18.02.2026, 18:34
(18.02.2026, 16:23)Patenter Gast schrieb:(18.02.2026, 14:51)Nachtigall schrieb: Wie soll sich ein Student richtig einschätzrn, wenn das System ihm 4-5 Jahre kein ausreichendes Feedback gibt? Uni-Noten sind praktisch wertlos. In Mathe oder Physik fliegst du nach zwei Semestern raus, wenn du es nicht checkst.
Ich finde, das System gibt einem schon ordentlich Feedback. Nur viele wollen es nicht hören.
Ich kenne praktisch keinen, der die Uni Klausuren alle mit super Noten abgeschlossen hat, dann aber im Examen in größte Not geraten ist. Es gab ein paar, die sich aus mittelmäßigen Noten im Studium "hochgelernt" haben. Und ein 9er Schnitt in der Zwischenprüfung führt natürlich auch nicht zu einem vb im Examen.
Aber die Kommilitonen, die im Examen so richtig ihre Probleme hatten, waren oftmals die, die auch den kleinen Zivilschein zweimal machen mussten, und in ÖRecht nie über 6 Punkte gekommen sind, die 8 Wochen an einer Hausarbeit saßen und die mit 5 Punkten zurückbekommen haben, usw.
Die Zeichen waren da. Nur gibt es keine Notenschwelle, um zum Examen zugelassen zu werden. Also haben die sich bis zum Examen durchgeschleppt und da kam dann, wenig überraschend, die Klatsche.
Insgesamt finde ich die letzten 2-3 Posts von Dir nicht zutreffend. Es wird sehr wohl in Zwischenprüfungen aussortiert und bei uns an der Uni war das sogar ganz schön heftig, zum Teil 80% in manchen Klausuren... Da sind locker 50% ausgeschieden und haben "freiwillig" dann das Fach gewechselt, genau... Jura war doch nix... bla bla. Nein man ist eben rausgeflogen. Davon hatte ich einige Freunde. Natürlich sind die ab dann auch keine Konkurrenz mehr, da sie Examen machen werden. Aber faktisch wurden die "aussortiert" und zwar vor dem Examen. Mein Arzt meinte das bspw. neulich auch zu mir, dass er die "typischen" 4 Semster Jura auch probiert hätte, aber gescheitert war. Medizin hat er dann aber erfolgreich studiert ;D
Wo du aber Recht hast: Viele Leute wollen die Zeichen nicht sehen, machen Scheine X mal, Schummeln bei Probeklausuren etc... aber nicht jeder muss 12 Punkte erreichen für seine beruflichen Ziele. Mir wurde zB nach relativ starkem 1. Examen (mehrere Angebote zur Pomotion bekommen) im Ref dann klar, dass ich die klassischen Berufe furchtbar finde und niemals ausüben möchte, deshalb bin ich ins Unternehmen gegangen. Ich bleibe aber bei meinem Standpunkt, dass jemand der über so viele Jahre Themen so intensiv lernt eine gewisse Qualifikation für den Arbeitsmarkt mitbringt, insbesondere für Unternehmen auch. Bei Kanzlei kommt es natürlich überwiegend drauf an wie schnell man viel Umsatz generiert, da "wächst das Geld nicht auf bäumen"... Aber im Unternehmen... naja :D Bin immer wieder überrascht wie "wenig" manche andere Mitarbeiter bspw. aus dem Marketing oder Sales so "können" oder hinbekommen. Da ist der durchschnittliche 6 Punkte Jurist dann immernoch 5 mal so produktiv oder belastbarer.....
18.02.2026, 19:29
(18.02.2026, 18:34)Sonnenschein schrieb:(18.02.2026, 16:23)Patenter Gast schrieb:(18.02.2026, 14:51)Nachtigall schrieb: Wie soll sich ein Student richtig einschätzrn, wenn das System ihm 4-5 Jahre kein ausreichendes Feedback gibt? Uni-Noten sind praktisch wertlos. In Mathe oder Physik fliegst du nach zwei Semestern raus, wenn du es nicht checkst.
Ich finde, das System gibt einem schon ordentlich Feedback. Nur viele wollen es nicht hören.
Ich kenne praktisch keinen, der die Uni Klausuren alle mit super Noten abgeschlossen hat, dann aber im Examen in größte Not geraten ist. Es gab ein paar, die sich aus mittelmäßigen Noten im Studium "hochgelernt" haben. Und ein 9er Schnitt in der Zwischenprüfung führt natürlich auch nicht zu einem vb im Examen.
