18.04.2023, 16:56
Kommt mir gerade noch, wo wir uns hier ein bisschen austauschen: Eigentlich wäre ja ein Netzwerk mit anderen anwälten super praktisch am Anfang der Selbständigkeit. Im Sinne von, einer fragt bei mir nach Mietrecht an, den verweise ich an einen Kollegen, und beim Kollegen wird ein Cloud Vertrag angefragt, den er an mich verweist. So könnte man ja eigentlich frühzeitig die Spezialisierung festigen.
Problem ist nur, dass ich gar nicht genug selbständige anwälte kenne. Auch hier wäre eine Netzwerkmoglichkeit echt super...

Problem ist nur, dass ich gar nicht genug selbständige anwälte kenne. Auch hier wäre eine Netzwerkmoglichkeit echt super...
18.04.2023, 16:59
(18.04.2023, 16:56)MichaelaS schrieb: Kommt mir gerade noch, wo wir uns hier ein bisschen austauschen: Eigentlich wäre ja ein Netzwerk mit anderen anwälten super praktisch am Anfang der Selbständigkeit. Im Sinne von, einer fragt bei mir nach Mietrecht an, den verweise ich an einen Kollegen, und beim Kollegen wird ein Cloud Vertrag angefragt, den er an mich verweist. So könnte man ja eigentlich frühzeitig die Spezialisierung festigen.![]()
Problem ist nur, dass ich gar nicht genug selbständige anwälte kenne. Auch hier wäre eine Netzwerkmoglichkeit echt super...
Sowas gibt es und hat auch schon ein User euch hier gesagt: Forum Junge Anwaltschaft - da gibt es nicht nur das der DAV, sondern eben auch lokale Stammtische.
Hier z.B. von einer der Webseiten:
"Das FORUM Junge Anwaltschaft im DAV ist die Plattform für den Informations- und Erfahrungsaustausch von Berufsanfängern und jungen Anwältinnen und Anwälten. Hier gibt es Rat insbesondere über die Kanzleigründung und den Start im Anwaltsberuf von Kolleginnen und Kollegen, welche die ersten Schritte schon hinter sich haben."
18.04.2023, 21:13
(18.04.2023, 12:33)Reacher schrieb: Ich würde gerne auch was dazu beitragen, da ich mich vor ca. 10 Monaten direkt nach dem Ref selbstständig gemacht habe. Der klassische Sprung ins kalte Wasser.
Vorweg finde ich viele Tipps von Peanutbutter hilfreich. Vorallem Post #2. Ich finde jedoch, dass das alles viel günstiger geht.
Das allerwichtigste für den Anfang ist ein ausreichend gefüllter Finanzpolster. Du solltest deine Privatausgaben mindestens 1 Jahr aus dem ersparten bestreiten können (zzgl. Mietkosten, falls du einen Raum mieten solltest).
Anwaltsoftware-Anbieter haben für Berufseinsteiger oftmals Angebote. Definitiv wahrnehmen!
Internet-Anbieter haben ebenfalls häufig Angebote wie z.B. 6 Monate lang kostenfreie Nutzung. Wahrnehmen!
Webseite über CMS wie Wordpress mit Standardtemplates (z.B. Astra Theme). Gibt wirklich gute und ziemlich viele Anwälte verwenden solche Vorlagen. Geht auch ziemlich fix und dank Youtube kaum schwieriger als ein Musterformular zu übernehmen.
Der Deutsche Anwaltsverlag hat eine ziemlich große online Bibliothek zu einem ziemlich geringen Preis. Beck Online ist für den Anfang viel zu teuer.
Eine Ein-Zimmer-Gewerberäumlichkeit reicht für den Anfang vollkommen aus und ist preislich im Rahmen. Oft ergeben sich spontan Mandate. Ich will dann nicht ohne Räumlichkeiten stehen, weil das Miet-Office ausgebucht ist. Ist kein Prestigeobjekt, aber dafür erfüllt es seinen Zweck.
