30.05.2026, 10:15
Hallo zusammen. Bei mir stehen demnächst einige Vorstellungsgespräche an und ich hätte da einfach mal grundlegende Fragen, da ich in dem Bereich bisher kaum Erfahrung hab (Berufseinsteiger direkt nach dem 2. Examen).
Wird man eurer Erfahrung nach in den Vorstellungsgesprächen auch fachlich "abgefragt" oder kommt das eher selten vor? Wie kommuniziert ihr, wenn ihr in dem Rechtsgebiet noch keine bzw. kaum Kenntnisse bzw. Erfahrungen habt? Wenn man nicht gerade die Anwaltsstation in dem jeweiligen Bereich verbracht hat, ist es ja je nach Rechtsgebiet schwer schon fundierte Kenntnisse zu haben, da viel Wissen ja nicht Examensstoff ist (und man es dann logischerweise bisher auch noch nie gelernt hat).
Würde mich einfach mal interessieren was da so eure Erfahrungen sind :)
Wird man eurer Erfahrung nach in den Vorstellungsgesprächen auch fachlich "abgefragt" oder kommt das eher selten vor? Wie kommuniziert ihr, wenn ihr in dem Rechtsgebiet noch keine bzw. kaum Kenntnisse bzw. Erfahrungen habt? Wenn man nicht gerade die Anwaltsstation in dem jeweiligen Bereich verbracht hat, ist es ja je nach Rechtsgebiet schwer schon fundierte Kenntnisse zu haben, da viel Wissen ja nicht Examensstoff ist (und man es dann logischerweise bisher auch noch nie gelernt hat).
Würde mich einfach mal interessieren was da so eure Erfahrungen sind :)
30.05.2026, 12:31
(30.05.2026, 10:15)Refi1234 schrieb: Hallo zusammen. Bei mir stehen demnächst einige Vorstellungsgespräche an und ich hätte da einfach mal grundlegende Fragen, da ich in dem Bereich bisher kaum Erfahrung hab (Berufseinsteiger direkt nach dem 2. Examen).
Wird man eurer Erfahrung nach in den Vorstellungsgesprächen auch fachlich "abgefragt" oder kommt das eher selten vor? Wie kommuniziert ihr, wenn ihr in dem Rechtsgebiet noch keine bzw. kaum Kenntnisse bzw. Erfahrungen habt? Wenn man nicht gerade die Anwaltsstation in dem jeweiligen Bereich verbracht hat, ist es ja je nach Rechtsgebiet schwer schon fundierte Kenntnisse zu haben, da viel Wissen ja nicht Examensstoff ist (und man es dann logischerweise bisher auch noch nie gelernt hat).
Würde mich einfach mal interessieren was da so eure Erfahrungen sind :)
Über welche Arbeitsstruktur reden wir?
Kanzlei, Behörde, Unternehmen, NGO, Bank, Unternehmensberatung? :D
Ich vermute mal du fängst in einer Kanzlei an ^^ auch dort die Frage: welche Art von Kanzlei: GK, MK, KK, Boutique, welches Rechtsgebiet?
30.05.2026, 13:13
(30.05.2026, 12:31)Joko schrieb:(30.05.2026, 10:15)Refi1234 schrieb: Hallo zusammen. Bei mir stehen demnächst einige Vorstellungsgespräche an und ich hätte da einfach mal grundlegende Fragen, da ich in dem Bereich bisher kaum Erfahrung hab (Berufseinsteiger direkt nach dem 2. Examen).
Wird man eurer Erfahrung nach in den Vorstellungsgesprächen auch fachlich "abgefragt" oder kommt das eher selten vor? Wie kommuniziert ihr, wenn ihr in dem Rechtsgebiet noch keine bzw. kaum Kenntnisse bzw. Erfahrungen habt? Wenn man nicht gerade die Anwaltsstation in dem jeweiligen Bereich verbracht hat, ist es ja je nach Rechtsgebiet schwer schon fundierte Kenntnisse zu haben, da viel Wissen ja nicht Examensstoff ist (und man es dann logischerweise bisher auch noch nie gelernt hat).
Würde mich einfach mal interessieren was da so eure Erfahrungen sind :)
Über welche Arbeitsstruktur reden wir?
Kanzlei, Behörde, Unternehmen, NGO, Bank, Unternehmensberatung? :D
Ich vermute mal du fängst in einer Kanzlei an ^^ auch dort die Frage: welche Art von Kanzlei: GK, MK, KK, Boutique, welches Rechtsgebiet?
Sorry, das hätte ich vermutlich etwas näher ausführen müssen :D Ja es geht um Kanzleien. Keine GKs, sondern eher mittelständisch :)
30.05.2026, 14:15
Also ich finde es eigentlich nicht verkehrt, die Grundkenntnisse bzw. gesetzlichen Grundlagen des Rechtsgebiets zu kennen und auch zu wissen, welche Akteure sich normalerweise gegenüberstehen.
Ich finde den Anspruch sollte man schon an sich selbst haben, wenn man sich für ein bestimmtes Rechtsgebiet bewirbt.
Fragen die darüber hinausgehen, kann man damit beantworten, dass man noch nicht in diesem Bereich tätig war und deshalb nicht die Gelegenheit zur Vertiefung hatte
Ich finde den Anspruch sollte man schon an sich selbst haben, wenn man sich für ein bestimmtes Rechtsgebiet bewirbt.
