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Karrierewechsel
Freidenkender
Senior Member
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Beiträge: 740
Themen: 1
Registriert seit: Mar 2022
#21
06.01.2026, 01:19
den Hinweis bzgl. Sozialverbände, Gewerkschaft etc. fand ich sehr passend für dich. Da könntest du direkt für entsprechende Menschen einstehen. Aber sich nicht ein vergleichbares Gehalt wie GK und Co. Kenne auch ein Beispiel einer Kollegin, die ähnlich, wie du denkt und sich im Bereich Sozialrecht, Arbeitsrecht und Ausländerrecht selbständig gemacht hat. Kann ganz gut davon leben, auch wenn andere Rechtsgebiete deutlich lukrativer sind

Von der Pflege möchte ich dir abraten. In meiner Familie arbeiten einige in der Pflege und da ist die Tendenz spätestens mit 50 umzuschulen, da der Job massiv auf die Knochen geht und für die Psyche ist es auch nicht einfach
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Egal_
Posting Freak
*****
Beiträge: 1.333
Themen: 1
Registriert seit: Feb 2022
#22
06.01.2026, 09:12
Ich bin überrascht über die Wendung in diesem Thread. Im Ausgangspost schreibst du, du hast das Pflegepraktikum als bereichernd empfunden. Ich war zwar erstaunt darüber, dass du vom Richterberuf in den, so nahm ich an, Beruf als Krankenpfleger/Altenpfleger etc. wechseln wollen würdest, habe aber angenommen, du hast dich über diese Berufe informiert.

Pflege ist gar nicht so schlecht bezahlt, wie man allgemein annimmt. Vieles von dem Gehalt kommt aber durch Zusatzqualifikationen, Nachtschichten, Wochenend- und Feiertagsarbeit zustande. Erst am Wochenende las ich in der Zeit wieder einen Artikel über einen Intensivkrankenpfleger, der freiwillig von der Intensivstation in die Tagespflege gewechselt ist, weil er nicht im Burnout enden wollte. Der hatte ohne seinen Minijob alle zwei Wochen auf der Intensivstation rund 2.800 netto raus. Solche Jobs sind aber wohl heiß begehrt und erst nach mehreren Jahren Berufserfahrung und mit Kontakten überhaupt zu bekommen. Wer ansonsten in der Pflege arbeitet, muss sich mit den Jobs zufrieden geben, die alle nah an der körperlichen und psychischen Belastungsgrenze sind und deren hohes Netto sich im Wesentlichen aus den Zuschlägen speist. Viele machen sie im vorgerückten Alter daher auch nur noch in Teilzeit.

Alle Verwaltungsjobs im sozialen Bereich sind immer mit Schreibtischarbeit verbunden, mal mehr, mal weniger. Wer soziale Arbeit studiert, arbeitet zum Beispiel später als Sozialarbeiter mit dem entsprechenden Klientel (u.a.Obdachlose, Drogenabhängige). Du kannst aber auch beim Jugendamt, Frauenhaus, Caritas und solchen Sozialen Einrichtungen unterkommmen. Soziale Einrichtungen, die nicht direkt dem öD angehören zahlen aber auch nicht unbedingt gut. Viele Stellen werden auch nur in Teilzeit angeboten. Meine Tante hat bspw. viele Jahre als Leiterin eines Frauenhauses gearbeitet. Sie durfte dort nur in Teilzeit arbeiten. Als das Frauenhaus geschlossen wurde, arbeitete sie beim gleichen Träger als Nachtwache in einem Heim für schwer erhiehbare Jugendliche.

Insgesamt denke ich aber auch, du solltest dich nochmals deutlich intensiver mit deinem Wechselwunsch auseinandersetzen und dich informieren. Bisher hast du das wohl nur sehr oberflächlich getan.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.01.2026, 09:23 von Egal_.)
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Agnieschka
Junior Member
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Beiträge: 7
Themen: 1
Registriert seit: Jan 2026
#23
06.01.2026, 11:51
Als Vollzugsjurist habe ich leider eine Absage erhalten. Danke für die hilfreichen Ideen.
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Pollypocket
Junior Member
**
Beiträge: 2
Themen: 0
Registriert seit: Nov 2025
#24
13.01.2026, 23:03
vielleicht kannst du als Betreuungsrichterin arbeiten? Dann hast du viel Kontakt und bist unterwegs. 
Ansonsten Gerichtsvollzieherin mit entsprechender Zusatzausbildung. Oder du gehst wirklich zum Jugendamt. Dort verdient man ggf. E13. 
Als Juristin hat man durchaus gute Chancen. Von einer Ablehnung muss man sich nicht entmutigen lassen. 
Oder du wirst selbstständige Anwältin und machst auch Betreuungen. Dann hast du die Wahl was du machst und sitzt nicht nur im Büro. 
Mediatorin oder Streitschlichter beim Gericht ist auch eine gute Möglichkeit. 
Mit zusatzqualifikationenn im psychologischen Bereich und Pädagogischen Bereich scheint mir eine Stelle im sozialen Bereich möglich. Lass dich doch ggf. bei Gericht zu passenden Fortbildungen anmelden. Dann kannst du dich langsam in die Richtung orientieren. Ggf. kannst du auch in eine Dozentenrichtung gehen.

Ich habe gerade erst angefangen und bin entsetzt, dass ich so viel arbeiten soll. Ich mache täglich überstunden. Die Akten türmen sich und kommunikativ ist es bis auf die mündliche Verhandlung wahrlich nicht. Sinnstifend ist es bisher nicht. Es ist viel stupides abarbeiten von unsinnigen Sachen. Und im Endeffekt fühle ich mich nicht so frei, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich muss eben die Akten bearbeiten die reinflattern. Wie in besserer Sachbearbeiter. Das hab ich mir wirklich auch anders vorgestellt. ich warte noch ab aber sonst suche ich auch etwas sinnstiftendes und zudem etwas kommunikatives. Ich verstehe dich. Aber in die Pflege würde ich nicht gehen. Das ist ein Knochenjob und weder die Gesellschaft, noch das Gehalt ist entsprechend dankend. Ich habe größten Respekt vor der Pflege, aber ich könnte es Psychisch, Körperlich und Persönlich nicht.
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Arion
Junior Member
**
Beiträge: 13
Themen: 1
Registriert seit: Dec 2025
#25
14.01.2026, 12:06
@Pollypocket: Wie hast Du es Dir denn vorgestellt? Dass Du Dir die Fälle selbst raussuchen kannst und schon am Anfang alle Akten so schnell bearbeitest wie ein erfahrener Richter? Die Fälle werden Dir in juristischen Berufen in den meisten Strukturen zugewiesen, egal ob als Richter, angestellter RA oder Legal Counsel. Mache Dich selbstständig, wenn Du größere Gestaltungsfreiheit willst.
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