Am Anfang müssen viele Mandate übernommen werden, auch wenn das im Vorfeld nicht geplant war. Ich hatte im Vorfeld meine Tätigkeitsbereiche beschränkt und 6 Monate konsequent alle Mandate aus anderen Rechtsgebieten abgelehnt. War nicht die beste Entscheidung,weshalb meine Tätigkeitsbereiche erweitert habe.
Vom Gründerzuschuss und KfW habe ich Abstand genommen, da ich es weiterhin nicht einsehe einen Businessplan für die Anwaltstätigkeit zu erstellen. Was soll ich reinschreiben? Beratung und Vertretung? Und seitdem die Gewährung im Ermessen der Sachberarbeiter steht, lohnt sich der Aufwand nicht. Lieber die Zeit in Marketing etc. investieren.
Falls es möglich ist in Verbindung zu treten mit Selbstständigen bzw. daran Interessierten zwecks Erfahrungsaustausch/Hilfestellung etc. hätte ich Lust am helfen und lernen.
Falls weitere Fragen offen sind, gerne stellen. Falls ich etwas dazu beitragen kann, werde ich darauf antworten
Dir sind Datenbanken zu teuer, aber für den Gründungszuschuss bist Du zu bequem? Klingt nicht wirklich stimmig.
19.04.2023, 10:58
@MichaelaS
Ich habe tatsächlich ein Polster ~60k gehabt. Da für mich der Schritt in die Selbstständigkeit schon seit je her klar war, hatte ich natürlich ausreichend Zeit zum sparen etc.
Meine Kompetenz wurde noch nicht "bewzeifelt". Allerdings bekam ich häufiger die Frage, wie lange ich den schon tätig bin. Führte in meinem Fall noch nicht zu einer Verweigerung der Mandatserteilung.
@Ex-GK
Danke nochmal für den Hinweis. Ist mir irgendwie entgangen und war mir so nicht bekannt.
@TheEagle
Ich habe an keiner Stelle erwähnt, dass DatenbankEN zu teuer seien. Vielmehr habe ich den Anbieter, bei dem ich mein Abo abgeschlossen habe, erwähnt. Ist am Anfang halt eine Sache von Preis/Leistung und monatlichen Fixausgaben. Und solange ich Zugriff auf alle nötigen Werke habe, ist der Anbieter schlichweg egal.
Ich habe tatsächlich ein Polster ~60k gehabt. Da für mich der Schritt in die Selbstständigkeit schon seit je her klar war, hatte ich natürlich ausreichend Zeit zum sparen etc.
Meine Kompetenz wurde noch nicht "bewzeifelt". Allerdings bekam ich häufiger die Frage, wie lange ich den schon tätig bin. Führte in meinem Fall noch nicht zu einer Verweigerung der Mandatserteilung.
@Ex-GK
Danke nochmal für den Hinweis. Ist mir irgendwie entgangen und war mir so nicht bekannt.
@TheEagle
Ich habe an keiner Stelle erwähnt, dass DatenbankEN zu teuer seien. Vielmehr habe ich den Anbieter, bei dem ich mein Abo abgeschlossen habe, erwähnt. Ist am Anfang halt eine Sache von Preis/Leistung und monatlichen Fixausgaben. Und solange ich Zugriff auf alle nötigen Werke habe, ist der Anbieter schlichweg egal.
08.06.2023, 19:50
Hallo Alle zusammen,
auch wenn die Diskussion schon ein paar Wochen zurückliegt, möchte ich von meiner Seite aus noch auf etwas hinweisen, was die wenigsten machen: vor dem Sprung in die Selbstständigkeit eine fundierte Markt- und Mitbewerberanalyse. Und ich meine hier nicht die "Analyse", die in so manchem Businessplan steht, sondern wirklich eine detaillierte Prüfung des Marktsegments = des Rechtsgebietes/Interessengebietes, mit dem die Kanzlei aufgebaut werden soll. Viele vergessen einfach, dass sich Erfolg nur schwer einstellen wird, wenn nicht klar ist, was um einen herum passiert.
