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Besser für sich, als für andere
Gast
Unregistered
 
#11
20.07.2021, 19:42
(20.07.2021, 13:19)Gast schrieb:  Also 60 Mandanten pro Monat klingt jetzt nicht so chillig, vor allem wenn es immer bis zum Urteil gehen soll. Ich meine das wären ja 3 Verhandlungen pro Tag ?‍♂️ Glaube kaum das man das ohne weiteres schafft.

720 Fälle von Anfang bist Ende, alle mit streitiger Verhandlung... Das geht nur, wenn er eine Dieselkanzlei aufzieht und dann nen armen Kollegen ausbeutet...
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Gast
Unregistered
 
#12
20.07.2021, 19:43
... pro Jahr ...
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Gast
Unregistered
 
#13
20.07.2021, 20:36
(20.07.2021, 19:43)Gast schrieb:  ... pro Jahr ...



glaube auch, dass es hier nen Missverständnis gab. waren wohl eher 60 fälle pro jähr.
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Gast
Unregistered
 
#14
20.07.2021, 23:01
Da kommen dann also im Monat 5 Mandanten in seine Kanzlei, die eine Klage zu je 5000€ am Hals haben. Da kann er dann so 4500€ für einnehmen. Dann beginnt der Spaß mit Steuern, Versorgungswerk, Versicherung, Kammerbeitrag und den 150€ Bürokosten. Hinzu kommen vielleicht irgendwann noch Werbekosten, die notwendig werden könnten, wenn die Zahl der monatlichen Mandanten auf 4 oder gar 3 sinkt.

60 Mandate im Monat sind wirtschaftlich nicht notwendig und zeitlich zu viel. 5 Mandate sind aber wirtschaftlich nicht so wahnsinnig viel. Immerhin biele dann ordentlich Zeit pro Mandat.
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Gasto
Unregistered
 
#15
20.07.2021, 23:08
(20.07.2021, 20:36)Gast schrieb:  
(20.07.2021, 19:43)Gast schrieb:  ... pro Jahr ...



glaube auch, dass es hier nen Missverständnis gab. waren wohl eher 60 fälle pro jähr.


Wobei das nicht reichen würde. 60 pro Jahr bei 5.000 Streitwert wäre ca 60k Umsatz. Davon gehen alleine knapp 20k weg an Versorgungswerk und Krankenkasse. Dann nochmal 6k an Overhead (10% Kosten ist schon äußerst gering), bleiben dir 34k Brutto im Jahr. Wenn auch alle 60 Mandaten pro Jahr brav ihre Rechnung zahlen. Das sind so knapp 2k netto im Monat. Ohne Rücklagen, ohne Urlaubsgeld.
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Richteranodergewalt
Junior Member
**
Beiträge: 7
Themen: 1
Registriert seit: Jul 2021
#16
20.07.2021, 23:46
(20.07.2021, 23:08)Gasto schrieb:  
(20.07.2021, 20:36)Gast schrieb:  
(20.07.2021, 19:43)Gast schrieb:  ... pro Jahr ...



glaube auch, dass es hier nen Missverständnis gab. waren wohl eher 60 fälle pro jähr.


Wobei das nicht reichen würde. 60 pro Jahr bei 5.000 Streitwert wäre ca 60k Umsatz. Davon gehen alleine knapp 20k weg an Versorgungswerk und Krankenkasse. Dann nochmal 6k an Overhead (10% Kosten ist schon äußerst gering), bleiben dir 34k Brutto im Jahr. Wenn auch alle 60 Mandaten pro Jahr brav ihre Rechnung zahlen. Das sind so knapp 2k netto im Monat. Ohne Rücklagen, ohne Urlaubsgeld.

Ist das wirklich so krass? kann das jemand verifizieren? Muss man für 2000 netto 60 fälle a 5000 streitwert haben? Na dann sind die ersten Jahre als selbstständiger Anwalt ja auf dem Niveau von Hartz4.
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Gasto
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#17
21.07.2021, 00:09
(20.07.2021, 23:46)Richteranodergewalt schrieb:  
(20.07.2021, 23:08)Gasto schrieb:  
(20.07.2021, 20:36)Gast schrieb:  
(20.07.2021, 19:43)Gast schrieb:  ... pro Jahr ...



glaube auch, dass es hier nen Missverständnis gab. waren wohl eher 60 fälle pro jähr.


Wobei das nicht reichen würde. 60 pro Jahr bei 5.000 Streitwert wäre ca 60k Umsatz. Davon gehen alleine knapp 20k weg an Versorgungswerk und Krankenkasse. Dann nochmal 6k an Overhead (10% Kosten ist schon äußerst gering), bleiben dir 34k Brutto im Jahr. Wenn auch alle 60 Mandaten pro Jahr brav ihre Rechnung zahlen. Das sind so knapp 2k netto im Monat. Ohne Rücklagen, ohne Urlaubsgeld.

