• Suche
  • Deine Referendarswelt
    • Juristenkoffer.de - Kommentare mieten
    • RefNews - Das Blog zum Referendariat
    • Infoseiten zum Referendariat
    • Referendarbuchladen - Bücher für Rechtsreferendare
    • Stationsradar.de - Stationsangebote u. Nebenjobs
    • Protokolle-Assessorexamen.de - Protokolle für das 2. Examen
    • Referendarswelt - Die Stadt für Rechtsreferendare
    • Infoseiten: Richter / Staatsanwalt werden
Einloggen oder Registrieren » Hallo, Gast! Auch als Gast kannst Du Beiträge posten. Besser nutzbar ist das Forum aber, wenn Du Dich registrierst und einloggst.
Login
Benutzername/E-Mail:
Passwort: Passwort vergessen?
 
  1. Startseite
  2. Zur letzten Instanz - Das Forum für Rechtsreferendare
  3. Instanzen für Rechtsreferendare
  4. Fortbildung (FA / LL.M. / Dr.)
  5. Wie schwierig ist eine Promotion in Jura?
1 2 »
Antworten

 
Wie schwierig ist eine Promotion in Jura?
GKSucher77
Junior Member
**
Beiträge: 42
Themen: 1
Registriert seit: May 2025
#1
25.06.2025, 18:03
Auf die Gefahr hin, eine blöde Frage zu stellen: 

Wie schwierig ist es, in Jura zu promovieren?

Ich hatte mit meiner Schwerpunktarbeit keine Schwierigkeiten und Freude hat es mir auch bereitet. Eine Doktorarbeit dürfte damit aber doch kaum vergleichbar sein, oder? Was für Fähigkeiten braucht es außer Duchhaltevermögen und einer hohen Motivation zum wissenschaftlichen Arbeiten noch? Ich frage mich ehrlich, ob ich genug Grips für sowas hätte.  Nervous

Für Rückmeldungen, Erfahrungsberichte etc. danke ich im Voraus. Happywide
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.06.2025, 18:10 von GKSucher77.)
Suchen
Zitieren
JuraHassLiebe
Fullmember
****
Beiträge: 314
Themen: 1
Registriert seit: Jan 2023
#2
26.06.2025, 09:25
(25.06.2025, 18:03)GKSucher77 schrieb:  Auf die Gefahr hin, eine blöde Frage zu stellen: 

Wie schwierig ist es, in Jura zu promovieren?

Ich hatte mit meiner Schwerpunktarbeit keine Schwierigkeiten und Freude hat es mir auch bereitet. Eine Doktorarbeit dürfte damit aber doch kaum vergleichbar sein, oder? Was für Fähigkeiten braucht es außer Duchhaltevermögen und einer hohen Motivation zum wissenschaftlichen Arbeiten noch? Ich frage mich ehrlich, ob ich genug Grips für sowas hätte.  Nervous

Für Rückmeldungen, Erfahrungsberichte etc. danke ich im Voraus. Happywide

Der kognitive Schwierigkeitsgrad hält sich mEn in Grenzen, wobei ich gleich vorab sagen muss, dass ich nicht promoviert bin.

IdR wird mit der Doktorarbeit bewiesen, dass du wissenschaftlich arbeiten kannst, du noch ein wenig mehr Durchhaltevermögen hast, als derjenige der "nur" beide Staatsexamen abgelegt hat und ein besonderes Interesse an einem bestimmten Gebiet vorliegt.

Ausnahmen gibt es immer, kognitiv besonders anspruchsvolle Dissertationen werden regelmäßig von denjenigen erwartet, die eine Karriere in der Wissenschaft anstreben. 

Wenn du Freude an der Seminararbeit hattest, stehen deine Chancen gut, dass du (bei dem richtigen DV und einem interessanten Thema) ebenfalls an der Promotion Freude haben wirst.
Suchen
Zitieren
069!
Junior Member
**
Beiträge: 3
Themen: 0
Registriert seit: Jun 2025
#3
26.06.2025, 18:46
(25.06.2025, 18:03)GKSucher77 schrieb:  Auf die Gefahr hin, eine blöde Frage zu stellen: 

Wie schwierig ist es, in Jura zu promovieren?

