11.10.2022, 15:35
Hallo,
ich werde bald meinen Job als Rechtsanwalt einer Kanzlei kündigen und nach einer längeren Pause in die Justiz gehen. Die Kündigung ist noch in der Probezeit. Mir gefällt der Job überhaupt nicht, ich will einfach nur weg. Die Bedingungen sind nicht gut, ich bin physisch und psychisch durch.
Für die Kanzlei kommt das sehr überraschend, die haben mit mir geplant und sind auch teilweise von mir abhängig.
Ich möchte mir niemanden zum Feind machen. Gibt es Tipps wie ich da herauskomme, ohne mich extrem unbeliebt zu machen? Das schlechte Gewissen ist leider sehr stark vorhanden.
Grüße
ich werde bald meinen Job als Rechtsanwalt einer Kanzlei kündigen und nach einer längeren Pause in die Justiz gehen. Die Kündigung ist noch in der Probezeit. Mir gefällt der Job überhaupt nicht, ich will einfach nur weg. Die Bedingungen sind nicht gut, ich bin physisch und psychisch durch.
Für die Kanzlei kommt das sehr überraschend, die haben mit mir geplant und sind auch teilweise von mir abhängig.
Ich möchte mir niemanden zum Feind machen. Gibt es Tipps wie ich da herauskomme, ohne mich extrem unbeliebt zu machen? Das schlechte Gewissen ist leider sehr stark vorhanden.
Grüße
11.10.2022, 15:36
Die sind selber schuld, wenn sie schon mit dir planen, obwohl du noch in der Probezeit bist.
11.10.2022, 15:37
Fake doch ne Erkrankung (s. anderer Thread)
- this is not financial advice
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11.10.2022, 15:44
Probezeit ist nicht nur für den AG gedacht, sondern auch für dich. Einfach ehrlich sein und sagen, dass es dir nicht gefällt Bzw. Du es dir anders vorgestellt hast.
Weil du in die Justiz gehst und nicht zur Konkurrenz, ist das auch glaubhaft und man kann dir da vernünftigerweise keinen Strick draus drehen. Inwieweit du die äußeren Kanzleiumstände als Kündigungsgrund ansprechen willst, musst du selbst entscheiden.
Weil du in die Justiz gehst und nicht zur Konkurrenz, ist das auch glaubhaft und man kann dir da vernünftigerweise keinen Strick draus drehen. Inwieweit du die äußeren Kanzleiumstände als Kündigungsgrund ansprechen willst, musst du selbst entscheiden.
11.10.2022, 16:15
(11.10.2022, 15:35)hast890 schrieb: Hallo,
ich werde bald meinen Job als Rechtsanwalt einer Kanzlei kündigen und nach einer längeren Pause in die Justiz gehen. Die Kündigung ist noch in der Probezeit. Mir gefällt der Job überhaupt nicht, ich will einfach nur weg. Die Bedingungen sind nicht gut, ich bin physisch und psychisch durch.
Für die Kanzlei kommt das sehr überraschend, die haben mit mir geplant und sind auch teilweise von mir abhängig.
Ich möchte mir niemanden zum Feind machen. Gibt es Tipps wie ich da herauskomme, ohne mich extrem unbeliebt zu machen? Das schlechte Gewissen ist leider sehr stark vorhanden.
Grüße
Bist Du Dir denn sicher, dass die Bedingungen in der Justiz besser sind? Warum nicht eine andere Kanzlei und ein bisschen Berufserfahrung sammeln?
11.10.2022, 16:26
Nein, bin ich mir nicht sicher. Andere Kanzleien sind nicht ausgeschlossen. Ich nutze jetzt die Zeit zur Orientierung. Bin nur leider sehr frustriert, wie es gelaufen ist. Keinerlei Einarbeitung (nichtmal ein Büro), exotisches Rechtsgebiet für das wenig Literatur vorhanden ist, keinen Ansprechpartner, der meine Ausarbeitung kontrolliert und Kollegen, die mich vor Mandanten haben auflaufen lassen, weil die Ihnen gegebene Auskunft falsch war...
11.10.2022, 16:32
Wenn du kein Büro hast, wo arbeitest du denn? Beim anderen Kollegen im Zimmer mit oder nur im HO? Da hätte ich auch keinen Bock drauf.
Schreib doch einfach Bewerbungen und sobald du eine Zusage hast, hast du die perfekte Ausrede. Krankschreibung würde ich nicht holen, das könnten sie bei der Verbeamtung wieder rauskramen.
