15.12.2020, 15:14
(15.12.2020, 15:08)Gast schrieb: Und ich sage es ganz klar: ich kann nur hoffen, dass die Pensionierungswelle nicht dazu führt, dass wir reihenweise Kandidaten mit 6-7 Punkten oder gar noch schlechter einstellen müssen!
Genau dazu wird es aber kommen; und warum auch nicht? Ostdeutschland hat es auch nicht geschadet.
15.12.2020, 15:14
Und immer wieder das gleiche Thema...
15.12.2020, 15:19
Schlimm. Was manchen hier von sich geben, da wird einem um den Rechtsstaat echt Angst und Bange. Schonmal überlegt, dass jemand mit 2xa wahrscheinlich im richterberuf nicht glücklich wird, einfach weil er die Anforderungen nicht so gut erfüllt und deshalb für alles viel länger braucht etc.?
Und zudem kann mir keiner erzählen, die Examensnote sage nichts über die Qualität aus. Schaut euch doch mal um in eurer Ref-AG. Und? Gibts da welche die besonders schlau sind und für alles schnell eine brauchbare Lösung entwickeln können? Und gibt es auch welche, die erstmal 5 Minuten rumstottern, wenn sie eine Analogie begründen sollen? Wer ist wohl besser im Examen?
Dieses dumme Gelaber, das Examen sei bloßes Glück und danach könne jeder alles machen, geht so auf die Nerven.
Und zudem kann mir keiner erzählen, die Examensnote sage nichts über die Qualität aus. Schaut euch doch mal um in eurer Ref-AG. Und? Gibts da welche die besonders schlau sind und für alles schnell eine brauchbare Lösung entwickeln können? Und gibt es auch welche, die erstmal 5 Minuten rumstottern, wenn sie eine Analogie begründen sollen? Wer ist wohl besser im Examen?
Dieses dumme Gelaber, das Examen sei bloßes Glück und danach könne jeder alles machen, geht so auf die Nerven.
15.12.2020, 15:22
15.12.2020, 15:27
(15.12.2020, 15:19)Gast schrieb: Wer ist wohl besser im Examen?
Das zeigt doch schon, dass du von völlig falschen Voraussetzungen ausgehst: Ein Richter muss heute gut im Examen sein, aber nicht zwingend ein guter Richter. Und um Parkplatzunfälle vorm Ikea abzurteilen, muss man eben gerade nicht zur Elite gehören - auch wenn die Meinung der hiesigen Amtsrichter über ihre "komplexen" Fälle eine andere sein mag.
15.12.2020, 15:37
Wie manche hier meinen sich aufspielen zu müssen... und die juristischen Qualitäten anhand der Note erkennen zu können. Zum Einen ist das irgendwie ziemlich amüsant. Zum Anderen wird einem aber auch regelrecht schlecht.
An Diejenigen, die ernsthaft glauben, alle Ausreichend-Kandidaten wären exakt gleich: Denkt Ihr wirklich derart schlicht und undifferenziert?!
Es gibt Kandidaten, die schreiben nunmal handschriftlich verdammt langsam und werden aus diesem Grund mit der Bearbeitung nicht fertig. Was glaubt Ihr, wie ein unvollständiges Urteil vom Korrektor bewertet wird?
Oder wenn der Kandidat Passagen aufgrund dieses "handschriftlichen" Problems bewusst mit verkürzter Argumentation abhandelt, dann hagelt es direkt ein "zu oberflächlich".
Kein Ausreichend-Kandidat ist wie der andere. Ja, es gibt etliche, die die Probleme des Falls übersehen. Oder einige, die schlicht und ergreifend kein Systemverständnis haben. Die, die falsche Normen anwenden, sich nicht gut ausdrücken können oder die Struktur nicht durchgehend einhalten usw.
Es gibt aber auch einfach manche, die mit dem Handschriftlichen ihre Probleme haben. Und nein, dass hat nichts mit einer zu langen Arbeit mit dem Kommentar zu tun.
Wegen der ach so aussagekräftigen Noten kann ich nur folgendes zum Nachdenken mitgeben: Ich kenne eine Person im Bekanntenkreis, die ein VB im Drittversuch geschafft hat.
