03.04.2026, 12:38
Hallo zusammen,
ich bin mittlerweile im öD (Justiz) angekommen. Mir macht die Arbeit Spaß. Auf lange Sicht möchte ich aber sicherlich auch mal etwas anderes machen, ohne dem öD den Rücken zu kehren. Ich interessiere mich privat sehr für politische Themen, lese aktiv Zeitung und verfolge politische Debatten in Funk und Fernsehen. Gibt es Möglichkeiten im öD, die es mir ermöglichen, in dem politischen Betrieb aktiv zu sein, ohne einer Partei anzugehören? Durch Abordnungen versteht sich.
ich bin mittlerweile im öD (Justiz) angekommen. Mir macht die Arbeit Spaß. Auf lange Sicht möchte ich aber sicherlich auch mal etwas anderes machen, ohne dem öD den Rücken zu kehren. Ich interessiere mich privat sehr für politische Themen, lese aktiv Zeitung und verfolge politische Debatten in Funk und Fernsehen. Gibt es Möglichkeiten im öD, die es mir ermöglichen, in dem politischen Betrieb aktiv zu sein, ohne einer Partei anzugehören? Durch Abordnungen versteht sich.
03.04.2026, 13:53
(03.04.2026, 12:38)Neluil schrieb: Hallo zusammen,
ich bin mittlerweile im öD (Justiz) angekommen. Mir macht die Arbeit Spaß. Auf lange Sicht möchte ich aber sicherlich auch mal etwas anderes machen, ohne dem öD den Rücken zu kehren. Ich interessiere mich privat sehr für politische Themen, lese aktiv Zeitung und verfolge politische Debatten in Funk und Fernsehen. Gibt es Möglichkeiten im öD, die es mir ermöglichen, in dem politischen Betrieb aktiv zu sein, ohne einer Partei anzugehören? Durch Abordnungen versteht sich.
Wüsste nicht, wo man da abgeordnet werden kann, wenn man der Justiz angehört. Kannst dich ja für ein Bürgermeisteramt bewerben, da kann man auch parteilos kandidieren.
03.04.2026, 14:03
(03.04.2026, 12:38)Neluil schrieb: Hallo zusammen,
ich bin mittlerweile im öD (Justiz) angekommen. Mir macht die Arbeit Spaß. Auf lange Sicht möchte ich aber sicherlich auch mal etwas anderes machen, ohne dem öD den Rücken zu kehren. Ich interessiere mich privat sehr für politische Themen, lese aktiv Zeitung und verfolge politische Debatten in Funk und Fernsehen. Gibt es Möglichkeiten im öD, die es mir ermöglichen, in dem politischen Betrieb aktiv zu sein, ohne einer Partei anzugehören? Durch Abordnungen versteht sich.
Man kann z.B. Referent*in im Justizministerium/ im Ministerbüro werden. Ich glaube, das funktioniert über Abordnung. Ob das allerdings ohne entsprechende (partei)politische Verbindungen funktioniert, weiß ich nicht.
03.04.2026, 14:13
Hängt davon ab, was für dich konkret der „politische Betrieb“ sein soll. Du kannst dich natürlich in ein Ministerium oder zB die Landtagsverwaltung abordnen lassen. Inwieweit du da „politisch“ arbeiten kannst, hängt sehr von der konkreten Stelle ab. Aus eigener Erfahrung kann ich dir iÜ nur sagen, dass „sich für Politik interessieren“ wenig bis nichts mit der konkreten Arbeit in der Verwaltung zu tun hat (auch nicht im „politischen“ Bereich).
03.04.2026, 15:02
Immer mal wieder gab es Ausschreibungen bspw. von Landtagsfraktionen in NRW für Untersuchungsausschüsse, die gerade auch an Richter im Wege der Abordnung gerichtet waren. Inwiefern das "politisch" iS deiner Vorstellung ist, ist womöglich eine andere Frage, Pontifex Maximus hat das bereits angerissen.
03.04.2026, 16:53
In der Kommunalverwaltung ist man im Rechtsamt oft recht nahe an der Kommunalpolitik dran, aber begleitend eben, nicht agierend..
