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EU-Kommission
abcdef
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Beiträge: 4
Themen: 3
Registriert seit: Oct 2024
#1
09.06.2025, 09:33
Kann jemand von seinen Erfahrungen mit der Wahlstation bei der EU-Kommission berichten? Hat die Station Spaß gemacht, kann man sich auf bestimmte Ressorts bewerben, braucht es als Englisch-Nachweis einen Toefl-Test?
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HLLM
Member
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Beiträge: 89
Themen: 25
Registriert seit: Aug 2022
#2
09.06.2025, 12:21
(09.06.2025, 09:33)abcdef schrieb:  Kann jemand von seinen Erfahrungen mit der Wahlstation bei der EU-Kommission berichten? Hat die Station Spaß gemacht, kann man sich auf bestimmte Ressorts bewerben, braucht es als Englisch-Nachweis einen Toefl-Test?

Hi, ich war in der Verwaltungsstation da (DG COMP) und mir hat die Station sehr viel Spaß gemacht. Ich musste zwar recht viel arbeiten (man wird eben wie ein normaler Vollzeit-Trainee behandelt), aber dafür hat man auch einen guten Einblick in die Arbeit bekommen. Als überzeugter Europäer war es wirklich die Erfüllung eines absoluten Traums dort zu arbeiten und die Kommission so kennenzulernen, auch wenn es letztlich der Arbeit in der üblichen Verwaltung entspricht. Dadurch, dass meine Station unbezahlt war, durfte ich mir aber für Events immer frei nehmen, sodass ich auch bei der NATO, im Berlaymont oder im Parlament war. 

Ich habe mich damals direkt beim Head of Unit der Abteilung beworben (wenn auch über einen Kontakt, der schon vorher da war). Du bist ja ein atypical trainee, sodass es kaum eine feste Struktur gibt (anders als zB bei den blue book Praktikanten). Wenn Bedarf nach unbezahlter Arbeit besteht, dann wirst Du auch eingestellt, wenn nicht, dann nicht. Meist sind sie ganz dankbar um deutsche Refs, da Du arbeiten kannst, sie aber keine Stelle ausschreiben müssen. Gerade wir als deutsche Refs sind ja (im Vergleich zu Studierenden anderer Länder) schon ausgebildet und haben oft erste Berufserfahrung. Die Anforderungen sind aber recht hoch. Ich würde schon sagen, dass der Durchschnitt der Referendare (und erst Recht der anderen Trainees) deutlich über dem Durchschnitt lag (eben wie in einer der "oberen" GKs), wobei die Berufserfahrung deutlich wichtiger als die Noten war (mein erstes Examen ist okay, aber jetzt auch nicht herausragend gut).

Zu den Englischkenntnissen: Die wurden (ohne großen Nachweis) vorausgesetzt. Ich habe mich aus der GK heraus beworben und das hat als "Nachweis" ausgereicht. Letztlich wurde ich im Bewerbungsgespräch einfach gefragt "Trauen Sie sich das zu?" "Ja" "Dann passt das ja!"
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ranger
Member
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Beiträge: 82
Themen: 6
Registriert seit: Jan 2022
#3
07.07.2025, 10:02
Hi, 
ich habe vor einigen Wochen einen vergleichbaren Post abgesetzt, der zwei gute Antworten generiert hat. Zu finden über mein Profil. 
Nun bin ich selbst vor Ort. 
Die Arbeit ist sicher nicht irrelevant. Man wird gut eingebunden und kriegt einen unmittelbaren Einblick in die Arbeitsweise der jeweiligen DG. Auffällig ist aber eine gewisse Schwerfälligkeit, die mit den nicht besonders zugänglichen Zuständigkeiten und Verfahrensregeln einhergeht. Ich kann allerdings keine Auskunft dazu geben, inwiefern sich dies mit einem dt. Bundesministerium vergleichen lässt. 
Auch wenn ich die Arbeit in der Station noch nicht abschließend bewerten kann, möchte ich Brüssel als Ort für die Wahlstation wärmstens empfehlen. Die Stadt ist komplett unterschätzt. Es ist wirklich international und offen. Man kommt viel leichter als in dt. Städten mit anderen Internationals in Kontakt. Gerade der Osten der Stadt ist wunderschön und sehr grün.
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abcdef
Junior Member
**
Beiträge: 4
Themen: 3
Registriert seit: Oct 2024
#4
15.07.2025, 17:53
Danke euch für die ausführlichen Antworten und Berichte! Wart ihr sehr viel früher dran mit der Bewerbung oder reicht knapp ein Jahr vorher noch?
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ranger
Member
***
Beiträge: 82
Themen: 6
Registriert seit: Jan 2022
#5
17.07.2025, 13:54
(15.07.2025, 17:53)abcdef schrieb:  Danke euch für die ausführlichen Antworten und Berichte! Wart ihr sehr viel früher dran mit der Bewerbung oder reicht knapp ein Jahr vorher noch?
Ein Jahr vorher sollte reichen. 
Das Problem - wie bei fast allen Stationen - ist, dass es oft nur eine begrenzte Zahl an offenen Stellen pro Abteilung/Jahr gibt. Wenn die zwei Stellen für Referendare pro Jahr schon belegt sind, kannst du noch so gut sein. Da hilft iE nur frühzeitiges Kümmern.
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Greg1234
Unregistered
 