Und nun? Ist sie dadurch ein besserer Jurist als jemand, der im ersten Versuch 6 P. erreicht hat?
Wohl kaum...
An Diejenigen, die ernsthaft glauben, alle Ausreichend-Kandidaten wären exakt gleich: Denkt Ihr wirklich derart schlicht und undifferenziert?!
Es gibt Kandidaten, die schreiben nunmal handschriftlich verdammt langsam und werden aus diesem Grund mit der Bearbeitung nicht fertig. Was glaubt Ihr, wie ein unvollständiges Urteil vom Korrektor bewertet wird?
Oder wenn der Kandidat Passagen aufgrund dieses "handschriftlichen" Problems bewusst mit verkürzter Argumentation abhandelt, dann hagelt es direkt ein "zu oberflächlich".
Kein Ausreichend-Kandidat ist wie der andere. Ja, es gibt etliche, die die Probleme des Falls übersehen. Oder einige, die schlicht und ergreifend kein Systemverständnis haben. Die, die falsche Normen anwenden, sich nicht gut ausdrücken können oder die Struktur nicht durchgehend einhalten usw.
Es gibt aber auch einfach manche, die mit dem Handschriftlichen ihre Probleme haben. Und nein, dass hat nichts mit einer zu langen Arbeit mit dem Kommentar zu tun.
Wegen der ach so aussagekräftigen Noten kann ich nur folgendes zum Nachdenken mitgeben: Ich kenne eine Person im Bekanntenkreis, die ein VB im Drittversuch geschafft hat.
Und nun? Ist sie dadurch ein besserer Jurist als jemand, der im ersten Versuch 6 P. erreicht hat?
Wohl kaum...
15.12.2020, 15:40
(15.12.2020, 15:27)Gast schrieb:(15.12.2020, 15:19)Gast schrieb: Wer ist wohl besser im Examen?
Das zeigt doch schon, dass du von völlig falschen Voraussetzungen ausgehst: Ein Richter muss heute gut im Examen sein, aber nicht zwingend ein guter Richter. Und um Parkplatzunfälle vorm Ikea abzurteilen, muss man eben gerade nicht zur Elite gehören - auch wenn die Meinung der hiesigen Amtsrichter über ihre "komplexen" Fälle eine andere sein mag.
wer nicht mal in den Fällen der Examina über 2xa kommt, wird auch mit den Fällen der Amtsgerichte überfordert sein.
15.12.2020, 15:48
(15.12.2020, 15:37)Gast schrieb: Wie manche hier meinen sich aufspielen zu müssen... und die juristischen Qualitäten anhand der Note erkennen zu können. Zum Einen ist das irgendwie ziemlich amüsant. Zum Anderen wird einem aber auch regelrecht schlecht.
An Diejenigen, die ernsthaft glauben, alle Ausreichend-Kandidaten wären exakt gleich: Denkt Ihr wirklich derart schlicht und undifferenziert?!
Es gibt Kandidaten, die schreiben nunmal handschriftlich verdammt langsam und werden aus diesem Grund mit der Bearbeitung nicht fertig. Was glaubt Ihr, wie ein unvollständiges Urteil vom Korrektor bewertet wird?
Oder wenn der Kandidat Passagen aufgrund dieses "handschriftlichen" Problems bewusst mit verkürzter Argumentation abhandelt, dann hagelt es direkt ein "zu oberflächlich".
Kein Ausreichend-Kandidat ist wie der andere. Ja, es gibt etliche, die die Probleme des Falls übersehen. Oder einige, die schlicht und ergreifend kein Systemverständnis haben. Die, die falsche Normen anwenden, sich nicht gut ausdrücken können oder die Struktur nicht durchgehend einhalten usw.
Es gibt aber auch einfach manche, die mit dem Handschriftlichen ihre Probleme haben. Und nein, dass hat nichts mit einer zu langen Arbeit mit dem Kommentar zu tun.
Wegen der ach so aussagekräftigen Noten kann ich nur folgendes zum Nachdenken mitgeben: Ich kenne eine Person im Bekanntenkreis, die ein VB im Drittversuch geschafft hat.
