24.01.2026, 14:53
Hallo zusammen, während man ja von nahezu jeder größeren Kanzlei die Gehaltsstruktur kennt, ist dies häufig bei kleineren Einheiten nicht der Fall. Ich spreche da einerseits von mittelständischen Kanzleien (so bis ca. 100 Berufsträger) und Boutiquen. Habt ihr eine Erfahrung, was man in Boutiquen (z.B. spezialisiert auf Wirtschatfstrafrecht, o.ä.) und diesen mittelständischenm Kanzleien an Gehalt erwarten kann? Ich glaube insbesondere Rödl und Ableger der NEXT10 (z.B. Grant Thornton, Mazars) bauen ihre rechtlichen Einheiten derzeit ordentlich aus, ich habe allerdings keine Orientierung, was man da als Gehaltsvorstellung angeben könnte. Sind 100k zu viel für einen Berufseinsteiger?
24.01.2026, 16:17
(24.01.2026, 14:53)Bro schrieb: Hallo zusammen, während man ja von nahezu jeder größeren Kanzlei die Gehaltsstruktur kennt, ist dies häufig bei kleineren Einheiten nicht der Fall. Ich spreche da einerseits von mittelständischen Kanzleien (so bis ca. 100 Berufsträger) und Boutiquen. Habt ihr eine Erfahrung, was man in Boutiquen (z.B. spezialisiert auf Wirtschatfstrafrecht, o.ä.) und diesen mittelständischenm Kanzleien an Gehalt erwarten kann? Ich glaube insbesondere Rödl und Ableger der NEXT10 (z.B. Grant Thornton, Mazars) bauen ihre rechtlichen Einheiten derzeit ordentlich aus, ich habe allerdings keine Orientierung, was man da als Gehaltsvorstellung angeben könnte. Sind 100k zu viel für einen Berufseinsteiger?
Also Mazars zahlt auf keinen Fall 100k. Eher so 70-80k. Dort hat ein Kollege nach dem Ref angefangen. Also die größeren MK's in Frankfurt die ich kenne zahlen alle zwischen 75-85k. Vielleicht gibt es sehr renomierte Boutiquen wo man mehr bekommt, aber nicht in den "normalen" MK's oder Next10. Mit Berufserfahrung sieht das vermutlich anders aus, aber nicht direkt nach dem Ref.
24.01.2026, 19:18
(24.01.2026, 14:53)Bro schrieb: Hallo zusammen, während man ja von nahezu jeder größeren Kanzlei die Gehaltsstruktur kennt, ist dies häufig bei kleineren Einheiten nicht der Fall. Ich spreche da einerseits von mittelständischen Kanzleien (so bis ca. 100 Berufsträger) und Boutiquen. Habt ihr eine Erfahrung, was man in Boutiquen (z.B. spezialisiert auf Wirtschatfstrafrecht, o.ä.) und diesen mittelständischenm Kanzleien an Gehalt erwarten kann? Ich glaube insbesondere Rödl und Ableger der NEXT10 (z.B. Grant Thornton, Mazars) bauen ihre rechtlichen Einheiten derzeit ordentlich aus, ich habe allerdings keine Orientierung, was man da als Gehaltsvorstellung angeben könnte. Sind 100k zu viel für einen Berufseinsteiger?
Kommt sehr stark auf die Region an. 100K ist da schon absolut utopisch. Je nach Region sind es gerade mal 40K im Einstiegsgehalt. Im Internet findet man leider nur die Gehälter der typischen Großkanzleien
25.01.2026, 11:31
(24.01.2026, 19:18)JurisRef schrieb:(24.01.2026, 14:53)Bro schrieb: Hallo zusammen, während man ja von nahezu jeder größeren Kanzlei die Gehaltsstruktur kennt, ist dies häufig bei kleineren Einheiten nicht der Fall. Ich spreche da einerseits von mittelständischen Kanzleien (so bis ca. 100 Berufsträger) und Boutiquen. Habt ihr eine Erfahrung, was man in Boutiquen (z.B. spezialisiert auf Wirtschatfstrafrecht, o.ä.) und diesen mittelständischenm Kanzleien an Gehalt erwarten kann? Ich glaube insbesondere Rödl und Ableger der NEXT10 (z.B. Grant Thornton, Mazars) bauen ihre rechtlichen Einheiten derzeit ordentlich aus, ich habe allerdings keine Orientierung, was man da als Gehaltsvorstellung angeben könnte. Sind 100k zu viel für einen Berufseinsteiger?