Aber die Kommilitonen, die im Examen so richtig ihre Probleme hatten, waren oftmals die, die auch den kleinen Zivilschein zweimal machen mussten, und in ÖRecht nie über 6 Punkte gekommen sind, die 8 Wochen an einer Hausarbeit saßen und die mit 5 Punkten zurückbekommen haben, usw.
Die Zeichen waren da. Nur gibt es keine Notenschwelle, um zum Examen zugelassen zu werden. Also haben die sich bis zum Examen durchgeschleppt und da kam dann, wenig überraschend, die Klatsche.
Insgesamt finde ich die letzten 2-3 Posts von Dir nicht zutreffend. Es wird sehr wohl in Zwischenprüfungen aussortiert und bei uns an der Uni war das sogar ganz schön heftig, zum Teil 80% in manchen Klausuren... Da sind locker 50% ausgeschieden und haben "freiwillig" dann das Fach gewechselt, genau... Jura war doch nix... bla bla. Nein man ist eben rausgeflogen. Davon hatte ich einige Freunde. Natürlich sind die ab dann auch keine Konkurrenz mehr, da sie Examen machen werden. Aber faktisch wurden die "aussortiert" und zwar vor dem Examen. Mein Arzt meinte das bspw. neulich auch zu mir, dass er die "typischen" 4 Semster Jura auch probiert hätte, aber gescheitert war. Medizin hat er dann aber erfolgreich studiert ;D
Wo du aber Recht hast: Viele Leute wollen die Zeichen nicht sehen, machen Scheine X mal, Schummeln bei Probeklausuren etc... aber nicht jeder muss 12 Punkte erreichen für seine beruflichen Ziele. Mir wurde zB nach relativ starkem 1. Examen (mehrere Angebote zur Pomotion bekommen) im Ref dann klar, dass ich die klassischen Berufe furchtbar finde und niemals ausüben möchte, deshalb bin ich ins Unternehmen gegangen. Ich bleibe aber bei meinem Standpunkt, dass jemand der über so viele Jahre Themen so intensiv lernt eine gewisse Qualifikation für den Arbeitsmarkt mitbringt, insbesondere für Unternehmen auch. Bei Kanzlei kommt es natürlich überwiegend drauf an wie schnell man viel Umsatz generiert, da "wächst das Geld nicht auf bäumen"... Aber im Unternehmen... naja :D Bin immer wieder überrascht wie "wenig" manche andere Mitarbeiter bspw. aus dem Marketing oder Sales so "können" oder hinbekommen. Da ist der durchschnittliche 6 Punkte Jurist dann immernoch 5 mal so produktiv oder belastbarer.....
Zur Abbrecherquote habe ich nur die Statistiken zitiert. Wenn bei euch alleine in der ZP 50% ausscheiden und davor und danach nochmal ein paar, ist eure Uni ein Ausreißer. Wenn man sich Studienanfänger und Absolventenzahlen anschaut, sind das eben nicht 60-70% weniger. Aber das ist natürlich deutschlandweit, Ausreißer kann es überall geben.
Aber das zeigt auch wieder, dass - glaube ich - viele hier eher ein Problem mit Jura an sich haben als mit den konkreten Umständen. Der eine kritisiert, dass zu wenig ausgesiebt wird. Ein anderer führt an, dass sehr viel ausgesiebt wird.
Ich sage auch nicht, dass der Assessor doof ist. Man hat immerhin zwei Staatsexamen und schon was geleistet. Ich fand die hier zur Schau gestellte Arroganz nur so schlimm, gepaart mit der Unwissenheit. Als ob man ein Anrecht darauf hat, 30.000 Euro mehr wie ein berufserfahrener Handwerker zu verdienen, nur weil man Jura studiert hat...
18.02.2026, 21:57
(18.02.2026, 16:39)Homer S. schrieb:Genau so war das gemeint. Es gibt nicht wenige Menschen, die in ihrer jeweiligen Nische außerordentlich gut sind. Das heißt aber nicht, dass sie alles andere ebenso gut können. Das ist auch unter uns Juristen so. Ein guter Richter ist nicht unbedingt auch gleich gut als M&A Anwalt, einfach weil man jeweils andere Dinge braucht und keiner ist besser oder schlechter als der andere. Und ja, das Beispiel ist so passiert und der Kollege ist sehr gut in dem, was er tut. Ich würde ihn jetzt nur nicht um Handwerkstips bitten.(18.02.2026, 16:35)Nachtigall schrieb:Zitat:Die Einschätzung bzgl. der argumentativen Schwäche kann ich nicht ganz nachvollziehen
Bitte was? Der Vergleich mit dem Tacker (Der GK-Anwalt, der den Tacker nicht auffüllen kann) war doch reiner Populismus. Man versucht, eine hochspezialisierte akademische Leistung abzuwerten, indem man auf eine irrelevante Alltwgsschwäche hinweist.
