12.05.2026, 11:44
Danke für deine Rückmeldung.
Zu meiner Behörde: Da die Behördenleitung selbst höchstproblematisch ist, würde ein interner Wechsel wohl nur einen Teil meiner Probleme lösen. Eine ganze Zeit lang habe ich darüber nachgedacht und auf passende IBV gewartet, inzwischen möchte ich nur noch weg.
Mit der Möglichkeit des "Richters kraft Auftrags" habe ich durchaus geliebäugelt und die entsprechenden Threads auch im Forum hier verfolgt. Danach hat sich der Eindruck ergeben, dass davon oft kaum Gebrauch gemacht wird, weil man Proberichter bevorzugt. Ich denke hier an GeStA Hamm / OLG-Bezirke in NRW etc. Seitdem habe ich diesen Weg eben wieder verworfen. Außerdem sind die Voraussetzungen derzeit so stark angezogen, dass meine Noten wohl nicht ausgleichen dürften, dass man mit mir als BaL gerade "nicht alles machen kann" wie mit einem Proberichter. Im Übrigen möchte ich auch nicht zwingend in die Justiz - wollte ich nie; dem Grunde nach möchte ich nur gerne - wenigstens hin und wieder - juristisch arbeiten / etwas sinnvolles tun, das nicht für die runde Ablage bestimmt ist bzw. nicht in Besprechungen sitzen und dabei zusehen, wie Menschen gedemütigt und fertig gemacht werden. That´s it.
Ich schaue gerade nach Stellen im nachgeordneten Bereich, würde auch zu Landes- oder Bundesämtern / Landes- bzw. Bundesbetrieben; Nur zu Not würde ich meinen Beamtenstatus aufgeben und in die Versicherungswirtschaft wechseln. Kommt eben darauf an, wie lange es sich noch in der Kombination fachliche Unterforderung in toxischer Umgebung aushalten lässt .... meine Bewerbungen bisher (oberste / obere Landes- bzw. Bundesbehörden) waren nicht erfolgreich. Genug geheult
Zu meiner Behörde: Da die Behördenleitung selbst höchstproblematisch ist, würde ein interner Wechsel wohl nur einen Teil meiner Probleme lösen. Eine ganze Zeit lang habe ich darüber nachgedacht und auf passende IBV gewartet, inzwischen möchte ich nur noch weg.
Mit der Möglichkeit des "Richters kraft Auftrags" habe ich durchaus geliebäugelt und die entsprechenden Threads auch im Forum hier verfolgt. Danach hat sich der Eindruck ergeben, dass davon oft kaum Gebrauch gemacht wird, weil man Proberichter bevorzugt. Ich denke hier an GeStA Hamm / OLG-Bezirke in NRW etc. Seitdem habe ich diesen Weg eben wieder verworfen. Außerdem sind die Voraussetzungen derzeit so stark angezogen, dass meine Noten wohl nicht ausgleichen dürften, dass man mit mir als BaL gerade "nicht alles machen kann" wie mit einem Proberichter. Im Übrigen möchte ich auch nicht zwingend in die Justiz - wollte ich nie; dem Grunde nach möchte ich nur gerne - wenigstens hin und wieder - juristisch arbeiten / etwas sinnvolles tun, das nicht für die runde Ablage bestimmt ist bzw. nicht in Besprechungen sitzen und dabei zusehen, wie Menschen gedemütigt und fertig gemacht werden. That´s it.
Ich schaue gerade nach Stellen im nachgeordneten Bereich, würde auch zu Landes- oder Bundesämtern / Landes- bzw. Bundesbetrieben; Nur zu Not würde ich meinen Beamtenstatus aufgeben und in die Versicherungswirtschaft wechseln. Kommt eben darauf an, wie lange es sich noch in der Kombination fachliche Unterforderung in toxischer Umgebung aushalten lässt .... meine Bewerbungen bisher (oberste / obere Landes- bzw. Bundesbehörden) waren nicht erfolgreich. Genug geheult
12.05.2026, 12:36
@Aktenabgrund
Magst du ein bisschen mehr über deine Unterforderung erzählen? Ich kann dir leider keine Ratschläge geben (bin noch nicht im Job), aber bin einer Tätigkeit in einem Ministerium durchaus nicht abgeneigt und hatte bisher den Eindruck, dass es sich bei solchen Referentenstellen eher um anspruchsvollere/forderndere Jobs handelt. Und bist du in einem LM oder einem BM?
