17.03.2026, 08:35
(16.03.2026, 22:19)BetterLearnAll25 schrieb:(16.03.2026, 21:16)Buffo schrieb: Analog ist nicht mehr konkurrenzfähig. Digitalisierung öffnet Möglichkeiten der Automatisierung und rationalisiert haufenweise Arbeitsschrite weg.
Ich war seinerzeit auch mal bei einer Kanzlei, in der die Verfügungen handschriftlich auf einen Telefonnotizzettel der Refa hingelegt wurden. Manche Refas erzählen gruselige Stories davon, dass sie unzählige Stunden damit zugebracht haben, irgendwelche Handakten in der Kanzlei zu suchen oder E-Mails auszudrucken, von Doppelstrukturen ganz abgesehen.
Ich erlebe auch überforderte Kollegen, die panisch in endlosen Akten mit Fähnchen und Markierungen blättern während der Verhandlung. 130 Seiten digital durchsuchbar zu haben, hilft da ungemein.
Im Ergebnis bin ich sprachlos, dass die Diskussion digital gegen analog überhaupt noch geführt wird.
Als Mitbewerber auf dem Mandantenmarkt empfehle ich dir natürlich nachdrücklich, die analoge Kanzlei zu wählen. Während du dabei bist, spezialisiere dich am besten auf Beratungshilfe.
Ich hab auch schon Kollegen erlebt, die panisch auf ihrem schicken iPad herumgescrollt haben und die Verhandlung wie eine mündliche Prüfung versuchen am Leben zu erhalten. Ebenso hab ich es auch erlabt, dass die Software streikt, die IT ne Stunde braucht um das Problem zu beheben und man nicht arbeiten kann.
Du hast recht. Analog ist der Weg in die Zukunft.
17.03.2026, 12:19
was für eine Software könnt ihr denn dann empfehlen?
17.04.2026, 14:58
Ich habe gerade den Post gesehen und dachte, ich gebe mal meine Meinung als selbstständiger Einzelanwalt zum Besten:
Ich verstehe, dass Papierakten so ihre "Vorteile" haben; man muss sich keine großen Gedanken über Datenschutz und Datensicherung machen. ABER ich möchte hier einfach nochmal ganz eindringlich dafür werben, sich das ganze mal objektiv anzuschauen. Papierakten sind wahnsinnig teuer. Neben dem offensichtlichen wie Drucker- und Papierkosten ist vor allem der Stauraum und die damit anfallenden Kosten sehr hoch.
Ich gehöre zu den wenigen Anwälten, die ohne Anwaltsprogramm arbeiten. Ich war bisher mit keiner Software wirklich zufrieden. Das ist wirklich wahnsinnig, wie veraltet und langsam die Technik in diesem Bereich ist. Man kann sich mit Microsoft Office 365 wunderbare Lösungen basteln. Wenn man ehrlich ist, muss man sich nur eine klare Ordnerstruktur anlegen und ein mal ein paar gute Vorlagen schreiben. Dann hat man mit minimalen Kosten eine top digitale Kanzlei. Das noch verbunden mit einer NAS sowie einem guten Buchhaltungsprogramm und man hat das Büro überall dabei.
Und falls das noch nicht Anreiz genug ist: durch digitales Arbeiten haben - gerade Einzelanwälte - die Möglichkeit, mit einer Kostenquote zu arbeiten, von der die meisten Unternehmen nur träumen! Da ist man meilenweit entfernt von den 40-50 %!
Ich verstehe, dass Papierakten so ihre "Vorteile" haben; man muss sich keine großen Gedanken über Datenschutz und Datensicherung machen. ABER ich möchte hier einfach nochmal ganz eindringlich dafür werben, sich das ganze mal objektiv anzuschauen. Papierakten sind wahnsinnig teuer. Neben dem offensichtlichen wie Drucker- und Papierkosten ist vor allem der Stauraum und die damit anfallenden Kosten sehr hoch.
Ich gehöre zu den wenigen Anwälten, die ohne Anwaltsprogramm arbeiten. Ich war bisher mit keiner Software wirklich zufrieden. Das ist wirklich wahnsinnig, wie veraltet und langsam die Technik in diesem Bereich ist. Man kann sich mit Microsoft Office 365 wunderbare Lösungen basteln. Wenn man ehrlich ist, muss man sich nur eine klare Ordnerstruktur anlegen und ein mal ein paar gute Vorlagen schreiben. Dann hat man mit minimalen Kosten eine top digitale Kanzlei. Das noch verbunden mit einer NAS sowie einem guten Buchhaltungsprogramm und man hat das Büro überall dabei.
Und falls das noch nicht Anreiz genug ist: durch digitales Arbeiten haben - gerade Einzelanwälte - die Möglichkeit, mit einer Kostenquote zu arbeiten, von der die meisten Unternehmen nur träumen! Da ist man meilenweit entfernt von den 40-50 %!
18.04.2026, 06:47
(17.04.2026, 14:58)Im_Zweifel_für_die_Wirtschaft schrieb: Ich habe gerade den Post gesehen und dachte, ich gebe mal meine Meinung als selbstständiger Einzelanwalt zum Besten:
Ich verstehe, dass Papierakten so ihre "Vorteile" haben; man muss sich keine großen Gedanken über Datenschutz und Datensicherung machen. ABER ich möchte hier einfach nochmal ganz eindringlich dafür werben, sich das ganze mal objektiv anzuschauen. Papierakten sind wahnsinnig teuer. Neben dem offensichtlichen wie Drucker- und Papierkosten ist vor allem der Stauraum und die damit anfallenden Kosten sehr hoch.
