22.06.2021, 15:00
Wie seht ihr das?
1) Mir wurde mal gesagt, dass Jura nichts Komplexes (wie Chemie und Physik z.B.) sei. Das einzige Problem sei die Stoffmenge und das Psychische. Einer hat sogar mal gesagt, Jura würd er locker schaffen (Nichtjurist).
2) Es gibt auch Leute die meinen, dass das Jurastudium bis zur Examensvorbereitung voll "chillig" wäre, also sehr wenige Klausuren (im Gegensatz zum Bachelorstudium mit 7-8 Klausuren pro Semester), kaum Anwesenheitspflicht, viel Semesterferien!! d.h. man muss nur 1,5 Jahre richtig lernen...
3) Durchs Studium würde also jeder mit wenig Aufwand kommen, aber viele würden erst in der Examensvorbereitung feststellen, dass sie sich verrannt haben (hab ich mal so gelesen). Was meint man damit?
Oder dass das Studium nur ein Bruchteil von dem wäre, was im Examen drankommt...Ist das Examen überhaupt nicht vergleichbar mit dem Studium? Was ist da anders? Was ist der Unterschied?
1) Mir wurde mal gesagt, dass Jura nichts Komplexes (wie Chemie und Physik z.B.) sei. Das einzige Problem sei die Stoffmenge und das Psychische. Einer hat sogar mal gesagt, Jura würd er locker schaffen (Nichtjurist).
2) Es gibt auch Leute die meinen, dass das Jurastudium bis zur Examensvorbereitung voll "chillig" wäre, also sehr wenige Klausuren (im Gegensatz zum Bachelorstudium mit 7-8 Klausuren pro Semester), kaum Anwesenheitspflicht, viel Semesterferien!! d.h. man muss nur 1,5 Jahre richtig lernen...
3) Durchs Studium würde also jeder mit wenig Aufwand kommen, aber viele würden erst in der Examensvorbereitung feststellen, dass sie sich verrannt haben (hab ich mal so gelesen). Was meint man damit?
Oder dass das Studium nur ein Bruchteil von dem wäre, was im Examen drankommt...Ist das Examen überhaupt nicht vergleichbar mit dem Studium? Was ist da anders? Was ist der Unterschied?
22.06.2021, 15:14
Ich kann allen drei genannten Punkten zustimmen. Jura ist nicht komplex. Wenn man die Argumentationsmuster und das Grund-Handwerkszeug (Methodik, Auslegung) versteht, findet man sich in jedem Rechtsgebiet zurecht.
Das Studium ist auch nicht schwer, das Examen und seine Vorbereitung für mich hingegen die Hölle. Auch der Umstand, dass das Studium und alle erbrachten Leistungen für die Katz sind, nervt mich.
Ich finde das Studium sollte deutlich strenger und härter werden. Viel mehr Klausuren, quer durch den Pflichtfachstoff, keine Hinweise auf die Themen. Wir haben zB in der großen Übung teilweise exakt die Themen vorgegeben bekommen, die drankommen können. Da schreibt man mit drei Tagen lernen 12 Punkte. Im Examen dann der Schock.
Jura ist eigentlich voll machbar, viele scheitern schlicht am Druck und an den Gegebenheiten des Examens, denn das Examen ist ein Fall für sich.
Das Studium ist auch nicht schwer, das Examen und seine Vorbereitung für mich hingegen die Hölle. Auch der Umstand, dass das Studium und alle erbrachten Leistungen für die Katz sind, nervt mich.
Ich finde das Studium sollte deutlich strenger und härter werden. Viel mehr Klausuren, quer durch den Pflichtfachstoff, keine Hinweise auf die Themen. Wir haben zB in der großen Übung teilweise exakt die Themen vorgegeben bekommen, die drankommen können. Da schreibt man mit drei Tagen lernen 12 Punkte. Im Examen dann der Schock.
Jura ist eigentlich voll machbar, viele scheitern schlicht am Druck und an den Gegebenheiten des Examens, denn das Examen ist ein Fall für sich.
22.06.2021, 15:19
(22.06.2021, 15:00)Hilfe. schrieb: Wie seht ihr das?