#6
31.07.2025, 10:27
(09.06.2025, 09:33)abcdef schrieb:  Kann jemand von seinen Erfahrungen mit der Wahlstation bei der EU-Kommission berichten? Hat die Station Spaß gemacht, kann man sich auf bestimmte Ressorts bewerben, braucht es als Englisch-Nachweis einen Toefl-Test?

Also, ich war selbst bei DG COMP, während einige andere aus meiner AG bei anderen Generaldirektionen waren. Gleich vorweg: Ich fand es gut, würde es aber wegen der sehr hohen Arbeitsbelastung nicht noch einmal machen. Das hängt natürlich stark vom jeweiligen Ausbilder ab, aber ich wurde in meiner DG zum Beispiel für nichts freigestellt – selbst in der Mittagspause mal zwei statt nur einer Stunde weg zu sein, weil das Auswärtige Amt eine Veranstaltung angeboten hat, ging erst nach langer Diskussion.

Auch sonst war meine Arbeitsbelastung mit der meiner GK-Station danach durchaus vergleichbar – mit dem Unterschied, dass ich für die Kommission fünf Tage pro Woche gearbeitet habe und nicht nur vier. Das finde ich persönlich für einen unbezahlten Referendar ziemlich unverschämt. Soweit ich das einschätzen kann, scheint das der Regelfall bei DG COMP zu sein, weshalb ich vor einer Verwaltungsstation dort nur eindringlich warnen kann. Geh lieber zum BKartA – gleiche Arbeit, aber man wird vernünftig behandelt.

Bei anderen DGs sieht die Welt hingegen ganz anders aus. Dort ist die Arbeitsbelastung tendenziell geringer, und Lerntage sind zum Beispiel durchaus möglich. Auch die Stimmung ist dort sicherlich eine andere. DG COMP rekrutiert einen Großteil seiner Mitarbeitenden von Großkanzleien oder großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (PwC und ähnliche), weshalb dort auch ein entsprechendes Arbeitsklima herrscht – was ich persönlich sogar positiv finde, aber das ist Geschmackssache.
Bezüglich der Bewerbung gilt: Über die Organigramme kann man normalerweise den Head of Unit in den verschiedenen Abteilungen finden. Ich würde mich direkt bei diesen bewerben – einfach mal fünf oder sechs anschreiben und schauen, was zurückkommt.
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MKL
Junior Member
**
Beiträge: 1
Themen: 0
Registriert seit: Jan 2026
#7
04.01.2026, 14:42
(09.06.2025, 12:21)HLLM schrieb:  
(09.06.2025, 09:33)abcdef schrieb:  Kann jemand von seinen Erfahrungen mit der Wahlstation bei der EU-Kommission berichten? Hat die Station Spaß gemacht, kann man sich auf bestimmte Ressorts bewerben, braucht es als Englisch-Nachweis einen Toefl-Test?

