29.09.2026, 12:04
Hallo zusammen,
ich bin 30, verlobt und habe derzeit keine Kinder. 2023 habe ich ein duales Studium der Verwaltungswissenschaften abgeschlossen. In absehbarer Zeit beende ich außerdem einen berufsbegleitenden Master in Public Management, voraussichtlich mit sehr gutem Ergebnis.
Seit einigen Jahren möchte ich mein juristisches Wissen vertiefen und Rechtswissenschaften studieren. Wegen meiner Lebenssituation kommt für mich dafür nur ein Teilzeitstudium an der FernUni Hagen infrage. Bis zum ersten Staatsexamen plane ich mit 12 bis 15 Semestern. Anschließend würde ich gern das Referendariat und das zweite Staatsexamen absolvieren.
Mich interessiert Eure Einschätzung zur Belastung: Ist es realistisch, den Großteil des Studiums in Vollzeit oder mit einer Vier-Tage-Woche zu arbeiten und erst für die letzten ein bis anderthalb Jahre vor dem ersten Examen auf etwa 50 Prozent Arbeitszeit zu reduzieren? Denkbar wäre für diese Phase auch eine unbezahlte Freistellung.
Reicht dieser Zeitraum mit deutlich mehr Lernzeit für eine gründliche Examensvorbereitung aus? Und wie gut lässt sich schon der Weg bis zur Examensvorbereitung mit einer Vollzeitstelle vereinbaren?
ich bin 30, verlobt und habe derzeit keine Kinder. 2023 habe ich ein duales Studium der Verwaltungswissenschaften abgeschlossen. In absehbarer Zeit beende ich außerdem einen berufsbegleitenden Master in Public Management, voraussichtlich mit sehr gutem Ergebnis.
Seit einigen Jahren möchte ich mein juristisches Wissen vertiefen und Rechtswissenschaften studieren. Wegen meiner Lebenssituation kommt für mich dafür nur ein Teilzeitstudium an der FernUni Hagen infrage. Bis zum ersten Staatsexamen plane ich mit 12 bis 15 Semestern. Anschließend würde ich gern das Referendariat und das zweite Staatsexamen absolvieren.
Mich interessiert Eure Einschätzung zur Belastung: Ist es realistisch, den Großteil des Studiums in Vollzeit oder mit einer Vier-Tage-Woche zu arbeiten und erst für die letzten ein bis anderthalb Jahre vor dem ersten Examen auf etwa 50 Prozent Arbeitszeit zu reduzieren? Denkbar wäre für diese Phase auch eine unbezahlte Freistellung.
Reicht dieser Zeitraum mit deutlich mehr Lernzeit für eine gründliche Examensvorbereitung aus? Und wie gut lässt sich schon der Weg bis zur Examensvorbereitung mit einer Vollzeitstelle vereinbaren?
29.09.2026, 16:08
Machbar ist das definitiv.
Viel wichtiger ist in meinen Augen aber die mentale Komponente. Du bist jetzt bereits 30. Während viele Freunde und Bekannte nun in die Blüte Ihres Lebens gehen, Familien gründen, gutes Geld verdienen und sich ein Leben aufbauen, drückst du nochmal die "Schulbank" und wirst insbesondere wenn es dann an die Examensvorbereitung geht unglaubliche Entbehrungen machen müssen. Vollzeit-Lernen ohne Entgelt und während andere am Wochenende die Freizeit genießen stehen für dich ggf. Probeklausuren an.
Sei ehrlich zu dir selbst: Ist es dir das wert? Wenn ja: go for it. Machbar ist dein Plan auf jeden Fall. Jeder macht das Studium in seinem Tempo. Wenn aber nicht und du zu den Entbehrungen nicht bereit bist, dann würde ich dir davon abraten. Genieß dein Leben lieber anderweitig.
Viel wichtiger ist in meinen Augen aber die mentale Komponente. Du bist jetzt bereits 30. Während viele Freunde und Bekannte nun in die Blüte Ihres Lebens gehen, Familien gründen, gutes Geld verdienen und sich ein Leben aufbauen, drückst du nochmal die "Schulbank" und wirst insbesondere wenn es dann an die Examensvorbereitung geht unglaubliche Entbehrungen machen müssen. Vollzeit-Lernen ohne Entgelt und während andere am Wochenende die Freizeit genießen stehen für dich ggf. Probeklausuren an.