Oder “Stress machen sich die Studenten selbst”
oder “es gibt Leute denen fällt es leicht, also ist es leicht”
Ich hab das ja schon alles zerlegt.
Du bist scheinbar n krasser Macher.
Das Argument mit dem Tacker habe ich komplett anders verstanden. A la: Man kann auch ein juristisches "Genie" sein ohne ein "Universalgenie" zu sein... und nicht so, als wäre Jura so leicht, dass selbst Leute die zu dumm sind sich die Schuhe zu brinden zwei VB schaffen...
19.02.2026, 20:41
(18.02.2026, 19:29)Patenter Gast schrieb:Das kann natürlich eine Rolle spielen, insbesondere mit NC und den Privatunis. Das gleicht sich dann eventuell etwas aus.(18.02.2026, 18:34)Sonnenschein schrieb:(18.02.2026, 16:23)Patenter Gast schrieb:(18.02.2026, 14:51)Nachtigall schrieb: Wie soll sich ein Student richtig einschätzrn, wenn das System ihm 4-5 Jahre kein ausreichendes Feedback gibt? Uni-Noten sind praktisch wertlos. In Mathe oder Physik fliegst du nach zwei Semestern raus, wenn du es nicht checkst.
Ich finde, das System gibt einem schon ordentlich Feedback. Nur viele wollen es nicht hören.
Ich kenne praktisch keinen, der die Uni Klausuren alle mit super Noten abgeschlossen hat, dann aber im Examen in größte Not geraten ist. Es gab ein paar, die sich aus mittelmäßigen Noten im Studium "hochgelernt" haben. Und ein 9er Schnitt in der Zwischenprüfung führt natürlich auch nicht zu einem vb im Examen.
Aber die Kommilitonen, die im Examen so richtig ihre Probleme hatten, waren oftmals die, die auch den kleinen Zivilschein zweimal machen mussten, und in ÖRecht nie über 6 Punkte gekommen sind, die 8 Wochen an einer Hausarbeit saßen und die mit 5 Punkten zurückbekommen haben, usw.
Die Zeichen waren da. Nur gibt es keine Notenschwelle, um zum Examen zugelassen zu werden. Also haben die sich bis zum Examen durchgeschleppt und da kam dann, wenig überraschend, die Klatsche.
Insgesamt finde ich die letzten 2-3 Posts von Dir nicht zutreffend. Es wird sehr wohl in Zwischenprüfungen aussortiert und bei uns an der Uni war das sogar ganz schön heftig, zum Teil 80% in manchen Klausuren... Da sind locker 50% ausgeschieden und haben "freiwillig" dann das Fach gewechselt, genau... Jura war doch nix... bla bla. Nein man ist eben rausgeflogen. Davon hatte ich einige Freunde. Natürlich sind die ab dann auch keine Konkurrenz mehr, da sie Examen machen werden. Aber faktisch wurden die "aussortiert" und zwar vor dem Examen. Mein Arzt meinte das bspw. neulich auch zu mir, dass er die "typischen" 4 Semster Jura auch probiert hätte, aber gescheitert war. Medizin hat er dann aber erfolgreich studiert ;D
Wo du aber Recht hast: Viele Leute wollen die Zeichen nicht sehen, machen Scheine X mal, Schummeln bei Probeklausuren etc... aber nicht jeder muss 12 Punkte erreichen für seine beruflichen Ziele. Mir wurde zB nach relativ starkem 1. Examen (mehrere Angebote zur Pomotion bekommen) im Ref dann klar, dass ich die klassischen Berufe furchtbar finde und niemals ausüben möchte, deshalb bin ich ins Unternehmen gegangen. Ich bleibe aber bei meinem Standpunkt, dass jemand der über so viele Jahre Themen so intensiv lernt eine gewisse Qualifikation für den Arbeitsmarkt mitbringt, insbesondere für Unternehmen auch. Bei Kanzlei kommt es natürlich überwiegend drauf an wie schnell man viel Umsatz generiert, da "wächst das Geld nicht auf bäumen"... Aber im Unternehmen... naja :D Bin immer wieder überrascht wie "wenig" manche andere Mitarbeiter bspw. aus dem Marketing oder Sales so "können" oder hinbekommen. Da ist der durchschnittliche 6 Punkte Jurist dann immernoch 5 mal so produktiv oder belastbarer.....