Hi, ich war in der Verwaltungsstation da (DG COMP) und mir hat die Station sehr viel Spaß gemacht. Ich musste zwar recht viel arbeiten (man wird eben wie ein normaler Vollzeit-Trainee behandelt), aber dafür hat man auch einen guten Einblick in die Arbeit bekommen. Als überzeugter Europäer war es wirklich die Erfüllung eines absoluten Traums dort zu arbeiten und die Kommission so kennenzulernen, auch wenn es letztlich der Arbeit in der üblichen Verwaltung entspricht. Dadurch, dass meine Station unbezahlt war, durfte ich mir aber für Events immer frei nehmen, sodass ich auch bei der NATO, im Berlaymont oder im Parlament war. 

Ich habe mich damals direkt beim Head of Unit der Abteilung beworben (wenn auch über einen Kontakt, der schon vorher da war). Du bist ja ein atypical trainee, sodass es kaum eine feste Struktur gibt (anders als zB bei den blue book Praktikanten). Wenn Bedarf nach unbezahlter Arbeit besteht, dann wirst Du auch eingestellt, wenn nicht, dann nicht. Meist sind sie ganz dankbar um deutsche Refs, da Du arbeiten kannst, sie aber keine Stelle ausschreiben müssen. Gerade wir als deutsche Refs sind ja (im Vergleich zu Studierenden anderer Länder) schon ausgebildet und haben oft erste Berufserfahrung. Die Anforderungen sind aber recht hoch. Ich würde schon sagen, dass der Durchschnitt der Referendare (und erst Recht der anderen Trainees) deutlich über dem Durchschnitt lag (eben wie in einer der "oberen" GKs), wobei die Berufserfahrung deutlich wichtiger als die Noten war (mein erstes Examen ist okay, aber jetzt auch nicht herausragend gut).

Zu den Englischkenntnissen: Die wurden (ohne großen Nachweis) vorausgesetzt. Ich habe mich aus der GK heraus beworben und das hat als "Nachweis" ausgereicht. Letztlich wurde ich im Bewerbungsgespräch einfach gefragt "Trauen Sie sich das zu?" "Ja" "Dann passt das ja!"
Wie hast du den Bewerbungsprozess wahrgenommen? Ich würde sehr gerne meine Verwaltungsstation bei der Kommission (und am liebsten bei der DG COMP) verbringen. Ich habe zwar eine VL im Beihilferecht gehabt, daraus jedoch so ziemlich alles wieder vergessen (ist schon einige Jahre her) und hatte sonst leider keine Berührungen mit EU Competition Law (was ich sehr bereue, deshalb mein Wunsch die Station genau dort zu verbringen). Nun hält mich die Sorge vor einem Fachgespräch im Rahmen der Bewerbung aber sehr zurück. Ich habe leider kein besonderes Wissen (mehr), welches ich zum Besten geben könnte. Natürlich würde ich mich vor Stationsbeginn etwas einlesen etc., aber ich werde bis zu einem möglichen Gespräch kaum auf dem Level sein, dass ich ein tiergehendes Fachgespräch führen könnte weshalb ich mich frage, ob sich die Mühe der Bewerbung dann überhaupt lohnt.

Ich bin natürlich auch dankbar von Rückmeldungen der anderen Forumsmitglieder, die diesbezüglich Erfahrungen teilen können/wollen!
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HLLM
Member
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Beiträge: 89
Themen: 25
Registriert seit: Aug 2022
#8
04.01.2026, 19:04
(04.01.2026, 14:42)MKL schrieb:  
(09.06.2025, 12:21)HLLM schrieb:  
(09.06.2025, 09:33)abcdef schrieb:  Kann jemand von seinen Erfahrungen mit der Wahlstation bei der EU-Kommission berichten? Hat die Station Spaß gemacht, kann man sich auf bestimmte Ressorts bewerben, braucht es als Englisch-Nachweis einen Toefl-Test?

Hi, ich war in der Verwaltungsstation da (DG COMP) und mir hat die Station sehr viel Spaß gemacht. Ich musste zwar recht viel arbeiten (man wird eben wie ein normaler Vollzeit-Trainee behandelt), aber dafür hat man auch einen guten Einblick in die Arbeit bekommen. Als überzeugter Europäer war es wirklich die Erfüllung eines absoluten Traums dort zu arbeiten und die Kommission so kennenzulernen, auch wenn es letztlich der Arbeit in der üblichen Verwaltung entspricht. Dadurch, dass meine Station unbezahlt war, durfte ich mir aber für Events immer frei nehmen, sodass ich auch bei der NATO, im Berlaymont oder im Parlament war. 