Sei ehrlich zu dir selbst: Ist es dir das wert? Wenn ja: go for it. Machbar ist dein Plan auf jeden Fall. Jeder macht das Studium in seinem Tempo. Wenn aber nicht und du zu den Entbehrungen nicht bereit bist, dann würde ich dir davon abraten. Genieß dein Leben lieber anderweitig.
30.09.2026, 09:35
(29.09.2026, 16:08)Negatives Tatbestandsmerkmal schrieb: Machbar ist das definitiv.
Viel wichtiger ist in meinen Augen aber die mentale Komponente. Du bist jetzt bereits 30. Während viele Freunde und Bekannte nun in die Blüte Ihres Lebens gehen, Familien gründen, gutes Geld verdienen und sich ein Leben aufbauen, drückst du nochmal die "Schulbank" und wirst insbesondere wenn es dann an die Examensvorbereitung geht unglaubliche Entbehrungen machen müssen. Vollzeit-Lernen ohne Entgelt und während andere am Wochenende die Freizeit genießen stehen für dich ggf. Probeklausuren an.
Sei ehrlich zu dir selbst: Ist es dir das wert? Wenn ja: go for it. Machbar ist dein Plan auf jeden Fall. Jeder macht das Studium in seinem Tempo. Wenn aber nicht und du zu den Entbehrungen nicht bereit bist, dann würde ich dir davon abraten. Genieß dein Leben lieber anderweitig.
Das sehe ich ebenso. Mit dem ersten Staatsexamen stehen nicht wesentlich mehr Türen offen, als sich mit dem Master ohnehin schon geöffnet haben. Karrieretechnisch sehe ich daher (ohne Referendariat) keinen erheblichen Vorteil. Wenn es um eine intrinsische Motivation geht, dann probier es aus. Eine Alternative könnte auch ein Zweitstudium oder Fortbildungsveranstaltungen sein, sollte der Wissensgewinn im Vordergrund stehen.
30.09.2026, 20:16
Als kleiner Nachtrag: Geplant ist im Anschluss an das erste Staatsexamen auch Referendariat und zweites Staatsexamen :-)
Gestern, 16:31
(29.09.2026, 12:04)rerumpublicarum schrieb: Mich interessiert Eure Einschätzung zur Belastung: Ist es realistisch, den Großteil des Studiums in Vollzeit oder mit einer Vier-Tage-Woche zu arbeiten und erst für die letzten ein bis anderthalb Jahre vor dem ersten Examen auf etwa 50 Prozent Arbeitszeit zu reduzieren? Denkbar wäre für diese Phase auch eine unbezahlte Freistellung.
Reicht dieser Zeitraum mit deutlich mehr Lernzeit für eine gründliche Examensvorbereitung aus? Und wie gut lässt sich schon der Weg bis zur Examensvorbereitung mit einer Vollzeitstelle vereinbaren?
Ja, ich habe das Studium auch neben einem Vollzeitjob absolviert. Absolut machbar.
1,5 Jahre Examensvorbereitung mit 50 % Arbeitszeit sollten reichen. Ich habe mit einem Jahr angefangen, dann aber um ein halbes Jahr verlängert. Nur ein Jahr mit effektiven 4 Lerntagen pro Woche ist zu kurz. Ich habe von Montag bis Mittwochvormittag gearbeitet, mich am Mittwochnachmittag erholt und dann von Donnerstag bis Sonntag gelernt. Hat für ein zweistelliges Examen gereicht. Als Berufserfahrener lernt man eh effizienter (die Hälfte der Leute in der Bib hängt hauptsächlich bei Instagram ab).
Wichtig ist ein verständnisvoller Partner und körperlicher Ausgleich neben all dem Herumsitzen. ;)
Weiterer Erfahrungsbericht (nicht von mir): https://www.lto.de/karriere/im-job/stori...rfahrungen
Einfach nicht verunsichern lassen und durchziehen.









