19.04.2023, 01:36
Hallo allerseits,
für mich wirklich völlig überraschend kam letzte Woche das Ergebnis, dass ich nicht "nur" bestanden, sondern für mich persönlich auch mit einem guten Ergebnis von 8,5 Punkten bestanden habe.
Da ich im ersten Examen nur 7,6 Punkte hatte, habe ich den Staatsdienst nie ernsthaft in Erwägung gezogen, da ich innerlich wegen meiner Noten immer schon abgewunken habe. Da ich jetzt aber zumindest für einige Bundesländer die formalen Voraussetzungen erfülle, würde ich mich über (positive wie negative) Erfahrungsberichte/Anekdoten freuen, die eine Einordnung hinsichtlich der Frage ermöglichen, ob der Zugang zu Stellen im öffentlichen Dienst (vorzugsweise in Bayern oder Sachsen-Anhalt) realistisch betrachtet mit der Note im zweiten Examen eröffnet ist.
Leider habe ich keine hervorzuhebenden zusätzlichen Qualifikationen. Ein Begleitstudium wird meiner Einschätzung nach vermutlich nicht einbezogen. Meine Stationszeugnisse bewegen sich zwischen 10 und 16 Punkten.
Einen Verbesserungsversuch möchte ich unter allen Umständen vermeiden. Ich habe zwei Kinder und fühle mich jetzt mit 29 schon wie Methusalem unter den ganzen Mittzwanzigern.
Meine Familie und ich haben schon genug unter dem letzten Jahr "gelitten", sodass ich superglücklich wäre, wenn sich das ganze erneute Prozedere vermeiden ließe.
für mich wirklich völlig überraschend kam letzte Woche das Ergebnis, dass ich nicht "nur" bestanden, sondern für mich persönlich auch mit einem guten Ergebnis von 8,5 Punkten bestanden habe.
Da ich im ersten Examen nur 7,6 Punkte hatte, habe ich den Staatsdienst nie ernsthaft in Erwägung gezogen, da ich innerlich wegen meiner Noten immer schon abgewunken habe. Da ich jetzt aber zumindest für einige Bundesländer die formalen Voraussetzungen erfülle, würde ich mich über (positive wie negative) Erfahrungsberichte/Anekdoten freuen, die eine Einordnung hinsichtlich der Frage ermöglichen, ob der Zugang zu Stellen im öffentlichen Dienst (vorzugsweise in Bayern oder Sachsen-Anhalt) realistisch betrachtet mit der Note im zweiten Examen eröffnet ist.
Leider habe ich keine hervorzuhebenden zusätzlichen Qualifikationen. Ein Begleitstudium wird meiner Einschätzung nach vermutlich nicht einbezogen. Meine Stationszeugnisse bewegen sich zwischen 10 und 16 Punkten.
Einen Verbesserungsversuch möchte ich unter allen Umständen vermeiden. Ich habe zwei Kinder und fühle mich jetzt mit 29 schon wie Methusalem unter den ganzen Mittzwanzigern.
Meine Familie und ich haben schon genug unter dem letzten Jahr "gelitten", sodass ich superglücklich wäre, wenn sich das ganze erneute Prozedere vermeiden ließe.
19.04.2023, 07:19
Mit 2 ordentlichen befriedigend und 16 insgesamt ist fast alles möglich. Also keine falsche Angst.
19.04.2023, 07:51
(19.04.2023, 01:36)endlichfeddich schrieb: Hallo allerseits,
für mich wirklich völlig überraschend kam letzte Woche das Ergebnis, dass ich nicht "nur" bestanden, sondern für mich persönlich auch mit einem guten Ergebnis von 8,5 Punkten bestanden habe.
Da ich im ersten Examen nur 7,6 Punkte hatte, habe ich den Staatsdienst nie ernsthaft in Erwägung gezogen, da ich innerlich wegen meiner Noten immer schon abgewunken habe. Da ich jetzt aber zumindest für einige Bundesländer die formalen Voraussetzungen erfülle, würde ich mich über (positive wie negative) Erfahrungsberichte/Anekdoten freuen, die eine Einordnung hinsichtlich der Frage ermöglichen, ob der Zugang zu Stellen im öffentlichen Dienst (vorzugsweise in Bayern oder Sachsen-Anhalt) realistisch betrachtet mit der Note im zweiten Examen eröffnet ist.
