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  5. Zweimonatige Verwaltungsstation Hessen
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Zweimonatige Verwaltungsstation Hessen
Gutman123
Junior Member
**
Beiträge: 7
Themen: 3
Registriert seit: Sep 2025
#1
21.10.2025, 15:26
Liebes Forum,

da in den nächsten Monaten mein Ref in Hessen beginnen wird, mache ich mir natürlich jetzt schon Gedanken um die Verwaltungs- und Wahlstation. In Hessen kann man die viermonatige Verwaltungsstation aufteilen und bis zu zwei Monate im Ausland (oder beim VG) verbringen. Ich würde diese Möglichkeit gerne nutzen und z.B. zur Hessischen Landesvertretung in Brüssel gehen, einfach um mal zwei Monate woanders zu leben und im besten Fall die EU etwas besser zu verstehen. An diejenigen, die eine derartige Station ebenfalls planen oder sogar schon hinter sich haben:
1. Lohnt sich der Mehraufwand? Ich denke an Wohnung, Bürokratie etc.
2. Wirkt sich eine Auslandsstation negativ auf die Examensvorbereitung aus, da mehr gearbeitet werden muss oder auch einfach weniger Motivation zum Lernen besteht, weil man die Zeit im Ausland ja auch für sonstige Vergnügungen nutzen will?
3. Kennt ihr sonstige coole zweimonatige Auslandsstationen? Oder auch coole zweimonatige Stationen im Inland zum Auffüllen der "Restverwaltungsstation" abseits der üblichen Verdächtigen (Rechtsamt, Polizei etc.)

Über jeglichen Input wäre ich sehr dankbar! :)
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Nattifftoffe
Junior Member
**
Beiträge: 28
Themen: 5
Registriert seit: May 2024
#2
30.12.2025, 13:34
1. Lohnt sich der Mehraufwand? 

Der bürokratische Aufwand hält sich in Grenzen, sofern man nur für zwei Monate ins Ausland geht. Du bleibst weiterhin beihilfeberechtigt und in deiner Ref-Gruppe. Anders sieht es nur aus, wenn du stattdessen für vier Monate ins Ausland gehst in der Verwaltungsstation.
Ich war selbst für vier Monate im Ausland in Brüssel und bin daher in eine andere Refgruppe gerutscht. 

Wohnung findet man ebenfalls für zwei Monate, etwa in Wohnheimen, Anbieter für Kurzmieten (zB Colonies etc.) oder über Facebook. 

Es lohnt sich 100%. Es war wie ein Auslandssemester, ich habe unglaublich tolle und inspirierende Leute kennengelernt und hatte einfach eine grandiose, fast schon lebensverändernde Zeit. 

2. Wirkt sich eine Auslandsstation negativ auf die Examensvorbereitung aus, da mehr gearbeitet werden muss oder auch einfach weniger Motivation zum Lernen besteht, weil man die Zeit im Ausland ja auch für sonstige Vergnügungen nutzen will?

Ja. Zum Lernen wirst du wenig kommen. Aber wenn ich die Wahl hätte, 0,5 Punkte im Examen besser zu sein oder eine wirklich lebensbereichernde Erfahrung zu machen? Ich würde immer zweiteres wählen.

3. Kennt ihr sonstige coole zweimonatige Auslandsstationen? Oder auch coole zweimonatige Stationen im Inland zum Auffüllen der "Restverwaltungsstation" abseits der üblichen Verdächtigen (Rechtsamt, Polizei etc.)