Ich gehöre zu den wenigen Anwälten, die ohne Anwaltsprogramm arbeiten. Ich war bisher mit keiner Software wirklich zufrieden. Das ist wirklich wahnsinnig, wie veraltet und langsam die Technik in diesem Bereich ist. Man kann sich mit Microsoft Office 365 wunderbare Lösungen basteln. Wenn man ehrlich ist, muss man sich nur eine klare Ordnerstruktur anlegen und ein mal ein paar gute Vorlagen schreiben. Dann hat man mit minimalen Kosten eine top digitale Kanzlei. Das noch verbunden mit einer NAS sowie einem guten Buchhaltungsprogramm und man hat das Büro überall dabei.
Und falls das noch nicht Anreiz genug ist: durch digitales Arbeiten haben - gerade Einzelanwälte - die Möglichkeit, mit einer Kostenquote zu arbeiten, von der die meisten Unternehmen nur träumen! Da ist man meilenweit entfernt von den 40-50 %!
Arbeitest du dann ohne eine Cloud Lösung oder wie Speicherst, Backupst und archivierst du dann langfristig?
Kostenargument ist natürlich der Hammer, aber ganz ohne professionelle Software finde ich es spannend
18.04.2026, 09:06
Wenn ich richtig verstehe, kommt da ein kleiner (großer) PC (im Wesentlichen nur Festplatten) in die privaten Räumlichkeiten und bekommt eine Standleitung ins Internet ("das noch verbunden mit einer NAS").
18.04.2026, 10:30
(17.04.2026, 14:58)Im_Zweifel_für_die_Wirtschaft schrieb: Ich habe gerade den Post gesehen und dachte, ich gebe mal meine Meinung als selbstständiger Einzelanwalt zum Besten:hört sich spannend an! ist man denn nicht als Einzelanwalt verantwortlich dsgvo konform zu arbeiten ? ist das gegeben mit M365? finde ich hört sich nämlich sehr gut an sonst !
Ich verstehe, dass Papierakten so ihre "Vorteile" haben; man muss sich keine großen Gedanken über Datenschutz und Datensicherung machen. ABER ich möchte hier einfach nochmal ganz eindringlich dafür werben, sich das ganze mal objektiv anzuschauen. Papierakten sind wahnsinnig teuer. Neben dem offensichtlichen wie Drucker- und Papierkosten ist vor allem der Stauraum und die damit anfallenden Kosten sehr hoch.
Ich gehöre zu den wenigen Anwälten, die ohne Anwaltsprogramm arbeiten. Ich war bisher mit keiner Software wirklich zufrieden. Das ist wirklich wahnsinnig, wie veraltet und langsam die Technik in diesem Bereich ist. Man kann sich mit Microsoft Office 365 wunderbare Lösungen basteln. Wenn man ehrlich ist, muss man sich nur eine klare Ordnerstruktur anlegen und ein mal ein paar gute Vorlagen schreiben. Dann hat man mit minimalen Kosten eine top digitale Kanzlei. Das noch verbunden mit einer NAS sowie einem guten Buchhaltungsprogramm und man hat das Büro überall dabei.
Und falls das noch nicht Anreiz genug ist: durch digitales Arbeiten haben - gerade Einzelanwälte - die Möglichkeit, mit einer Kostenquote zu arbeiten, von der die meisten Unternehmen nur träumen! Da ist man meilenweit entfernt von den 40-50 %!
18.04.2026, 14:31
Backups usw. sind mit dem NAS eigentlich überflüssig. Die Festplatten werden gespiegelt. Sollte eine ausfallen ist auf der anderen noch alles drauf.
Und natürlich ist die DSGVO auch für Einzelanwälte ein Thema. Office 365 ist in der Grundeinstellung nicht mit der DSGVO vereinbar. Kann man aber einstellen das es passt. Und durch den NAS ist man auf keine Server von außerhalb angewiesen.
Und natürlich ist die DSGVO auch für Einzelanwälte ein Thema. Office 365 ist in der Grundeinstellung nicht mit der DSGVO vereinbar. Kann man aber einstellen das es passt. Und durch den NAS ist man auf keine Server von außerhalb angewiesen.
18.04.2026, 14:41
Hält sich da wirklich jemand dran? Defacto wird Datenschutz doch meistens nicht beachtet, wenn‘s niemand mitbekommt. Mandatsgeheimnis bei vielen Anwälten nicht mal…
18.04.2026, 18:21
(18.04.2026, 14:41)Sesselpupser schrieb: Hält sich da wirklich jemand dran? Defacto wird Datenschutz doch meistens nicht beachtet, wenn‘s niemand mitbekommt. Mandatsgeheimnis bei vielen Anwälten nicht mal…
Kleine bis mittlere Kanzleien sicher weniger. Zumindest nach meiner Erfahrung. Wir im Konzern achten penibel drauf. Wir haben aber auch viele Auskunftsersuchen von Kunden und anderen Leuten, wie "Datenschutz-Hoppern" (das Äquivalent zum AGG-Hopper) und würden große Probleme bekommen, wenn wir nicht darauf achten würden. Es ist nervig und ärgerlich, bei der jeweiligen Datenschutzbehörde des Landes zugeben zu müssen, dass irgendwo ein Fehler passiert ist, der nicht hätte passieren sollen. Die Hopper warten nur darauf, dich vorführen zu können.
Für meine kleine nebenberufliche Selbständigkeit nutze ich kein Programm. Dafür lohnt es sich nicht, da ich nicht viel mache. Eine Buchhaltungssoftware wäre aber auf jeden Fall empfehlenswert, wenn man im normalen Umfang selbständig ist. Die gibt es schon für relativ wenig Geld.