03.04.2026, 19:13
(03.04.2026, 12:38)Neluil schrieb: Hallo zusammen,
ich bin mittlerweile im öD (Justiz) angekommen. Mir macht die Arbeit Spaß. Auf lange Sicht möchte ich aber sicherlich auch mal etwas anderes machen, ohne dem öD den Rücken zu kehren. Ich interessiere mich privat sehr für politische Themen, lese aktiv Zeitung und verfolge politische Debatten in Funk und Fernsehen. Gibt es Möglichkeiten im öD, die es mir ermöglichen, in dem politischen Betrieb aktiv zu sein, ohne einer Partei anzugehören? Durch Abordnungen versteht sich.
In NRW sucht die Landtagsverwaltung regelmäßig Juristen (im Wege der Abordnung) die einzelnen U-Ausschüsse rechtlich begleiten. Daneben besteht auch die Möglichkeit sich direkt bei einer Partei zu bewerben (man wird dann beurlaubt und von der Partei äquivalent versorgt und bleibt Beamter). Ansonsten ist auch die Arbeit im Ministerium politischer als man es oft möchte
03.04.2026, 19:47
Abordnung ins Ministerium ist bei Interesse oft möglich. Ob es dort politiknah ist, hängt zum einen vom Arbeitsbereich ab - Aufsicht über eine Staatsanwaltschaft, Justizvollzug oder so ist es eher nicht, Zentralstelle dagegen schon. Zum anderen kommt es auf die jeweiligen Vorgesetzten und die Kultur im Haus an: bei mir dürfen Referenten zur Hausspitze mit, wenn ihre Themen betroffen sind, anderswo dürfen sie nicht und bekommen entsprechend weniger mit.
Ich bin damals ohne in einer Partei zu sein aus der Justiz in einen extrem politiknahen Bereich gewechselt, es geht also. Da war aber auch viel Zufall und Glück dabei.
Ich bin damals ohne in einer Partei zu sein aus der Justiz in einen extrem politiknahen Bereich gewechselt, es geht also. Da war aber auch viel Zufall und Glück dabei.
06.04.2026, 16:16
(03.04.2026, 19:47)Praktiker schrieb: Abordnung ins Ministerium ist bei Interesse oft möglich. Ob es dort politiknah ist, hängt zum einen vom Arbeitsbereich ab - Aufsicht über eine Staatsanwaltschaft, Justizvollzug oder so ist es eher nicht, Zentralstelle dagegen schon. Zum anderen kommt es auf die jeweiligen Vorgesetzten und die Kultur im Haus an: bei mir dürfen Referenten zur Hausspitze mit, wenn ihre Themen betroffen sind, anderswo dürfen sie nicht und bekommen entsprechend weniger mit.
Ich bin damals ohne in einer Partei zu sein aus der Justiz in einen extrem politiknahen Bereich gewechselt, es geht also. Da war aber auch viel Zufall und Glück dabei.
Naja, wenn es wie z.B. in Bayern einen Skandal gibt (Folter gegenüber Inhaftierten in der JVA Augsburg-Gablingen), dann dürfte so eine Stelle auch höchst politisch sein, denn sowas kann (und ggf. sollte) einem Justizminister auch mal schnell das Amt kosten.
07.04.2026, 08:16
(06.04.2026, 16:16)Lauser schrieb:(03.04.2026, 19:47)Praktiker schrieb: Abordnung ins Ministerium ist bei Interesse oft möglich. Ob es dort politiknah ist, hängt zum einen vom Arbeitsbereich ab - Aufsicht über eine Staatsanwaltschaft, Justizvollzug oder so ist es eher nicht, Zentralstelle dagegen schon. Zum anderen kommt es auf die jeweiligen Vorgesetzten und die Kultur im Haus an: bei mir dürfen Referenten zur Hausspitze mit, wenn ihre Themen betroffen sind, anderswo dürfen sie nicht und bekommen entsprechend weniger mit.
Ich bin damals ohne in einer Partei zu sein aus der Justiz in einen extrem politiknahen Bereich gewechselt, es geht also. Da war aber auch viel Zufall und Glück dabei.
Naja, wenn es wie z.B. in Bayern einen Skandal gibt (Folter gegenüber Inhaftierten in der JVA Augsburg-Gablingen), dann dürfte so eine Stelle auch höchst politisch sein, denn sowas kann (und ggf. sollte) einem Justizminister auch mal schnell das Amt kosten.
Das ist aber vermutlich nicht die Art von Politiknähe, die man sucht...