Magst du ein bisschen mehr über deine Unterforderung erzählen? Ich kann dir leider keine Ratschläge geben (bin noch nicht im Job), aber bin einer Tätigkeit in einem Ministerium durchaus nicht abgeneigt und hatte bisher den Eindruck, dass es sich bei solchen Referentenstellen eher um anspruchsvollere/forderndere Jobs handelt. Und bist du in einem LM oder einem BM?
12.05.2026, 18:07
(12.05.2026, 12:36)Spaghettimonster schrieb: @Aktenabgrund
Magst du ein bisschen mehr über deine Unterforderung erzählen?
Ich bin zwar nicht Aktenabgrund, aber auch im hD und es klingt so, dass er sich an der weniger juristischen Arbeit stört.
Natürlich gibt es Referenten, die in Gesetzgebungsverfahren mitwirken, Entwürfe schreiben, Dienstverordnungen erarbeiten usw., das ist jedoch eine winzige Minderheit.
Mein Alltag besteht aus Führung, Strategie, Projektleitung. Leichte juristische Berührungspunkte hast du in einer Verwaltung durchaus immer wieder, aber es betrifft keine Gutachten, Aktenarbeit o.Ä., sondern fließt einfach nur in die Entscheidungsfindung ein. Nein, wir können das nicht so umsetzen, da... Ja, aber wir müssen beachten, dass...
Mir gefällt es, aber es ist kein juristisches Arbeiten, wie man sich das als Student vorgestellt hat. Vermutlich wäre oft je nach Referat ein Bewerber mit dem passenden fachlichem Hintergrund besser geeignet, einen leichten Trend zu mehr Informatikern, Ingenieuren und WiWis gibt es soweit ich weiß auch.
Trotzdem bist du historisch gewachsen und durch die vorhandene Laufbahnbefähigung nun mal das Schweizer Taschenmesser der öffentlichen Verwaltung. Es gibt durchaus Kollegen, die von Vergabe zu Umweltschutz zu Verwaltungsdigitalisierung wechseln. Irgendwas findet sich da normalerweise schon, dieses extreme Feststecken kenne ich auf Bundesebene bisher nicht. In meinem Umfeld lässt man die Leute ziehen, wenn sie eine Abordnung oder Versetzung wünschen.
Bei ihm scheint das nicht der Fall zu sein, die Aufgaben passen nicht, aber der Vorgesetzte will ihn nicht gehen lassen und ist gleichzeitig unerträglich. Das kann dir im öD passieren, denn der Dienstherr bestimmt Dienstort und Aufgaben. Der Vorgesetzte hat meist einen besseren Draht nach oben als du.
27.10.2026, 00:03
Wollte das mal wieder aus der Versenkung holen :). Wie schätzt ihr den aktuellen Arbeitsmarkt ein? Sowohl für Berufseinsteiger als auch für Berufserfahrene? Und was ist eure Prognose für 2027-2028?
28.10.2026, 09:04
(27.10.2026, 00:03)indubiopro123 schrieb: Wollte das mal wieder aus der Versenkung holen :). Wie schätzt ihr den aktuellen Arbeitsmarkt ein? Sowohl für Berufseinsteiger als auch für Berufserfahrene? Und was ist eure Prognose für 2027-2028?