Fragen die darüber hinausgehen, kann man damit beantworten, dass man noch nicht in diesem Bereich tätig war und deshalb nicht die Gelegenheit zur Vertiefung hatte
30.05.2026, 23:50
Also wir (KK) stellen einem Berufseinsteiger keine fachlichen Fragen, das lernt er ja bei uns. Wir wollen eigentlich nur wissen, ob derjenige ein Spinner ist, wir persönlich mit ihm klarkommen und man ihn auf Mandanten loslassen kann.
Und natürlich ob er auf die Stelle passt, sprich auch wirklich bereit ist und Lust hat, das Rechtsgebiet zu bearbeiten, für das wir ihn einstellen wollen oder er eigentlich lieber was ganz anderes machen will, aber eben jetzt erstmal irgendeinen Job sucht (das war der Hauptgrund für die letzten Absagen).
Und natürlich ob er auf die Stelle passt, sprich auch wirklich bereit ist und Lust hat, das Rechtsgebiet zu bearbeiten, für das wir ihn einstellen wollen oder er eigentlich lieber was ganz anderes machen will, aber eben jetzt erstmal irgendeinen Job sucht (das war der Hauptgrund für die letzten Absagen).
31.05.2026, 13:13
(30.05.2026, 10:15)Refi1234 schrieb: Hallo zusammen. Bei mir stehen demnächst einige Vorstellungsgespräche an und ich hätte da einfach mal grundlegende Fragen, da ich in dem Bereich bisher kaum Erfahrung hab (Berufseinsteiger direkt nach dem 2. Examen).
Wird man eurer Erfahrung nach in den Vorstellungsgesprächen auch fachlich "abgefragt" oder kommt das eher selten vor? Wie kommuniziert ihr, wenn ihr in dem Rechtsgebiet noch keine bzw. kaum Kenntnisse bzw. Erfahrungen habt? Wenn man nicht gerade die Anwaltsstation in dem jeweiligen Bereich verbracht hat, ist es ja je nach Rechtsgebiet schwer schon fundierte Kenntnisse zu haben, da viel Wissen ja nicht Examensstoff ist (und man es dann logischerweise bisher auch noch nie gelernt hat).
Würde mich einfach mal interessieren was da so eure Erfahrungen sind :)
Kommt auf die Stellen ein. Anwaltskanzleien stellen meiner Erfahrung nach keine fachlichen Fragen. Da geht es nur um deinen Lebenslauf und um deine Person. Anders sieht es bei Behörden aus. Da wird es eigentlich so gut wie immer fachliche Fragen geben. Da kann man sich einerseits zur Behörde selbst auf Fragen einstellen, andererseits auch situative Fragen (wie gehen Sie mit Druck um, Stärken, Schwächen), aber richtige fachbezogene Fragen (z.B. was sind die Voraussetzungen der Rücknahme eines VA usw.). Da geht es meiner Erfahrung nach kaum um den Lebenslauf (abgesehen von der Selbstpräsentation), weil alle die gleichen Fragen bekommen
31.05.2026, 13:59
In Kanzleien habe ich noch nie fachliche Fragen gestellt bekommen, bei Unternehmen schon hin und wieder und bei meinem einzigen Gespräch damals im öD bestand fast das ganze Gespräch aus Fachfragen. Im öD scheint das normal zu sein.
31.05.2026, 16:57
Danke schonmal für die Antworten :)
Mir ist nochmal eine Frage eingefallen. Und zwar würdet ihr das kommunizieren, wenn ihr noch andere Vorstellungsgespräche habt? Ich würde mir natürlich gerne erst alle anhören und mich dann (falls ich das Glück habe und mehrere mir zusagen) im Anschluss entscheiden. Würdet ihr das irgendwie kommunizieren? Weil zwischen dem ersten Gespräch und dem letzten liegen jetzt blöderweise auch 1 1/2 Wochen
Mir ist nochmal eine Frage eingefallen. Und zwar würdet ihr das kommunizieren, wenn ihr noch andere Vorstellungsgespräche habt? Ich würde mir natürlich gerne erst alle anhören und mich dann (falls ich das Glück habe und mehrere mir zusagen) im Anschluss entscheiden. Würdet ihr das irgendwie kommunizieren? Weil zwischen dem ersten Gespräch und dem letzten liegen jetzt blöderweise auch 1 1/2 Wochen
01.06.2026, 06:34
(31.05.2026, 16:57)Refi1234 schrieb: Danke schonmal für die Antworten :)
Mir ist nochmal eine Frage eingefallen. Und zwar würdet ihr das kommunizieren, wenn ihr noch andere Vorstellungsgespräche habt? Ich würde mir natürlich gerne erst alle anhören und mich dann (falls ich das Glück habe und mehrere mir zusagen) im Anschluss entscheiden. Würdet ihr das irgendwie kommunizieren? Weil zwischen dem ersten Gespräch und dem letzten liegen jetzt blöderweise auch 1 1/2 Wochen
Bei Kanzleien auf jeden Fall. Da habe ich auch das Gefühl, dass sie eigentlich damit rechnen, dass es noch andere Gespräche gibt. Die fragen aber meistens ohnehin ab wann zur Verfügung steht und dann kann man das beiläufig erwähnen.