Ich hatte mit meiner Schwerpunktarbeit keine Schwierigkeiten und Freude hat es mir auch bereitet. Eine Doktorarbeit dürfte damit aber doch kaum vergleichbar sein, oder? Was für Fähigkeiten braucht es außer Duchhaltevermögen und einer hohen Motivation zum wissenschaftlichen Arbeiten noch? Ich frage mich ehrlich, ob ich genug Grips für sowas hätte.  Nervous

Für Rückmeldungen, Erfahrungsberichte etc. danke ich im Voraus. Happywide

Das ist mE pauschal nicht zu beantworten - nicht jede Dissertation ist gleich. Die Schwierigkeit kann variieren und hängt natürlich vor allem vom gewählten Thema, der Methode, den eigenen Vorkenntnissen und dem eigenen Anspruch sowie dem des Betreuers ab. Eine interdisziplinäre Arbeit mit erheblichen ökonomischen Bezügen etwa kann als Nichtökonom durchaus anspruchsvoll werden („Schuster, bleib bei deinen Leisten“). Auch klassisch dogmatische Arbeiten können je nach Anspruch hochkomplex werden. Ebenso aber gibt es natürlich Arbeiten, die sich zB in einer rechtsvergleichenden Gegenüberstellung eines bestimmten Phänomens erschöpfen und sicher nicht ganz so komplex sind. Also wie so häufig: Es kommt drauf an.

Im Gegensatz zur Schwerpunktarbeit wird von dir insbesondere ein neuartiger wissenschaftlicher Beitrag gefordert, der aber sehr viele verschiedene Formen annehmen kann. Generell absolut machbar.
Suchen
Zitieren
Burchard von Worms
Junior Member
**
Beiträge: 34
Themen: 1
Registriert seit: Apr 2025
#4
27.06.2025, 15:17
Juristische Dissertationen können im Grunde reine Fleißarbeiten sein, aber auch intellektuelle Großtaten, und vieles dazwischen. Während zu ersterem relativ viele Juristen - die nötige Disziplin vorausgesetzt - intellektuell in der Lage sein dürften, bedarf es immer mehr "Grips" je weiter du dich zweiterem annäherst.

Der Unterschied zu einer Seminararbeit ist zum einen der eigenständige wissenschaftliche Mehrwert, den du generieren sollst, zum anderen aber der viel, viel größere Umfang. Und der erschöpft sich nicht darin, dass die Finger halt mehr tippen müssen: Womit laut meinem Doktorvater erstaunlich viele Leute trotz starker Examina, Seminararbeiten etc, Probleme haben, ist eine Arbeit dieser Länge sinnvoll zu strukturieren, sodass wirklich ein roter Faden von Anfang bis Ende führt und den Überblick zu behalten, also v.a. sich nicht an verschiedenen Stellen selbst zu widersprechen. 

Was man sonst für Fähigkeiten braucht, hängt davon ab, was für ein Thema du beackern möchtest. Die Rechtswissenschaft ist ja doch vielfältig.

Willst du klassische Dogmatik betreiben? Das kennst du ja aus dem Studium zu Genüge: "Der Wortlaut sagt X, aber nach Sinn und Zweck muss es in bestimmten Konstellationen doch Y sein", etc. Nur halt nicht mehr so Wischi-Waschi, sondern dann sollte man schon aus dem vollen schöpfen. Willst du dagegen über antike Rechtsgeschichte promovieren, bedarf es eher eines Händchens für alte Sprachen, Quellenkritik oder ggf. sogar Paläographie. Also alles höchst unterschiedlich.
Suchen
Zitieren
GKSucher77
Junior Member
**
Beiträge: 42
Themen: 1
Registriert seit: May 2025
#5
01.07.2025, 22:34
Vielen Dank nochmal für die Rückmeldungen. An die, die promoviert haben: Zu welchem Zeitpunkt habt ihr es gemacht? 