Denn es macht keinen Sinn, in einer Großstadt die 50. Strafrechtskanzlei zu gründen, es sei denn, die eigene (51.) hat etwas Besonderes zu bieten, was sie von den bestehenden Kanzleien abheben kann. Aber um das herauszufinden, muss man wissen, was die Konkurrenz so macht.
Ich bin schon ein paar Jahre dabei, aber ich sehe immer wieder viele Berufseinsteiger (aber auch gestandene KollegINNEN), die sich überhaupt nicht mit diesem Thema beschäftigen. Wahrscheinlich auch deshalb, weil dieses Thema im Referendariat nicht vermittelt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass Spezialisierung wichtig ist (und das stimmt ja auch), aber die wenigsten setzen sich vorher hin, um zu schauen, ob die anvisierte Spezialisierung im gegenwärtigen Markt in der jeweiligen Stadt und mit den bestehenden Mitbewerbern überhaupt wirtschaftlich Sinn macht.
Kennt Ihr jemanden, der sein Marktsegment vorher einmal genau unter die Lupe genommen hat?
auch wenn die Diskussion schon ein paar Wochen zurückliegt, möchte ich von meiner Seite aus noch auf etwas hinweisen, was die wenigsten machen: vor dem Sprung in die Selbstständigkeit eine fundierte Markt- und Mitbewerberanalyse. Und ich meine hier nicht die "Analyse", die in so manchem Businessplan steht, sondern wirklich eine detaillierte Prüfung des Marktsegments = des Rechtsgebietes/Interessengebietes, mit dem die Kanzlei aufgebaut werden soll. Viele vergessen einfach, dass sich Erfolg nur schwer einstellen wird, wenn nicht klar ist, was um einen herum passiert.
Denn es macht keinen Sinn, in einer Großstadt die 50. Strafrechtskanzlei zu gründen, es sei denn, die eigene (51.) hat etwas Besonderes zu bieten, was sie von den bestehenden Kanzleien abheben kann. Aber um das herauszufinden, muss man wissen, was die Konkurrenz so macht.
Ich bin schon ein paar Jahre dabei, aber ich sehe immer wieder viele Berufseinsteiger (aber auch gestandene KollegINNEN), die sich überhaupt nicht mit diesem Thema beschäftigen. Wahrscheinlich auch deshalb, weil dieses Thema im Referendariat nicht vermittelt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass Spezialisierung wichtig ist (und das stimmt ja auch), aber die wenigsten setzen sich vorher hin, um zu schauen, ob die anvisierte Spezialisierung im gegenwärtigen Markt in der jeweiligen Stadt und mit den bestehenden Mitbewerbern überhaupt wirtschaftlich Sinn macht.
Kennt Ihr jemanden, der sein Marktsegment vorher einmal genau unter die Lupe genommen hat?
08.06.2023, 21:44
(08.06.2023, 19:50)Chrissy schrieb: Hallo Alle zusammen,
auch wenn die Diskussion schon ein paar Wochen zurückliegt, möchte ich von meiner Seite aus noch auf etwas hinweisen, was die wenigsten machen: vor dem Sprung in die Selbstständigkeit eine fundierte Markt- und Mitbewerberanalyse. Und ich meine hier nicht die "Analyse", die in so manchem Businessplan steht, sondern wirklich eine detaillierte Prüfung des Marktsegments = des Rechtsgebietes/Interessengebietes, mit dem die Kanzlei aufgebaut werden soll. Viele vergessen einfach, dass sich Erfolg nur schwer einstellen wird, wenn nicht klar ist, was um einen herum passiert.
Denn es macht keinen Sinn, in einer Großstadt die 50. Strafrechtskanzlei zu gründen, es sei denn, die eigene (51.) hat etwas Besonderes zu bieten, was sie von den bestehenden Kanzleien abheben kann. Aber um das herauszufinden, muss man wissen, was die Konkurrenz so macht.
