04.07.2022, 18:23
(04.07.2022, 18:21)Gast schrieb:(04.07.2022, 14:55)Gast schrieb: Jura = Die besten 20-25% haben unabhängig von Connections und dem Elternhaus die Chance auf hohe Einstiegsgehälter (rund 150k/Monat). Dafür eine extrem lange Berufsausbildung. Kenne keinen, der Studium und Ref in unter sieben Jahren durchgezogen hat.pro jahr meinte ich natürlich...
BWL = Die absoluten "top" Leute machen richtig Asche, mehr als die Spitzenjuristen. Für so eine Karriere muss man aber schon im Studium richtig Gas geben, gute Praktika absolvieren, an einer Top-Uni studieren (St. Gallen, WHU, LSE etc.) und top Noten haben. Für ersteres (Praktika) braucht man Connections, für letzteres (Top-Uni) reiche Eltern.
Darf ich mich vorstellen: 6 Jahre und 363 Tage
04.07.2022, 18:25
(04.07.2022, 18:21)Gast schrieb:(04.07.2022, 14:55)Gast schrieb: Jura = Die besten 20-25% haben unabhängig von Connections und dem Elternhaus die Chance auf hohe Einstiegsgehälter (rund 150k/Monat). Dafür eine extrem lange Berufsausbildung. Kenne keinen, der Studium und Ref in unter sieben Jahren durchgezogen hat.pro jahr meinte ich natürlich...
BWL = Die absoluten "top" Leute machen richtig Asche, mehr als die Spitzenjuristen. Für so eine Karriere muss man aber schon im Studium richtig Gas geben, gute Praktika absolvieren, an einer Top-Uni studieren (St. Gallen, WHU, LSE etc.) und top Noten haben. Für ersteres (Praktika) braucht man Connections, für letzteres (Top-Uni) reiche Eltern.
Was heißt extrem lang? BWL Master dauert inkl. Auslandsaufenthalt oder langem Praktikum, was auch fast obligatorisch ist, sechs Jahre. Daneben dann der Jurist mit sieben Jahren… sicher, wer nach dem Bachelor anfängt zu arbeiten, ist schneller dran. Mit dem Abschluss gibt’s aber oftmals keine guten Jobs.
Jura dauert bei vielen nur so lange, weil sie hart am chillen sind und sich im Studium viel Zeit lassen. Wer es konsequent durchzieht, ist nach 8-9 Semestern fertig.
04.07.2022, 18:47
(04.07.2022, 14:55)Gast schrieb: Jura = Die besten 20-25% haben unabhängig von Connections und dem Elternhaus die Chance auf hohe Einstiegsgehälter (rund 150k/Monat). Dafür eine extrem lange Berufsausbildung. Kenne keinen, der Studium und Ref in unter sieben Jahren durchgezogen hat.
BWL = Die absoluten "top" Leute machen richtig Asche, mehr als die Spitzenjuristen. Für so eine Karriere muss man aber schon im Studium richtig Gas geben, gute Praktika absolvieren, an einer Top-Uni studieren (St. Gallen, WHU, LSE etc.) und top Noten haben. Für ersteres (Praktika) braucht man Connections, für letzteres (Top-Uni) reiche Eltern.
Dem würde ich zustimmen, aber würde noch zwei Punkte ergänzen.
Die besten 20-25% der Volljuristen können mit 150-160k im Jahr als Einstieg mehr verdienen als die „top“ (d.h. die besten 5%) der BWLer, die bei den Tier1 Beratungen und Banken mit maximal 120-130k einsteigen dürften. Die BWLer sind beim Einstieg allerdings 2-3 Jahre jünger.
Um als Jurist zu den besten 20-25% zu gehören braucht man in erster Linie gute Noten, d.h. mindestens 17/18 aus beiden Examina, man kann aber u.U. einen „fehlenden“ Punkt durch eine Promotion oder einen Master ausgleichen.
Ein „durchschnittlicher“ Volljurist mit ca. 14/15 Punkten dürfte allerdings heutzutage gehaltstechnisch mit etwas Geschick und einem gepflegten Lebenslauf (gute Praktika, Ausland, evtl. Promotion nach Dispens) deutlich höher einsteigen (90-95k) als ein durchschnittlicher BWLer. Darüber hinaus ist der Beruf des Rechtsanwalts aufgrund der auch landläufig bekannten Schwierigkeit der Examina und der langen Ausbildung durchaus sehr prestigeträchtig.
