22.02.2026, 13:52
Ich möchte hier Mal positives über die Arbeit bei den Rechtsschutzversicherungen berichten, leider habe ich immer vieles in die Richtung Auffangbecken für schlechte Noten gelesen. Zur mir: fast 30, weiblich, beide Examina befriedigend, vorher keine Berufserfahrung außerhalb vom Ref.
Ich arbeite nun seit einiger Zeit bei einer Rechtsschutzversicherung in NRW, vorher war ich Anwältin in einer kleinen Kanzlei.
Kurz dazu warum, ich gewechselt habe: ich habe in einem komplett unbekannten Rechtsgebiet gestartet mit dem Versprechen der genauen Einarbeitung und Anleitung, das wurde leider nicht gehalten und ich bin mir den Fällen echt verzweifelt, bereits in Woche 2 hatte ich Mandanten im Büro. Beratungen im Zivilrecht waren ok, aber im unbekannten Gebiet natürlich die Hölle, Hilfe vom Chef, der mich einarbeiten wollte, war trotz Nachfragen nicht in Sicht. Auch die unflexibel Arbeitszeit und keine HO Option waren für mich auf Dauer nicht wirklich umsetzbar (bin fast 30 und möchte durchaus auch Kinder haben und dann kürzer treten/nicht bis abends 18 arbeiten und erst spät Zuhause sein). Nach ein paar Monaten habe ich mich dann weg beworben, waren klassische Bewerbungen Abends aus Frust, Hauptsache weg da. Jeden Tag habe ich mich ins Büro gequält und den Feierabend herbeigesehnt. Das Gehalt war auch so naja.
Ich bin dann bei einer Rechtsschutzversicherung gelandet und habe das Angebot angenommen und kann nur sagen es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Es gab eine sehr gute Einarbeitung, nach dieser ist zwischen 80% und 100% HO absolut kein Problem, das HO wird sogar eingerichtet. Tarifvertrag mit 38 Stunden Woche und Gleitzeit. Bekomme mehr Gehalt und zusätzlich Urlaubs-/ und Weihnachtsgeld. Einstufen tun die meisten in Gruppe V und alle Jahre ab Studienbeginn zählen als Berufsjahre. Intern gibt es nach ein paar Jahren sehr gute Aufstiegschancen und das Arbeitsklima ist sehr gut. Ich gehe jetzt tatsächlich jeden Morgen gerne zu Arbeit und auch freiwillig ins Office obwohl ich im HO bleiben könnte. Es ist natürlich juristisch nicht die herausfordernste Stelle, aber das brauche ich auch gar nicht, die Examina haben mir den Spaß an Jura verdorben.
Trotz der aktuell eher schlechten Lage auf dem Arbeitsmarkt suchen viele Versicherungen, ich kann euch die Stellen absolut empfehlen. Work-Life-Balance wird nicht nur versprochen, sondern auch gehalten. Das Team in dem ich arbeite besteht ausschließlich aus Juristen, mit oder ohne zweiten Examen.
Ich arbeite nun seit einiger Zeit bei einer Rechtsschutzversicherung in NRW, vorher war ich Anwältin in einer kleinen Kanzlei.
Kurz dazu warum, ich gewechselt habe: ich habe in einem komplett unbekannten Rechtsgebiet gestartet mit dem Versprechen der genauen Einarbeitung und Anleitung, das wurde leider nicht gehalten und ich bin mir den Fällen echt verzweifelt, bereits in Woche 2 hatte ich Mandanten im Büro. Beratungen im Zivilrecht waren ok, aber im unbekannten Gebiet natürlich die Hölle, Hilfe vom Chef, der mich einarbeiten wollte, war trotz Nachfragen nicht in Sicht. Auch die unflexibel Arbeitszeit und keine HO Option waren für mich auf Dauer nicht wirklich umsetzbar (bin fast 30 und möchte durchaus auch Kinder haben und dann kürzer treten/nicht bis abends 18 arbeiten und erst spät Zuhause sein). Nach ein paar Monaten habe ich mich dann weg beworben, waren klassische Bewerbungen Abends aus Frust, Hauptsache weg da. Jeden Tag habe ich mich ins Büro gequält und den Feierabend herbeigesehnt. Das Gehalt war auch so naja.
Ich bin dann bei einer Rechtsschutzversicherung gelandet und habe das Angebot angenommen und kann nur sagen es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Es gab eine sehr gute Einarbeitung, nach dieser ist zwischen 80% und 100% HO absolut kein Problem, das HO wird sogar eingerichtet. Tarifvertrag mit 38 Stunden Woche und Gleitzeit. Bekomme mehr Gehalt und zusätzlich Urlaubs-/ und Weihnachtsgeld. Einstufen tun die meisten in Gruppe V und alle Jahre ab Studienbeginn zählen als Berufsjahre. Intern gibt es nach ein paar Jahren sehr gute Aufstiegschancen und das Arbeitsklima ist sehr gut. Ich gehe jetzt tatsächlich jeden Morgen gerne zu Arbeit und auch freiwillig ins Office obwohl ich im HO bleiben könnte. Es ist natürlich juristisch nicht die herausfordernste Stelle, aber das brauche ich auch gar nicht, die Examina haben mir den Spaß an Jura verdorben.
Trotz der aktuell eher schlechten Lage auf dem Arbeitsmarkt suchen viele Versicherungen, ich kann euch die Stellen absolut empfehlen. Work-Life-Balance wird nicht nur versprochen, sondern auch gehalten. Das Team in dem ich arbeite besteht ausschließlich aus Juristen, mit oder ohne zweiten Examen.
22.02.2026, 16:19
Danke für den Bericht!
Was sind denn deine Aufgaben so? Du bist wahrscheinlich in der Schadensbearbeitung oder?
Und Gehalt sind dann so 4k brutto oder?
Was sind denn deine Aufgaben so? Du bist wahrscheinlich in der Schadensbearbeitung oder?
Und Gehalt sind dann so 4k brutto oder?