Ist das wirklich so krass? kann das jemand verifizieren? Muss man für 2000 netto 60 fälle a 5000 streitwert haben? Na dann sind die ersten Jahre als selbstständiger Anwalt ja auf dem Niveau von Hartz4.

Rechne doch einfach durch. Ist ganz einfach.
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Gast
Unregistered
 
#18
21.07.2021, 09:31
(20.07.2021, 23:46)Richteranodergewalt schrieb:  
(20.07.2021, 23:08)Gasto schrieb:  
(20.07.2021, 20:36)Gast schrieb:  
(20.07.2021, 19:43)Gast schrieb:  ... pro Jahr ...



glaube auch, dass es hier nen Missverständnis gab. waren wohl eher 60 fälle pro jähr.


Wobei das nicht reichen würde. 60 pro Jahr bei 5.000 Streitwert wäre ca 60k Umsatz. Davon gehen alleine knapp 20k weg an Versorgungswerk und Krankenkasse. Dann nochmal 6k an Overhead (10% Kosten ist schon äußerst gering), bleiben dir 34k Brutto im Jahr. Wenn auch alle 60 Mandaten pro Jahr brav ihre Rechnung zahlen. Das sind so knapp 2k netto im Monat. Ohne Rücklagen, ohne Urlaubsgeld.

Ist das wirklich so krass? kann das jemand verifizieren? Muss man für 2000 netto 60 fälle a 5000 streitwert haben? Na dann sind die ersten Jahre als selbstständiger Anwalt ja auf dem Niveau von Hartz4.

Vielleicht ist das ja auch einer der Gründe, weshalb sich (zu Beginn) so wenige selbständig machen. Ohne hinreichende Rücklagen und eine gewisse Erfahrung etc. ist das gar nicht so einfach.

Spiele selber mit dem Gedanken, da ich einige eigene Unternehmensmandate habe (ca. 120k bis 180k Umsatz/anno bei maximal 2 Tage/Woche Aufwand) - da kommt aber hinzu, dass der Name der Kanzlei doch durchaus ein Verkaufsmerkmal ist. Bei einigen Unternehmen bekommt man nicht einmal einen Fuß in die Tür, wenn man nicht aus einer halbwegs angesehenen Kanzlei ist.
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Gast
Unregistered
 
#19
21.07.2021, 09:47
Ja ich denke darüber nach, aber die Rechnug des TE geht nicht auf.

Gerade zu Beginn der Selbstständigkeit werden 60 Mandante im Monat nicht machbar sein, auch nicht solche "kleinen" Mandate. Und auch die Kosten von 150 EUR sind nicht realistisch. Ein Teil geht für Telefon und Internet drauf, dann Kanzleisoftware, beA etc. Und dann muss man auch noch was ins Marketing stecken, selbst Anzeigen im Käseblatt kosten Geld., Büro + Einrichtung muss auch noch bezahlt werden. Dazu braucht man mindestens einen Tisch, zwei Stühle, einen Rechner + min. 1 Bildschirm, ein Telefon (ggf. auch Mobil) + ein Drucker mit Scan- und Faxfunktion.

Ich würde eher mit Kosten von ca. 500 - 600 (minimum) im Monat rechnen + Kammerbeitrag und Versicherung

Anfangs würde ich mit 3-5 Mandanten pro Monat rechnen und zwar eher im niedigen Bereich. Selbstverständlich muss auch Zahlungsausfälle mit einkalkulieren.

Ich würde TE raten nochmal gründlich nachzudenken und einen vernünftigen Businessplan aufzustellen.
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Gast
Unregistered
 
#20
21.07.2021, 09:53
(20.07.2021, 07:46)Gast schrieb:  Überlebt ihr auch oft, lieber selbstständig zu sein.

Ich verdiene locker einen sechsstelligen Umsatz, aber sehe davon lediglich was mittleres fünfstelliges.

Ohne den Verdienst für meinen Chef, könnte ich locker halb soviel arbeiten und hätte genauso viel in der Tasche.

Kostenstruktur könnte ich mit büromitbenutzung auf unter 150€ im
Monat halten.

Wie seht ihr die finanziellen Möglichkeiten der Selbstständigkeit?

5 Mandate mit einem Streitwert von 5.000 eur bis Urteil wurden reichen. Dann bräuchte dich lediglich 60 Mandate im Monat. Finde ich überschaubar.


Was heißt "locker ein sechststelliger" Umsatz?

Selbst 120 K wären jetzt nicht superkrass. Wenn du dich damit selbstständig machst hast du am Ende weniger als jetzt mit deinem Angestelltengehalt.

Es müssten schon eher 240 K sein, dass sich das anfängt zu lohnen. Die Kostenquote unter 30 % zu bekommen halte ich für nicht realistisch. Rechnen sollte man eher mit 50 % Kostenquote.
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