15.07.2026, 13:39
15.07.2026, 14:09
(15.07.2026, 11:09)aspangarius schrieb:(14.07.2026, 21:24)mrcl schrieb: Was sind so typische T3/T4 Kanzleien 😅?
Schwierig. Jede große Kanzlei hat eigentlich so 1-2 Praxisgruppen, die „herausstechen“. Sei es Umsatz, Bekanntheit oder Renommees. Aber wenn man sich das Gesamtgefüge anschaut, würde ich vorsichtig folgende Kanzleien der 3./4. Reihe zuordnen wollen:
-Luther
-Görg
-Dentons
-Görg
-Pinsent & Masons
-Eversheds
-Advant
-vllt. auch die Big4-Legal-Ableger
Ah okay danke. Dachte immer Luther wäre krasser 😅
15.07.2026, 14:47
(15.07.2026, 14:09)mrcl schrieb:Die Liste war nur ein grober Vorschlag, will Luther garnicht so sehr bashen oder so. Eig. macht so ein Ranking nur bedingt Sinn... Luthers Energierecht-Team soll stark sein z.B.(15.07.2026, 11:09)aspangarius schrieb:(14.07.2026, 21:24)mrcl schrieb: Was sind so typische T3/T4 Kanzleien 😅?
Schwierig. Jede große Kanzlei hat eigentlich so 1-2 Praxisgruppen, die „herausstechen“. Sei es Umsatz, Bekanntheit oder Renommees. Aber wenn man sich das Gesamtgefüge anschaut, würde ich vorsichtig folgende Kanzleien der 3./4. Reihe zuordnen wollen:
-Luther
-Görg
-Dentons
-Görg
-Pinsent & Masons
-Eversheds
-Advant
-vllt. auch die Big4-Legal-Ableger
Ah okay danke. Dachte immer Luther wäre krasser 😅
15.07.2026, 15:51
(15.07.2026, 14:47)aspangarius schrieb:(15.07.2026, 14:09)mrcl schrieb:Die Liste war nur ein grober Vorschlag, will Luther garnicht so sehr bashen oder so. Eig. macht so ein Ranking nur bedingt Sinn... Luthers Energierecht-Team soll stark sein z.B.(15.07.2026, 11:09)aspangarius schrieb:(14.07.2026, 21:24)mrcl schrieb: Was sind so typische T3/T4 Kanzleien 😅?
Schwierig. Jede große Kanzlei hat eigentlich so 1-2 Praxisgruppen, die „herausstechen“. Sei es Umsatz, Bekanntheit oder Renommees. Aber wenn man sich das Gesamtgefüge anschaut, würde ich vorsichtig folgende Kanzleien der 3./4. Reihe zuordnen wollen:
-Luther
-Görg
-Dentons
-Görg
-Pinsent & Masons
-Eversheds
-Advant
-vllt. auch die Big4-Legal-Ableger
Ah okay danke. Dachte immer Luther wäre krasser 😅
Alles gut, hilft mir trotzdem, um eine Vorstellung zu kriegen. T1/T2 komme ich eh nicht rein :D
15.07.2026, 16:16
Einfach probieren. Wenn man irgendwie eine 8 vor dem Komma hat, ist es einen Versuch wert. Vielleicht ist da gerade Bedarf? Vielleicht kommst genau du top an? Weiß man nie. Klar, der Arbeitsmarkt ist noch immer nicht wie 2022/23. Durch ne Bewerbung hat man aber noch nie etwas verloren
Viel Erfolg dir.
Viel Erfolg dir.
15.07.2026, 21:23
(14.07.2026, 19:42)Myxomatosis schrieb:(05.07.2026, 08:50)Syndiskus-RA schrieb: Hast du es schon mal bei Dentons versucht? Die Schreiben bei Azur zu ihrem Auswahlverfahren explizit, dass sie 15 in Summe erwarten und LLM + Promotion ein plus sind.
Mit 16,4 in Summe hat es für mich bei Dentons leider nicht gereicht :-)
Darf ich fragen, wie die sich grob zusammensetzen? Habe eine ähnliche Gesamtpunktzahl und würde gerne meine Chancen einschätzen
16.07.2026, 08:34
(15.07.2026, 21:23)Questioner schrieb:(14.07.2026, 19:42)Myxomatosis schrieb:(05.07.2026, 08:50)Syndiskus-RA schrieb: Hast du es schon mal bei Dentons versucht? Die Schreiben bei Azur zu ihrem Auswahlverfahren explizit, dass sie 15 in Summe erwarten und LLM + Promotion ein plus sind.
