19.02.2022, 11:35
(19.02.2022, 10:57)OMG schrieb: ...
In GKen gilt meist "Up or out". In KK/MK finden sich ab einer gewissen Seniorität nur noch Anwälte im Angestelltenverhältnis, die entweder schlecht sind oder den Absprung nicht geschafft haben.
Und wo gehen die GK Rae ohne portables Geschäft hin, die es in der GK nicht geschafft haben, und die nicht ins Unternehmen oder im die Justiz wechseln?
19.02.2022, 11:43
(19.02.2022, 10:57)OMG schrieb: Dieses "Counsel mit 300k" ist einfach die Ausnahme.
In GKen gilt meist "Up or out". In KK/MK finden sich ab einer gewissen Seniorität nur noch Anwälte im Angestelltenverhältnis, die entweder schlecht sind oder den Absprung nicht geschafft haben.
Ja, aber in einer KK oder MK muss man auch nicht die krasse Unternehmerpersönlichkeit als Partner sein. Das Personal ist überschaubar, das „Produkt“ ist klar abgegrenzt und sogar die Preise sind teilweise geregelt.
Ich würde sogar sagen, die Mehrheit der selbstständigen Anwälte sind keine guten Unternehmer aber es klappt trotzdem.
19.02.2022, 14:22
(19.02.2022, 11:43)Gast schrieb:(19.02.2022, 10:57)OMG schrieb: Dieses "Counsel mit 300k" ist einfach die Ausnahme.
In GKen gilt meist "Up or out". In KK/MK finden sich ab einer gewissen Seniorität nur noch Anwälte im Angestelltenverhältnis, die entweder schlecht sind oder den Absprung nicht geschafft haben.
Ja, aber in einer KK oder MK muss man auch nicht die krasse Unternehmerpersönlichkeit als Partner sein. Das Personal ist überschaubar, das „Produkt“ ist klar abgegrenzt und sogar die Preise sind teilweise geregelt.
Ich würde sogar sagen, die Mehrheit der selbstständigen Anwälte sind keine guten Unternehmer aber es klappt trotzdem.
Dann aber oft mehr schlecht als recht. Die meisten krutzen ja mit <200k Umsatz durch die Landschaft.
19.02.2022, 21:52
(19.02.2022, 00:54)Gast schrieb: Auf jeden Fall. Aber als Anwalt ist es besonders bitter. Ein Anwalt ist per se Kämpfer und Macher. Schließlich soll er die Interessen der Mandanten gegen Widerstände durchsetzen. Dort auf immer nur Wasserträger zu sein ist demütigend. Wen willst du als Mandant: Den Macher oder den Laufburschen?
Bezweifel stark, dass Du schon mal eine Wirtschaftskanzlei von innen gesehen hast. Den meisten Mandanten ist es völlig egal, ob das Mandat vom (Senior) Associate, Counsel oder Partner geführt wird. Für die ist Anwalt gleich Anwalt.
Und ich kenne einige angestellte Anwälte in Wirtschaftskanzleien, die es sich in ihrer Rolle als langjährige Angestellte mit sechsstelligem Einkommen recht gemütlich gemacht haben. Dass die aus Sicht von Externen mit Ref-Gehalt (bessere) Laufburschen sind, ist denen herzlich egal.
19.02.2022, 21:54
(19.02.2022, 14:22)Gast schrieb:(19.02.2022, 11:43)Gast schrieb:(19.02.2022, 10:57)OMG schrieb: Dieses "Counsel mit 300k" ist einfach die Ausnahme.
In GKen gilt meist "Up or out". In KK/MK finden sich ab einer gewissen Seniorität nur noch Anwälte im Angestelltenverhältnis, die entweder schlecht sind oder den Absprung nicht geschafft haben.
Ja, aber in einer KK oder MK muss man auch nicht die krasse Unternehmerpersönlichkeit als Partner sein. Das Personal ist überschaubar, das „Produkt“ ist klar abgegrenzt und sogar die Preise sind teilweise geregelt.
Ich würde sogar sagen, die Mehrheit der selbstständigen Anwälte sind keine guten Unternehmer aber es klappt trotzdem.
Dann aber oft mehr schlecht als recht. Die meisten krutzen ja mit <200k Umsatz durch die Landschaft.