Leider habe ich keine hervorzuhebenden zusätzlichen Qualifikationen. Ein Begleitstudium wird meiner Einschätzung nach vermutlich nicht einbezogen. Meine Stationszeugnisse bewegen sich zwischen 10 und 16 Punkten.
Einen Verbesserungsversuch möchte ich unter allen Umständen vermeiden. Ich habe zwei Kinder und fühle mich jetzt mit 29 schon wie Methusalem unter den ganzen Mittzwanzigern.Meine Familie und ich haben schon genug unter dem letzten Jahr "gelitten", sodass ich superglücklich wäre, wenn sich das ganze erneute Prozedere vermeiden ließe.
Riesen Respekt davor mit zwei Kindern so ein super Examen rauszuhauen
Kann meinem Vorredner nur zustimmen. In Bayern sollte das für alle gewünschten Stellen in der Verwaltung reichen.
Einzig direkter Einstieg beim Innenministerium wird schwierig, aber dann gehts eben erstmal zu einem LRA.
19.04.2023, 09:12
Vielen lieben Dank euch, das gibt mir Hoffnung!
Ehrlich gesagt liebäugel ich besonders mit der Justiz in Sachsen-Anhalt. Allerdings erfülle ich dafür - vorausgesetzt ich halte die Note in der mündlichen Prüfung - gerade so die formalen Voraussetzungen. Gibts jemanden, der - vielleicht auch bzgl. der Justiz anderer Länder - Anekdoten (wie: die Freundin einer Freundin hatte auch nur 8,x Punkte und hats geschafft) zum besten geben kann? Mir ist völlig klar, dass das für diesen Durchgang überhaupt nichts heißen muss. Ich habe nur wirklich keine realistischen Vorstellungen der Möglichkeiten und auch kein juristisches Netzwerk (war einige Zeit "raus"), auf dessen Erfahrungswerte ich zurückgreifen kann.
Ich hatte bspw. auch eine Beschäftigung in Bundesbehörden (die "nur" 13 Punkte voraussetzen) in Betracht gezogen. In diversen Foren habe ich aber eher den Eindruck gewonnen, dass man auch da ohne 9 Punkte eher nicht reinkommt.
Ehrlich gesagt liebäugel ich besonders mit der Justiz in Sachsen-Anhalt. Allerdings erfülle ich dafür - vorausgesetzt ich halte die Note in der mündlichen Prüfung - gerade so die formalen Voraussetzungen. Gibts jemanden, der - vielleicht auch bzgl. der Justiz anderer Länder - Anekdoten (wie: die Freundin einer Freundin hatte auch nur 8,x Punkte und hats geschafft) zum besten geben kann? Mir ist völlig klar, dass das für diesen Durchgang überhaupt nichts heißen muss. Ich habe nur wirklich keine realistischen Vorstellungen der Möglichkeiten und auch kein juristisches Netzwerk (war einige Zeit "raus"), auf dessen Erfahrungswerte ich zurückgreifen kann.Ich hatte bspw. auch eine Beschäftigung in Bundesbehörden (die "nur" 13 Punkte voraussetzen) in Betracht gezogen. In diversen Foren habe ich aber eher den Eindruck gewonnen, dass man auch da ohne 9 Punkte eher nicht reinkommt.
19.04.2023, 10:03
Jedenfalls hat Sachsen-Anhalt ein Personalproblem, da zu wenig Bewerber/Richter. Die sollten sich eher freuen, wenn du dich dort bewirbst.
https://www.volksstimme.de/sachsen-anhal...duced=true
https://www.volksstimme.de/sachsen-anhal...duced=true
19.04.2023, 11:27
Zu Sachsen-Anhalt: Ich habe selbst gerade mein Referendariat in Sachsen-Anhalt abgeschlossen und kenne einige aus meinem Durchgang, die mit ähnlichen Noten in den Justizdienst eingestellt worden sind. Auf die 16 Punkte muss man derzeit allerdings schon kommen (teilweise wurde hiervon die letzten zwei Jahre abgewichen). Ich selbst wurde nämlich mit 15,XX Punkten gerade mangels formeller Voraussetzungen abgelehnt.