An alle: Kennt ihr welche, die nach dem 2. Examen oder sogar berufsbegleitend promoviert haben?
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.07.2025, 22:34 von GKSucher77.)
Suchen
Zitieren
JurMUC
Member
***
Beiträge: 95
Themen: 1
Registriert seit: May 2022
#6
02.07.2025, 19:44
Nach dem 2. und würde es immer wieder so machen :)
Suchen
Zitieren
lup
Junior Member
**
Beiträge: 26
Themen: 1
Registriert seit: Feb 2025
#7
04.07.2025, 07:44
Schließe mich im Kern den Vorredner:innen an. Wer meint, Spaß an wissenschaftlicher Arbeit zu haben, kann sich auch an eine Dissertation wagen. Die scheitern m.E. in der Regel nicht an dem fehlenden Intellekt, sondern eher am Durchhaltevermögen, an der Strukturierung (s.o.), innerer Gelassenheit,… also nicht an Jura-spezifischen Eigenschaften.

Ich habe nach dem Ersten Examen meine Diss geschrieben und frage mich, ob mein zweites Examen nicht vielleicht besser ausgefallen wäre, wenn ich das zuerst gemacht hätte. Nach 3+ Jahren am Lehrstuhl oder so muss man sich Einiges wieder drauf schaffen, was Zeit kostet und Stress verursachen kann. Ansonsten hat es aber den Vorteil, dass man mal rauskommt aus dieser Examensmühle. Insofern kann ich da keine Empfehlung geben. Denke, was gut für einen ist, ist individuell.
Suchen
Zitieren
Praktiker
Posting Freak
*****
Beiträge: 1.993
Themen: 0
Registriert seit: Apr 2021
#8
06.07.2025, 16:55
Ich habe nach dem Ersten promoviert und bin froh darüber, denn ich habe gleich nach dem Zweiten eine Stelle angeboten bekommen und hätte es dann nicht mehr gemacht.

Hätte ich nach dem Zweiten promoviert, wäre die Dissertation etwas prägnanter und konzentrierter geworden... Andererseits hat es mir für das Referendariat schon etwas gebracht, weil ich nebenher auch unterrichtet habe - insgesamt hat mich das von der Herangehensweise doch etwas vorangebracht, auch wenn ich fachlich natürlich nichts für das Zweite daraus ziehen konnte.
Suchen
Zitieren
069!
Junior Member
**
Beiträge: 3
Themen: 0
Registriert seit: Jun 2025
#9
10.07.2025, 10:03
Ich habe meine Diss ebenfalls nach dem zweiten Examen in Angriff genommen und bin noch dabei. Mache es extern und bin parallel als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einer GK tätig. Ich würde es persönlich wieder so machen, allerdings gibt es mE keinen Königsweg. Beide Zeitpunkte haben gewisse Vor- und Nachteile. Für mich war es wichtig, die obligatorische Ausbildung in einem Zug zu beenden. Das war für mich nicht nur lernökonomisch sinnvoll - man hat das Wissen aus dem ersten Examen schlicht schneller wieder parat - sondern auch, weil ich erst durch Nebentätigkeiten nach dem ersten Examen und Referendariat wusste, worauf ich fachlich (und wissenschaftlich) wirklich Lust habe. Meine Diss dient jetzt unter anderem auch der Spezialisierung auf das Rechtsgebiet, das ich im Anschluss auch in der Praxis bis auf Weiteres machen möchte.

Für die Promotion unmittelbar nach dem ersten Examen spricht aus meiner Sicht insbesondere, dass man nach dem zweiten Examen durchaus in die Versuchung gerät, seine Promotionsambitionen zugunsten des "richtigen" Berufseinstiegs aufzugeben. Es ist mit Ende 20 und nach einer sehr langen, teils knochenharten Ausbildung verdammt verlockend, endlich richtig praktisch zu arbeiten und natürlich auch Geld zu verdienen. Ich kenne einige Kolleg:innen, denen es so ergangen ist. Ich dagegen fand und finde es super reizvoll, nach der verpflichtenden Ausbildung vertieft in Materie einzusteigen, auf die man wirklich Bock hat; auch die Freiheit schätze ich enorm. Gepaart mit der Rolle als WissMit in einer fachlich einschlägigen Kanzlei kann man zudem schon ordentlich praktisch mitarbeiten und lernen.