Ich bin schon ein paar Jahre dabei, aber ich sehe immer wieder viele Berufseinsteiger (aber auch gestandene KollegINNEN), die sich überhaupt nicht mit diesem Thema beschäftigen. Wahrscheinlich auch deshalb, weil dieses Thema im Referendariat nicht vermittelt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass Spezialisierung wichtig ist (und das stimmt ja auch), aber die wenigsten setzen sich vorher hin, um zu schauen, ob die anvisierte Spezialisierung im gegenwärtigen Markt in der jeweiligen Stadt und mit den bestehenden Mitbewerbern überhaupt wirtschaftlich Sinn macht.
Kennt Ihr jemanden, der sein Marktsegment vorher einmal genau unter die Lupe genommen hat?
Was unterscheidet denn die Analyse im Businessplan von der von dir genannten detaillierten Analyse?
09.06.2023, 13:22
Aus meiner Erfahrung: der Businessplan wird oftmals so vorbereitet, dass der ihn prüfende Sachbearbeiter möglichst gut versteht und positiv absegnen kann. Damit dann das Geld fließen kann. Und dies in der Regel auf ein oder max. zwei DIN-A-4 Seiten.
Was ich meine, betrifft eine tiefergehende Analyse. Beispiel Arbeitsrecht mit klassischer stationärer Beratung: für eine fundierte Marktsegmentsanalyse müsste man sich u. a. anschauen, wie viele Gewerbebetriebe mit wie vielen Beschäftigten gibt es in der jeweiligen Stadt (wobei es hier wichtig ist, den Marktbereich für sich entsprechend einzugrenzen), wie viele gerichtliche Angelegenheiten landen vor dem örtlich zuständigen Arbeitsgericht etc., um eine Vorstellung vom Potential in diesem Marktsegment Arbeitsrecht zu bekommen.
Darüber hinaus sollte dann im Rahmen der Wettbewerbsanalyse geschaut werden, auf wie viele Dienstleister sich das Marktpotential gegenwärtig aufteilt, wobei es hier nicht nur um Anwälte/Kanzleien mit Fachanwälten für Arbeitsrecht und Anwälte mit diesem Tätigkeitsschwerpunkt geht, sondern auch um andere Dienstleister, die sich außerhalb von Kanzleien mit der arbeitsrechtlichen Beratung beschäftigen, wie z. B. Gewerkschaften.
Und erst wenn ich das gemacht habe, kann ich einschätzen, ob Arbeitsrecht in meiner Region überhaupt Sinn macht und wenn ja, ob ich z. B. nur Arbeitnehmer oder nur Arbeitgeber beraten und vertreten will.
Und diese detaillierte Analyse wird im Rahmen eines Businessplans in der Regel nicht gemacht.
Was ich meine, betrifft eine tiefergehende Analyse. Beispiel Arbeitsrecht mit klassischer stationärer Beratung: für eine fundierte Marktsegmentsanalyse müsste man sich u. a. anschauen, wie viele Gewerbebetriebe mit wie vielen Beschäftigten gibt es in der jeweiligen Stadt (wobei es hier wichtig ist, den Marktbereich für sich entsprechend einzugrenzen), wie viele gerichtliche Angelegenheiten landen vor dem örtlich zuständigen Arbeitsgericht etc., um eine Vorstellung vom Potential in diesem Marktsegment Arbeitsrecht zu bekommen.
Darüber hinaus sollte dann im Rahmen der Wettbewerbsanalyse geschaut werden, auf wie viele Dienstleister sich das Marktpotential gegenwärtig aufteilt, wobei es hier nicht nur um Anwälte/Kanzleien mit Fachanwälten für Arbeitsrecht und Anwälte mit diesem Tätigkeitsschwerpunkt geht, sondern auch um andere Dienstleister, die sich außerhalb von Kanzleien mit der arbeitsrechtlichen Beratung beschäftigen, wie z. B. Gewerkschaften.