Ich würde mich an deiner Stelle daher schon bewerben. Viel Erfolg! :)
Ich würde mich an deiner Stelle daher schon bewerben. Viel Erfolg! :)
19.04.2023, 12:00
(19.04.2023, 11:27)GastLSA schrieb: Zu Sachsen-Anhalt: Ich habe selbst gerade mein Referendariat in Sachsen-Anhalt abgeschlossen und kenne einige aus meinem Durchgang, die mit ähnlichen Noten in den Justizdienst eingestellt worden sind. Auf die 16 Punkte muss man derzeit allerdings schon kommen (teilweise wurde hiervon die letzten zwei Jahre abgewichen). Ich selbst wurde nämlich mit 15,XX Punkten gerade mangels formeller Voraussetzungen abgelehnt.
Ich würde mich an deiner Stelle daher schon bewerben. Viel Erfolg! :)
Vielen herzlichen Dank! Die Info hilft mir schonmal sehr weiter. Dann klemm ich mich wohl besonders hinter den Stoff für die mündliche Prüfung, um 16,x nicht in den Sand zu setzen
19.04.2023, 13:26
Ok, falls es andere Absolventen bzgl. Bayern interessiert: für die Finanzverwaltung und ZBFS scheint es zu reichen. Nach wenigen Tagen heute direkt zwei Einladungen.
19.04.2023, 16:51
(19.04.2023, 09:12)endlichfeddich schrieb: Ich hatte bspw. auch eine Beschäftigung in Bundesbehörden (die "nur" 13 Punkte voraussetzen) in Betracht gezogen. In diversen Foren habe ich aber eher den Eindruck gewonnen, dass man auch da ohne 9 Punkte eher nicht reinkommt.
Bei allen Bundesbehörden, die ab 13 Punkten ausschreiben, hast du hervorragende Chancen. Der Personalmangel ist erheblich und die Hürden wurden nicht aus Spaß bis auf 13 Punkte abgesenkt. Und sobald du für eine Stelle im öD die formalen Voraussetzungen erfüllst, wirst du sogut wie immer auch zu einem Gespräch oder insbesondere einem Assessment Center eingeladen - und dort zählt dann nur noch deine Perfomance, nicht mehr deine Note.
20.04.2023, 12:19
(19.04.2023, 16:51)ohmann75 schrieb:(19.04.2023, 09:12)endlichfeddich schrieb: Ich hatte bspw. auch eine Beschäftigung in Bundesbehörden (die "nur" 13 Punkte voraussetzen) in Betracht gezogen. In diversen Foren habe ich aber eher den Eindruck gewonnen, dass man auch da ohne 9 Punkte eher nicht reinkommt.
Bei allen Bundesbehörden, die ab 13 Punkten ausschreiben, hast du hervorragende Chancen. Der Personalmangel ist erheblich und die Hürden wurden nicht aus Spaß bis auf 13 Punkte abgesenkt. Und sobald du für eine Stelle im öD die formalen Voraussetzungen erfüllst, wirst du sogut wie immer auch zu einem Gespräch oder insbesondere einem Assessment Center eingeladen - und dort zählt dann nur noch deine Perfomance, nicht mehr deine Note.
Vielen Dank für deine Einschätzung. Das scheint zu stimmen. Ich sollte nicht die ganzen Horrorgeschichten glauben, die man zu lesen bekommen kann. Tatsächlich habe ich jetzt innerhalb einer Woche nach Absenden meiner Unterlagen schon sieben Termine für Bewerbungsgespräche ausgemacht, u.a. für die Justiz. Die Lage scheint für Abgänger wirklich besser als jemals zuvor zu sein.
Ich hatte mich auf wochen- bzw. monatelanges Warten eingestellt - verrückt und vielleicht ermutigend für die unter euch, die ähnliche Berufspläne haben.










