nie einen Lehrstuhl mit den Noten“
Auf meine Aussage, dass Einstiegsgehälter in GKs regelmäßig 6 stellig sind und es mittlerweile ein Bewerbermarkt ist: „das bekommen nur eine Handvoll Leute mit absoluten Topnoten, da bist du nicht dabei; sei froh wenn du ein Angebot bekommst“
Auf meinen Hinweis, dass eine Kollegin mit weniger als 7P im 2 Examen in diesen Sphären in der engeren Auswahl bei einer GK steht „ja Auswahl ist nicht Einstellung“.
Mich nervt das, weil ich den Eindruck habe, dass er null am Zeitgeist ist, dass er ein ewiger Schwarzmaler ist und zudem irgendeine nicht nachvollziehbare Arroganz zu haben scheint, dass sein Lebensweg der einzig wahre war/ist.
Ist das bei euren Familien auch so? Oder wie sieht das (gerade bei den älteren Juristen) bei euch aus?
Krass, das klingt für mich aber eher so, als sei die Person extrem unzufrieden mit ihrem eigenen Leben, lass dir den Quatsch nicht einreden.
Bei mir ist es nämlich tatsächlich total anders: bei mir ist das entsprechende Familienmitglied Juraprofessor (zweifelsohne ein guter jurist) und ich höre immer nur Sachen wie: „mach dir keine Sorgen, heutzutage wird kein Jurist mehr arbeitslos“ oder „selbst die Großkanzleien können sich heute nicht mehr leisten, nur noch Bewerber mit 9 Punkten einzustellen“
Das bestätigt irgendwie für mich auch das Gerücht, dass gute Juristen im Examen etwas großzügiger mit guten Noten sind als die, die selber nie gute Noten hatten.
Kenne allerdings auch aus dem Bekanntenkreis einen alteingesessenen Staatsanwalt (NRW), der bis heute behauptet, unter 10 Punkten kommt man nicht zur StA, ich kenne selber 2 Leute die nichtmal 8 hatten :D sowas passiert dann, wenn man nicht einsehen will, dass sich in den letzten 30 Jahren die juristische Berufswelt bzw. die Voraussetzungen verändert haben.
15.07.2021, 23:10
Nr. 1 (Anwalt): "Studier bloß kein Jura, ist nur Sorge und viel Arbeit für nicht ausreichend Geld"
Nr. 2 (Verwaltungsjurist): "Mach Jura nur, wenn du sonst nix weißt. Richtig Spaß macht es nicht, aber immerhin ein sicheres Einkommen. Werd nicht Anwalt, ist zu stressig."
Nr. 3 (kein Jurist, aber mit Richter verheiratet): "Richter verdienen in Deutschland MEGA viel, das ist viel besser als bei Anwälten. Dafür arbeiten Richter natürlich auch VIEL mehr als Anwälte."
Nr. 4 (Richter): "Richter sind nur Sachbearbeiter, da hängst nur in deinem Kämmerchen über deinen Akten. Mach was anderes."
Nr. 2 (Verwaltungsjurist): "Mach Jura nur, wenn du sonst nix weißt. Richtig Spaß macht es nicht, aber immerhin ein sicheres Einkommen. Werd nicht Anwalt, ist zu stressig."
Nr. 3 (kein Jurist, aber mit Richter verheiratet): "Richter verdienen in Deutschland MEGA viel, das ist viel besser als bei Anwälten. Dafür arbeiten Richter natürlich auch VIEL mehr als Anwälte."
Nr. 4 (Richter): "Richter sind nur Sachbearbeiter, da hängst nur in deinem Kämmerchen über deinen Akten. Mach was anderes."
15.07.2021, 23:11
(15.07.2021, 22:48)Viktor schrieb: Mich würde mal der Einfluss der älteren Juristen in euren Familien auf euch interessieren.
Meine Eltern sind keine Juristen und kennen die Branche wenig. Es bleiben Onkel und Tante, wobei die Tante nie groß juristisch aktiv war. Mein Onkel (Ü60) ist Anwalt und in meinen Augen die schlechteste Option für den „Job“ als Ratgeber.