Und erst wenn ich das gemacht habe, kann ich einschätzen, ob Arbeitsrecht in meiner Region überhaupt Sinn macht und wenn ja, ob ich z. B. nur Arbeitnehmer oder nur Arbeitgeber beraten und vertreten will.
Und diese detaillierte Analyse wird im Rahmen eines Businessplans in der Regel nicht gemacht.
09.06.2023, 19:48
(09.06.2023, 13:22)Chrissy schrieb: Aus meiner Erfahrung: der Businessplan wird oftmals so vorbereitet, dass der ihn prüfende Sachbearbeiter möglichst gut versteht und positiv absegnen kann. Damit dann das Geld fließen kann. Und dies in der Regel auf ein oder max. zwei DIN-A-4 Seiten.
Was ich meine, betrifft eine tiefergehende Analyse. Beispiel Arbeitsrecht mit klassischer stationärer Beratung: für eine fundierte Marktsegmentsanalyse müsste man sich u. a. anschauen, wie viele Gewerbebetriebe mit wie vielen Beschäftigten gibt es in der jeweiligen Stadt (wobei es hier wichtig ist, den Marktbereich für sich entsprechend einzugrenzen), wie viele gerichtliche Angelegenheiten landen vor dem örtlich zuständigen Arbeitsgericht etc., um eine Vorstellung vom Potential in diesem Marktsegment Arbeitsrecht zu bekommen.
Darüber hinaus sollte dann im Rahmen der Wettbewerbsanalyse geschaut werden, auf wie viele Dienstleister sich das Marktpotential gegenwärtig aufteilt, wobei es hier nicht nur um Anwälte/Kanzleien mit Fachanwälten für Arbeitsrecht und Anwälte mit diesem Tätigkeitsschwerpunkt geht, sondern auch um andere Dienstleister, die sich außerhalb von Kanzleien mit der arbeitsrechtlichen Beratung beschäftigen, wie z. B. Gewerkschaften.
Und erst wenn ich das gemacht habe, kann ich einschätzen, ob Arbeitsrecht in meiner Region überhaupt Sinn macht und wenn ja, ob ich z. B. nur Arbeitnehmer oder nur Arbeitgeber beraten und vertreten will.
Und diese detaillierte Analyse wird im Rahmen eines Businessplans in der Regel nicht gemacht.
Ok, verstehe. Deine Analyse ist allerdings ein Ding der Unmöglichkeit. Wie willst du beispielsweise rausfinden, wieviele Angelegenheiten tatsächlich vor dem Gericht landen?
Manchmal hilft auch, einfach machen.
10.06.2023, 14:48
Hallo TheEagle,
natürlich kann man auch einfach loslegen und sehen, was passiert. Aber aus meiner Erfahrung ist es immer besser, erst mal zu schauen, was um einen herum so passiert. Gerade bei anwaltlichen Leistungen ist es schwierig, das Marktpotential 100%ig richtig einzuschätzen. Aber darum geht es auch gar nicht, sondern eher darum, ein fundiertes Gefühl dafür zu bekommen, ob das eigene Angebot als Anwalt in dem dafür vorgesehenen räumlichen Bereich Aussicht auf Erfolg hat. Nur mit einem Bauchgefühl zu beginnen, kann schnell nach hinten losgehen.
Im Übrigen hilft auch die eine oder andere Statistik dabei, die Anzahl der vor Gericht eingebrachten Angelegenheiten herauszufinden. Aber das nur am Rande.