05.07.2022, 13:01
"Ein „durchschnittlicher“ Volljurist mit ca. 14/15 Punkten dürfte allerdings heutzutage gehaltstechnisch mit etwas Geschick und einem gepflegten Lebenslauf (gute Praktika, Ausland, evtl. Promotion nach Dispens) deutlich höher einsteigen (90-95k) als ein durchschnittlicher BWLer. Darüber hinaus ist der Beruf des Rechtsanwalts aufgrund der auch landläufig bekannten Schwierigkeit der Examina und der langen Ausbildung durchaus sehr prestigeträchtig."
Wenn man Durchschnitt mit Durchschnitt vergleicht, dann sollte man den Durchschnittsjuristen nicht pimpen ;)
Nach den im Netz einsehbaren Statistiken ist das Durchschnittsgehalt der Volljuristen nicht gerade überwältigend. Da bist du bei 52.300 Euro (siehe Stepstone). Ich persönlich finde das auch zu wenig, obwohl ich weiß wie die Daten von Stepstone erhoben werden und das hat schon eine sehr gute Datenbasis. Aber der Spread ist bei den Juristen sicher höher und gerade auch die Ausschläge nach oben.
Jedes Jahr gibt es 30000 BWL die auf den Markt kommen und auch da gibt es Menschen die gute Verdienstchancen haben. Ich kann mich auch dort bei einem der großen Strategieberatungen prostituieren, Banken oder aber auch im Vertrieben gibt es teilweise top Stellen. Und da sind nicht nur die Besten der Besten. Bei den Juristen ist es aber auch so, nur bei den Juristen zählt viel mehr die Note.
Klar haben etwa 20% der Juristen derzeit die Chancen auf eine Stelle in einer GK mit gutem Gehalt. Ob das in 7 Jahren noch so ist, weiß aber kein Mensch. Wir leben in volatilen Zeiten und da gibt es keine Sicherheit mehr.
Ich würde immer ein Studium nach meinen Neigungen wählen. Der Job sollte später Spaß machen und wer nur mit dem Blick auf den späteren Geldbeutel studiert, der kann auch hier im Forum genug Beispiele sehen, wo mit der Zeit wohl auch noch andere Werte zählen.
Eine Sache gebe ich noch zu bedenken. Ich kenne kaum einen guten Abiturienten, der nicht auch ein Topexamen als BWLer gemacht hat. Bei den Juristen sieht das durchaus anders aus. Kenne einige 1,0 oder 1,1 Kandidaten die untergegangen sind
Und was das Prestige der Rechtsanwälte anbelangt.... naja da würde ich mir nicht zu viel darauf einbilden
Wenn man Durchschnitt mit Durchschnitt vergleicht, dann sollte man den Durchschnittsjuristen nicht pimpen ;)
Nach den im Netz einsehbaren Statistiken ist das Durchschnittsgehalt der Volljuristen nicht gerade überwältigend. Da bist du bei 52.300 Euro (siehe Stepstone). Ich persönlich finde das auch zu wenig, obwohl ich weiß wie die Daten von Stepstone erhoben werden und das hat schon eine sehr gute Datenbasis. Aber der Spread ist bei den Juristen sicher höher und gerade auch die Ausschläge nach oben.
Jedes Jahr gibt es 30000 BWL die auf den Markt kommen und auch da gibt es Menschen die gute Verdienstchancen haben. Ich kann mich auch dort bei einem der großen Strategieberatungen prostituieren, Banken oder aber auch im Vertrieben gibt es teilweise top Stellen. Und da sind nicht nur die Besten der Besten. Bei den Juristen ist es aber auch so, nur bei den Juristen zählt viel mehr die Note.
Klar haben etwa 20% der Juristen derzeit die Chancen auf eine Stelle in einer GK mit gutem Gehalt. Ob das in 7 Jahren noch so ist, weiß aber kein Mensch. Wir leben in volatilen Zeiten und da gibt es keine Sicherheit mehr.
Ich würde immer ein Studium nach meinen Neigungen wählen. Der Job sollte später Spaß machen und wer nur mit dem Blick auf den späteren Geldbeutel studiert, der kann auch hier im Forum genug Beispiele sehen, wo mit der Zeit wohl auch noch andere Werte zählen.
Eine Sache gebe ich noch zu bedenken. Ich kenne kaum einen guten Abiturienten, der nicht auch ein Topexamen als BWLer gemacht hat. Bei den Juristen sieht das durchaus anders aus. Kenne einige 1,0 oder 1,1 Kandidaten die untergegangen sind
Und was das Prestige der Rechtsanwälte anbelangt.... naja da würde ich mir nicht zu viel darauf einbilden
05.07.2022, 14:41
M.E. sollte man ebenfalls das machen, was einem Spaß macht.
Folgender Vorschlag: Setze dich doch in eine BWL-Vorlesung sowie eine Jura-Vorlesung (alternativ: Im Internet anschauen, falls bereits Semesterferien). Da hast du einen ersten Eindruck von der Thematik und ob dich sowas interessieren könnte.