1) Mir wurde mal gesagt, dass Jura nichts Komplexes (wie Chemie und Physik z.B.) sei. Das einzige Problem sei die Stoffmenge und das Psychische. Einer hat sogar mal gesagt, Jura würd er locker schaffen (Nichtjurist).
2) Es gibt auch Leute die meinen, dass das Jurastudium bis zur Examensvorbereitung voll "chillig" wäre, also sehr wenige Klausuren (im Gegensatz zum Bachelorstudium mit 7-8 Klausuren pro Semester), kaum Anwesenheitspflicht, viel Semesterferien!! d.h. man muss nur 1,5 Jahre richtig lernen...
3) Durchs Studium würde also jeder mit wenig Aufwand kommen, aber viele würden erst in der Examensvorbereitung feststellen, dass sie sich verrannt haben (hab ich mal so gelesen). Was meint man damit?
Oder dass das Studium nur ein Bruchteil von dem wäre, was im Examen drankommt...Ist das Examen überhaupt nicht vergleichbar mit dem Studium? Was ist da anders? Was ist der Unterschied?
1) stimmt teilweise, kein juristisches Problem ist so schwer, dass man es intellektuell nicht verstehen könnte. Man braucht aber oft eine gehörige Portion Abstraktionsvermögen und Systemverständnis. Tatsächlich ist aber oft eher die Menge das Problem. Ich behaupte aber, dass auch Naturwissenschaften nicht "schwer" sind, wenn man sie versteht. Jura ist nur auf dem ersten blick "leichter", weil man mit Sprache arbeitet, die meint auch ein Laie zu verstehen. Bis er merkt, dass Besitz und Eigentum nicht dasselbe ausdrücken.
2) Kommt auf die Uni an. Bei mir war es so. Ich habe die ersten 5 Semester sehr wenig gemacht, danach etwas für den Schwerpunkt, dann 1 Jahr Vollgas in der Examensvorbereitung. An anderen Unis muss man für die Scheine richtig viele Klausuren schreiben, bei uns musste man nur eine Klausur (von der drei pro Semester angeboten wurden) für den großen Schein bestehen.
3) Ja, das stimmt. Im Examen greifen die Rechtsgebiete, die man am Anfang noch isoliert gelernt hat, ineinander. Das macht es ungemein komplexer. Und man merkt oft erst jetzt, wie viel Stoff das eigentlich alles ist.
22.06.2021, 15:40
(22.06.2021, 15:00)Hilfe. schrieb: Wie seht ihr das?
1) Mir wurde mal gesagt, dass Jura nichts Komplexes (wie Chemie und Physik z.B.) sei. Das einzige Problem sei die Stoffmenge und das Psychische. Einer hat sogar mal gesagt, Jura würd er locker schaffen (Nichtjurist).
2) Es gibt auch Leute die meinen, dass das Jurastudium bis zur Examensvorbereitung voll "chillig" wäre, also sehr wenige Klausuren (im Gegensatz zum Bachelorstudium mit 7-8 Klausuren pro Semester), kaum Anwesenheitspflicht, viel Semesterferien!! d.h. man muss nur 1,5 Jahre richtig lernen...
3) Durchs Studium würde also jeder mit wenig Aufwand kommen, aber viele würden erst in der Examensvorbereitung feststellen, dass sie sich verrannt haben (hab ich mal so gelesen). Was meint man damit?
Oder dass das Studium nur ein Bruchteil von dem wäre, was im Examen drankommt...Ist das Examen überhaupt nicht vergleichbar mit dem Studium? Was ist da anders? Was ist der Unterschied?
Ein Freund von mir, der laut ihm selbst an einer Elite-Uni (WHU, wenn das wem etwas sagt) studiert, behauptete sogar, dass BWL - zugegeben mit Finance-Schwerpunkt - weitaus komplexer und schwirieger als Jura sei. Dazu kam noch, da meine anderen Kollegen (alle MINTler) ihm noch recht gegeben haben. Da war ich natürlich perplex...
22.06.2021, 15:53
Antwort: Wenn etwas schwer ist und eine hohe Nachfrage besteht, zahlt der Markt für die Leistung hohe Preise.
