29.07.2022, 12:59
(29.07.2022, 11:58)Gast schrieb:(29.07.2022, 11:28)Fischkopp schrieb:(29.07.2022, 11:12)Gast schrieb:(28.07.2022, 09:56)DonJuansohn schrieb:(27.07.2022, 23:12)Gast schrieb: Wie gehts das überhaupt? Was hast du im Schwerpunkt im 1. Examen und hast du im 2. verbessert?
Ich vermute, es fragt ein Studi, der merkt, dass er kein Ausnahmejurist ist und jetzt alles auf die Karte „Steuerrecht“ setzen will, um beruflich noch was reißen zu können.
Steuerrecht ist halt so speziell, dass man es dort auch mit 4-5 Punkten zu etwas bringen kann, wenn man es denn halbwegs beherrscht.
Nein. Ich bin schon im Ref. Aber ich habe im staatlichen Teil, auf den es ankommt, nur Ausreichend.
Es geht mir auch nicht darum möglichst viel zu verdienen. Aber wir leben nun mal im Kapitalismus. Ich bin ja dafür, dass
die soziale Marktwirtschaft eingeführt wird. Aber das ist mit der FDP nicht zu machen.
Jedenfalls wäre ich gerne privat versichert. Und das dürfen nur Personen mit einem Einkommen ab 65.000 Euro oder
Personen, die sonst privilegiert sind. Die Politiker wollen diese Grenze immer weiter anheben, um Leistungsträger zu belohnen.
Aber ich denke, dass auch Rechtsanwälte zu den Leistungsträgern gehören.
Das ist so widersprüchlich und in sich verkorkst, es ist schon fast wieder witzig.
Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft. Oder beinhaltet purer Kapitalismus neuerdings Sozialversicherungen und Arbeitnehmerschutzrechte?
Süß auch, dass du scheinbar gerne eine noch stärker (=sozialer?) ausgeprägte soziale Marktwirtschaft hättest, aber in die PKV willst, unbedingt. Merkste selbst, oder? Und dann auch noch Steuerrecht machen wollen. Da berätst du sicherlich eher die Wähler und Mäzen der FDP.
Schließlich: Warum genau bist du als RA in spe (erstmal Ref packen) automatisch "Leistungsträger"? Hat da jemand den Dünkel, als RA gehöre man zur Elite des Landes? Selbst mit unterdurchschnittlichen Examen?
So ein Quatsch. Hätten wir eine soziale Marktwirtschaft, dürfte sich jeder privat versichern. Die Gesundheit sollte keine Frage des Geldes sein.
Für mich gehören im Übrigen nicht nur Rechtsanwälte, sondern auch noch weitere Personen zu den Leistungsträgern.
Z.B Hausmeister und Mitarbeiter der Müllabfuhr. Aber vielleicht ist das jetzt schon wieder Dünkel, da ich nicht alle Berufe, die es gibt,
aufgezählt habe.
Wie gehässig in diesem Forum manche Leute sind, ist schon erstaunlich. Ist aber ein Zeichen dafür, dass Deutschland eine
Neidgesellschaft ist.
Ich hoffe wirklich, dass du ein Troll bist. Wenn du das Ernst meinst waren 4 Punkte bei deinem Verständnis von Wirtschaft und Gesellschaft echt noch zu viel.
Dass du nicht in die PKV darfst ist zu deinem eigenen Schutz. Im reinen Kapitalismus wäre das anders, da interessiert niemanden ob du später mal bettelarm bist.
Und das mit der Neidgesellschaft ist wirklich lustig aus deinem Mund :D Ich tippe daher mal auf nem Troll.
29.07.2022, 13:03
(29.07.2022, 11:12)Gast schrieb:(28.07.2022, 09:56)DonJuansohn schrieb:(27.07.2022, 23:12)Gast schrieb:(27.07.2022, 19:06)Gast schrieb: Ist es realistisch, wenn man beide Examina mit 4 bis 5 Punkten abgeschlossen hat, dass man
nach etwa 5 Jahren Berufserfahrung 75 k brutto im Jahr verdient, wenn man
sich auf Steuerrecht spezialisiert?
Wie gehts das überhaupt? Was hast du im Schwerpunkt im 1. Examen und hast du im 2. verbessert?
Ich vermute, es fragt ein Studi, der merkt, dass er kein Ausnahmejurist ist und jetzt alles auf die Karte „Steuerrecht“ setzen will, um beruflich noch was reißen zu können.
Steuerrecht ist halt so speziell, dass man es dort auch mit 4-5 Punkten zu etwas bringen kann, wenn man es denn halbwegs beherrscht.