Prestige und Zukunftschancen sind natürlich auch wichtige Aspekte. Dennoch kommt es in erster Linie darauf an, ob man die Motivation und den Willen hat die (beide anspruchsvollen) Studiengänge erfolgreich zu bewältigen.
BWL ist kürzer, Jura länger (mit 2 Staatsexamina). Konkurrenz dürfte in etwa gleich sein, nur dass bei Jura die Noten ausschlaggebender sind, in BWL v.a. Praktika (und gute Noten).
Folgender Vorschlag: Setze dich doch in eine BWL-Vorlesung sowie eine Jura-Vorlesung (alternativ: Im Internet anschauen, falls bereits Semesterferien). Da hast du einen ersten Eindruck von der Thematik und ob dich sowas interessieren könnte.
Prestige und Zukunftschancen sind natürlich auch wichtige Aspekte. Dennoch kommt es in erster Linie darauf an, ob man die Motivation und den Willen hat die (beide anspruchsvollen) Studiengänge erfolgreich zu bewältigen.
BWL ist kürzer, Jura länger (mit 2 Staatsexamina). Konkurrenz dürfte in etwa gleich sein, nur dass bei Jura die Noten ausschlaggebender sind, in BWL v.a. Praktika (und gute Noten).
05.07.2022, 20:17
Hast du dich mal mit den Studiengängen auseinandergesetzt?
BWL wirst du auf jeden Fall bestehen, BWL ist eben oft der "Auffangstudiengang" für alle möglichen Leute geworden. Also zumindest einen Abschluss wirst du schaffen. Wie viel "Macht" du danach haben wirst, ist natürlich eine andere Sache (wie hier ja bereits erklärt wurde)- aber es gibt dafür auch keinen passenden Studiengang.
Jura ist ein ganz anderes Level. Informier dich mal über das Studium. Ganz ganz viele Jurastudenten sind am Ende wirklich am kompletten Limit, ja, auch die ganz hellen Köpfe. Du studierst nur um die Zulassung fürs Examen zu bekommen- die Vornoten zählen 0,0- deine ganze berufliche Zukunft hängt von 5 Prüfungen, also einer Woche nach 5-7 Jahren Studium ab. Alle wollen da unter die Top 10% kommen. Die Noten werden schon während des Studiums sehr sehr streng vergeben. Pro Kampagne des Staatsexamens fallen zwischen 1/3 bis teilweise 60% durch (Trier Februar 2022 zB). Du hast 2 Versuche. Danach kannst du nicht mehr Jura studieren. Also auf Deutsch: Hast dann nach 8 Jahren Studium "nur" Abi. Fängst von vorn an. Also wenn du Jura nur wegen des Geldes oder "Macht" studieren willst, lass es. Du versaust dir deine 20er komplett. IÜ, einfach mal googlen, Jura ist sehr hart, nicht wenige Studenten gehen in Therapie, haben massive psychische und körperliche Probleme. Also wirklich gut überlegen. Ansonsten mach doch die Kombi: Wirtschaftsrecht. Aber nur, wenn du wirklich Interesse für BWL und Recht hast, nicht aus "Machtgründen"...
Also sorry, aber ich denke jeder Abiturient denkt doch erstmal er kann leicht reich werden, wenn er nur das Richtige studiert, irgendwie ist das ganz süß haha
BWL wirst du auf jeden Fall bestehen, BWL ist eben oft der "Auffangstudiengang" für alle möglichen Leute geworden. Also zumindest einen Abschluss wirst du schaffen. Wie viel "Macht" du danach haben wirst, ist natürlich eine andere Sache (wie hier ja bereits erklärt wurde)- aber es gibt dafür auch keinen passenden Studiengang.
Jura ist ein ganz anderes Level. Informier dich mal über das Studium. Ganz ganz viele Jurastudenten sind am Ende wirklich am kompletten Limit, ja, auch die ganz hellen Köpfe. Du studierst nur um die Zulassung fürs Examen zu bekommen- die Vornoten zählen 0,0- deine ganze berufliche Zukunft hängt von 5 Prüfungen, also einer Woche nach 5-7 Jahren Studium ab. Alle wollen da unter die Top 10% kommen. Die Noten werden schon während des Studiums sehr sehr streng vergeben. Pro Kampagne des Staatsexamens fallen zwischen 1/3 bis teilweise 60% durch (Trier Februar 2022 zB). Du hast 2 Versuche. Danach kannst du nicht mehr Jura studieren. Also auf Deutsch: Hast dann nach 8 Jahren Studium "nur" Abi. Fängst von vorn an. Also wenn du Jura nur wegen des Geldes oder "Macht" studieren willst, lass es. Du versaust dir deine 20er komplett. IÜ, einfach mal googlen, Jura ist sehr hart, nicht wenige Studenten gehen in Therapie, haben massive psychische und körperliche Probleme. Also wirklich gut überlegen. Ansonsten mach doch die Kombi: Wirtschaftsrecht. Aber nur, wenn du wirklich Interesse für BWL und Recht hast, nicht aus "Machtgründen"...