Naja, es ist ja in allen Medien: Er ist (für Leute ohne VB) ziemlich schlecht, wenn auch nicht komplett am Boden. Allgemeine Wirtschaftskrise, KI und Sterben der Industrie. Auch Juristen können sich da nicht von freimachen. GKs/MKs/Unternehmen stellen weniger ein oder bauen sogar Stellen ab, im ÖD muss trotz Demographie und teils hoher Arbeitsbelastung gespart werden.
Ob es bald besser wird? Schwer zu sagen. Es hängt ja auch massiv von Faktoren ab, die nicht in unserer Gewalt liegen (Chinageschäft, Orangenmann).
28.10.2026, 10:02
was machen denn die Leute mit 1x oder gar 2x ausreichend? ich habe langsam Angst, dass die Arbeitssuche so schnell kein Ende finden wird
28.10.2026, 10:38
(28.10.2026, 10:02)Milo6 schrieb: was machen denn die Leute mit 1x oder gar 2x ausreichend? ich habe langsam Angst, dass die Arbeitssuche so schnell kein Ende finden wird
Die bewerben sich und fangen an zu arbeiten. Und lesen nicht zu viel über den schlechten Arbeitsmarkt im Forum ;)
Es findet sich immer was, auch wenn es nicht von Anfang an das Optimum ist. Und was ich von Kollegen höre, ist dass alle am Limit sind, was die Arbeitsbelastung angeht. Das heißt nicht, dass die alle einstellen, aber einige schon. Wir haben jetzt auch im September und zu November zwei Anwälte eingestellt (ein Berufseinsteiger).
Gleichzeitig sind hier im Umkreis von 50km 80% der Kollegen in meinem Rechtsgebiet Ü60, teilweise auch Ü70. Ich habe auch bisher nicht den Eindruck, dass der Beratungsbedarf der Menschen durch KI weniger wird, jedenfalls nicht, soweit es um vernünftige Mandate geht und nicht um solche, die man sowieso lieber ablehnen würde. Ich sehe also für unsere Kanzlei kurz- und für Berufseinsteiger mindestens mittelfristig sehr optimistisch in die Zukunft.
28.10.2026, 10:59
(28.10.2026, 10:02)Milo6 schrieb: was machen denn die Leute mit 1x oder gar 2x ausreichend? ich habe langsam Angst, dass die Arbeitssuche so schnell kein Ende finden wird
Die fangen für wenig Geld als RA an und hoffen auf bessere Zeiten, die mit mehr Berufserfahrung (hoffentlich) kommen.
Bestenfalls arbeitet man in einem Rechtsgebiet, das zur eigenen Planung passt. Wer sich langfristig im Unternehmen sieht, braucht im Familien- oder Verkehrsrecht keine Erfahrung zu sammeln.
Auch bei Versicherungen hat man mit unterdurchschnittlichen Noten immer noch realistische Chancen.
28.10.2026, 12:16
(28.10.2026, 10:59)Bescheid schrieb:Als Syndikus oder als Sachbearbeiter?(28.10.2026, 10:02)Milo6 schrieb: was machen denn die Leute mit 1x oder gar 2x ausreichend? ich habe langsam Angst, dass die Arbeitssuche so schnell kein Ende finden wird
Die fangen für wenig Geld als RA an und hoffen auf bessere Zeiten, die mit mehr Berufserfahrung (hoffentlich) kommen.
Bestenfalls arbeitet man in einem Rechtsgebiet, das zur eigenen Planung passt. Wer sich langfristig im Unternehmen sieht, braucht im Familien- oder Verkehrsrecht keine Erfahrung zu sammeln.
Auch bei Versicherungen hat man mit unterdurchschnittlichen Noten immer noch realistische Chancen.
28.10.2026, 12:56
Und in den Großkanzleien bzw. spezialisierten Boutique-Kanzleien? Hat da jemand Erfahrungswerte oder eine Einschätzung des Marktes? Für mich ginge es frühestens 2028 los. Ich habe mir noch nicht so viele Gedanken um den Arbeitsmarkt gemacht😅.