Aus meiner Erfahrung hat derjenige wesentlich bessere Chancen, der sich mit so einer Analyse und damit ja auch mit den am Ort bereits existierenden Kanzleien als Mitbewerber beschäftigt. Man kann z. B. auch schon sehr viel auf den Internetseiten der Mitbewerber herausfinden. Was ich damit sagen will: eine solche Analyse ist nichts, was man mal eben innerhalb einer Stunde erledigt, aber sie ist machbar, wenn man ihren Wert erstmal erkannt hat. Denn dann kann man die Ergebnisse dieser Analyse dafür verwenden, um sich eine vernüftige Strategie für die Entwicklung der eigenen Kanzlei zu erstellen.
natürlich kann man auch einfach loslegen und sehen, was passiert. Aber aus meiner Erfahrung ist es immer besser, erst mal zu schauen, was um einen herum so passiert. Gerade bei anwaltlichen Leistungen ist es schwierig, das Marktpotential 100%ig richtig einzuschätzen. Aber darum geht es auch gar nicht, sondern eher darum, ein fundiertes Gefühl dafür zu bekommen, ob das eigene Angebot als Anwalt in dem dafür vorgesehenen räumlichen Bereich Aussicht auf Erfolg hat. Nur mit einem Bauchgefühl zu beginnen, kann schnell nach hinten losgehen.
Im Übrigen hilft auch die eine oder andere Statistik dabei, die Anzahl der vor Gericht eingebrachten Angelegenheiten herauszufinden. Aber das nur am Rande.
Aus meiner Erfahrung hat derjenige wesentlich bessere Chancen, der sich mit so einer Analyse und damit ja auch mit den am Ort bereits existierenden Kanzleien als Mitbewerber beschäftigt. Man kann z. B. auch schon sehr viel auf den Internetseiten der Mitbewerber herausfinden. Was ich damit sagen will: eine solche Analyse ist nichts, was man mal eben innerhalb einer Stunde erledigt, aber sie ist machbar, wenn man ihren Wert erstmal erkannt hat. Denn dann kann man die Ergebnisse dieser Analyse dafür verwenden, um sich eine vernüftige Strategie für die Entwicklung der eigenen Kanzlei zu erstellen.
10.06.2023, 16:56
(10.06.2023, 14:48)Chrissy schrieb: Hallo TheEagle,
natürlich kann man auch einfach loslegen und sehen, was passiert. Aber aus meiner Erfahrung ist es immer besser, erst mal zu schauen, was um einen herum so passiert. Gerade bei anwaltlichen Leistungen ist es schwierig, das Marktpotential 100%ig richtig einzuschätzen. Aber darum geht es auch gar nicht, sondern eher darum, ein fundiertes Gefühl dafür zu bekommen, ob das eigene Angebot als Anwalt in dem dafür vorgesehenen räumlichen Bereich Aussicht auf Erfolg hat. Nur mit einem Bauchgefühl zu beginnen, kann schnell nach hinten losgehen.
Im Übrigen hilft auch die eine oder andere Statistik dabei, die Anzahl der vor Gericht eingebrachten Angelegenheiten herauszufinden. Aber das nur am Rande.
Aus meiner Erfahrung hat derjenige wesentlich bessere Chancen, der sich mit so einer Analyse und damit ja auch mit den am Ort bereits existierenden Kanzleien als Mitbewerber beschäftigt. Man kann z. B. auch schon sehr viel auf den Internetseiten der Mitbewerber herausfinden. Was ich damit sagen will: eine solche Analyse ist nichts, was man mal eben innerhalb einer Stunde erledigt, aber sie ist machbar, wenn man ihren Wert erstmal erkannt hat. Denn dann kann man die Ergebnisse dieser Analyse dafür verwenden, um sich eine vernüftige Strategie für die Entwicklung der eigenen Kanzlei zu erstellen.
Würde mich allerdings auch interessieren, wie du an die Zahl der Beschäftigten kommst und daran, wie viele von ihnen Klage einreichen.
Die großen Unternehmen nennen ihre Beschäftigtenzahlen in der Regel noch grob im Internet, bei den KMU hört es aber schon auf. Die Anzahl der Arbeitsgerichtsverfahren veröffentlichen wir nicht, sind bei uns im Unternehmen (Tochtergesellschaft eines bekannten Konzerns, ca. 2000 MA) aber auch nur >5 im Jahr.
Gibt es eine Statistik des ArbG oder des Justizministeriums?