Solche Texte bekam ich laufend zu hören:
Auf mein Ziel über 7 Punkte im Examen zu kommen: „pah völlig unrealistisch, sei froh wenn du dein (1.) Examen mit 5 Punkten schaffst, das muss man auch erstmal hinbekommen“
Ohne mit mir während des Examens kommuniziert zu haben: „habe mitbekommen Zivilrecht lief nicht gut, vielleicht kannst du ja in Woche 2 noch was reißen“. Dabei habe ich nie zu irgendwem geäußert, dass Zivilrecht schlecht lief.
Auf meine Pläne ohne Prädikat (nur knapp verpasst) promovieren zu wollen: „kannst du vergessen, da findest du nie einen Lehrstuhl mit den Noten“
Auf meine Aussage, dass Einstiegsgehälter in GKs regelmäßig 6 stellig sind und es mittlerweile ein Bewerbermarkt ist: „das bekommen nur eine Handvoll Leute mit absoluten Topnoten, da bist du nicht dabei; sei froh wenn du ein Angebot bekommst“
Auf meinen Hinweis, dass eine Kollegin mit weniger als 7P im 2 Examen in diesen Sphären in der engeren Auswahl bei einer GK steht „ja Auswahl ist nicht Einstellung“.
Mich nervt das, weil ich den Eindruck habe, dass er null am Zeitgeist ist, dass er ein ewiger Schwarzmaler ist und zudem irgendeine nicht nachvollziehbare Arroganz zu haben scheint, dass sein Lebensweg der einzig wahre war/ist.
Ist das bei euren Familien auch so? Oder wie sieht das (gerade bei den älteren Juristen) bei euch aus?
lass dich von dem boomer nicht runterziehen
15.07.2021, 23:28
(15.07.2021, 23:10)HerrKules schrieb: Nr. 1 (Anwalt): "Studier bloß kein Jura, ist nur Sorge und viel Arbeit für nicht ausreichend Geld"
Nr. 2 (Verwaltungsjurist): "Mach Jura nur, wenn du sonst nix weißt. Richtig Spaß macht es nicht, aber immerhin ein sicheres Einkommen. Werd nicht Anwalt, ist zu stressig."
Nr. 3 (kein Jurist, aber mit Richter verheiratet): "Richter verdienen in Deutschland MEGA viel, das ist viel besser als bei Anwälten. Dafür arbeiten Richter natürlich auch VIEL mehr als Anwälte."
Nr. 4 (Richter): "Richter sind nur Sachbearbeiter, da hängst nur in deinem Kämmerchen über deinen Akten. Mach was anderes."
Wobei Nr. 4 so ein generelles Problem. Man hockt immer irgendwo im Kämmerlein über seinen Akten. Egal ob digital oder physisch...
15.07.2021, 23:50
(15.07.2021, 22:48)Viktor schrieb: Mich würde mal der Einfluss der älteren Juristen in euren Familien auf euch interessieren.
Meine Eltern sind keine Juristen und kennen die Branche wenig. Es bleiben Onkel und Tante, wobei die Tante nie groß juristisch aktiv war. Mein Onkel (Ü60) ist Anwalt und in meinen Augen die schlechteste Option für den „Job“ als Ratgeber.
Solche Texte bekam ich laufend zu hören:
Auf mein Ziel über 7 Punkte im Examen zu kommen: „pah völlig unrealistisch, sei froh wenn du dein (1.) Examen mit 5 Punkten schaffst, das muss man auch erstmal hinbekommen“
Ohne mit mir während des Examens kommuniziert zu haben: „habe mitbekommen Zivilrecht lief nicht gut, vielleicht kannst du ja in Woche 2 noch was reißen“. Dabei habe ich nie zu irgendwem geäußert, dass Zivilrecht schlecht lief.