Nein. Ich bin schon im Ref. Aber ich habe im staatlichen Teil, auf den es ankommt, nur Ausreichend.
Es geht mir auch nicht darum möglichst viel zu verdienen. Aber wir leben nun mal im Kapitalismus. Ich bin ja dafür, dass
die soziale Marktwirtschaft eingeführt wird. Aber das ist mit der FDP nicht zu machen.
Jedenfalls wäre ich gerne privat versichert. Und das dürfen nur Personen mit einem Einkommen ab 65.000 Euro oder
Personen, die sonst privilegiert sind. Die Politiker wollen diese Grenze immer weiter anheben, um Leistungsträger zu belohnen.
Aber ich denke, dass auch Rechtsanwälte zu den Leistungsträgern gehören.
Du hast insofern Recht, dass wir uns von der sozialen Marktwirtschaft, die sich Erhard mal ausgedacht hat, längst wegbewegt haben. Aber nicht in Richtung "Kapitalismus" wie du meinst, sondern in Richtung "Sozialimus".
In einer sozialen Marktwirtschaft nach Erhard gäbe es VIEL weniger staatliche Eingriffe und Regularien; dafür mehr Subsidiatität, getreu seinem Motto "So wenig Staat wie möglich, so viel Soziales wie nötig".
Vom Ordoliberalismus, der den Konzepten Erhards im wesentlichen zugrunde liegt, könnten wir kaum weiter entfernt sein aktuell.
29.07.2022, 14:54
(29.07.2022, 11:12)Gast schrieb:(28.07.2022, 09:56)DonJuansohn schrieb:(27.07.2022, 23:12)Gast schrieb:(27.07.2022, 19:06)Gast schrieb: Ist es realistisch, wenn man beide Examina mit 4 bis 5 Punkten abgeschlossen hat, dass man
nach etwa 5 Jahren Berufserfahrung 75 k brutto im Jahr verdient, wenn man
sich auf Steuerrecht spezialisiert?
Wie gehts das überhaupt? Was hast du im Schwerpunkt im 1. Examen und hast du im 2. verbessert?
Ich vermute, es fragt ein Studi, der merkt, dass er kein Ausnahmejurist ist und jetzt alles auf die Karte „Steuerrecht“ setzen will, um beruflich noch was reißen zu können.
Steuerrecht ist halt so speziell, dass man es dort auch mit 4-5 Punkten zu etwas bringen kann, wenn man es denn halbwegs beherrscht.
Nein. Ich bin schon im Ref. Aber ich habe im staatlichen Teil, auf den es ankommt, nur Ausreichend.
Es geht mir auch nicht darum möglichst viel zu verdienen. Aber wir leben nun mal im Kapitalismus. Ich bin ja dafür, dass
die soziale Marktwirtschaft eingeführt wird. Aber das ist mit der FDP nicht zu machen.
Jedenfalls wäre ich gerne privat versichert. Und das dürfen nur Personen mit einem Einkommen ab 65.000 Euro oder
Personen, die sonst privilegiert sind. Die Politiker wollen diese Grenze immer weiter anheben, um Leistungsträger zu belohnen.
Aber ich denke, dass auch Rechtsanwälte zu den Leistungsträgern gehören.
Meinst du das ernst? Die Noten hatten in dem Fall vermutlich noch andere Ursachen.
29.07.2022, 18:10
(29.07.2022, 11:12)Gast schrieb:(28.07.2022, 09:56)DonJuansohn schrieb:(27.07.2022, 23:12)Gast schrieb:(27.07.2022, 19:06)Gast schrieb: Ist es realistisch, wenn man beide Examina mit 4 bis 5 Punkten abgeschlossen hat, dass man
nach etwa 5 Jahren Berufserfahrung 75 k brutto im Jahr verdient, wenn man
sich auf Steuerrecht spezialisiert?
Wie gehts das überhaupt? Was hast du im Schwerpunkt im 1. Examen und hast du im 2. verbessert?
Ich vermute, es fragt ein Studi, der merkt, dass er kein Ausnahmejurist ist und jetzt alles auf die Karte „Steuerrecht“ setzen will, um beruflich noch was reißen zu können.
Steuerrecht ist halt so speziell, dass man es dort auch mit 4-5 Punkten zu etwas bringen kann, wenn man es denn halbwegs beherrscht.
Nein. Ich bin schon im Ref. Aber ich habe im staatlichen Teil, auf den es ankommt, nur Ausreichend.
