20.02.2022, 13:34
(20.02.2022, 00:53)DonJuansohn schrieb:(19.02.2022, 21:52)Gast schrieb:(19.02.2022, 00:54)Gast schrieb: Auf jeden Fall. Aber als Anwalt ist es besonders bitter. Ein Anwalt ist per se Kämpfer und Macher. Schließlich soll er die Interessen der Mandanten gegen Widerstände durchsetzen. Dort auf immer nur Wasserträger zu sein ist demütigend. Wen willst du als Mandant: Den Macher oder den Laufburschen?
Bezweifel stark, dass Du schon mal eine Wirtschaftskanzlei von innen gesehen hast. Den meisten Mandanten ist es völlig egal, ob das Mandat vom (Senior) Associate, Counsel oder Partner geführt wird. Für die ist Anwalt gleich Anwalt.
Und ich kenne einige angestellte Anwälte in Wirtschaftskanzleien, die es sich in ihrer Rolle als langjährige Angestellte mit sechsstelligem Einkommen recht gemütlich gemacht haben. Dass die aus Sicht von Externen mit Ref-Gehalt (bessere) Laufburschen sind, ist denen herzlich egal.
Ist nicht allen Mandanten egal.
In einem Mandat laden mich die Mandanten nicht zu Calls ein oder setzen mich bei manchen Mails nicht cc, um bloß nicht den doofen Junior Associate bezahlen zu müssen.
Doof nur, dass ich z.B. die Calls dann mit dem zuständigen Counsel nachbespreche und die Mandanten es doch zahlen müssen.
Manchen ist das wichtig. Die wollen nur den Partner persönlich. Ist glaube ich auch so ein altersdiskriminierungs Ding. Manche, vor allem alte Leute, trauen dem 30 jährigen Anwalt nicht.
20.02.2022, 13:44
(20.02.2022, 13:34)guga schrieb:(20.02.2022, 00:53)DonJuansohn schrieb:(19.02.2022, 21:52)Gast schrieb:(19.02.2022, 00:54)Gast schrieb: Auf jeden Fall. Aber als Anwalt ist es besonders bitter. Ein Anwalt ist per se Kämpfer und Macher. Schließlich soll er die Interessen der Mandanten gegen Widerstände durchsetzen. Dort auf immer nur Wasserträger zu sein ist demütigend. Wen willst du als Mandant: Den Macher oder den Laufburschen?
Bezweifel stark, dass Du schon mal eine Wirtschaftskanzlei von innen gesehen hast. Den meisten Mandanten ist es völlig egal, ob das Mandat vom (Senior) Associate, Counsel oder Partner geführt wird. Für die ist Anwalt gleich Anwalt.
Und ich kenne einige angestellte Anwälte in Wirtschaftskanzleien, die es sich in ihrer Rolle als langjährige Angestellte mit sechsstelligem Einkommen recht gemütlich gemacht haben. Dass die aus Sicht von Externen mit Ref-Gehalt (bessere) Laufburschen sind, ist denen herzlich egal.
Ist nicht allen Mandanten egal.
In einem Mandat laden mich die Mandanten nicht zu Calls ein oder setzen mich bei manchen Mails nicht cc, um bloß nicht den doofen Junior Associate bezahlen zu müssen.
Doof nur, dass ich z.B. die Calls dann mit dem zuständigen Counsel nachbespreche und die Mandanten es doch zahlen müssen.
Manchen ist das wichtig. Die wollen nur den Partner persönlich. Ist glaube ich auch so ein altersdiskriminierungs Ding. Manche, vor allem alte Leute, trauen dem 30 jährigen Anwalt nicht.
1. Das ist das schöne an der Anwalterei: Das zunehmenden Lebensalter hat einen Wert für sich - ganz anders, als in den meisten anderen Berufen! Also freut Euch, auch Ihr werdet (schnell) älter...
2. Die Frage nach dem Partner hat meist aber mehr mit dem Außenauftritt der Kanzlei zu tun. Bei Kanzleien, die den Namen der Partner tragen, kaufen die Mandanten aus ihrer Sicht deren Renomee und nicht dasjenige irgendeines angestellten, austauschbaren RA ein. Auch als älterer Angestellter wird man mit dem Problem konfrontiert, dass manche Mandanten nur von den Namenspatronen der Kanzlei vertreten werden wollen, auch wenn die seit Jahren gar keine Fälle mehr bearbeiten, sondern ausschließlich die Kanzlei als Wirtschaftsunternehmen managen.
20.02.2022, 19:19
Naja, ich habe schon den Eindruck, dass die Mandanten den (GK-)Partner wollen. Der kostet das Doppelte, aber trotzdem. Und er steht nicht auf dem Klingelschild.. Würde auch nicht zur ersten Kanzlei am Platze gehen und dann dort den Youngster wollen.
Rechtsberatung hat durchaus viel mit Erfahrung zu tun, dass erfahrenere Anwälte gefragter sind, ist deshalb nachvollziehbar.
Rechtsberatung hat durchaus viel mit Erfahrung zu tun, dass erfahrenere Anwälte gefragter sind, ist deshalb nachvollziehbar.
21.02.2022, 12:53
Also in unserer mittelständischen Kanzlei gibt es mehrere Kollegen, die fachlich wirklich gute Anwälte sind, aber überhaupt kein Talent / keine Lust zur Akquise und dem ganzen organisatorischen Kram haben. Die kommen hier morgens rein, arbeiten ihre Fälle ab und gehen um 18 Uhr nach Hause. Mit dem Gehalt, das sie dafür bekommen sind diese Leute zufrieden, auch wenn wir Partner ein Vielfaches davon bekommen. Das ist eine Win-Win Situation für alle Seiten. Nicht jeder Anwalt hat das Zeug und die Lust selbständig zu sein. Angestellt sein ist sehr bequem und hat diverse Vorteile. Gleichzeitig wollen diese Leute aber gerne als Anwalt arbeiten und nicht in den Staatsdienst oder das Unternehmen.