Ob eine Promotion am Lehrstuhl oder extern sinnvoll ist, ist ebenfalls eine Frage persönlicher Ambitionen und Vorlieben. Zu der Thematik gibt es bereits einige hilfreiche Beiträge im Forum.
Suchen
Zitieren
GKSucher77
Junior Member
**
Beiträge: 42
Themen: 1
Registriert seit: May 2025
#10
10.07.2025, 12:10
(10.07.2025, 10:03)069! schrieb:  Ich habe meine Diss ebenfalls nach dem zweiten Examen in Angriff genommen und bin noch dabei. Mache es extern und bin parallel als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einer GK tätig. Ich würde es persönlich wieder so machen, allerdings gibt es mE keinen Königsweg. Beide Zeitpunkte haben gewisse Vor- und Nachteile. Für mich war es wichtig, die obligatorische Ausbildung in einem Zug zu beenden. Das war für mich nicht nur lernökonomisch sinnvoll - man hat das Wissen aus dem ersten Examen schlicht schneller wieder parat - sondern auch, weil ich erst durch Nebentätigkeiten nach dem ersten Examen und Referendariat wusste, worauf ich fachlich (und wissenschaftlich) wirklich Lust habe. Meine Diss dient jetzt unter anderem auch der Spezialisierung auf das Rechtsgebiet, das ich im Anschluss auch in der Praxis bis auf Weiteres machen möchte.

Für die Promotion unmittelbar nach dem ersten Examen spricht aus meiner Sicht insbesondere, dass man nach dem zweiten Examen durchaus in die Versuchung gerät, seine Promotionsambitionen zugunsten des "richtigen" Berufseinstiegs aufzugeben. Es ist mit Ende 20 und nach einer sehr langen, teils knochenharten Ausbildung verdammt verlockend, endlich richtig praktisch zu arbeiten und natürlich auch Geld zu verdienen. Ich kenne einige Kolleg:innen, denen es so ergangen ist. Ich dagegen fand und finde es super reizvoll, nach der verpflichtenden Ausbildung vertieft in Materie einzusteigen, auf die man wirklich Bock hat; auch die Freiheit schätze ich enorm. Gepaart mit der Rolle als WissMit in einer fachlich einschlägigen Kanzlei kann man zudem schon ordentlich praktisch mitarbeiten und lernen.

Ob eine Promotion am Lehrstuhl oder extern sinnvoll ist, ist ebenfalls eine Frage persönlicher Ambitionen und Vorlieben. Zu der Thematik gibt es bereits einige hilfreiche Beiträge im Forum.

Wie bist du an deine/n Betreuer/in gekommen? Hattest du schon ein Thema im Kopf oder brauchtest du da Unterstützung bei der Themenfindung?

Ich weiß in welchem Teilrechtsgebiet ich das Projekt anstreben würde, aber weiß nicht, welches Thema da geeignet wäre. Möglicherweise finde ich ja Bemerkungen in Fachzeitschriften hierzu.

Ich frage auch vor den Hintergrund, dass ich keinerlei Berührungspunkte zu Lehrstühlen hatte, weder als Werkstudent noch als WiMi, dementsprechend kennt mich keiner der Profs, die in dem Rechtsgebiet forschen und lehren.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.07.2025, 12:16 von GKSucher77.)
Suchen
Zitieren
« Ein Thema zurück | Ein Thema vor »
1 2 »
Antworten



 

Zur letzten Instanz

Das Forum "Zur letzten Instanz" ist das einzige Forum speziell für Rechtsreferendare. Diskutiere mit bei Fragen Rund um den juristischen Vorbereitungsdienst und zum Zweiten Staatsexamen!

Quick Links



Kontaktiere uns

E-Mail an uns  Datenschutzhinweise

Impressum 

Linearer Modus
Baumstrukturmodus