19.12.2025, 22:31
Hallo liebe Forumsmitglieder,
gibt es hier Leute, die in einer StA arbeiten?
Dürft ihr Home Office machen? Falls ja, wie oft? Und ab dem wie vielten Monat ist das realistisch?
Würde mich freuen, wenn ihr auch euer Bundesland dazu schreibt.
gibt es hier Leute, die in einer StA arbeiten?
Dürft ihr Home Office machen? Falls ja, wie oft? Und ab dem wie vielten Monat ist das realistisch?
Würde mich freuen, wenn ihr auch euer Bundesland dazu schreibt.
Erste Infos zum Bewerbungsverfahren für den Justizdienst findest Du auf den Richter-Infoseiten von Juristenkoffer.de:
https://www.juristenkoffer.de/richter/
Darüber hinaus sollte man sich dann mit dem Karriere-Dossier über die Einstellungschancen und Bewerbungsvoraussetzungen informieren. Optional besteht zudem die Möglichkeit, auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zuzugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben:
https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
https://www.juristenkoffer.de/richter/
Darüber hinaus sollte man sich dann mit dem Karriere-Dossier über die Einstellungschancen und Bewerbungsvoraussetzungen informieren. Optional besteht zudem die Möglichkeit, auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zuzugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben:
https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
20.12.2025, 08:19
Bei unserer StA in NRW gibt es da meines Wissens keine festen Vorgaben. Die meisten Leute, die davon Gebrauch machen, machen es so 1, manchmal 2 Mal pro Woche. Mehr wird ggf. etwas schwierig, weil es ja auch noch zahlreiche Papierakten gibt, die bearbeitet werden möchten. Wie es bei unseren Berufsanfängern aussieht, weiß ich nicht. Gerade in den ersten Monaten läuft man aber mit sehr vielen Akten zu Kollegen, um die was zu fragen. Da bietet sich Homeoffice nicht unbedingt an. Daneben müsste man mit seinem Gegenzeichner klären, wie dieser die Gegenzeichnung durchführen möchte und ob man dabei anwesend sein soll.
20.12.2025, 09:57
Wie auch zumeist in der Privatwirtschaft abhängig vom jeweiligen Team/Abteilung/Dezernat!
Ich habe mehrere Freunde/Bekannte in StAen, davon machen die meisten gar kein HO, auch einfach weil es sich nicht anbietet: Noch immer viele Papierakten, auch eilige, häufig muss man erfahrene KollegInnen fragen, die keinen Bock auf Teams-Calls haben, kein Diensthandy und keine Möglichkeit, Anrufe vom Diensttelefon aufs Privathandy umzuleiten.
Ein Bekannter schaufelt sich die Woche irgendwie so, dass er Freitags im HO nur Abschlussentscheidungen schreibt. Keine Ahnung, wie der das mit den Eilsachen und der Erreichbarkeit regelt. Der Freitag ist dann aber für ihn auch häufig der längste Tag, bei den anderen der kürzeste (wenn man die regelmäßigen Wochenendsessions außen vor lässt).
Ich habe mehrere Freunde/Bekannte in StAen, davon machen die meisten gar kein HO, auch einfach weil es sich nicht anbietet: Noch immer viele Papierakten, auch eilige, häufig muss man erfahrene KollegInnen fragen, die keinen Bock auf Teams-Calls haben, kein Diensthandy und keine Möglichkeit, Anrufe vom Diensttelefon aufs Privathandy umzuleiten.
Ein Bekannter schaufelt sich die Woche irgendwie so, dass er Freitags im HO nur Abschlussentscheidungen schreibt. Keine Ahnung, wie der das mit den Eilsachen und der Erreichbarkeit regelt. Der Freitag ist dann aber für ihn auch häufig der längste Tag, bei den anderen der kürzeste (wenn man die regelmäßigen Wochenendsessions außen vor lässt).
20.12.2025, 11:38
Danke euch für die Einblicke. Ich will mich auch bei Staatsanwaltschaften bewerben, die etwas weiter weg sind, aber fände es gut, wenn ich zumindest Donnerstag Abends hier hin zurückkommen könnte und Freitag im HO wäre.
Ich bin als Mensch sehr an Freunde und Familie gebunden und fände es schade, wenn ich das für den Beruf aufgeben müsste.
Ich würde es aber hinkriegen, zumindest die erste Zeit auf die Zähne zu beißen, und nur vor Ort zu sein. In der Hoffnung, dass ich möglicherweise nach drei Monaten einen Tag HO kriege freitags
Ich bin als Mensch sehr an Freunde und Familie gebunden und fände es schade, wenn ich das für den Beruf aufgeben müsste.
Ich würde es aber hinkriegen, zumindest die erste Zeit auf die Zähne zu beißen, und nur vor Ort zu sein. In der Hoffnung, dass ich möglicherweise nach drei Monaten einen Tag HO kriege freitags
20.12.2025, 11:46
Einen sicheren "festen" (immer den gleichen) Homeofficetag zu nehmen, ist vermutlich noch etwas schwieriger. Wenn du Freitags in eine Sitzung eingeteilt wirst, fällt Homeoffice aus. Wenn du Donnerstags den ganzen Tag Sitzung hast, wird Freitags Homeoffice ggf. auch schwierig.
