29.06.2021, 12:42
(29.06.2021, 10:32)Grottentroll schrieb:(29.06.2021, 02:04)Gast schrieb:(28.06.2021, 17:16)Gast Gast schrieb:(28.06.2021, 16:47)Gast schrieb:(28.06.2021, 15:53)Gast Gast schrieb: *mal eben in meinen aktuellen VW-Bescheid schau*
Ok, da stehen derzeit knapp 3.900 Euro VW-Rente drin (prognostiziert, gegenwärtige Kaufkraft).
Glaube ich dazu, dass ich bis zum Renteneintritt darüber hinaus weitere 1.100 Euro monatlich durch Vermietung und/oder Kapitalerträge erzielen werde? Ja.
Schon sind die obigen 5.000 Euro erreicht.
Das wäre ja dann doch besser als so ziemlich jede Pension…
Bei der Pension kommt noch die Beihilfe dazu, die natürlich etwas wert ist.
Und darüber hinaus; ja, aber eben mit privater Vorsorge kombiniert. Du kannst als Beamter natürlich auch noch etwas ansparen. Bei mir kommt eben der Vorteil hinzu, dass ich als Anwalt besser verdiene als jetzt ein Richter.
Als Beamter kannst du nur was ansparen, wenn deine Frau keine Hausfrau ist und du keine 3 Kinder hast und kein Haus abbezahlen musst.
Kenne keine einzige Frau im Bekanntenkreis, die dauerhaft zu Hause geblieben wäre oder das vorhätte. Was da noch am nächsten drankommt, ist eine verbeamtete Grundschullehrerin, die ihren Job hasst und daher sehr ausgedehnte Elternzeiten macht.
Haus abbezahlen = Kapitalanlage = private Altersvorsorge = ansparen.
Es hat aber nicht jeder eine Akademikerin als Frau. Und in Teilzeit ohne Akademikergehalt zu arbeiten bringt halt nicht viel, zumal man ab 50 eh keinen Job mehr bekommt als Frau ohne Verbeamtung. Meine Eltern haben ihr Haus im Dorf immer noch nicht abbezahlt mit fast 70.
Mein Opa war A15 und seine Frau hat trotz Ausbildung und bei 3 Kindern nur mal 2 Jahre gearbeitet. Aber früher waren Gehälter, auch bei Beamten, niedriger als das, was man heute bekommt. Die haben auch nur ne Mietwohnung gehabt und nie ein Haus.
29.06.2021, 12:57
(29.06.2021, 12:42)Gast schrieb:(29.06.2021, 10:32)Grottentroll schrieb:(29.06.2021, 02:04)Gast schrieb:(28.06.2021, 17:16)Gast Gast schrieb:(28.06.2021, 16:47)Gast schrieb: Das wäre ja dann doch besser als so ziemlich jede Pension…
Bei der Pension kommt noch die Beihilfe dazu, die natürlich etwas wert ist.
Und darüber hinaus; ja, aber eben mit privater Vorsorge kombiniert. Du kannst als Beamter natürlich auch noch etwas ansparen. Bei mir kommt eben der Vorteil hinzu, dass ich als Anwalt besser verdiene als jetzt ein Richter.
Als Beamter kannst du nur was ansparen, wenn deine Frau keine Hausfrau ist und du keine 3 Kinder hast und kein Haus abbezahlen musst.
Kenne keine einzige Frau im Bekanntenkreis, die dauerhaft zu Hause geblieben wäre oder das vorhätte. Was da noch am nächsten drankommt, ist eine verbeamtete Grundschullehrerin, die ihren Job hasst und daher sehr ausgedehnte Elternzeiten macht.
Haus abbezahlen = Kapitalanlage = private Altersvorsorge = ansparen.
Es hat aber nicht jeder eine Akademikerin als Frau. Und in Teilzeit ohne Akademikergehalt zu arbeiten bringt halt nicht viel, zumal man ab 50 eh keinen Job mehr bekommt als Frau ohne Verbeamtung. Meine Eltern haben ihr Haus im Dorf immer noch nicht abbezahlt mit fast 70.
Mein Opa war A15 und seine Frau hat trotz Ausbildung und bei 3 Kindern nur mal 2 Jahre gearbeitet. Aber früher waren Gehälter, auch bei Beamten, niedriger als das, was man heute bekommt. Die haben auch nur ne Mietwohnung gehabt und nie ein Haus.
Hä? Früher war es als Familie mit Alleinverdiener wesentlich einfacher als heute.
29.06.2021, 13:20
(29.06.2021, 12:57)Gast schrieb: Hä? Früher war es als Familie mit Alleinverdiener wesentlich einfacher als heute.