Zur Abbrecherquote habe ich nur die Statistiken zitiert. Wenn bei euch alleine in der ZP 50% ausscheiden und davor und danach nochmal ein paar, ist eure Uni ein Ausreißer. Wenn man sich Studienanfänger und Absolventenzahlen anschaut, sind das eben nicht 60-70% weniger. Aber das ist natürlich deutschlandweit, Ausreißer kann es überall geben.
Aber das zeigt auch wieder, dass - glaube ich - viele hier eher ein Problem mit Jura an sich haben als mit den konkreten Umständen. Der eine kritisiert, dass zu wenig ausgesiebt wird. Ein anderer führt an, dass sehr viel ausgesiebt wird.
Ich sage auch nicht, dass der Assessor doof ist. Man hat immerhin zwei Staatsexamen und schon was geleistet. Ich fand die hier zur Schau gestellte Arroganz nur so schlimm, gepaart mit der Unwissenheit. Als ob man ein Anrecht darauf hat, 30.000 Euro mehr wie ein berufserfahrener Handwerker zu verdienen, nur weil man Jura studiert hat...
Aber der Vergleich hinkt doch schon wieder: Oben ging es um 60k Jahresbrutto als Einstiegsgehalt für einen "normalen" Volljuristen ohne tolle Noten. 30k weniger wären 30k Jahresbrutto, das entspräche fast dem gesetzlichen Mindestlohn (28k Jahresbrutto) und existiert so rechtlich gesehen in Deutschland bei Vollzeitarbeit kaum noch und schon gar nicht im Handwerk wenn man Berufserfahrung hat und es Handwerkermangel gibt(bspw. 10 Jahre und Meister mit 28 Jahren bei Ausbildungsstart mit 16). Da geht keiner mit 30k nach Hause, das ist weltfremd zu glauben :D Selbst ohne Selbstständigkeit ist da deutlich mehr drinnen.
Aber Ja, 100k müssen es nicht sein für 2 mal Ausr. Das ist klar. Aber stand so nie zur Debatte hier.
21.02.2026, 08:37
Angebot und Nachfrage, Noten oder Abschlüsse allein berechtigen einen für gar kein Gehalt. Das schöne an der Juristerei ist aber, wer genug Fleiß und Engagement mitbringt, der kann viel Geld verdienen in der Anwaltschaft, auch ohne ein guter Jurist zu sein. Wer wenig Engagement mitbringt, der findet bei der derzeitigen Inflation der Behörden oft noch irgendwo einen gemütlichen Lowperformerjob.
21.02.2026, 09:49
(21.02.2026, 08:37)Sesselpupser schrieb: Angebot und Nachfrage, Noten oder Abschlüsse allein berechtigen einen für gar kein Gehalt. Das schöne an der Juristerei ist aber, wer genug Fleiß und Engagement mitbringt, der kann viel Geld verdienen in der Anwaltschaft, auch ohne ein guter Jurist zu sein. Wer wenig Engagement mitbringt, der findet bei der derzeitigen Inflation der Behörden oft noch irgendwo einen gemütlichen Lowperformerjob.
Gut, dass damit die gängigen Klischees heute schon mal reproduziert wurden ...
Genau so ist es. Die Verwaltungen sollen 10% Personal einsparen, die Arbeitsbelastung nimmt eher zu als ab, aber in der Behörde wartet der Lowperformerjob für alldiejenigen, die nicht fleißig genug, sind so zu tun als ob ...? Wo sind denn diese lowperformerjobs konkret, für die mein kein guter Jurist sein muss, die also als einzige Voraussetzung das 2te Staatex fordern und die man anschließend mit "lowperforming" ausfüllt? Würde mich echt mal interessieren.
21.02.2026, 10:43
(21.02.2026, 09:49)Almöhi schrieb:(21.02.2026, 08:37)Sesselpupser schrieb: Angebot und Nachfrage, Noten oder Abschlüsse allein berechtigen einen für gar kein Gehalt. Das schöne an der Juristerei ist aber, wer genug Fleiß und Engagement mitbringt, der kann viel Geld verdienen in der Anwaltschaft, auch ohne ein guter Jurist zu sein. Wer wenig Engagement mitbringt, der findet bei der derzeitigen Inflation der Behörden oft noch irgendwo einen gemütlichen Lowperformerjob.
Gut, dass damit die gängigen Klischees heute schon mal reproduziert wurden ...![]()
Genau so ist es. Die Verwaltungen sollen 10% Personal einsparen, die Arbeitsbelastung nimmt eher zu als ab, aber in der Behörde wartet der Lowperformerjob für alldiejenigen, die nicht fleißig genug, sind so zu tun als ob ...? Wo sind denn diese lowperformerjobs konkret, für die mein kein guter Jurist sein muss, die also als einzige Voraussetzung das 2te Staatex fordern und die man anschließend mit "lowperforming" ausfüllt? Würde mich echt mal interessieren.