Außenhandelskammern, Landesvertretungen in Brüssel, Anwaltsvereine im Ausland.
Zum "Auffüllen" der Reststation würde ich eine wenig arbeitsintensive Station empfehlen, damit du wenigstens da zum lernen kommst.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.12.2025, 13:38 von Nattifftoffe.)
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JuristinausD
Junior Member
**
Beiträge: 32
Themen: 2
Registriert seit: Aug 2024
#3
05.01.2026, 07:35
Also ich kenne wirklich niemanden, der während der Verwaltungsstation schon ernsthaft gelernt hat. Bisschen AG vor- und machbereiten ja, aber wirklich intensives lernen? Nein.
Kannst da also mit gutem Gewissen ins Ausland und die Zeit und Erfahrung nochmal richtig genießen bevor es dann mit der Anwaltsstation so richtig ernst wird.
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lordichigo
Junior Member
**
Beiträge: 1
Themen: 0
Registriert seit: Oct 2026
#4
24.10.2026, 20:07
(21.10.2025, 15:26)Gutman123 schrieb:  Liebes Forum,

da in den nächsten Monaten mein Ref in Hessen beginnen wird, mache ich mir natürlich jetzt schon Gedanken um die Verwaltungs- und Wahlstation. In Hessen kann man die viermonatige Verwaltungsstation aufteilen und bis zu zwei Monate im Ausland (oder beim VG) verbringen. Ich würde diese Möglichkeit gerne nutzen und z.B. zur Hessischen Landesvertretung in Brüssel gehen, einfach um mal zwei Monate woanders zu leben und im besten Fall die EU etwas besser zu verstehen. An diejenigen, die eine derartige Station ebenfalls planen oder sogar schon hinter sich haben:
1. Lohnt sich der Mehraufwand? Ich denke an Wohnung, Bürokratie etc.
2. Wirkt sich eine Auslandsstation negativ auf die Examensvorbereitung aus, da mehr gearbeitet werden muss oder auch einfach weniger Motivation zum Lernen besteht, weil man die Zeit im Ausland ja auch für sonstige Vergnügungen nutzen will?
3. Kennt ihr sonstige coole zweimonatige Auslandsstationen? Oder auch coole zweimonatige Stationen im Inland zum Auffüllen der "Restverwaltungsstation" abseits der üblichen Verdächtigen (Rechtsamt, Polizei etc.)

Über jeglichen Input wäre ich sehr dankbar! :)

Hallo, 

hat das bei dir geklappt mit der zweimonatigen Verwaltungsstation in Brüssel? 
Ich habe gehört, dass die europäischen Institutionen die atypical traineeships in der Regel nur mit einer Mindestdauer von 3 Monaten anbieten. Man müsste dann in Hessen Sonderurlaub nehmen und alles würde sich nach hinten verschieben.

Vielleicht weiß jemand, ob das mit der dreimonatigen Mindestdauer richtig ist? 

Vielen Dank!
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lava_lama
Junior Member
**
Beiträge: 8
Themen: 1
Registriert seit: Feb 2026
#5
26.10.2026, 16:43
(30.12.2025, 13:34)Nattifftoffe schrieb:  1. Lohnt sich der Mehraufwand? 

Der bürokratische Aufwand hält sich in Grenzen, sofern man nur für zwei Monate ins Ausland geht. Du bleibst weiterhin beihilfeberechtigt und in deiner Ref-Gruppe. Anders sieht es nur aus, wenn du stattdessen für vier Monate ins Ausland gehst in der Verwaltungsstation.
Ich war selbst für vier Monate im Ausland in Brüssel und bin daher in eine andere Refgruppe gerutscht. 

Wohnung findet man ebenfalls für zwei Monate, etwa in Wohnheimen, Anbieter für Kurzmieten (zB Colonies etc.) oder über Facebook. 

Es lohnt sich 100%. Es war wie ein Auslandssemester, ich habe unglaublich tolle und inspirierende Leute kennengelernt und hatte einfach eine grandiose, fast schon lebensverändernde Zeit. 

2. Wirkt sich eine Auslandsstation negativ auf die Examensvorbereitung aus, da mehr gearbeitet werden muss oder auch einfach weniger Motivation zum Lernen besteht, weil man die Zeit im Ausland ja auch für sonstige Vergnügungen nutzen will?

Ja. Zum Lernen wirst du wenig kommen. Aber wenn ich die Wahl hätte, 0,5 Punkte im Examen besser zu sein oder eine wirklich lebensbereichernde Erfahrung zu machen? Ich würde immer zweiteres wählen.

