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Derzeitige Bewerbungssituation bei GKs
Gast
Unregistered
 
#451
23.10.2020, 16:26
(23.10.2020, 16:10)Gast schrieb:  Man merkt hier deutlich, dass nur Leute aus den wirtschaftlich unlukrativen zivilrechtsgebieten mitreden wollen, die von staatlichen handeln keinen Schimmer haben und meinen, die Wirtschaft gewinnt gegen Corona.

Wenn überhaupt einer Ahnung hat, sind’s die Kollegen aus dem öffentlichen Wirtschaftsrecht, an dem jede Transaktion scheitern kann und die die Sprache der Behörden verstehen.

Aus Sicht eines ö-Rechtlers kommt der 2.Lockdown. Der Staat wird es so nicht nennen, aber hat bereits schrittweise Massnahmen eingeleitet, die in 4 Wochen in einen Lockdown münden. Eine Persönliche Meinung: das ist richtig und konsequent. Wenn einer gewinnt, dann der Staat, nicht die Wirtschaft.

Ich würde jetzt nicht  wechseln.

Gut gebrüllt, Ö-Rechtler ;-) 
Ob ein zweiter Lockdown kommt, ist sicher auch eine Frage der virologischen Beurteilung...

Davon einmal abgesehen: Dass die "Zivilrechtsgebiete" wie M&A (strategisch wie PE) und Kapitalmarktrecht - jedenfalls an der Marktspitze - zu den besonders profitablen Bereichen gehören, ist an dir vorbeigegangen? Warum wohl konzentrieren sich Top-Einheiten wie Hengeler und die Amis (Kirkland, Latham, Skadden, Sullivan, Milbank) auf die Transaktionsberatung? Selbst die Full-Service-Kanzlei Freshfields fokussiert sich immer mehr auf internationale Transaktionen, sodass das renommierte ÖffR-Team gegangen ist...
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Gast
Unregistered
 
#452
23.10.2020, 16:34
(23.10.2020, 13:34)Gast schrieb:  
(23.10.2020, 10:36)Gast schrieb:  
(23.10.2020, 10:09)Gast schrieb:  
(23.10.2020, 10:01)Gast schrieb:  
(22.10.2020, 21:47)Gast schrieb:  Wieder falsch. GK ins Unternehmen. Bekannte aber durchaus auch von GK in GK.


Was damit gesagt werden sollte ist nicht, dass ein Jobwechsel absolut unmöglich und ausgeschlossen ist. Es ist rein objektiv Betrachtet einfach nicht angeraten einen Job in dem man nicht totunglücklich ist in einer wirtschaftlich angespannten Lage aufzugeben und sich nach einem neuen Job umzusehen. 

Ausnahmen bestätigen - wie immer - die Regel. Wer eine feste Zusagen hat soll gerne kündigen und wechseln. Dass du jemanden kennst, der von GK zur GK gewechselt ist heißt nicht, dass das für alle möglich sein muss. Ganz davon ab gibt es auch Jenseits der GK, in der hier anscheinend alle arbeiten, Anwälte in Angestelltenverhältnissen die durchaus relevante Jobs machen - das aber nur am Rande.


Es ist auch immer möglich, die Probezeit abzubedingen


Was soll das bringen? Dann hast ein Monat Kündigungsfrist statt zwei Wochen. Das KSchG greift erst nach 6 Monaten


Man höre und staune, man kann auch die Wartezeit des KSchG abbedingen.

Ach so, klar. Das machen die Verantwortlichen auch mit, gerade in den GKs. Dazu gibt es derzeit ja kaum Bewerber, aber ganz viele Stellenangebote, sodass man als Bewerber sowas auf jeden Fall mal mit in die Waagschale legen sollte. Viel Glück.  :D
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Gast
Unregistered
 
#453
23.10.2020, 16:36
(23.10.2020, 16:26)Gast schrieb:  
(23.10.2020, 16:10)Gast schrieb:  Man merkt hier deutlich, dass nur Leute aus den wirtschaftlich unlukrativen zivilrechtsgebieten mitreden wollen, die von staatlichen handeln keinen Schimmer haben und meinen, die Wirtschaft gewinnt gegen Corona.

Wenn überhaupt einer Ahnung hat, sind’s die Kollegen aus dem öffentlichen Wirtschaftsrecht, an dem jede Transaktion scheitern kann und die die Sprache der Behörden verstehen.

