28.04.2026, 18:19
Ich habe ein Angebot für eine Inhouse-Stelle bei einem Automotive-Großunternehmen.
Inhaltlich hört es sich sehr spannend an und die Rahmenbedingungen scheinen weitgehend zu stimmen. Der Weg ist ziemlich weit, aber die HO-Regelung ist sehr flexibel.
Das einzige was mir wirklich negativ aufstößt ist eine ordentliche Kündigungsfrist von sechs Monaten. Für den Arbeitgeber ist sie nicht verhandelbar.
Habt ihr Erfahrungen mit langen Kündigungsfristen? Verbaut sich damit die Manövrierfähigkeit auf dem Jobmarkt in der Zukunft? Oder mache ich mir da zu viele Sorgen?
Inhaltlich hört es sich sehr spannend an und die Rahmenbedingungen scheinen weitgehend zu stimmen. Der Weg ist ziemlich weit, aber die HO-Regelung ist sehr flexibel.
Das einzige was mir wirklich negativ aufstößt ist eine ordentliche Kündigungsfrist von sechs Monaten. Für den Arbeitgeber ist sie nicht verhandelbar.
Habt ihr Erfahrungen mit langen Kündigungsfristen? Verbaut sich damit die Manövrierfähigkeit auf dem Jobmarkt in der Zukunft? Oder mache ich mir da zu viele Sorgen?
28.04.2026, 19:23
Ein Wechsel mit so einer Kündigungsfrist ist schon nicht angenehm. Habe selbst so eine Erfahrung nicht gemacht, aber eine gute Freundin. Kann für einen etwaigen neuen Job ein Hindernis sein. Ein Arbeitgeber, der dich aber wirklich will, wird dir deswegen nicht absagen.
28.04.2026, 20:29
Zugleich ist die Frist auch Ausdruck dessen, dass der AG dich halten möchte oder zumindest in doch investieren will und einen entsprechenden Zeitraum für den Wissenstransfer vorsieht.
Frage dich, ob du die Stellen für die dringend jemand möglichst gestern gesucht wird überhaupt haben möchtest.
Frage dich, ob du die Stellen für die dringend jemand möglichst gestern gesucht wird überhaupt haben möchtest.
28.04.2026, 20:59
Eine solche Frist ist bei höheren Positionen durchaus üblich, in etlichen Konzernen bei AT-Verträgen sogar Standard.
Das sollte dich überhaupt nicht besorgen. Notfalls kommt man via Aufhebungsvertrag immer früher raus (spätestens dann, wenn man subtil andeutet, während der sechsmonatigen Kündigungsfrist voraussichtlich in einigem Umfang eh krank zu sein, eine Kur zu planen, Bildungsurlaub zu nehmen, whatever. Dann lassen sich erfahrungsgemäß alle (!) Arbeitgeber auf eine frühere Beendigung ein.)
Das sollte dich überhaupt nicht besorgen. Notfalls kommt man via Aufhebungsvertrag immer früher raus (spätestens dann, wenn man subtil andeutet, während der sechsmonatigen Kündigungsfrist voraussichtlich in einigem Umfang eh krank zu sein, eine Kur zu planen, Bildungsurlaub zu nehmen, whatever. Dann lassen sich erfahrungsgemäß alle (!) Arbeitgeber auf eine frühere Beendigung ein.)
28.04.2026, 21:03
Kann dem nur zustimmen. Ein Arbeitnehmer der signalisiert, dass er so schnell wie möglich weg will, ist für jeden Arbeitgeber nicht mehr attraktiv. Bevor du den Aufhebungsvertrag durch Krankschreibung "erzwingst", einigt man sich da in der Regel eben anders.
29.04.2026, 09:27
Sehe ich eher als green denn als red flag. Wie die Vorredner sagten spricht es dafür, dass sie dich halten und in dich investieren wollen. Als Arbeitnehmer kommt man immer früher raus, Möglichkeiten wurden bereits genannt.
29.04.2026, 17:43
bei uns in bestimmten Bereichen und Gehaltsklassen auch so und definitiv nicht verhandelbar. Wird bei uns sogar kritisch gesehen, wenn ein Bewerber da hart drauf geht, denn dann stellt sich die künftige Führungskraft die Frage, wie ernst meint es denn der Kandidat mit dem Bekenntnis zum neuen Unternehmen. Ich persönlich würde nicht so reagieren, aber es gab bei uns Fälle, da wurde dann nicht der 1A sondern 1B Kandidat genommen, weil er damit gerade keinen Schmerz hatte
Und wie gesagt: es ist kein echtes Hemmnis.
Und wie gesagt: es ist kein echtes Hemmnis.