Also ich hab genau so einen Job gefunden in dem man sich nicht tot arbeitet (auch wenns inhaltlich trotzdem interessant ist), die meisten Behördenjobs die ich kenne abgesehen von den Führungspositionen sind so gestaltet, dass man mit minimalem Aufwand durchkommt, wenn man will. Der Leistungsgedanke hängt hinten an. Heißt jetzt nicht dass ich nur faulenze oder so, wenn man will findet man Arbeit, aber wenn man sich nicht aktiv darum bemüht wird es sehr entspannt. Das weiß auch jeder, und entsprechend finden sich dann auch die Leute bei der Verwaltung, die das so wollen, Teilzeitmütter, Work-Life-Optimierer, Leute mit angespannter Gesundheit (zu denen ich leider zähle und der Job ist perfekt auf meine Einschränkungen zugeschnitten, um trotzdem 40 Stunden zu arbeiten und ordentlich zu verdienen), oder eben (links) politisch angehauchte die Verwaltung als Berufung sehen. Aktuell boomt die Verwaltung eben, und solche Typen sind verbreitet auf dem Markt.
23.02.2026, 18:39
(21.02.2026, 10:43)Sesselpupser schrieb:werden diese Jobs denn auch noch verbeamtet? Ich habe nur Stellen nach TVH oder TVL gefunden. Abseits der Steuerverwaltung oder BMI wollte man von A13 gar nichts Wissen sondern nur E13.(21.02.2026, 09:49)Almöhi schrieb:(21.02.2026, 08:37)Sesselpupser schrieb: Angebot und Nachfrage, Noten oder Abschlüsse allein berechtigen einen für gar kein Gehalt. Das schöne an der Juristerei ist aber, wer genug Fleiß und Engagement mitbringt, der kann viel Geld verdienen in der Anwaltschaft, auch ohne ein guter Jurist zu sein. Wer wenig Engagement mitbringt, der findet bei der derzeitigen Inflation der Behörden oft noch irgendwo einen gemütlichen Lowperformerjob.
Gut, dass damit die gängigen Klischees heute schon mal reproduziert wurden ...![]()
Genau so ist es. Die Verwaltungen sollen 10% Personal einsparen, die Arbeitsbelastung nimmt eher zu als ab, aber in der Behörde wartet der Lowperformerjob für alldiejenigen, die nicht fleißig genug, sind so zu tun als ob ...? Wo sind denn diese lowperformerjobs konkret, für die mein kein guter Jurist sein muss, die also als einzige Voraussetzung das 2te Staatex fordern und die man anschließend mit "lowperforming" ausfüllt? Würde mich echt mal interessieren.
Also ich hab genau so einen Job gefunden in dem man sich nicht tot arbeitet (auch wenns inhaltlich trotzdem interessant ist), die meisten Behördenjobs die ich kenne abgesehen von den Führungspositionen sind so gestaltet, dass man mit minimalem Aufwand durchkommt, wenn man will. Der Leistungsgedanke hängt hinten an. Heißt jetzt nicht dass ich nur faulenze oder so, wenn man will findet man Arbeit, aber wenn man sich nicht aktiv darum bemüht wird es sehr entspannt. Das weiß auch jeder, und entsprechend finden sich dann auch die Leute bei der Verwaltung, die das so wollen, Teilzeitmütter, Work-Life-Optimierer, Leute mit angespannter Gesundheit (zu denen ich leider zähle und der Job ist perfekt auf meine Einschränkungen zugeschnitten, um trotzdem 40 Stunden zu arbeiten und ordentlich zu verdienen), oder eben (links) politisch angehauchte die Verwaltung als Berufung sehen. Aktuell boomt die Verwaltung eben, und solche Typen sind verbreitet auf dem Markt.
25.03.2026, 16:52
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25.03.2026, 17:16
Was soll man dann als Jahresbruttogehalt als Einsteiger angeben?
Hab in letzter Zeit immer 55.000 € angegeben. Jetzt mache ich mir Sorgen, dass die sich deshalb gar nicht mehr bei mir melden. Man hat halt auch gar keine Vorstellung wie viel man verlangen kann.
Noten spielen wohl für das Gehalt keine Rolle 😂
Hab in letzter Zeit immer 55.000 € angegeben. Jetzt mache ich mir Sorgen, dass die sich deshalb gar nicht mehr bei mir melden. Man hat halt auch gar keine Vorstellung wie viel man verlangen kann.
Noten spielen wohl für das Gehalt keine Rolle 😂