Kommt sehr stark auf die Region an. 100K ist da schon absolut utopisch. Je nach Region sind es gerade mal 40K im Einstiegsgehalt. Im Internet findet man leider nur die Gehälter der typischen Großkanzleien
Geht bei mir um Frankfurt a.M. Sehe vermehrt Stellenangebote von Rödl, BDO, Mazars und Co. und wollte mich mal erkundigen, was die zahlen. 70k wäre natürlich schon extrem wenig, zumal einige davon sogar Prädikatsexamen als Voraussetzung in das Stellenagebot schreiben
25.01.2026, 11:45
(25.01.2026, 11:31)Bro schrieb:(24.01.2026, 19:18)JurisRef schrieb:(24.01.2026, 14:53)Bro schrieb: Hallo zusammen, während man ja von nahezu jeder größeren Kanzlei die Gehaltsstruktur kennt, ist dies häufig bei kleineren Einheiten nicht der Fall. Ich spreche da einerseits von mittelständischen Kanzleien (so bis ca. 100 Berufsträger) und Boutiquen. Habt ihr eine Erfahrung, was man in Boutiquen (z.B. spezialisiert auf Wirtschatfstrafrecht, o.ä.) und diesen mittelständischenm Kanzleien an Gehalt erwarten kann? Ich glaube insbesondere Rödl und Ableger der NEXT10 (z.B. Grant Thornton, Mazars) bauen ihre rechtlichen Einheiten derzeit ordentlich aus, ich habe allerdings keine Orientierung, was man da als Gehaltsvorstellung angeben könnte. Sind 100k zu viel für einen Berufseinsteiger?
Kommt sehr stark auf die Region an. 100K ist da schon absolut utopisch. Je nach Region sind es gerade mal 40K im Einstiegsgehalt. Im Internet findet man leider nur die Gehälter der typischen Großkanzleien
Geht bei mir um Frankfurt a.M. Sehe vermehrt Stellenangebote von Rödl, BDO, Mazars und Co. und wollte mich mal erkundigen, was die zahlen. 70k wäre natürlich schon extrem wenig, zumal einige davon sogar Prädikatsexamen als Voraussetzung in das Stellenagebot schreiben
Prädikat im 1. Examen oder in der ZJS ? Im 1. Examen machen ja knapp 40% der Absolventen ein VB (=fast jeder zweite Absolvent hat die "Traumnote"; und dann gibt es noch die ganze 8er Fraktion), sodass ich mir sehr gut vorstellen kann, dass Next10 dieses Notenprofil ohne Probleme einfordern kann. Gerade Hessen zieht viele gute Leute an. Verbeamtung fürs Ref und FFM als Finanzstandort. Schau dir mal die krassen Profile im Thread zum Einstieg ins Ref ins Hessen an. Und selbst die müssen Wartepunkte sammeln, u.a. da NRW wohl viele Ref-Stellen gekürzt hat und NRWler versuchen nach Nord (NDS), Süd (RLP) oder Ost (Hessen) auszuweichen.
Zum Einstiegsgehalt bei Rödl habe ich diesen älteren Thread gefunden: https://www.forum-zur-letzten-instanz.de...p?tid=3280
25.01.2026, 11:55
Fragen nach Gehältern werden im Juni endlich der Vergangenheit angehören, wenn die Entgelttransparenzrichtlinie umgesetzt wird.
25.01.2026, 11:57
(25.01.2026, 11:55)Reichsexekution schrieb: Fragen nach Gehältern werden im Juni endlich der Vergangenheit angehören, wenn die Entgelttransparenzrichtlinie umgesetzt wird.