Es kann auch nicht jeder mit Ehescheidungen, Kündigungsschutz und Verkehrsunfällen Millionär werden. Dafür gibt es einfach zu viele Anwälte. Die Mehrheit muss sich eben damit abfinden, dass es zwar ein auskömmlicher Beruf ist, aber weit weg von dem was man sich im Studium immer eingeredet hat.
19.02.2022, 22:03
(19.02.2022, 21:54)der_david schrieb:(19.02.2022, 14:22)Gast schrieb:(19.02.2022, 11:43)Gast schrieb:(19.02.2022, 10:57)OMG schrieb: Dieses "Counsel mit 300k" ist einfach die Ausnahme.
In GKen gilt meist "Up or out". In KK/MK finden sich ab einer gewissen Seniorität nur noch Anwälte im Angestelltenverhältnis, die entweder schlecht sind oder den Absprung nicht geschafft haben.
Ja, aber in einer KK oder MK muss man auch nicht die krasse Unternehmerpersönlichkeit als Partner sein. Das Personal ist überschaubar, das „Produkt“ ist klar abgegrenzt und sogar die Preise sind teilweise geregelt.
Ich würde sogar sagen, die Mehrheit der selbstständigen Anwälte sind keine guten Unternehmer aber es klappt trotzdem.
Dann aber oft mehr schlecht als recht. Die meisten krutzen ja mit <200k Umsatz durch die Landschaft.
Es kann auch nicht jeder mit Ehescheidungen, Kündigungsschutz und Verkehrsunfällen Millionär werden. Dafür gibt es einfach zu viele Anwälte. Die Mehrheit muss sich eben damit abfinden, dass es zwar ein auskömmlicher Beruf ist, aber weit weg von dem was man sich im Studium immer eingeredet hat.
Uns wurde in einer Einführungsveranstaltung im ersten Semester von einem Professor gesagt, dass wir lieber Zahnmedizin studieren sollten und bei Jura damit rechnen müssten, dass jeder zweite von uns knapp über Hartz4 Niveau leben würde
19.02.2022, 22:04
(19.02.2022, 11:35)Gast schrieb:(19.02.2022, 10:57)OMG schrieb: ...
In GKen gilt meist "Up or out". In KK/MK finden sich ab einer gewissen Seniorität nur noch Anwälte im Angestelltenverhältnis, die entweder schlecht sind oder den Absprung nicht geschafft haben.
Und wo gehen die GK Rae ohne portables Geschäft hin, die es in der GK nicht geschafft haben, und die nicht ins Unternehmen oder im die Justiz wechseln?
In die kleinere GK, MK oder Boutique, die genau diesen seniorigen Rechtsanwalt mit oder ohne eigenes Geschäft haben will, weil ihr Kapazitäten in einem Bereich fehlen, den der Anwalt abdeckt.
GK-Geschäft ist häufig nicht portabel. Trotzdem kommen GK-Anwälte meistens problemlos unter.
19.02.2022, 22:08
(19.02.2022, 22:03)Gast schrieb:(19.02.2022, 21:54)der_david schrieb:(19.02.2022, 14:22)Gast schrieb:(19.02.2022, 11:43)Gast schrieb:(19.02.2022, 10:57)OMG schrieb: Dieses "Counsel mit 300k" ist einfach die Ausnahme.
In GKen gilt meist "Up or out". In KK/MK finden sich ab einer gewissen Seniorität nur noch Anwälte im Angestelltenverhältnis, die entweder schlecht sind oder den Absprung nicht geschafft haben.
Ja, aber in einer KK oder MK muss man auch nicht die krasse Unternehmerpersönlichkeit als Partner sein. Das Personal ist überschaubar, das „Produkt“ ist klar abgegrenzt und sogar die Preise sind teilweise geregelt.
Ich würde sogar sagen, die Mehrheit der selbstständigen Anwälte sind keine guten Unternehmer aber es klappt trotzdem.
Dann aber oft mehr schlecht als recht. Die meisten krutzen ja mit <200k Umsatz durch die Landschaft.