Früher haben sich Kinder aber auch noch lange ein Zimmer geteilt und der Urlaub war einmal im Jahr mit dem Auto in die Berge oder ans Meer. Heutzutage muss hingegen für jedes Kind ein iPhone plus Fernseher im eigenen Zimmer finanziert werden, dazu zwei Leasing Autos und Fernurlaub.
Als Beamter A13 hättest du mit 2 Kindern und Hausfrau plus Kindergeld, nach Abzug Krankenkasse, so 4.500 Euro netto zur Verfügung (Beispiel BaWü, paar Jahre im Dienst). Sofern Du nicht gerade in Stuttgart oder einer der heißbegehrten Uni-Städte leben willst, kommst du mit 4,5 netto als Familie gut und entspannt über die Runden.
29.06.2021, 13:28
Die Definitionen von "gut" und auch "entspannt" sind wohl sehr unterschiedlich. Mit 4300 € netto und einer Unterkunft für 4 Personen bist du in BaWü auch in kleineren Städten schnell bei 1300€ Miete/Kreditrate. Dann gibt jede Familie iM Schnitt 743 € (Studie von gestern) pro Kind aus - wohlgemerkt im Schnitt, je höher der Bildungsgrad der Eltern, desto höher die Ausgaben. Macht also 1480 € für die Kinder pro Monat. Dann haben Mama und Papa noch großartige 1500 € für Essen, Kleidung und Altersvorsorge. Dazu kommt Auto, Handy, Internet, TV usw. usf.
Wenn da am Ende des Monats nochmal Essengehen drin ist, ist das schon gut gelaufen. kA für mich ist das alles andere als "gut" und "entspannt". Jede finanzielle Situation, bei der man seine Euros abzählen muss, ist für mich nicht "entspannt". Entspannt ist für mich, wenn ich mir alles kaufen kann, worauf in Bock habe (im "normalen" Rahmen, wir sprechen nicht von Yachten, sondern halt von nem neuen Rechner oder dem neuen Rennrad, auf das man eben nicht sparen muss, sondern einfach die Kreditkarte zückt und die 2000 abdrückt, ohne was davon zu merken).
Wenn da am Ende des Monats nochmal Essengehen drin ist, ist das schon gut gelaufen. kA für mich ist das alles andere als "gut" und "entspannt". Jede finanzielle Situation, bei der man seine Euros abzählen muss, ist für mich nicht "entspannt". Entspannt ist für mich, wenn ich mir alles kaufen kann, worauf in Bock habe (im "normalen" Rahmen, wir sprechen nicht von Yachten, sondern halt von nem neuen Rechner oder dem neuen Rennrad, auf das man eben nicht sparen muss, sondern einfach die Kreditkarte zückt und die 2000 abdrückt, ohne was davon zu merken).
29.06.2021, 13:32
(29.06.2021, 13:28)Gast schrieb: Die Definitionen von "gut" und auch "entspannt" sind wohl sehr unterschiedlich. Mit 4300 € netto und einer Unterkunft für 4 Personen bist du in BaWü auch in kleineren Städten schnell bei 1300€ Miete/Kreditrate. Dann gibt jede Familie iM Schnitt 743 € (Studie von gestern) pro Kind aus - wohlgemerkt im Schnitt, je höher der Bildungsgrad der Eltern, desto höher die Ausgaben. Macht also 1480 € für die Kinder pro Monat. Dann haben Mama und Papa noch großartige 1500 € für Essen, Kleidung und Altersvorsorge. Dazu kommt Auto, Handy, Internet, TV usw. usf.
Wenn da am Ende des Monats nochmal Essengehen drin ist, ist das schon gut gelaufen. kA für mich ist das alles andere als "gut" und "entspannt". Jede finanzielle Situation, bei der man seine Euros abzählen muss, ist für mich nicht "entspannt". Entspannt ist für mich, wenn ich mir alles kaufen kann, worauf in Bock habe (im "normalen" Rahmen, wir sprechen nicht von Yachten, sondern halt von nem neuen Rechner oder dem neuen Rennrad, auf das man eben nicht sparen muss, sondern einfach die Kreditkarte zückt und die 2000 abdrückt, ohne was davon zu merken).
+1
29.06.2021, 13:35
(29.06.2021, 13:20)Gast Gast schrieb:(29.06.2021, 12:57)Gast schrieb: Hä? Früher war es als Familie mit Alleinverdiener wesentlich einfacher als heute.
Früher haben sich Kinder aber auch noch lange ein Zimmer geteilt und der Urlaub war einmal im Jahr mit dem Auto in die Berge oder ans Meer. Heutzutage muss hingegen für jedes Kind ein iPhone plus Fernseher im eigenen Zimmer finanziert werden, dazu zwei Leasing Autos und Fernurlaub.
