27.10.2025, 15:27
Hello :)
Das ist (gerade in diesem Bereich) vielleicht ein komisches Thema, aber mich treibt die folgende Frage um: Wie lange kann man als Wimi nach dem 2. Stex arbeiten, ohne dass es komisch wird?
Zum Hintergrund: Ich bin bald mit dem Ref fertig. Da ich mit den schriftlichen Noten (mündliche Prüfung steht noch aus) bereits unzufrieden bin, möchte ich Anfang des Jahres einen zweiten Versuch angehen und mir spätestens für April/Mai einen Job suchen. Allerdings werde ich auch im Sommer 2027 einen LLM (UK oder USA) anfangen und dementsprechend ab Juli 2027 ein komplettes Jahr pausieren. Spätestens danach würde ich natürlich auf jeden Fall in einer GK einsteigen wollen (wenn sie mich nehmen). Ist es komisch, wenn ich in der Zwischenzeit "nur" Wimi wäre? Bisher wurde mir zumindest gesagt, dass für 1-1,5 Jahre kaum jemand einen Anwalt einstellen würde. Andererseits wäre ich nach dem zweiten Examen teurer als ein Wimi nach den ersten Examen.
Zumal die Suche einer Wimi-Stelle in NRW schon sehr schwer, die Stellensuche als Anwalt mit meinem Profil aber nahezu unmöglich sein wird (um ehrlich zu sein). Den LLM wollte ich aber immer schon machen (konnte ihn mir aber nach dem 1. Stex nicht leisten) und würde ihn auch ungern verschieben. Sind so lange Wimi-Zeiten (vrss. 4-5 Tage pro Woche) sehr negativ gesehen?
Das ist (gerade in diesem Bereich) vielleicht ein komisches Thema, aber mich treibt die folgende Frage um: Wie lange kann man als Wimi nach dem 2. Stex arbeiten, ohne dass es komisch wird?
Zum Hintergrund: Ich bin bald mit dem Ref fertig. Da ich mit den schriftlichen Noten (mündliche Prüfung steht noch aus) bereits unzufrieden bin, möchte ich Anfang des Jahres einen zweiten Versuch angehen und mir spätestens für April/Mai einen Job suchen. Allerdings werde ich auch im Sommer 2027 einen LLM (UK oder USA) anfangen und dementsprechend ab Juli 2027 ein komplettes Jahr pausieren. Spätestens danach würde ich natürlich auf jeden Fall in einer GK einsteigen wollen (wenn sie mich nehmen). Ist es komisch, wenn ich in der Zwischenzeit "nur" Wimi wäre? Bisher wurde mir zumindest gesagt, dass für 1-1,5 Jahre kaum jemand einen Anwalt einstellen würde. Andererseits wäre ich nach dem zweiten Examen teurer als ein Wimi nach den ersten Examen.
Zumal die Suche einer Wimi-Stelle in NRW schon sehr schwer, die Stellensuche als Anwalt mit meinem Profil aber nahezu unmöglich sein wird (um ehrlich zu sein). Den LLM wollte ich aber immer schon machen (konnte ihn mir aber nach dem 1. Stex nicht leisten) und würde ihn auch ungern verschieben. Sind so lange Wimi-Zeiten (vrss. 4-5 Tage pro Woche) sehr negativ gesehen?
28.10.2025, 08:35
(27.10.2025, 15:27)HLLM schrieb: Hello :)Ist kein Problem. Du gammelst ja nicht rum sondern überbrückst bis zum LLM.
Das ist (gerade in diesem Bereich) vielleicht ein komisches Thema, aber mich treibt die folgende Frage um: Wie lange kann man als Wimi nach dem 2. Stex arbeiten, ohne dass es komisch wird?
Zum Hintergrund: Ich bin bald mit dem Ref fertig. Da ich mit den schriftlichen Noten (mündliche Prüfung steht noch aus) bereits unzufrieden bin, möchte ich Anfang des Jahres einen zweiten Versuch angehen und mir spätestens für April/Mai einen Job suchen. Allerdings werde ich auch im Sommer 2027 einen LLM (UK oder USA) anfangen und dementsprechend ab Juli 2027 ein komplettes Jahr pausieren. Spätestens danach würde ich natürlich auf jeden Fall in einer GK einsteigen wollen (wenn sie mich nehmen). Ist es komisch, wenn ich in der Zwischenzeit "nur" Wimi wäre? Bisher wurde mir zumindest gesagt, dass für 1-1,5 Jahre kaum jemand einen Anwalt einstellen würde. Andererseits wäre ich nach dem zweiten Examen teurer als ein Wimi nach den ersten Examen.