Schreib doch einfach Bewerbungen und sobald du eine Zusage hast, hast du die perfekte Ausrede. Krankschreibung würde ich nicht holen, das könnten sie bei der Verbeamtung wieder rauskramen.
11.10.2022, 17:15
Befinde mich in einer ähnlichen Situation. Auch mit schlechtem Gewissen.
Justizbewerbung ist raus.
Wann und vor allem ob ich eine Zusage erhalte ist natürlich nicht klar, weswegen ich erstmal nicht kündigen bzw. dem AG Bescheid sagen würde. Wenn es dann nicht klappt, ist es sicher nicht leichter, sich aus der Arbeitslosigkeit heraus zu bewerben.
Aber die Gesamtsituation mit offener Bewerbung ist der Motivation im aktuellen Job nicht zuträglich.
Justizbewerbung ist raus.
Wann und vor allem ob ich eine Zusage erhalte ist natürlich nicht klar, weswegen ich erstmal nicht kündigen bzw. dem AG Bescheid sagen würde. Wenn es dann nicht klappt, ist es sicher nicht leichter, sich aus der Arbeitslosigkeit heraus zu bewerben.
Aber die Gesamtsituation mit offener Bewerbung ist der Motivation im aktuellen Job nicht zuträglich.
11.10.2022, 20:59
Ich würde den Tipp annehmen, zu sagen, dass du dir das so nicht vorgestellt hast. Beziehe das aber nicht auf die Kanzlei, sondern das Anwaltsdasein und dass du lieber in die Justiz gehen möchtest.
Ich habe derzeit meine letzten Tage bei meinem aktuellen Arbeitgeber. Ich mache meine Arbeit wie gewohnt weiter und ab Ende nächster Woche feiere ich den Resturlaub ab. Zwar bin ich mit einigen Dingen schon seit längerem nicht mehr zufrieden, aber es nützt keinem, das jetzt noch auf den Tisch zu bringen und ein Streitgespräch darüber anzufangen. Also lass ich es. Jeder kann sein Gesicht wahren, es kam die übliche Mail an alle Mitarbeiter mit Bedauern, dass ich gehe und nächste Woche werde ich zum Abschied noch den hier üblichen Kuchen mitbringen. That's it.
Du bist noch in der Probezeit, daher ist so viel Aufwand wohl nicht nötig. Sprich die Kündigung aus, nenne die geschönten Gründe und versuche, dich nicht noch mit irgendwem anzulegen, sprich schmutzige Wäsche zu waschen. Vielleicht wird man dich freistellen bis zum Ende der Kündigungsfrist. Wenn nicht, erledigst du wie gewohnt deine Arbeit und lässt dich bitte nicht krankschreiben.
Wichtig ist noch eine vernünftige Übergabe an die Kollegen, die deine Mandate übernehmen werden. Zumindest ist mir das wichtig, denn ich will noch ruhigen Gewissens in den Spiegel schauen können.
Ich habe derzeit meine letzten Tage bei meinem aktuellen Arbeitgeber. Ich mache meine Arbeit wie gewohnt weiter und ab Ende nächster Woche feiere ich den Resturlaub ab. Zwar bin ich mit einigen Dingen schon seit längerem nicht mehr zufrieden, aber es nützt keinem, das jetzt noch auf den Tisch zu bringen und ein Streitgespräch darüber anzufangen. Also lass ich es. Jeder kann sein Gesicht wahren, es kam die übliche Mail an alle Mitarbeiter mit Bedauern, dass ich gehe und nächste Woche werde ich zum Abschied noch den hier üblichen Kuchen mitbringen. That's it.
Du bist noch in der Probezeit, daher ist so viel Aufwand wohl nicht nötig. Sprich die Kündigung aus, nenne die geschönten Gründe und versuche, dich nicht noch mit irgendwem anzulegen, sprich schmutzige Wäsche zu waschen. Vielleicht wird man dich freistellen bis zum Ende der Kündigungsfrist. Wenn nicht, erledigst du wie gewohnt deine Arbeit und lässt dich bitte nicht krankschreiben.
Wichtig ist noch eine vernünftige Übergabe an die Kollegen, die deine Mandate übernehmen werden. Zumindest ist mir das wichtig, denn ich will noch ruhigen Gewissens in den Spiegel schauen können.
11.10.2022, 21:15
No worries, schlechtes Gewissen muss man da nicht haben. Es ist einfach ein Job, nicht mehr und nicht weniger. Eben einer, der nicht zu dir passt










