29.03.2022, 14:17
(29.03.2022, 12:04)Freidenkender schrieb: 1. ein ausreichend und 2. befriedigend
erst Kanzlei bei nicht ganz 60K, danach ins Unternehmen mit über 90K, dafür 38 Stundenwoche, Gleitzeit und weiterer Vorzüge im Konzern. Inzwischen Vice HR-Director, leite ein HR-Grundsatzfragenteam mit 6 Juristen und 7 BWL, Journalisten, Ingenieuren, bin Chef-Syndikus für HR und habe gehaltlich noch einmal einen guten Sprung gemacht.
Daher: Noten sind nicht alles! Ich persönlich habe bei Einstellungen einen anderen Fokus. Mir ist die Persönlichkeit viel wichtiger. Fachlichkeit im Arbeitsrecht kann man lernen und im kollektiven Arbeitsrecht kennt sich eh kein Berufsanfänger aus
Danke für den Einblick! Magst du noch offenlegen nach wieviel Jahren du die Kanzlei verlassen hast und ob du damals schon einen arbeitsrechtlichen Schwerpunkt hattest (nehme an KK/MK?)
29.03.2022, 14:57
habe bereits während des Referendariats bei einem FA für Arbeitsrecht nebenher gewerkelt. Nach Referendariat dann in eine sehr kleine Kanzlei. Chef und ich als angestellter Anwalt. Typische Arbeitnehmerkanzlei, die die meisten Mandate über die Gewerkschaft bekommen hat. Daher klare Fokussierung auf Arbeitsrecht, dabei Anteil kollektives Arbeitsrecht bei etwa 70% meiner Arbeitszeit. Erste Erfahrung mit Einigungsstellen, Verhandlungen von Interessenausgleichen und Sozialplänen. Vergütung für eine solch kleine Kanzlei sicher überdurchschnittlich. Das lag aber daran, dass sich mein Chef bei der Vergütung aller MA am Tarifvertrag der IGM orientiert hat (das waren sicher die bestbezahltesten RFA für eine solche Kanzleigröße in Deutschland :D )
Nach 2 Jahren Wechsel in die Versicherung. Stallgeruch der Gewerkschaft war nicht hinderlich (lag sicher auch an der nur 2jährigen Tätigkeit dort). Direkt eigenes Umstrukturierungsprojekt als Projektleiter bekommen. Dadurch hohe Sichtbarkeit im Unternehmen auch Richtung Vorstand. Inzwischen über 10 Jahre hier dabei
Nach 2 Jahren Wechsel in die Versicherung. Stallgeruch der Gewerkschaft war nicht hinderlich (lag sicher auch an der nur 2jährigen Tätigkeit dort). Direkt eigenes Umstrukturierungsprojekt als Projektleiter bekommen. Dadurch hohe Sichtbarkeit im Unternehmen auch Richtung Vorstand. Inzwischen über 10 Jahre hier dabei
29.03.2022, 15:41
Danke, vor allem für die ausführliche Rückmeldung. Das ist gerade am Anfang der Karriere echt hilfreich sowas zu lesen!
29.03.2022, 19:23
In dem Bereich 2 x 6,5 aber auch 1xa/1x6,5+ kenne ich einige positive Beispiele. Eigentlich verdient von den Leuten jeder gut, der es wirklich möchte, den zeitlichen Einsatz bringt und in einer Großstadt wie München, Frankfurt, Düsseldorf arbeitet.
Bspw. einer mit 2xa war für 2 Jahre Project Associate bei einer GK, dann überregionale MK Kanzlei, mit etwa 4 Jahren BE dann knapp 100k in Rechtsabteilung Unternehmen.
Mit 2x7 kenne ich auch welche die zu den Legal-Abteilungen der big4 sind. Nach ein paar Jahren dann sogar teilweise in GK der 1.-2. Liga gewechselt.
2x~6,5 zunächst befristete Stelle bei Landesregierung, dann später noch Verbeamtung mit 13er-Stelle.
Mit ähnlichen Noten aber guter Vorerfahrung oder "bekannt und bewährt" sind dann noch einige in MK oder Boutiquen und von dort dann teilweise auch wieder in GK oder da geblieben.
Mittelmäßige Noten sind kein K.O.-Kriterium für einen gut bezahlten Job, es kommt im Grunde hauptsächlich auf die Stadt an.
Bspw. einer mit 2xa war für 2 Jahre Project Associate bei einer GK, dann überregionale MK Kanzlei, mit etwa 4 Jahren BE dann knapp 100k in Rechtsabteilung Unternehmen.
Mit 2x7 kenne ich auch welche die zu den Legal-Abteilungen der big4 sind. Nach ein paar Jahren dann sogar teilweise in GK der 1.-2. Liga gewechselt.
2x~6,5 zunächst befristete Stelle bei Landesregierung, dann später noch Verbeamtung mit 13er-Stelle.
Mit ähnlichen Noten aber guter Vorerfahrung oder "bekannt und bewährt" sind dann noch einige in MK oder Boutiquen und von dort dann teilweise auch wieder in GK oder da geblieben.
Mittelmäßige Noten sind kein K.O.-Kriterium für einen gut bezahlten Job, es kommt im Grunde hauptsächlich auf die Stadt an.
29.03.2022, 19:24
Im MeckPomm kann 7,0 für das Richteramt reichen.
30.03.2022, 16:55
Kenne mehrere Kollegen, die mit 2x7 Punkten zu GK´s für 100-120K Einstiegsgehalt eingestiegen sind und dort mittlerweile im 4-5 Jahr sind und mit Max.-Boni auf ihre 160-180K kommen können. Einer ist mittlerweile zu einer MC-Kanzlei in München gewechselt. Haben alle keine Zusatzqualis.
Sind ja auch robuste Leistungen, v.a. im Zweiten.
Sind ja auch robuste Leistungen, v.a. im Zweiten.
31.03.2022, 15:37
Ich habe 8,6 und 7,5 und verdiene jetzt im ersten Jahr in einer mittelständischen Kanzlei 65k bei einer 40 Stunden Woche.
31.03.2022, 15:41
8,18 im ersten StEx und 6,5 im zweiten. A13 Beamtin bei einer Bundesoberbehörde und dort sehr glücklich.
31.03.2022, 17:08
Vor der Pandemie hat das sogar noch für Tier 2 GKs gereicht. Heute schwer, ist wieder ein reiner Arbeitgebermarkt. Ich würde an deiner Stelle erst mal etwas bei einer FWW Kanzlei arbeiten und dich spezialisieren. Wechseln kann man immer noch, sobald die Wirtschaft wieder läuft.
31.03.2022, 18:47
(31.03.2022, 17:08)Gast schrieb: Vor der Pandemie hat das sogar noch für Tier 2 GKs gereicht. Heute schwer, ist wieder ein reiner Arbeitgebermarkt. Ich würde an deiner Stelle erst mal etwas bei einer FWW Kanzlei arbeiten und dich spezialisieren. Wechseln kann man immer noch, sobald die Wirtschaft wieder läuft.
Nein^^