Es kann auch nicht jeder mit Ehescheidungen, Kündigungsschutz und Verkehrsunfällen Millionär werden. Dafür gibt es einfach zu viele Anwälte. Die Mehrheit muss sich eben damit abfinden, dass es zwar ein auskömmlicher Beruf ist, aber weit weg von dem was man sich im Studium immer eingeredet hat.
Uns wurde in einer Einführungsveranstaltung im ersten Semester von einem Professor gesagt, dass wir lieber Zahnmedizin studieren sollten und bei Jura damit rechnen müssten, dass jeder zweite von uns knapp über Hartz4 Niveau leben würde
Da gefühlt jeder zweite Absolvent zum Staat will, kommt das ja auch in etwa hin.
20.02.2022, 00:53
(19.02.2022, 21:52)Gast schrieb:(19.02.2022, 00:54)Gast schrieb: Auf jeden Fall. Aber als Anwalt ist es besonders bitter. Ein Anwalt ist per se Kämpfer und Macher. Schließlich soll er die Interessen der Mandanten gegen Widerstände durchsetzen. Dort auf immer nur Wasserträger zu sein ist demütigend. Wen willst du als Mandant: Den Macher oder den Laufburschen?
Bezweifel stark, dass Du schon mal eine Wirtschaftskanzlei von innen gesehen hast. Den meisten Mandanten ist es völlig egal, ob das Mandat vom (Senior) Associate, Counsel oder Partner geführt wird. Für die ist Anwalt gleich Anwalt.
Und ich kenne einige angestellte Anwälte in Wirtschaftskanzleien, die es sich in ihrer Rolle als langjährige Angestellte mit sechsstelligem Einkommen recht gemütlich gemacht haben. Dass die aus Sicht von Externen mit Ref-Gehalt (bessere) Laufburschen sind, ist denen herzlich egal.
Ist nicht allen Mandanten egal.
In einem Mandat laden mich die Mandanten nicht zu Calls ein oder setzen mich bei manchen Mails nicht cc, um bloß nicht den doofen Junior Associate bezahlen zu müssen.
Doof nur, dass ich z.B. die Calls dann mit dem zuständigen Counsel nachbespreche und die Mandanten es doch zahlen müssen.
20.02.2022, 12:28
(19.02.2022, 21:52)Gast schrieb:(19.02.2022, 00:54)Gast schrieb: Auf jeden Fall. Aber als Anwalt ist es besonders bitter. Ein Anwalt ist per se Kämpfer und Macher. Schließlich soll er die Interessen der Mandanten gegen Widerstände durchsetzen. Dort auf immer nur Wasserträger zu sein ist demütigend. Wen willst du als Mandant: Den Macher oder den Laufburschen?
Bezweifel stark, dass Du schon mal eine Wirtschaftskanzlei von innen gesehen hast. Den meisten Mandanten ist es völlig egal, ob das Mandat vom (Senior) Associate, Counsel oder Partner geführt wird. Für die ist Anwalt gleich Anwalt.
Und ich kenne einige angestellte Anwälte in Wirtschaftskanzleien, die es sich in ihrer Rolle als langjährige Angestellte mit sechsstelligem Einkommen recht gemütlich gemacht haben. Dass die aus Sicht von Externen mit Ref-Gehalt (bessere) Laufburschen sind, ist denen herzlich egal.
Du hast bei deinem Angriff ad personam die Fragestelllung offenbar nicht erfasst - es war nicht nur nach der Vereinbarkeit der Angestelltenstellung mit der Position des RA als Interessenvertreter in Wirtschafskanzleien (~GK, MK), sondern nach der Vereinbarkeit derartiger Abhängigkeiten mit der anwaltlichen Tätigkeit in allen Kanzleigrößen und Rechtsgebieten (FWW (=KK), MK, GK) gefragt:
(19.02.2022, 00:44)OMG schrieb: Mal eine sehr provokative Frage: Macht das Anwaltsdasein überhaupt Sinn ohne mehr oder weniger konkrete Partnerperspektive?
Egal ob FWW, MK oder GK: Nach 10-15 Jahren ist man Partner oder man hat etwas falsch gemacht. Weil man dann einfach nur der bessere Knecht vom Partner ist. Deswegen gibt es mit dieser Seniorität auch nicht mehr soo viele angestellten (gute) Anwälte.
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