Es geht mir auch nicht darum möglichst viel zu verdienen. Aber wir leben nun mal im Kapitalismus. Ich bin ja dafür, dass
die soziale Marktwirtschaft eingeführt wird. Aber das ist mit der FDP nicht zu machen.
Jedenfalls wäre ich gerne privat versichert. Und das dürfen nur Personen mit einem Einkommen ab 65.000 Euro oder
Personen, die sonst privilegiert sind. Die Politiker wollen diese Grenze immer weiter anheben, um Leistungsträger zu belohnen.
Aber ich denke, dass auch Rechtsanwälte zu den Leistungsträgern gehören.
Der mit Abstand atemberaubendste Beitrag seit langem.
30.07.2022, 09:49
(29.07.2022, 18:10)deinGläubiger schrieb:(29.07.2022, 11:12)Gast schrieb:(28.07.2022, 09:56)DonJuansohn schrieb:(27.07.2022, 23:12)Gast schrieb:(27.07.2022, 19:06)Gast schrieb: Ist es realistisch, wenn man beide Examina mit 4 bis 5 Punkten abgeschlossen hat, dass man
nach etwa 5 Jahren Berufserfahrung 75 k brutto im Jahr verdient, wenn man
sich auf Steuerrecht spezialisiert?
Wie gehts das überhaupt? Was hast du im Schwerpunkt im 1. Examen und hast du im 2. verbessert?
Ich vermute, es fragt ein Studi, der merkt, dass er kein Ausnahmejurist ist und jetzt alles auf die Karte „Steuerrecht“ setzen will, um beruflich noch was reißen zu können.
Steuerrecht ist halt so speziell, dass man es dort auch mit 4-5 Punkten zu etwas bringen kann, wenn man es denn halbwegs beherrscht.
Nein. Ich bin schon im Ref. Aber ich habe im staatlichen Teil, auf den es ankommt, nur Ausreichend.
Es geht mir auch nicht darum möglichst viel zu verdienen. Aber wir leben nun mal im Kapitalismus. Ich bin ja dafür, dass
die soziale Marktwirtschaft eingeführt wird. Aber das ist mit der FDP nicht zu machen.
Jedenfalls wäre ich gerne privat versichert. Und das dürfen nur Personen mit einem Einkommen ab 65.000 Euro oder
Personen, die sonst privilegiert sind. Die Politiker wollen diese Grenze immer weiter anheben, um Leistungsträger zu belohnen.
Aber ich denke, dass auch Rechtsanwälte zu den Leistungsträgern gehören.
Der mit Abstand atemberaubendste Beitrag seit langem.
Bei dem wirtschaftlichen Bildungsniveau in Deutschland wundert es mich nicht mehr, dass so viele Leute SPD oder Grüne wählen.
30.07.2022, 10:54
(30.07.2022, 09:49)Gast schrieb:(29.07.2022, 18:10)deinGläubiger schrieb:(29.07.2022, 11:12)Gast schrieb:(28.07.2022, 09:56)DonJuansohn schrieb:(27.07.2022, 23:12)Gast schrieb: Wie gehts das überhaupt? Was hast du im Schwerpunkt im 1. Examen und hast du im 2. verbessert?
Ich vermute, es fragt ein Studi, der merkt, dass er kein Ausnahmejurist ist und jetzt alles auf die Karte „Steuerrecht“ setzen will, um beruflich noch was reißen zu können.
Steuerrecht ist halt so speziell, dass man es dort auch mit 4-5 Punkten zu etwas bringen kann, wenn man es denn halbwegs beherrscht.
Nein. Ich bin schon im Ref. Aber ich habe im staatlichen Teil, auf den es ankommt, nur Ausreichend.
Es geht mir auch nicht darum möglichst viel zu verdienen. Aber wir leben nun mal im Kapitalismus. Ich bin ja dafür, dass
die soziale Marktwirtschaft eingeführt wird. Aber das ist mit der FDP nicht zu machen.
Jedenfalls wäre ich gerne privat versichert. Und das dürfen nur Personen mit einem Einkommen ab 65.000 Euro oder
Personen, die sonst privilegiert sind. Die Politiker wollen diese Grenze immer weiter anheben, um Leistungsträger zu belohnen.
Aber ich denke, dass auch Rechtsanwälte zu den Leistungsträgern gehören.
Der mit Abstand atemberaubendste Beitrag seit langem.
Bei dem wirtschaftlichen Bildungsniveau in Deutschland wundert es mich nicht mehr, dass so viele Leute SPD oder Grüne wählen.
Pass auf, dass du nicht im Antiqueer-Register der Grünen landest.