Hoffentlich wird es auch ordentlich umgesetzt. Finde es furchtbar, wenn man nach dem Gehalt gefragt wird, aber um Internet nur Beispiele aus Frankfurter Großkanzleien findet und sich dann einfach an das Einstiegsgehalt im ÖD orientiert und dann direkt gesagt wird so viel zahlen sie auf keinen Fall. Dann sagt doch einfach, was ihr zahlen wollt🤣
25.01.2026, 12:19
(25.01.2026, 11:31)Bro schrieb:(24.01.2026, 19:18)JurisRef schrieb:(24.01.2026, 14:53)Bro schrieb: Hallo zusammen, während man ja von nahezu jeder größeren Kanzlei die Gehaltsstruktur kennt, ist dies häufig bei kleineren Einheiten nicht der Fall. Ich spreche da einerseits von mittelständischen Kanzleien (so bis ca. 100 Berufsträger) und Boutiquen. Habt ihr eine Erfahrung, was man in Boutiquen (z.B. spezialisiert auf Wirtschatfstrafrecht, o.ä.) und diesen mittelständischenm Kanzleien an Gehalt erwarten kann? Ich glaube insbesondere Rödl und Ableger der NEXT10 (z.B. Grant Thornton, Mazars) bauen ihre rechtlichen Einheiten derzeit ordentlich aus, ich habe allerdings keine Orientierung, was man da als Gehaltsvorstellung angeben könnte. Sind 100k zu viel für einen Berufseinsteiger?
Kommt sehr stark auf die Region an. 100K ist da schon absolut utopisch. Je nach Region sind es gerade mal 40K im Einstiegsgehalt. Im Internet findet man leider nur die Gehälter der typischen Großkanzleien
Geht bei mir um Frankfurt a.M. Sehe vermehrt Stellenangebote von Rödl, BDO, Mazars und Co. und wollte mich mal erkundigen, was die zahlen. 70k wäre natürlich schon extrem wenig, zumal einige davon sogar Prädikatsexamen als Voraussetzung in das Stellenagebot schreiben
Das wären gut 88k AG-Kosten. Die Kanzlei kann aus bloßen Ref-Klausuren oder Stationszeugnissen (alle kennen die notenbildung) kein sicheres ROI ableiten. Die Erwartungsbilder sind hier glaube ich von Großkanzleigehältern verzerrt, die betriebswirtschaftlich eine andere Logik als Boutiquen haben. Für die Boutique ist primär wichtig, wie schnell und wie hoch Deckung durch (selbst generierte) Umsätze eintritt. MaW: wer >75k fordert signalisiert der Boutique, dass er das 1,5 bis 2-fache im ersten Jahr reinholen will/kann. hier setzt auch beim Arbeitnehmer schnell Realismus ein, weil das knochenhart ist.
25.01.2026, 12:26
(25.01.2026, 11:45)nachdenklich schrieb:(25.01.2026, 11:31)Bro schrieb:(24.01.2026, 19:18)JurisRef schrieb:(24.01.2026, 14:53)Bro schrieb: Hallo zusammen, während man ja von nahezu jeder größeren Kanzlei die Gehaltsstruktur kennt, ist dies häufig bei kleineren Einheiten nicht der Fall. Ich spreche da einerseits von mittelständischen Kanzleien (so bis ca. 100 Berufsträger) und Boutiquen. Habt ihr eine Erfahrung, was man in Boutiquen (z.B. spezialisiert auf Wirtschatfstrafrecht, o.ä.) und diesen mittelständischenm Kanzleien an Gehalt erwarten kann? Ich glaube insbesondere Rödl und Ableger der NEXT10 (z.B. Grant Thornton, Mazars) bauen ihre rechtlichen Einheiten derzeit ordentlich aus, ich habe allerdings keine Orientierung, was man da als Gehaltsvorstellung angeben könnte. Sind 100k zu viel für einen Berufseinsteiger?