Ich habe mich damals direkt beim Head of Unit der Abteilung beworben (wenn auch über einen Kontakt, der schon vorher da war). Du bist ja ein atypical trainee, sodass es kaum eine feste Struktur gibt (anders als zB bei den blue book Praktikanten). Wenn Bedarf nach unbezahlter Arbeit besteht, dann wirst Du auch eingestellt, wenn nicht, dann nicht. Meist sind sie ganz dankbar um deutsche Refs, da Du arbeiten kannst, sie aber keine Stelle ausschreiben müssen. Gerade wir als deutsche Refs sind ja (im Vergleich zu Studierenden anderer Länder) schon ausgebildet und haben oft erste Berufserfahrung. Die Anforderungen sind aber recht hoch. Ich würde schon sagen, dass der Durchschnitt der Referendare (und erst Recht der anderen Trainees) deutlich über dem Durchschnitt lag (eben wie in einer der "oberen" GKs), wobei die Berufserfahrung deutlich wichtiger als die Noten war (mein erstes Examen ist okay, aber jetzt auch nicht herausragend gut).

Zu den Englischkenntnissen: Die wurden (ohne großen Nachweis) vorausgesetzt. Ich habe mich aus der GK heraus beworben und das hat als "Nachweis" ausgereicht. Letztlich wurde ich im Bewerbungsgespräch einfach gefragt "Trauen Sie sich das zu?" "Ja" "Dann passt das ja!"
Wie hast du den Bewerbungsprozess wahrgenommen? Ich würde sehr gerne meine Verwaltungsstation bei der Kommission (und am liebsten bei der DG COMP) verbringen. Ich habe zwar eine VL im Beihilferecht gehabt, daraus jedoch so ziemlich alles wieder vergessen (ist schon einige Jahre her) und hatte sonst leider keine Berührungen mit EU Competition Law (was ich sehr bereue, deshalb mein Wunsch die Station genau dort zu verbringen). Nun hält mich die Sorge vor einem Fachgespräch im Rahmen der Bewerbung aber sehr zurück. Ich habe leider kein besonderes Wissen (mehr), welches ich zum Besten geben könnte. Natürlich würde ich mich vor Stationsbeginn etwas einlesen etc., aber ich werde bis zu einem möglichen Gespräch kaum auf dem Level sein, dass ich ein tiergehendes Fachgespräch führen könnte weshalb ich mich frage, ob sich die Mühe der Bewerbung dann überhaupt lohnt.

Ich bin natürlich auch dankbar von Rückmeldungen der anderen Forumsmitglieder, die diesbezüglich Erfahrungen teilen können/wollen!

Bei mir war das Vorstellungsgespräch (sowohl der Head of Unit als auch sein Stellvertreter waren beide Deutsche) recht informell. Ich musste keine spezifischen Fragen beantworten, sondern es wurde mehr nach meiner Motivation für die Bewerbung gefragt. Ehrlicherweise war ich zu diesem Zeitpunkt aber auch WissMit im Kartellrecht einer Großkanzlei, sodass gewisse Kenntnisse wohl einfach vorausgesetzt wurden. Letztlich hatte ich von meinem späteren "Einsatzgebiet" aber auch keine Ahnung. Ehrlicherweise waren tiefgreifende Rechtskenntnisse für meine Arbeit nicht notwendig, da es dann doch viele "Muster" gab und man auch nicht alleine arbeitet. Außerdem wird man (je nach Unit) oft für typische Hilfsarbeiten auf WissMit-Niveau eingesetzt (wie in GKs halt auch).

Die allermeisten mir bekannten Mit-Refis in der DG COMP waren aber vorher in GKs und/oder hatten schon einen Dr./LLM im Kartellrecht. Das kann aber auch einfach daran liegen, dass der ganze Bereich Kartell-/Beihilferecht einfach eine (dann doch übersichtliche) Nische darstellt und nur in Großkanzleien relevant ist. Letztlich hast Du ja aber nichts zu verlieren, sodass ich mich auf jeden Fall bewerben würde!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.01.2026, 19:11 von HLLM.)
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