09.09.2026, 07:38
Hallo,
ich bin im 4. Berufsjahr und habe ungefähr gleichzeitig mit mehreren anderen Berufsanfängern in einer mittelständischen Kanzlei angefangen (Süddeutschland,unter 30 Berufsträger).
Meine Umsätze waren von Anfang recht hoch,obwohl ich mit einem anderen Stundensatz als meine Kollegen abgerechnet werde, da mein Chef meint unser Rechtsgebiet + Mandantenstruktur würde höhere Preise als 240€/Stunde nicht hergeben. Meine Umsätze liegen seit dem ersten Jahr stabil bei ca. 300k und ich verdiene fix ca. 6500€. Tantieme werden gezahlt, unterliegen aber äußerst intransparenten Strukturen und werden im Endeffekt gewürfelt, manchmal ein weiteres Monatsgehalt,manchmal weniger. Das Gehalt anderer Associates mit ähnlicher Berufserfahrung und weniger Umsatz ist teilweise viel höher, da wir in unterschiedlichen Teams sind und es da offenbar keinerlei Absprachen gab.
Von uns "Anfängern" wird insgesamt viel erwartet,von mir aber irgendwie immer ein bisschen mehr. Es gibt Zielvereinbarungen,die auch alle sehr unterschiedlich sind. Manche Ziele sind deutlich leichter zu erreichen als andere. Meine ist zwar theoretisch schaffbar,aber insbesondere Richtung Ende des Jahres bin ich monatelang sehr gestresst,um die Ziele zu erfüllen, da wir im Sommer aufgrund der Ferien usw.weniger Workload haben. Es läuft dann darauf hinaus,dass ich nicht einen Tag fehlen darf und Urlaub mit ins nächste Jahr nehmen muss,um das irgendwie zu schaffen.
Neben dem Umsatz,der immer weiter steigen soll, versuche ich gerade ein neues Beratungsgebiet zu etablieren,sodass ein Viertel meiner Arbeitszeit für Akquise und Weiterbildungen draufgeht. Das funktioniert aufgrund interner Strukturen jedoch nur schleppend, sodass ich dieses Jahr noch unter 50k in dem neuen Beratungsgebiet liege und insgesamt dann wieder bei um die 300k landen werde.
Zum Vergleich: Mein Chef mit ü20 Jahren Berufserfahrung macht ca. 50k mehr und hat damit die höchsten Umsätze der Kanzlei.
Wie viel Umsatz ist in unter den genannten Parametern "normal"? Ich fühle mich zunehmend erschöpft und merke,dass die Arbeit immer mehr Raum einnimmt. Wie viel Erwartungshaltung eines Chef ist gerechtfertigt?
ich bin im 4. Berufsjahr und habe ungefähr gleichzeitig mit mehreren anderen Berufsanfängern in einer mittelständischen Kanzlei angefangen (Süddeutschland,unter 30 Berufsträger).
Meine Umsätze waren von Anfang recht hoch,obwohl ich mit einem anderen Stundensatz als meine Kollegen abgerechnet werde, da mein Chef meint unser Rechtsgebiet + Mandantenstruktur würde höhere Preise als 240€/Stunde nicht hergeben. Meine Umsätze liegen seit dem ersten Jahr stabil bei ca. 300k und ich verdiene fix ca. 6500€. Tantieme werden gezahlt, unterliegen aber äußerst intransparenten Strukturen und werden im Endeffekt gewürfelt, manchmal ein weiteres Monatsgehalt,manchmal weniger. Das Gehalt anderer Associates mit ähnlicher Berufserfahrung und weniger Umsatz ist teilweise viel höher, da wir in unterschiedlichen Teams sind und es da offenbar keinerlei Absprachen gab.
Von uns "Anfängern" wird insgesamt viel erwartet,von mir aber irgendwie immer ein bisschen mehr. Es gibt Zielvereinbarungen,die auch alle sehr unterschiedlich sind. Manche Ziele sind deutlich leichter zu erreichen als andere. Meine ist zwar theoretisch schaffbar,aber insbesondere Richtung Ende des Jahres bin ich monatelang sehr gestresst,um die Ziele zu erfüllen, da wir im Sommer aufgrund der Ferien usw.weniger Workload haben. Es läuft dann darauf hinaus,dass ich nicht einen Tag fehlen darf und Urlaub mit ins nächste Jahr nehmen muss,um das irgendwie zu schaffen.
Neben dem Umsatz,der immer weiter steigen soll, versuche ich gerade ein neues Beratungsgebiet zu etablieren,sodass ein Viertel meiner Arbeitszeit für Akquise und Weiterbildungen draufgeht. Das funktioniert aufgrund interner Strukturen jedoch nur schleppend, sodass ich dieses Jahr noch unter 50k in dem neuen Beratungsgebiet liege und insgesamt dann wieder bei um die 300k landen werde.
Zum Vergleich: Mein Chef mit ü20 Jahren Berufserfahrung macht ca. 50k mehr und hat damit die höchsten Umsätze der Kanzlei.
Wie viel Umsatz ist in unter den genannten Parametern "normal"? Ich fühle mich zunehmend erschöpft und merke,dass die Arbeit immer mehr Raum einnimmt. Wie viel Erwartungshaltung eines Chef ist gerechtfertigt?
09.09.2026, 09:29
Puh, schwer zu sagen, da wir natürlich nicht beurteilen könne, wie viele von deinen Stunden am Ende abgerechnet und bezahlt werden.
Ausgehend von 240 EUR/h und 300 TEUR Umsatz hast du 1.250 abrechenbare Stunden. Das ist angenehm bis moderat. Da bleibt auch genügend Zeit für BD, was bei dir anscheinend auch viel Zeit einnnimmt.
Dein Gehalt ist angesichts der Stundenzahl und Umsatz auch nicht zu niedrig, lediglich am eher unteren Ende einer fairen Skala.
Ich vermute mal, dass du einfach nicht mit deinem Chef zurecht kommst und die unterschiedlichen Kommunikationsstile vorrangig stressen.
Ausgehend von 240 EUR/h und 300 TEUR Umsatz hast du 1.250 abrechenbare Stunden. Das ist angenehm bis moderat. Da bleibt auch genügend Zeit für BD, was bei dir anscheinend auch viel Zeit einnnimmt.
Dein Gehalt ist angesichts der Stundenzahl und Umsatz auch nicht zu niedrig, lediglich am eher unteren Ende einer fairen Skala.
Ich vermute mal, dass du einfach nicht mit deinem Chef zurecht kommst und die unterschiedlichen Kommunikationsstile vorrangig stressen.
09.09.2026, 15:34
Kannst du den Job nicht auch selbstständig mit niedrigerer Kostenquote machen? Nach 4 Jahren solltest du ja wissen, was du da tust und kennst die Mandanten auch.
Dein Umsatz ist überdurchschnittlich in der Kanzlei und dein Gehalt unterdurchschnittlich. Finde den Fehler
Dein Umsatz ist überdurchschnittlich in der Kanzlei und dein Gehalt unterdurchschnittlich. Finde den Fehler
09.09.2026, 18:11
gehalt zu niedrig für 300k umsatz + akquise. und wtf warum macht der chef nur 50k mehr