20.12.2025, 20:45
(20.12.2025, 11:46)Broton schrieb: Einen sicheren "festen" (immer den gleichen) Homeofficetag zu nehmen, ist vermutlich noch etwas schwieriger. Wenn du Freitags in eine Sitzung eingeteilt wirst, fällt Homeoffice aus. Wenn du Donnerstags den ganzen Tag Sitzung hast, wird Freitags Homeoffice ggf. auch schwierig.
+1
Schwierig meint dabei vor allem, dass im Zweifel die Dienstpflichten vorgehen. In den meisten Behörden wird man vermutlich (so jdf bei uns in nrw) Wege bei der Sirzungseinteilung finden, um den Kolleginnen und Kollegen möglichst entgegenzukommen. Manchmal wird es aber aufgrund der Sitzungsdichte oder ungeplanter Fortsetzungstermine nicht anders gehen. Aber dann wirst du meist eine eine Woche oder länger vorher bescheid wissen und entsprechend planen können. Mit zunehmender eAkte wird sich das auch alles nochmal umgestalten, denke ich.
20.12.2025, 21:32
Hier (NDS) funktioniert es ganz gut mit 1-2 Homeoffice-Tagen pro Woche. Natürlich kann Sitzungsdienst oder Bereitschaft dazwischenkommen, aber es lässt sich eigentlich alles gut vom HO aus bewerkstelligen. Eine entsprechende Ausstattung braucht man seit der eAkte allerdings schon.
21.12.2025, 10:45
(20.12.2025, 21:32)Anka schrieb: Hier (NDS) funktioniert es ganz gut mit 1-2 Homeoffice-Tagen pro Woche. Natürlich kann Sitzungsdienst oder Bereitschaft dazwischenkommen, aber es lässt sich eigentlich alles gut vom HO aus bewerkstelligen. Eine entsprechende Ausstattung braucht man seit der eAkte allerdings schon.
Interessant. Kannst du einschätzen, ab wann es nach Berufseinstieg möglich ist, 1-2 Tage HO zu bekommen?
21.12.2025, 12:01
(21.12.2025, 10:45)Questioner schrieb:Also nach meiner ganz persönlichen Erfahrung ist ein Tag relativ schnell möglich - genutzt zB, um umfangreichere Verfahren „in Ruhe“ abzuschließen. Wenn sich etwas Routine eingestellt hat, dann auch mehr. Vermutlich ist es aber schon individuell davon abhängig, was für ein Dezernat und welchen Abteilungsleiter man erwischt hat bzw. wie gut man zurecht kommt. Allerdings kann natürlich Sitzungsdienst/Bereitschaft/Abteilungsbesprechung dazwischenkommen. Da sind aber auch oft Absprachen dahingehend möglich, z.B. einen bestimmten Wochentag (von Ausnahmen, wie Fortsetzungsterminen mal abgesehen) als Sitzungstag auszuschließen oder bevorzugte, da besser erreichbare Gerichte zu vereinbaren.(20.12.2025, 21:32)Anka schrieb: Hier (NDS) funktioniert es ganz gut mit 1-2 Homeoffice-Tagen pro Woche. Natürlich kann Sitzungsdienst oder Bereitschaft dazwischenkommen, aber es lässt sich eigentlich alles gut vom HO aus bewerkstelligen. Eine entsprechende Ausstattung braucht man seit der eAkte allerdings schon.
Interessant. Kannst du einschätzen, ab wann es nach Berufseinstieg möglich ist, 1-2 Tage HO zu bekommen?
21.12.2025, 12:05
(21.12.2025, 12:01)Anka schrieb:(21.12.2025, 10:45)Questioner schrieb:Also nach meiner ganz persönlichen Erfahrung ist ein Tag relativ schnell möglich - genutzt zB, um umfangreichere Verfahren „in Ruhe“ abzuschließen. Wenn sich etwas Routine eingestellt hat, dann auch mehr. Vermutlich ist es aber schon individuell davon abhängig, was für ein Dezernat und welchen Abteilungsleiter man erwischt hat bzw. wie gut man zurecht kommt. Allerdings kann natürlich Sitzungsdienst/Bereitschaft/Abteilungsbesprechung dazwischenkommen. Da sind aber auch oft Absprachen dahingehend möglich, z.B. einen bestimmten Wochentag (von Ausnahmen, wie Fortsetzungsterminen mal abgesehen) als Sitzungstag auszuschließen oder bevorzugte, da besser erreichbare Gerichte zu vereinbaren.(20.12.2025, 21:32)Anka schrieb: Hier (NDS) funktioniert es ganz gut mit 1-2 Homeoffice-Tagen pro Woche. Natürlich kann Sitzungsdienst oder Bereitschaft dazwischenkommen, aber es lässt sich eigentlich alles gut vom HO aus bewerkstelligen. Eine entsprechende Ausstattung braucht man seit der eAkte allerdings schon.
Interessant. Kannst du einschätzen, ab wann es nach Berufseinstieg möglich ist, 1-2 Tage HO zu bekommen?
Vielen Dank für deine Einschätzung! ,,Relativ schnell" wäre dann mglw bereits nach 3 Monaten?