Zumal die Suche einer Wimi-Stelle in NRW schon sehr schwer, die Stellensuche als Anwalt mit meinem Profil aber nahezu unmöglich sein wird (um ehrlich zu sein). Den LLM wollte ich aber immer schon machen (konnte ihn mir aber nach dem 1. Stex nicht leisten) und würde ihn auch ungern verschieben. Sind so lange Wimi-Zeiten (vrss. 4-5 Tage pro Woche) sehr negativ gesehen?
28.10.2025, 08:52
für WiMis ist es doch normal, dass es eine Zwischenstation ist.
1,5 Jahre sind doch ein super Zeitrahmen. Keiner hat Lust jemanden nur für ein paar Monate einzustellen. Das lohnt sich oft vom Verwaltungsaufwand einfach nicht.
4-5 Tage sind doch super. Oft nervt es, wenn man jemanden Montag eine Aufgabe gibt, sie sich Dienstag anschaut, aber die Person erst wieder Donnerstag da ist, d.h. man seine Nachfragen selbst recherchieren darf, wenn man vorher beim Mandanten abliefern muss. Also sind 4-5 Tage eher ein Argument für dich. Kenne einige WiMis die so viele Tage arbeiten.
EDIT: Kenne auch jemanden, der zur Orientierung mal WiMi mit 2. Staatsexamen gemacht hat. Was dir klar sein muss: Im Vergleich zum Anwalt wirst du viel Geld liegen lassen. Und als WiMi mit 2. Staatsexamen wirst du quasi dieselben Aufgaben erhalten wie der Associate / Anwalt im Hinterzimmer - nur für weniger Geld. Dafür hast du keinen Aufwand mit Rechtsanwaltskammer und Versorgungswerk usw.
Ganz ehrlich: Wenn du für 1-2 Jahre arbeiten willst, um dann LLM zu machen, dann lass diese Information einfach weg. Andere wechseln nach nem Jahr oder 2 auch ohne Grund die Kanzlei ode weil es menschlich nicht gepasst hat oder neue Karriereziele oder das Rechtsgebiet macht mir doch keinen Spaß oder XY wollte ich schon immer machen. Habe erst letzten wieder gehört, dass sich jemand als Anwalt beworben hat bei einer MK, um sich in Ruhe auf die Bewerbung in der Justiz vorbereiten zu können (ohne finanzielle Sorgen). Verkauf es einfach in 2 Jahren dann so, dass du im LLM eine tolle Karrierechance siehst und deswegen kündigst.
Ich würde dir empfehlen, als Anwalt zu arbeiten. Kannst für deinen LLM ja die Zulassung zurückgeben und beantragst sie danach wieder. Dieses Vorgehen sollte man nur mal mit dem Versorgungswerk abklären.
1,5 Jahre sind doch ein super Zeitrahmen. Keiner hat Lust jemanden nur für ein paar Monate einzustellen. Das lohnt sich oft vom Verwaltungsaufwand einfach nicht.
4-5 Tage sind doch super. Oft nervt es, wenn man jemanden Montag eine Aufgabe gibt, sie sich Dienstag anschaut, aber die Person erst wieder Donnerstag da ist, d.h. man seine Nachfragen selbst recherchieren darf, wenn man vorher beim Mandanten abliefern muss. Also sind 4-5 Tage eher ein Argument für dich. Kenne einige WiMis die so viele Tage arbeiten.
EDIT: Kenne auch jemanden, der zur Orientierung mal WiMi mit 2. Staatsexamen gemacht hat. Was dir klar sein muss: Im Vergleich zum Anwalt wirst du viel Geld liegen lassen. Und als WiMi mit 2. Staatsexamen wirst du quasi dieselben Aufgaben erhalten wie der Associate / Anwalt im Hinterzimmer - nur für weniger Geld. Dafür hast du keinen Aufwand mit Rechtsanwaltskammer und Versorgungswerk usw.
Ganz ehrlich: Wenn du für 1-2 Jahre arbeiten willst, um dann LLM zu machen, dann lass diese Information einfach weg. Andere wechseln nach nem Jahr oder 2 auch ohne Grund die Kanzlei ode weil es menschlich nicht gepasst hat oder neue Karriereziele oder das Rechtsgebiet macht mir doch keinen Spaß oder XY wollte ich schon immer machen. Habe erst letzten wieder gehört, dass sich jemand als Anwalt beworben hat bei einer MK, um sich in Ruhe auf die Bewerbung in der Justiz vorbereiten zu können (ohne finanzielle Sorgen). Verkauf es einfach in 2 Jahren dann so, dass du im LLM eine tolle Karrierechance siehst und deswegen kündigst.
Ich würde dir empfehlen, als Anwalt zu arbeiten. Kannst für deinen LLM ja die Zulassung zurückgeben und beantragst sie danach wieder. Dieses Vorgehen sollte man nur mal mit dem Versorgungswerk abklären.