Auf meine Pläne ohne Prädikat (nur knapp verpasst) promovieren zu wollen: „kannst du vergessen, da findest du nie einen Lehrstuhl mit den Noten“
Auf meine Aussage, dass Einstiegsgehälter in GKs regelmäßig 6 stellig sind und es mittlerweile ein Bewerbermarkt ist: „das bekommen nur eine Handvoll Leute mit absoluten Topnoten, da bist du nicht dabei; sei froh wenn du ein Angebot bekommst“
Auf meinen Hinweis, dass eine Kollegin mit weniger als 7P im 2 Examen in diesen Sphären in der engeren Auswahl bei einer GK steht „ja Auswahl ist nicht Einstellung“.
Mich nervt das, weil ich den Eindruck habe, dass er null am Zeitgeist ist, dass er ein ewiger Schwarzmaler ist und zudem irgendeine nicht nachvollziehbare Arroganz zu haben scheint, dass sein Lebensweg der einzig wahre war/ist.
Ist das bei euren Familien auch so? Oder wie sieht das (gerade bei den älteren Juristen) bei euch aus?
Die Bemerkungen deines Onkels lesen sich recht ähnlich zu den Kommentaren, die hier im Forum fallen.
16.07.2021, 13:44
(15.07.2021, 23:50)Gast schrieb:(15.07.2021, 22:48)Viktor schrieb: Mich würde mal der Einfluss der älteren Juristen in euren Familien auf euch interessieren.
Meine Eltern sind keine Juristen und kennen die Branche wenig. Es bleiben Onkel und Tante, wobei die Tante nie groß juristisch aktiv war. Mein Onkel (Ü60) ist Anwalt und in meinen Augen die schlechteste Option für den „Job“ als Ratgeber.
Solche Texte bekam ich laufend zu hören:
Auf mein Ziel über 7 Punkte im Examen zu kommen: „pah völlig unrealistisch, sei froh wenn du dein (1.) Examen mit 5 Punkten schaffst, das muss man auch erstmal hinbekommen“
Ohne mit mir während des Examens kommuniziert zu haben: „habe mitbekommen Zivilrecht lief nicht gut, vielleicht kannst du ja in Woche 2 noch was reißen“. Dabei habe ich nie zu irgendwem geäußert, dass Zivilrecht schlecht lief.
Auf meine Pläne ohne Prädikat (nur knapp verpasst) promovieren zu wollen: „kannst du vergessen, da findest du nie einen Lehrstuhl mit den Noten“
Auf meine Aussage, dass Einstiegsgehälter in GKs regelmäßig 6 stellig sind und es mittlerweile ein Bewerbermarkt ist: „das bekommen nur eine Handvoll Leute mit absoluten Topnoten, da bist du nicht dabei; sei froh wenn du ein Angebot bekommst“
Auf meinen Hinweis, dass eine Kollegin mit weniger als 7P im 2 Examen in diesen Sphären in der engeren Auswahl bei einer GK steht „ja Auswahl ist nicht Einstellung“.
Mich nervt das, weil ich den Eindruck habe, dass er null am Zeitgeist ist, dass er ein ewiger Schwarzmaler ist und zudem irgendeine nicht nachvollziehbare Arroganz zu haben scheint, dass sein Lebensweg der einzig wahre war/ist.
Ist das bei euren Familien auch so? Oder wie sieht das (gerade bei den älteren Juristen) bei euch aus?
Die Bemerkungen deines Onkels lesen sich recht ähnlich zu den Kommentaren, die hier im Forum fallen.
Sein Onkel postet hier regelmäßig.
16.07.2021, 13:49
Wieso, ich finde der Onkel hat recht. 5 Punkte muss man erstmal schaffen. Habe ich in beiden Examen nur geschafft und es geht vielen anderen auch so. Er ist halt realistisch. Besser als zu optimistisch und dann enttäuscht werden.
16.07.2021, 14:00
Mein Onkel ist Partner in einer T1-GK. Wenn überhaupt führt das dazu, dass meine Familie nicht versteht, wieso ich trotz des Geldes usw nicht dieses Leben möchte.
16.07.2021, 14:09
Kannst ihm ja dann einen Screenshot deines ersten Gehaltes zeigen oder so. Mal sehen was er dann sagt. "Ja, aber die kündigen dich/ du arbeitest dich tot / die Welt geht eh bald unter."