3. Kennt ihr sonstige coole zweimonatige Auslandsstationen? Oder auch coole zweimonatige Stationen im Inland zum Auffüllen der "Restverwaltungsstation" abseits der üblichen Verdächtigen (Rechtsamt, Polizei etc.)

Außenhandelskammern, Landesvertretungen in Brüssel, Anwaltsvereine im Ausland.
Zum "Auffüllen" der Reststation würde ich eine wenig arbeitsintensive Station empfehlen, damit du wenigstens da zum lernen kommst.

Ich überlege auch gerade an einer Verwaltungsstation im Ausland, würde aber gerne für 4 Monate in Ausland gehen. Wie ist das in Hessen möglich? Weil laut Gesetz geht das doch nur für 2 Monate
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.10.2026, 16:44 von lava_lama.)
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Nattifftoffe
Junior Member
**
Beiträge: 28
Themen: 5
Registriert seit: May 2024
#6
26.10.2026, 20:40
(26.10.2026, 16:43)lava_lama schrieb:  
(30.12.2025, 13:34)Nattifftoffe schrieb:  1. Lohnt sich der Mehraufwand? 

Der bürokratische Aufwand hält sich in Grenzen, sofern man nur für zwei Monate ins Ausland geht. Du bleibst weiterhin beihilfeberechtigt und in deiner Ref-Gruppe. Anders sieht es nur aus, wenn du stattdessen für vier Monate ins Ausland gehst in der Verwaltungsstation.
Ich war selbst für vier Monate im Ausland in Brüssel und bin daher in eine andere Refgruppe gerutscht. 

Wohnung findet man ebenfalls für zwei Monate, etwa in Wohnheimen, Anbieter für Kurzmieten (zB Colonies etc.) oder über Facebook. 

Es lohnt sich 100%. Es war wie ein Auslandssemester, ich habe unglaublich tolle und inspirierende Leute kennengelernt und hatte einfach eine grandiose, fast schon lebensverändernde Zeit. 

2. Wirkt sich eine Auslandsstation negativ auf die Examensvorbereitung aus, da mehr gearbeitet werden muss oder auch einfach weniger Motivation zum Lernen besteht, weil man die Zeit im Ausland ja auch für sonstige Vergnügungen nutzen will?

Ja. Zum Lernen wirst du wenig kommen. Aber wenn ich die Wahl hätte, 0,5 Punkte im Examen besser zu sein oder eine wirklich lebensbereichernde Erfahrung zu machen? Ich würde immer zweiteres wählen.

3. Kennt ihr sonstige coole zweimonatige Auslandsstationen? Oder auch coole zweimonatige Stationen im Inland zum Auffüllen der "Restverwaltungsstation" abseits der üblichen Verdächtigen (Rechtsamt, Polizei etc.)

Außenhandelskammern, Landesvertretungen in Brüssel, Anwaltsvereine im Ausland.
Zum "Auffüllen" der Reststation würde ich eine wenig arbeitsintensive Station empfehlen, damit du wenigstens da zum lernen kommst.

Ich überlege auch gerade an einer Verwaltungsstation im Ausland, würde aber gerne für 4 Monate in Ausland gehen. Wie ist das in Hessen möglich? Weil laut Gesetz geht das doch nur für 2 Monate
 
Nein, das ist falsch. 
Wo genau soll das denn stehen? 
Ich mache Ref in Hessen und war 4 Monate im Ausland in der Verwaltungsstation. 

Hessen gibt nur vor, dass mindestens 2 Monate bei einer deutschen Behörde absolviert werden müssen und die restlichen 2 Monate den Vorschriften entsprechend anderweitig absolviert werden können, also ggf. auch im Ausland. 

Gehst du länger weg, bekommst du jedoch keine Bezüge aka kein Geld und keine Beihilfe. Vom OLG erhältst du dann sogenannten „Sonderurlaub”. Du musst dann ebenfalls die Ref-Gruppe wechseln, da die Verwaltungsstation nur 4 Monate dauert. 