Als Beamter A13 hättest du mit 2 Kindern und Hausfrau plus Kindergeld, nach Abzug Krankenkasse, so 4.500 Euro netto zur Verfügung (Beispiel BaWü, paar Jahre im Dienst). Sofern Du nicht gerade in Stuttgart oder einer der heißbegehrten Uni-Städte leben willst, kommst du mit 4,5 netto als Familie gut und entspannt über die Runden.
Früher in den 50ern/60ern wurden die Kinder vom Norden nach Bayern geschickt, auf Kur oder als Verschickungskind, damit sie mal rauskommen und ein anderes Klima kennenlernen (sprich Sonne).
Meine Mutter war in Backnang mit Ausflug nach München und Brezeln als Frühstück, weil sie als Teenager zu dünn war (Kur) und mein Vater hatte Pech und war als Kind in einem bayrischen katholischen Verschickungskurheim, wo er von Nonnen misshandelt wurde.
29.06.2021, 13:50
(29.06.2021, 13:28)Gast schrieb: Die Definitionen von "gut" und auch "entspannt" sind wohl sehr unterschiedlich. Mit 4300 € netto und einer Unterkunft für 4 Personen bist du in BaWü auch in kleineren Städten schnell bei 1300€ Miete/Kreditrate. Dann gibt jede Familie iM Schnitt 743 € (Studie von gestern) pro Kind aus - wohlgemerkt im Schnitt, je höher der Bildungsgrad der Eltern, desto höher die Ausgaben. Macht also 1480 € für die Kinder pro Monat. Dann haben Mama und Papa noch großartige 1500 € für Essen, Kleidung und Altersvorsorge. Dazu kommt Auto, Handy, Internet, TV usw. usf.
Wenn da am Ende des Monats nochmal Essengehen drin ist, ist das schon gut gelaufen. kA für mich ist das alles andere als "gut" und "entspannt". Jede finanzielle Situation, bei der man seine Euros abzählen muss, ist für mich nicht "entspannt". Entspannt ist für mich, wenn ich mir alles kaufen kann, worauf in Bock habe (im "normalen" Rahmen, wir sprechen nicht von Yachten, sondern halt von nem neuen Rechner oder dem neuen Rennrad, auf das man eben nicht sparen muss, sondern einfach die Kreditkarte zückt und die 2000 abdrückt, ohne was davon zu merken).
Da ist ein Rechenfehler bei dir drin.
Die Kosten für ein Kind iHv 743 Euro beinhaltet bereits die Kosten für eine größere Wohnung. Wenn du also zum einen die Kosten für eine große Wohnung nimmst und dazu diese Kinderkosten, berechnest du die Wohnkosten doppelt.
Außerdem: "Mit steigender Kinderzahl sinken die Ausgaben pro Kind: Für zwei Kinder gab ein Paarhaushalt im Schnitt 1 276 Euro monatlich aus."
Sagen wir mal, nur 276 Euro betreffen die gesteigerten Mietkosten und man gibt für zwei Kinder jeden Monat volle 1000 Euro für Essen, Kleidung und Hobbys aus.
1300 miete/finanzieren + 1000 Kinder = 2.3000 Ausgaben, bleiben 2.200 Euro für die Eltern und für Rücklagen (ich hatte 4,5k gesagt, nicht 4,3k...). Sicherlich reden wir bei 2,2k nicht von den ganz großen Sprüngen... aber der Alleinverdiener früher hat auch keine großen Sprünge gemacht.
Natürlich sollte man sich als Beamter in einer kleineren Stadt eine Wohnung/Haus finanzieren und nicht mieten. Große Altersrücklagen braucht man dann nicht mehr (Pension + Eigenheim).
29.06.2021, 13:52
PS: Wer den Anspruch hat, als Alleinverdiener eine Familie zu ernähren und trotzdem so viel über zu haben, dass er problemlos mal hier oder dort 2.000 Euro für Kram ausgeben kann, der redet über Netto-Einkommen, die weder heute noch früher üblich waren.
29.06.2021, 14:04
Halte eher 1.300 Miete/finanzieren für unrealistisch
29.06.2021, 14:08
(29.06.2021, 13:52)Gast Gast schrieb: PS: Wer den Anspruch hat, als Alleinverdiener eine Familie zu ernähren und trotzdem so viel über zu haben, dass er problemlos mal hier oder dort 2.000 Euro für Kram ausgeben kann, der redet über Netto-Einkommen, die weder heute noch früher üblich waren.
Ne, ich rede eher davon, dass aus genau diesem Grund Alleinverdiener für mich keine Option wäre. Außerdem möchte ich auf keinen Fall so eine Mutti zuhause haben, das nichts anderes tut als sich mit Haushalt und Kindern zu beschäftigen. Das finde ich persönlich so dermaßen unattraktiv.