30.07.2022, 11:59
(29.07.2022, 13:03)Anon schrieb:(29.07.2022, 11:12)Gast schrieb:(28.07.2022, 09:56)DonJuansohn schrieb:(27.07.2022, 23:12)Gast schrieb:(27.07.2022, 19:06)Gast schrieb: Ist es realistisch, wenn man beide Examina mit 4 bis 5 Punkten abgeschlossen hat, dass man
nach etwa 5 Jahren Berufserfahrung 75 k brutto im Jahr verdient, wenn man
sich auf Steuerrecht spezialisiert?
Wie gehts das überhaupt? Was hast du im Schwerpunkt im 1. Examen und hast du im 2. verbessert?
Ich vermute, es fragt ein Studi, der merkt, dass er kein Ausnahmejurist ist und jetzt alles auf die Karte „Steuerrecht“ setzen will, um beruflich noch was reißen zu können.
Steuerrecht ist halt so speziell, dass man es dort auch mit 4-5 Punkten zu etwas bringen kann, wenn man es denn halbwegs beherrscht.
Nein. Ich bin schon im Ref. Aber ich habe im staatlichen Teil, auf den es ankommt, nur Ausreichend.
Es geht mir auch nicht darum möglichst viel zu verdienen. Aber wir leben nun mal im Kapitalismus. Ich bin ja dafür, dass
die soziale Marktwirtschaft eingeführt wird. Aber das ist mit der FDP nicht zu machen.
Jedenfalls wäre ich gerne privat versichert. Und das dürfen nur Personen mit einem Einkommen ab 65.000 Euro oder
Personen, die sonst privilegiert sind. Die Politiker wollen diese Grenze immer weiter anheben, um Leistungsträger zu belohnen.
Aber ich denke, dass auch Rechtsanwälte zu den Leistungsträgern gehören.
Du hast insofern Recht, dass wir uns von der sozialen Marktwirtschaft, die sich Erhard mal ausgedacht hat, längst wegbewegt haben. Aber nicht in Richtung "Kapitalismus" wie du meinst, sondern in Richtung "Sozialimus".
In einer sozialen Marktwirtschaft nach Erhard gäbe es VIEL weniger staatliche Eingriffe und Regularien; dafür mehr Subsidiatität, getreu seinem Motto "So wenig Staat wie möglich, so viel Soziales wie nötig".
Vom Ordoliberalismus, der den Konzepten Erhards im wesentlichen zugrunde liegt, könnten wir kaum weiter entfernt sein aktuell.
Inwieweit haben wir uns denn in Richtung "Sozialismus" bewegt? Ich bin grundsätzlich auch ein Befürworter des freien Marktes, da ich dieses Konzept für das demokratischste, effektivste und somit auch sozialste unter allen Wirtschaftssystem halte. Gleichwohl darf man nicht unterschlagen, dass das Konzept des freien Marktes nicht nur vom Staat korrumpiert werden kann. Diese Selbstverständlichkeit wurde m.E. innerhalb der letzten Jahrzehnte viel zu sehr vernachlässigt. Dadurch hat m.E. eine Umverteilung nach oben stattgefunden. Es wurde zB viel privatisiert, wobei die Akteure der Privatisierung, in Bereichen, in denen sich die Privatisierung nicht lohnte, mit staatlichen Subventionen unterstützt wurden. Ein gute Beispiel für den unfreien Markt ist m.E. auch die Aufstockung, mit der man Unternehmen billige Arbeitskräfte verschafft, die sie auf dem freien Markt nicht bekommen würden. Das Totschlagargument ist dann immer, lieber so, als keine Arbeit. Das ist natürlich auch ein Stück weit nachvollziehbar, man darf sich aber nicht der Illusion hingeben, dass das Kapitalismus ist. Ohne dieses staatliche Lohndumping wären diese Unternehmen höchstwahrscheinlich unwirtschaftlich. Das gleiche gilt für die ganzen Rettungspakete des letzten Jahrzehnts, also zB. Immobilienkrise, Bankenkrise und aktuell die Gaskrise. Da haben sich Unternehmen auf dem "freien" Markt entwickelt bzw. wurden abgespalten, die "to big to fail" sind, was für solche Unternehmen natürlich wenig Anreize schafft, ordentlich zu wirtschaften.
30.07.2022, 12:24
(29.07.2022, 13:03)Anon schrieb:(29.07.2022, 11:12)Gast schrieb:(28.07.2022, 09:56)DonJuansohn schrieb:(27.07.2022, 23:12)Gast schrieb:(27.07.2022, 19:06)Gast schrieb: Ist es realistisch, wenn man beide Examina mit 4 bis 5 Punkten abgeschlossen hat, dass man
nach etwa 5 Jahren Berufserfahrung 75 k brutto im Jahr verdient, wenn man
sich auf Steuerrecht spezialisiert?