Bedeutet: Du gehst vier Monate ins Ausland. Während zwei dieser Monate bist du ohne Beihilfe und ohne Bezüge im Sonderurlaub. Dann absolvierst du zwei Monate bei einer deutschen Behörde. 

Entweder hast du dann Glück und kannst dann direkt in die nächste Ref-Gruppe wechseln, da alle zwei Monate eine Ref-Gruppe die Verwaltungsstation beendet / beginnt und du dann dazu stößt. Dies ist bei allen Gerichten der Fall, die alle zwei Monate einstellen, z.B. Frankfurt etc. 

Oder du hast Pech wie ich damals und bist bei einem Gericht, dass nur alle vier Monate eine neue Ref-Gruppe einstellt, etwa Fulda, Hanau etc. Dann musst du nochmals zwei volle Monate Sonderurlaub ranhängen. Entweder verlängerst du dann in der Zeit deine Station bei der deutschen Behörde oder du lernst schon mal fürs Stex. 

Meine Verwaltungsstation halt also wegen meines viermonatigen Auslandsaufenthalts insgesamt 8 Monate gedauert, wovon ganze vier Monate im Sonderurlaub ohne Bezüge und ohne Beihilfe waren. 

Vielleicht hast du ja Glück und bist in Frankfurt oder Wiesbaden, Kassel, Gießen. Dann würde deine Station bei 4 Monaten Ausland nur 6 Monate dauern mit nur 2 Monaten Sonderurlaub.
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Nattifftoffe
Junior Member
**
Beiträge: 28
Themen: 5
Registriert seit: May 2024
#7
26.10.2026, 20:42
(24.10.2026, 20:07)lordichigo schrieb:  
(21.10.2025, 15:26)Gutman123 schrieb:  Liebes Forum,

da in den nächsten Monaten mein Ref in Hessen beginnen wird, mache ich mir natürlich jetzt schon Gedanken um die Verwaltungs- und Wahlstation. In Hessen kann man die viermonatige Verwaltungsstation aufteilen und bis zu zwei Monate im Ausland (oder beim VG) verbringen. Ich würde diese Möglichkeit gerne nutzen und z.B. zur Hessischen Landesvertretung in Brüssel gehen, einfach um mal zwei Monate woanders zu leben und im besten Fall die EU etwas besser zu verstehen. An diejenigen, die eine derartige Station ebenfalls planen oder sogar schon hinter sich haben:
1. Lohnt sich der Mehraufwand? Ich denke an Wohnung, Bürokratie etc.
2. Wirkt sich eine Auslandsstation negativ auf die Examensvorbereitung aus, da mehr gearbeitet werden muss oder auch einfach weniger Motivation zum Lernen besteht, weil man die Zeit im Ausland ja auch für sonstige Vergnügungen nutzen will?
3. Kennt ihr sonstige coole zweimonatige Auslandsstationen? Oder auch coole zweimonatige Stationen im Inland zum Auffüllen der "Restverwaltungsstation" abseits der üblichen Verdächtigen (Rechtsamt, Polizei etc.)

Über jeglichen Input wäre ich sehr dankbar! :)

Hallo, 

hat das bei dir geklappt mit der zweimonatigen Verwaltungsstation in Brüssel? 
Ich habe gehört, dass die europäischen Institutionen die atypical traineeships in der Regel nur mit einer Mindestdauer von 3 Monaten anbieten. Man müsste dann in Hessen Sonderurlaub nehmen und alles würde sich nach hinten verschieben.

Vielleicht weiß jemand, ob das mit der dreimonatigen Mindestdauer richtig ist? 

Vielen Dank!

Das mit der dreimonatigen Mindestdauer kommt ganz auf deinen Ausbilder an. Wenn er nett ist, darfst du auch nur für 2 Monate kommen. Habe das damals vereinzelt mitbekommen, dass manche nur 2 Monate da waren.
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