Also sorry, aber ich denke jeder Abiturient denkt doch erstmal er kann leicht reich werden, wenn er nur das Richtige studiert, irgendwie ist das ganz süß haha
05.07.2022, 23:33
Am Ende wird man darin richtig erfolgreich, wofür man Talent und Passion hat. Allerdings würde ich mal provokant sagen, dass man als BWLer selten erfolgreich wird, weil es einfach ein extrem einfaches Studium ist, welches viele studieren. Mit dem guten Abi würde ich eher zu Jura raten.
06.07.2022, 00:35
(05.07.2022, 23:33)Bayern_Ref schrieb: Allerdings würde ich mal provokant sagen, dass man als BWLer selten erfolgreich wird, weil es einfach ein extrem einfaches Studium ist, welches viele studieren. Mit dem guten Abi würde ich eher zu Jura raten.Das ist ein Fehlschluss: Erfolgreich (Geld, Karriere, Ansehen) wird man nicht durch ein besonders schweres Studium. Erfolgreich wird man, weil man etwas besonders gut kann, was besonders gefragt ist. Zum Beispiel kann ich mir vorstellen, dass es schwer sein kann, alte und kaum mehr genutzte Sprachen zu studieren. Beruflichen Erfolg verspricht das allerdings nur im Ausnahmefall.
Zu BWL: Nach meinem Eindruck ist die BWL-Karriere deutlich planbarer als die Jura-Karriere. Hart arbeiten muss man dafür dennoch. Wer schon von Anfang an einen strengen Fokus auf wirtschaftliche Themen hat und den Rest als notwendiges Übel begreift, fährt mit BWL wohl besser. Das Jurastudium behandelt dezidiert wirtschaftsrechtliche Themen nämlich eher selten.
06.07.2022, 01:36
(05.07.2022, 20:17)Light schrieb: Hast du dich mal mit den Studiengängen auseinandergesetzt?
BWL wirst du auf jeden Fall bestehen, BWL ist eben oft der "Auffangstudiengang" für alle möglichen Leute geworden. Also zumindest einen Abschluss wirst du schaffen. Wie viel "Macht" du danach haben wirst, ist natürlich eine andere Sache (wie hier ja bereits erklärt wurde)- aber es gibt dafür auch keinen passenden Studiengang.
Jura ist ein ganz anderes Level. Informier dich mal über das Studium. Ganz ganz viele Jurastudenten sind am Ende wirklich am kompletten Limit, ja, auch die ganz hellen Köpfe. Du studierst nur um die Zulassung fürs Examen zu bekommen- die Vornoten zählen 0,0- deine ganze berufliche Zukunft hängt von 5 Prüfungen, also einer Woche nach 5-7 Jahren Studium ab. Alle wollen da unter die Top 10% kommen. Die Noten werden schon während des Studiums sehr sehr streng vergeben. Pro Kampagne des Staatsexamens fallen zwischen 1/3 bis teilweise 60% durch (Trier Februar 2022 zB). Du hast 2 Versuche. Danach kannst du nicht mehr Jura studieren. Also auf Deutsch: Hast dann nach 8 Jahren Studium "nur" Abi. Fängst von vorn an. Also wenn du Jura nur wegen des Geldes oder "Macht" studieren willst, lass es. Du versaust dir deine 20er komplett. IÜ, einfach mal googlen, Jura ist sehr hart, nicht wenige Studenten gehen in Therapie, haben massive psychische und körperliche Probleme. Also wirklich gut überlegen. Ansonsten mach doch die Kombi: Wirtschaftsrecht. Aber nur, wenn du wirklich Interesse für BWL und Recht hast, nicht aus "Machtgründen"...
Also sorry, aber ich denke jeder Abiturient denkt doch erstmal er kann leicht reich werden, wenn er nur das Richtige studiert, irgendwie ist das ganz süß haha
Da kann ich dir nur zustimmen. Etwas offtopic: Ich war gerade von der Durchfallquote in Trier schockiert. Habe dann gegoogelt und gesehen dass die Durchfallquote da echt häufig auffallend hoch ist. Weißt du da näheres wie es dazu kommt? Ist die Lehre in Trier so schlecht?