Wie gehts das überhaupt? Was hast du im Schwerpunkt im 1. Examen und hast du im 2. verbessert?
Ich vermute, es fragt ein Studi, der merkt, dass er kein Ausnahmejurist ist und jetzt alles auf die Karte „Steuerrecht“ setzen will, um beruflich noch was reißen zu können.
Steuerrecht ist halt so speziell, dass man es dort auch mit 4-5 Punkten zu etwas bringen kann, wenn man es denn halbwegs beherrscht.
Nein. Ich bin schon im Ref. Aber ich habe im staatlichen Teil, auf den es ankommt, nur Ausreichend.
Es geht mir auch nicht darum möglichst viel zu verdienen. Aber wir leben nun mal im Kapitalismus. Ich bin ja dafür, dass
die soziale Marktwirtschaft eingeführt wird. Aber das ist mit der FDP nicht zu machen.
Jedenfalls wäre ich gerne privat versichert. Und das dürfen nur Personen mit einem Einkommen ab 65.000 Euro oder
Personen, die sonst privilegiert sind. Die Politiker wollen diese Grenze immer weiter anheben, um Leistungsträger zu belohnen.
Aber ich denke, dass auch Rechtsanwälte zu den Leistungsträgern gehören.
Du hast insofern Recht, dass wir uns von der sozialen Marktwirtschaft, die sich Erhard mal ausgedacht hat, längst wegbewegt haben. Aber nicht in Richtung "Kapitalismus" wie du meinst, sondern in Richtung "Sozialimus".
In einer sozialen Marktwirtschaft nach Erhard gäbe es VIEL weniger staatliche Eingriffe und Regularien; dafür mehr Subsidiatität, getreu seinem Motto "So wenig Staat wie möglich, so viel Soziales wie nötig".
Vom Ordoliberalismus, der den Konzepten Erhards im wesentlichen zugrunde liegt, könnten wir kaum weiter entfernt sein aktuell.
Das genaue Gegenteil ist richtig. Wir haben uns weg von der sozialen Marktwirtschaft hin zu einem wesentlich weniger sozialen, dafür mehr marktwirtschaftlichen System entwickelt.
Zunächst fand zu Erhards Zeiten wesentlich mehr Umverteilung statt. Der Spitzenstuersatz lag in den 1950er Jahren bei regelmäßig über 80%, in der Nachkriegszeit sogar darüber. Heute liegt er bei gerade mal der Hälfte. Hinzu kommt, dass es damals auch eine Vermögenssteuer gab mit der die heute zu beobachtende Akkumulation des Kapitals in den Händen einiger weniger verhindert wurde.
Auch die Sozialleistungen lagen (verglichen mit dem Lohnniveau) weit über dem, was heute gezahlt wird.
Wir entwickeln uns seit Jahrzehnten weg von einer sozial abgesicherten Marktwirtschaft hin zu einem total marktgläubigen System, das für die Schwachen nur noch das absolut Notwendige bereitstellt. Sozial ist wirklich anders. Wer also behauptet, unser heutiges System sei Sozialismus, hat weder von politischer Theorie, noch von Geschichte eine Ahnung und sollte seine Infos vielleicht nicht nur aus dem Telegram Kanal vom Wendler beziehen…
30.07.2022, 12:26
Ich finde auch es ist wichtig, dass sich jeder privat oder zumindest zusätzlich privat versichern kann, zb bekommt man in wichtigen Fällen schneller einen Termin.
30.07.2022, 12:50
(30.07.2022, 12:26)Gast schrieb: Ich finde auch es ist wichtig, dass sich jeder privat oder zumindest zusätzlich privat versichern kann, zb bekommt man in wichtigen Fällen schneller einen Termin.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich diese Erfahrung nicht gemacht habe. Ich würde sogar lieber in der GKV bleiben; für meinen konkreten Fall wäre der Beitrag in der GKV aber einfach viel zu hoch. Hintergrund ist einfach, dass ich mir mit der PKV eine weitere Baustelle aufgemacht habe. Ich bin Jurist und kein Arzt, kann also nicht aus dem Stehgreif beurteilen, welche Behandlungen nun die richtigen für mich sind. Das wurde mir ein Stück weit durch die GKV abgenommen; auch wenn man sicherlich darüber streiten kann, ob die Kassenleistungen ausreichend sind.