Aus Sicht eines ö-Rechtlers kommt der 2.Lockdown. Der Staat wird es so nicht nennen, aber hat bereits schrittweise Massnahmen eingeleitet, die in 4 Wochen in einen Lockdown münden. Eine Persönliche Meinung: das ist richtig und konsequent. Wenn einer gewinnt, dann der Staat, nicht die Wirtschaft.

Ich würde jetzt nicht  wechseln.

Gut gebrüllt, Ö-Rechtler ;-) 
Ob ein zweiter Lockdown kommt, ist sicher auch eine Frage der virologischen Beurteilung...

Davon einmal abgesehen: Dass die "Zivilrechtsgebiete" wie M&A (strategisch wie PE) und Kapitalmarktrecht - jedenfalls an der Marktspitze - zu den besonders profitablen Bereichen gehören, ist an dir vorbeigegangen? Warum wohl konzentrieren sich Top-Einheiten wie Hengeler und die Amis (Kirkland, Latham, Skadden, Sullivan, Milbank) auf die Transaktionsberatung? Selbst die Full-Service-Kanzlei Freshfields fokussiert sich immer mehr auf internationale Transaktionen, sodass das renommierte ÖffR-Team gegangen ist...

Kapitalmarktrecht ist nicht Zivilrecht, sondern besonderes Verwaltungsrecht (genau: Gewerberecht). BaFin und Börse handeln hoheitlich. Finanzprodukte sind wie Chemikalien hoch reguliert durch gesetzliche Vorgaben.

Die Krise führt bei den genannten Einheiten gerade zu einem Umdenken. Die Kanzleien möchten künftig Krisenunabhängig sein. Das geht nur mit einer Verstärkung krisenresistenterBereiche wie dem ö-recht, das in guten Zeiten über das Zustandekommen einer Transaktion entscheidet und das in schlechten Zeiten für auslastung wegen staatlicher Reglementierungen sorgt.

Insbesondere FBD bereut seinen vormaligen Strategiewechsel.
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Gast
Unregistered
 
#454
23.10.2020, 16:43
Seh ich ganz genau so. Den eigentlichen Mehrwert Inder Transaktion bringt erst das ö recht. SPA schreiben ist anspruchslos. Die Für die Transaktion erforderliche staatliche Genehmigung zu bekommen oder zu verlieren das zentrale Problem. Wenn der Staat nein sagt, sagt er nein. Die Sprache der Behörden verstehen nur die ÖRechtler.

Würde mir wünschen, dass jede Transaktion unter einen staatlichen Genehmigungsvorbehalt mit großzügigem politischen Ermessen steht. Die Grenze der Privatautonomie ist das Gemeinwohl. Nicht jedes Rechtsgeschäft erfolgt in dessem Sinne.
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Gast Gast
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#455
23.10.2020, 17:10
(23.10.2020, 16:43)Gast schrieb:  Seh ich ganz genau so. Den eigentlichen Mehrwert Inder Transaktion bringt erst das ö recht. SPA schreiben ist anspruchslos. Die Für die Transaktion erforderliche staatliche Genehmigung zu bekommen oder zu verlieren das zentrale Problem. Wenn der Staat nein sagt, sagt er nein. Die Sprache der Behörden verstehen nur die ÖRechtler.

Würde mir wünschen, dass jede Transaktion unter einen staatlichen Genehmigungsvorbehalt mit großzügigem politischen Ermessen steht. Die Grenze der Privatautonomie ist das Gemeinwohl. Nicht jedes Rechtsgeschäft erfolgt in dessem Sinne.

Uhhh... jetzt wird es spannend. Wird der GK ÖRechtler bald hier im Forum so hipp sein, wie der Berliner Anwaltsnotar?
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Gast
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#456
23.10.2020, 17:20
ÖRechf vs Anwaltsnotar vs Hamburger Notar. Der ultimative Showdown
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Gast
Unregistered
 
#457
23.10.2020, 17:26
(23.10.2020, 16:43)Gast schrieb:  Würde mir wünschen, dass jede Transaktion unter einen staatlichen Genehmigungsvorbehalt mit großzügigem politischen Ermessen steht. Die Grenze der Privatautonomie ist das Gemeinwohl. Nicht jedes Rechtsgeschäft erfolgt in dessem Sinne.