Und nun? Ist sie dadurch ein besserer Jurist als jemand, der im ersten Versuch 6 P. erreicht hat?
Wohl kaum...
Darum geht es nicht: ist sie besser oder nicht ? Entscheidend ist: sie hat nachgewiesen, gut genug zu sein; der andere halt nicht. Punkt.
Abgesehen davon hat sie Disziplin und Ehrgeiz unter Beweis gestellt.
15.12.2020, 15:49
(15.12.2020, 15:37)Gast schrieb: Wie manche hier meinen sich aufspielen zu müssen... und die juristischen Qualitäten anhand der Note erkennen zu können. Zum Einen ist das irgendwie ziemlich amüsant. Zum Anderen wird einem aber auch regelrecht schlecht.
An Diejenigen, die ernsthaft glauben, alle Ausreichend-Kandidaten wären exakt gleich: Denkt Ihr wirklich derart schlicht und undifferenziert?!
Es gibt Kandidaten, die schreiben nunmal handschriftlich verdammt langsam und werden aus diesem Grund mit der Bearbeitung nicht fertig. Was glaubt Ihr, wie ein unvollständiges Urteil vom Korrektor bewertet wird?
Oder wenn der Kandidat Passagen aufgrund dieses "handschriftlichen" Problems bewusst mit verkürzter Argumentation abhandelt, dann hagelt es direkt ein "zu oberflächlich".
Kein Ausreichend-Kandidat ist wie der andere. Ja, es gibt etliche, die die Probleme des Falls übersehen. Oder einige, die schlicht und ergreifend kein Systemverständnis haben. Die, die falsche Normen anwenden, sich nicht gut ausdrücken können oder die Struktur nicht durchgehend einhalten usw.
Es gibt aber auch einfach manche, die mit dem Handschriftlichen ihre Probleme haben. Und nein, dass hat nichts mit einer zu langen Arbeit mit dem Kommentar zu tun.
Wegen der ach so aussagekräftigen Noten kann ich nur folgendes zum Nachdenken mitgeben: Ich kenne eine Person im Bekanntenkreis, die ein VB im Drittversuch geschafft hat.
Und nun? Ist sie dadurch ein besserer Jurist als jemand, der im ersten Versuch 6 P. erreicht hat?
Wohl kaum...
Du geht also davon aus dass nur Leute, die schnell viel schreiben können, gute Noten abfangen? Habe in einer Klausur gut ein Drittel mehr geschrieben als eine Bekannte - beide 13 Punkte.
Außerdem hat man jahrelang im Studium Klausuren schreiben geübt, weshalb sich automatisch eine gewissen Routine und Geschwindigkeit einstellt. Wer von sich behauptet, aufgrund der Handschrift einen so erheblichen Nachteil erlitten zu haben, dass er über 2 x a nicht hätte herauskommen können, klingt sehr delusional. Aber wenn man dann besser schlafen kann?
15.12.2020, 15:53
(15.12.2020, 15:27)Gast schrieb:(15.12.2020, 15:19)Gast schrieb: Wer ist wohl besser im Examen?
Das zeigt doch schon, dass du von völlig falschen Voraussetzungen ausgehst: Ein Richter muss heute gut im Examen sein, aber nicht zwingend ein guter Richter. Und um Parkplatzunfälle vorm Ikea abzurteilen, muss man eben gerade nicht zur Elite gehören - auch wenn die Meinung der hiesigen Amtsrichter über ihre "komplexen" Fälle eine andere sein mag.
Schon mal was von einer Spezialzuständigkeit für IKEA Parkplatzunfälle gehört ??? :)
Natürlich nicht. AG heißt große juristische Verwendungsbreite nebst Zeitdruck. Es spricht eine vertretbare widerlegbare Vermutung dafür, dass 2xa Juristen das nicht bewerkstelligen können. Ausnahmen bestätigen freilich die Regel.
Und selbst Verkehrsunfälle übrigens bekommen viele Referendare in der Zivilstation nicht gebacken!
Es wäre eine Zumutung für die ohnehin schon überlastete Justiz, wenn mehrheitlich ausreichend Kandidaten eingestellt würden.