Hierzu folgende, höchst professionell recherchierte Analyse:
Jura: Für die besten 20% der Absolventen 100k €/Jahr aufwärts, wenn man in die GK geht.
BWL: Bis auf die wirklich guten Absolventen droht ein langweiliges Angestelltendasein mit leicht überdurchschnittlichem Gehalt.
Ergo: Jura ist schwieriger.
Hierzu folgende, höchst professionell recherchierte Analyse:
Jura: Für die besten 20% der Absolventen 100k €/Jahr aufwärts, wenn man in die GK geht.
BWL: Bis auf die wirklich guten Absolventen droht ein langweiliges Angestelltendasein mit leicht überdurchschnittlichem Gehalt.
Ergo: Jura ist schwieriger.
22.06.2021, 15:58
Vergleiche zwischen grundverschiedenen Studiengängen (Jura vs. MINT) sind aber auch sehr sinnfrei
22.06.2021, 16:08
(22.06.2021, 15:53)Gast schrieb: Antwort: Wenn etwas schwer ist und eine hohe Nachfrage besteht, zahlt der Markt für die Leistung hohe Preise.Naja, bei Jura doch genauso.
Hierzu folgende, höchst professionell recherchierte Analyse:
Jura: Für die besten 20% der Absolventen 100k €/Jahr aufwärts, wenn man in die GK geht.
BWL: Bis auf die wirklich guten Absolventen droht ein langweiliges Angestelltendasein mit leicht überdurchschnittlichem Gehalt.
Ergo: Jura ist schwieriger.
Warum immer die Vergleiche mit BWL oder MINT?

22.06.2021, 16:14
Okey...
das heißt Jura ist laut den ganzen Beiträgen hier einfach, einfacher als BWL und MINT.
Und alle, die die ganze Zeit in Foren über ihr Studium/Job/Gehalt "rummeckern", sind nur Meckertanten/ die Ausnahme. Ok!
das heißt Jura ist laut den ganzen Beiträgen hier einfach, einfacher als BWL und MINT.
Und alle, die die ganze Zeit in Foren über ihr Studium/Job/Gehalt "rummeckern", sind nur Meckertanten/ die Ausnahme. Ok!
22.06.2021, 16:18
(22.06.2021, 15:53)Gast schrieb: Antwort: Wenn etwas schwer ist und eine hohe Nachfrage besteht, zahlt der Markt für die Leistung hohe Preise.
Hierzu folgende, höchst professionell recherchierte Analyse:
Jura: Für die besten 20% der Absolventen 100k €/Jahr aufwärts, wenn man in die GK geht.
BWL: Bis auf die wirklich guten Absolventen droht ein langweiliges Angestelltendasein mit leicht überdurchschnittlichem Gehalt.
Ergo: Jura ist schwieriger.
Bei BWL kommen genauso 20% ( evtl sogar mehr) der Absolventen - meist auch nur mit Bachelor - in die hochbezahlten Jobs rein, da der Markt dort im Vergleich zu Jura größer ist; nur ein paar stichwörter reingeworfen, die das verdeutlichen: Investment Banking, Unternehmensberatungen, Big 4, Private-Equity-Fonds, Venture-Capital-Fonds, Hedge-Funds, M&A-Boutiquen, Dax-Konzeren und sogar bei Großkanzleien in der Tax-Abteilung
22.06.2021, 16:24
(22.06.2021, 16:14)Jusra schrieb: Okey...
das heißt Jura ist laut den ganzen Beiträgen hier einfach, einfacher als BWL und MINT.
Und alle, die die ganze Zeit in Foren über ihr Studium/Job/Gehalt "rummeckern", sind nur Meckertanten/ die Ausnahme. Ok!
Muss man ein wenig differentier betrachten. Im Vergleich zu MINT ist Jura schwieriger als Biologie und Bauingenierwesen aber leichter als Mathe, Info, E-Technik, Maschinenbau, Chemie und Physik. Im vergleich zu BWL ist Jura schwerer als Marketing, Personal, Logistik, usw. (Laberfächer) aber einfacher als Finance, Accounting, Controlling und Steuern.