Mit Verlaub, die letzten Male, als dem Volkswohl Gemeinwohl derartige Bedeutung auf deutschem Boden beigemessen wurde, ging das nicht gut aus. Mal ganz abgesehen davon, dass die Unterordnung des Einzelnen unter die Interessen der Gemeinschaft den Ideen der Aufklärung (und i.Ü. Art. 1 GG) widerspricht.
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Gast
Unregistered
 
#458
23.10.2020, 17:26
(23.10.2020, 16:36)Gast schrieb:  
(23.10.2020, 16:26)Gast schrieb:  
(23.10.2020, 16:10)Gast schrieb:  Man merkt hier deutlich, dass nur Leute aus den wirtschaftlich unlukrativen zivilrechtsgebieten mitreden wollen, die von staatlichen handeln keinen Schimmer haben und meinen, die Wirtschaft gewinnt gegen Corona.

Wenn überhaupt einer Ahnung hat, sind’s die Kollegen aus dem öffentlichen Wirtschaftsrecht, an dem jede Transaktion scheitern kann und die die Sprache der Behörden verstehen.

Aus Sicht eines ö-Rechtlers kommt der 2.Lockdown. Der Staat wird es so nicht nennen, aber hat bereits schrittweise Massnahmen eingeleitet, die in 4 Wochen in einen Lockdown münden. Eine Persönliche Meinung: das ist richtig und konsequent. Wenn einer gewinnt, dann der Staat, nicht die Wirtschaft.

Ich würde jetzt nicht  wechseln.

Gut gebrüllt, Ö-Rechtler ;-) 
Ob ein zweiter Lockdown kommt, ist sicher auch eine Frage der virologischen Beurteilung...

Davon einmal abgesehen: Dass die "Zivilrechtsgebiete" wie M&A (strategisch wie PE) und Kapitalmarktrecht - jedenfalls an der Marktspitze - zu den besonders profitablen Bereichen gehören, ist an dir vorbeigegangen? Warum wohl konzentrieren sich Top-Einheiten wie Hengeler und die Amis (Kirkland, Latham, Skadden, Sullivan, Milbank) auf die Transaktionsberatung? Selbst die Full-Service-Kanzlei Freshfields fokussiert sich immer mehr auf internationale Transaktionen, sodass das renommierte ÖffR-Team gegangen ist...

Kapitalmarktrecht ist nicht Zivilrecht, sondern besonderes Verwaltungsrecht (genau: Gewerberecht). BaFin und Börse handeln hoheitlich. Finanzprodukte sind wie Chemikalien hoch reguliert durch gesetzliche Vorgaben.

Die Krise führt bei den genannten Einheiten gerade zu einem Umdenken. Die Kanzleien möchten künftig Krisenunabhängig sein. Das geht nur mit einer Verstärkung krisenresistenterBereiche wie dem ö-recht, das in guten Zeiten über das Zustandekommen einer Transaktion entscheidet und das in schlechten Zeiten für auslastung wegen staatlicher Reglementierungen sorgt.

Insbesondere FBD bereut seinen vormaligen Strategiewechsel.


Alles klar, dann bewerbe ich mich jetzt mal mit meinem migrationsrechtlichen Hintergrund bei sämtlichen GKs initiativ
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Gast
Unregistered
 
#459
23.10.2020, 17:29
Die GKs wissen um den anstehenden 2. Lockdown und werden ihre Einstellungen auch wieder auf 0 reduzieren.

Echt mies, jetzt als neuer Jurist auf den Arbeitsmarkt zu strömen.  :D
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Gast Gast
Unregistered
 
#460
23.10.2020, 17:46
(23.10.2020, 17:29)Gast schrieb:  Die GKs wissen um den anstehenden 2. Lockdown und werden ihre Einstellungen auch wieder auf 0 reduzieren.

Echt mies, jetzt als neuer Jurist auf den Arbeitsmarkt zu strömen.  :D


Und? 80% meiner Mandanten stammen eh nicht aus Deutschland. Betroffen sind die höchstens durch eine globale Rezession aber nicht davon, ob hier der Supermarkt oder der Friseur geöffnet oder geschlossen ist.

Aber gut, das übliche schwarz-weiß denken hier. Entweder wird jeder von der GK eingestellt, der bei drei nicht aufm Baum ist, oder es gibt total Einstellungsstopp. Dass Einstellungen in den nächsten Monaten einfach nur etwas reduziert durchgeführt werden, kann sich anscheinend kaum einer vorstellen...
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