18.07.2022, 19:04
(18.07.2022, 17:25)Gast schrieb:(18.07.2022, 00:39)Gast schrieb: Hab nach dem 1. Examen in einer GK als WissMit gearbeitet mit entsprechend gutem Gehalt. Einzelne Bekannte/Freunde, die wegen eines nicht so auskömmlichen Studienfachs beim Berufseinstieg sagen wir mal nicht gerade überschüttet wurden mit Gehalt trotz guter Noten im Studium haben teilweise schon Mal etwas komisch gefragt, wieviel man denn da so verdient. Das war vereinzelt durchaus mal ein Thema. Auseinandergegangen sind Bekanntschaften aber nach meinem Eindruck nur da, wo auch sonst das ein oder andere nicht so passte.
Ansonsten hab ich jetzt speziell durchs Examen keinen Unterschied bemerkt. ... Also abgesehen von den ständigen Verbeugungen, wann immer ich einen Raum betrete - kennt ihr ja.Aber natürlich ist das irgendwie nach den Examina für viele Leute in einem ähnlichen Alter eine Phase des Umbruchs, wo viele zum Beispiel auch in andere Städte ziehen und manche Bekanntschaft dadurch einschläft. Hat ja aber nix mit dem Examen zu tun ne.
Ist halt die Frage, wie offen man mit seinem Gehalt umgehen sollte. Wenn man schweigt wie ein Grab und die Bekannten keinerlei Ahnung von der GK-Bubble haben, dann kann man ja einfach antworten "geht so" oder "könnte besser sein" und schon wäre das Gehalts-Thema vorbei. Das Problem ist halt, dass man (ich schließe mich da ausdrücklich mit ein) natürlich auch ein bisschen stolz ist, so viel zu verdienen und es deshalb am liebsten jedem auf die Nase binden möchte
Außerdem muss man ja auch die Arbeitszeiten rechtfertigen - „Warum tust du dir das überhaupt an?“
18.07.2022, 19:40
(16.07.2022, 20:51)Law for Life schrieb: Werdet ihr seit der Ablegung der Examina anders von eurem Umfeld (Familie, Freunde) behandelt? Ich habe diesbezüglich ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Die meisten scheinen ungemein neidisch zu sein. Andere meiden sogar das Gespräch mit mir, da sie aufgrund einer schlechteren Ausbildung Komplexe zu scheinen haben. Insgesamt schienen sich nur wenige wirklich für mich gefreut zu haben, als ich das erste Examen bestanden habe. Wie ist das bei euch? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Also bei mir gab es schon etwas Schwierigkeiten, nachdem ich das 1. Examen bestanden hatte. Nicht in der Familie,
aber im Freundeskreis. Die meisten sind BWLer und Lehrer.
Die BWLer hatten dann immer betont, dass das 1. Examen kein Uni Abschluss sei und dass das 2. Examen evtl. mit
einem Diplom in BWL vergleichbar sei, obwohl man ja keine Arbeit schreiben müsse, sondern nur ein paar Klausuren.
Die BWLer glaubten dann auch, das sie fachlich genauso Bescheid wüssten, da sie sich auch mal mit dem BGB beschäftigt
hatten. Es sei auch viel zu lang, wenn einer bis zur Zwischenprüfung 11 Semester braucht und es sei merkwürdig, dass jemand
nach dem 1. Examen als Referendar etwas verdient. Schließlich gäbe es ein Referendariat nur bei Lehrern und ein BWLer verdient
als Praktikant oft nichts oder nicht viel. So in etwa.
Die Realschullehrer für Wirtschaft und Sport hatten dagegen eher die Befürchtung, dass ich nach dem 2. Examen auch
privat versichert sein könnte.
Da wurde dann immer gefragt, ob Sich Anwälte und Richter auch privat versichern können.
18.07.2022, 20:53
(18.07.2022, 19:40)Gast schrieb:(16.07.2022, 20:51)Law for Life schrieb: Werdet ihr seit der Ablegung der Examina anders von eurem Umfeld (Familie, Freunde) behandelt? Ich habe diesbezüglich ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Die meisten scheinen ungemein neidisch zu sein. Andere meiden sogar das Gespräch mit mir, da sie aufgrund einer schlechteren Ausbildung Komplexe zu scheinen haben. Insgesamt schienen sich nur wenige wirklich für mich gefreut zu haben, als ich das erste Examen bestanden habe. Wie ist das bei euch? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Also bei mir gab es schon etwas Schwierigkeiten, nachdem ich das 1. Examen bestanden hatte. Nicht in der Familie,
aber im Freundeskreis. Die meisten sind BWLer und Lehrer.
Die BWLer hatten dann immer betont, dass das 1. Examen kein Uni Abschluss sei und dass das 2. Examen evtl. mit
einem Diplom in BWL vergleichbar sei, obwohl man ja keine Arbeit schreiben müsse, sondern nur ein paar Klausuren.
Die BWLer glaubten dann auch, das sie fachlich genauso Bescheid wüssten, da sie sich auch mal mit dem BGB beschäftigt
hatten. Es sei auch viel zu lang, wenn einer bis zur Zwischenprüfung 11 Semester braucht und es sei merkwürdig, dass jemand
nach dem 1. Examen als Referendar etwas verdient. Schließlich gäbe es ein Referendariat nur bei Lehrern und ein BWLer verdient
als Praktikant oft nichts oder nicht viel. So in etwa.
Die Realschullehrer für Wirtschaft und Sport hatten dagegen eher die Befürchtung, dass ich nach dem 2. Examen auch
privat versichert sein könnte.
Da wurde dann immer gefragt, ob Sich Anwälte und Richter auch privat versichern können.
diese unglücksseeligen Geschöpfe. möge sich die Inflation als gnädig mit ihnen erweisen!









Aber natürlich ist das irgendwie nach den Examina für viele Leute in einem ähnlichen Alter eine Phase des Umbruchs, wo viele zum Beispiel auch in andere Städte ziehen und manche Bekanntschaft dadurch einschläft. Hat ja aber nix mit dem Examen zu tun ne.