Kommt sehr stark auf die Region an. 100K ist da schon absolut utopisch. Je nach Region sind es gerade mal 40K im Einstiegsgehalt. Im Internet findet man leider nur die Gehälter der typischen Großkanzleien
Geht bei mir um Frankfurt a.M. Sehe vermehrt Stellenangebote von Rödl, BDO, Mazars und Co. und wollte mich mal erkundigen, was die zahlen. 70k wäre natürlich schon extrem wenig, zumal einige davon sogar Prädikatsexamen als Voraussetzung in das Stellenagebot schreiben
Prädikat im 1. Examen oder in der ZJS ? Im 1. Examen machen ja knapp 40% der Absolventen ein VB (=fast jeder zweite Absolvent hat die "Traumnote"; und dann gibt es noch die ganze 8er Fraktion), sodass ich mir sehr gut vorstellen kann, dass Next10 dieses Notenprofil ohne Probleme einfordern kann. Gerade Hessen zieht viele gute Leute an. Verbeamtung fürs Ref und FFM als Finanzstandort. Schau dir mal die krassen Profile im Thread zum Einstieg ins Ref ins Hessen an. Und selbst die müssen Wartepunkte sammeln, u.a. da NRW wohl viele Ref-Stellen gekürzt hat und NRWler versuchen nach Nord (NDS), Süd (RLP) oder Ost (Hessen) auszuweichen.
Zum Einstiegsgehalt bei Rödl habe ich diesen älteren Thread gefunden: https://www.forum-zur-letzten-instanz.de...p?tid=3280
Danke dir, das ist aber auch schon fast 6 Jahre alt :)
In der aktuellen Stellenausschreibung von Rödl heißt es "Hervorragende juristische Qualifikation, idealerweise mit einschlägiger Berufserfahrung".
25.01.2026, 12:29
(25.01.2026, 12:19)Buffo schrieb:(25.01.2026, 11:31)Bro schrieb:(24.01.2026, 19:18)JurisRef schrieb:(24.01.2026, 14:53)Bro schrieb: Hallo zusammen, während man ja von nahezu jeder größeren Kanzlei die Gehaltsstruktur kennt, ist dies häufig bei kleineren Einheiten nicht der Fall. Ich spreche da einerseits von mittelständischen Kanzleien (so bis ca. 100 Berufsträger) und Boutiquen. Habt ihr eine Erfahrung, was man in Boutiquen (z.B. spezialisiert auf Wirtschatfstrafrecht, o.ä.) und diesen mittelständischenm Kanzleien an Gehalt erwarten kann? Ich glaube insbesondere Rödl und Ableger der NEXT10 (z.B. Grant Thornton, Mazars) bauen ihre rechtlichen Einheiten derzeit ordentlich aus, ich habe allerdings keine Orientierung, was man da als Gehaltsvorstellung angeben könnte. Sind 100k zu viel für einen Berufseinsteiger?
Kommt sehr stark auf die Region an. 100K ist da schon absolut utopisch. Je nach Region sind es gerade mal 40K im Einstiegsgehalt. Im Internet findet man leider nur die Gehälter der typischen Großkanzleien
Geht bei mir um Frankfurt a.M. Sehe vermehrt Stellenangebote von Rödl, BDO, Mazars und Co. und wollte mich mal erkundigen, was die zahlen. 70k wäre natürlich schon extrem wenig, zumal einige davon sogar Prädikatsexamen als Voraussetzung in das Stellenagebot schreiben
Das wären gut 88k AG-Kosten. Die Kanzlei kann aus bloßen Ref-Klausuren oder Stationszeugnissen (alle kennen die notenbildung) kein sicheres ROI ableiten. Die Erwartungsbilder sind hier glaube ich von Großkanzleigehältern verzerrt, die betriebswirtschaftlich eine andere Logik als Boutiquen haben. Für die Boutique ist primär wichtig, wie schnell und wie hoch Deckung durch (selbst generierte) Umsätze eintritt. MaW: wer >75k fordert signalisiert der Boutique, dass er das 1,5 bis 2-fache im ersten Jahr reinholen will/kann. hier setzt auch beim Arbeitnehmer schnell Realismus ein, weil das knochenhart ist.
Rödl wird für die Rechtsanwälte auch nicht weniger als 300€ die Stunde abrechnen. Das wäre bei 20 Billables die Woche ca. 300k im Jahr. Da muss schon mehr gehen, finde ich.