Mit 16,4 in Summe hat es für mich bei Dentons leider nicht gereicht :-)
Darf ich fragen, wie die sich grob zusammensetzen? Habe eine ähnliche Gesamtpunktzahl und würde gerne meine Chancen einschätzen
Wobei da gesagt werden muss, dass 15 Punkte ggf. reichen, aber natürlich keine Einstellungsgarantie sind. Wenn dein Lebenslauf oder Anschreiben nicht überzeugt bzw. das Gespräch nicht gut lief, dann wird es auch egal sein, dass du formal die Punktzahl erreicht hast.
16.07.2026, 18:06
Kann bestätigen, dass bei Heuking intern die Vorgabe 16 Punkte (egal wie) herrscht. Ähnlich dürfte es bei den anderen Kanzleien aussehen, die im Bereich 100 - 120K Einstiegsgehalt zahlen, d.h. Dentons, Luther, Görg, Pinsent etc. Enger wird es dann bei 140K+ - da ist (gerade in der jetzigen Marktlage) 18 aus 2 Examen Pflicht und kein Examen darf unter 8 liegen. Promotion oder LLM können einen Punkt ausmachen - das ist von Kanzlei zu Kanzlei unterschiedlich.
Wie schon bereits hier angesprochen: Man sollte nicht unterschätzen, dass sich die Anforderungen von Partner zu Partner unterscheiden können.
Es gibt auch in den oben genannten Kanzleien Partner die beispielsweise enormen Wert auf eine Promotion legen (so selbst erlebt: Partner war selber promoviert und hat entsprechend viel Wert darauf gelegt und LLMs als Zeitverschwendung bezeichnet - wohlgemerkt weil er selber keinen LLM hatte).
Anderen sind LLM oder Auslandserfahrung besonders wichtig oder der rote Faden im Lebenslauf.
Wie schon bereits hier angesprochen: Man sollte nicht unterschätzen, dass sich die Anforderungen von Partner zu Partner unterscheiden können.
Es gibt auch in den oben genannten Kanzleien Partner die beispielsweise enormen Wert auf eine Promotion legen (so selbst erlebt: Partner war selber promoviert und hat entsprechend viel Wert darauf gelegt und LLMs als Zeitverschwendung bezeichnet - wohlgemerkt weil er selber keinen LLM hatte).
Anderen sind LLM oder Auslandserfahrung besonders wichtig oder der rote Faden im Lebenslauf.
18.07.2026, 00:09
(15.07.2026, 21:23)Questioner schrieb:(14.07.2026, 19:42)Myxomatosis schrieb:(05.07.2026, 08:50)Syndiskus-RA schrieb: Hast du es schon mal bei Dentons versucht? Die Schreiben bei Azur zu ihrem Auswahlverfahren explizit, dass sie 15 in Summe erwarten und LLM + Promotion ein plus sind.
Mit 16,4 in Summe hat es für mich bei Dentons leider nicht gereicht :-)
Darf ich fragen, wie die sich grob zusammensetzen? Habe eine ähnliche Gesamtpunktzahl und würde gerne meine Chancen einschätzen
8,90 + 7,40. War aber auch für M&A, da hatte ich Null Vorerfahrung vorzuweisen.
Insgesamt ist die Situation - zumindest in Berlin - derzeit einfach beschissen, kann man nicht anders sagen. Ich habe einen Bekannten der seit 6 Monaten mit zweimal VB + Doktortitel eine Kanzlei mit 100k+ Einstiegsgehalt sucht, bislang erfolglos. Eine Freundin mit zweimal VB sucht seit Monaten ausschließlich beim Staat und wird mehrfach konsequent geghostet auf ihre Bewerbungen, darunter diverse Bundesministerien, die sich bis auf eine Eingangsbestätigung nie wieder zurückgemeldet haben. Kenne nur eine Handvoll Leute, die direkt nach dem Ref irgendwo untergekommen sind und das entweder über Kontakte (schonmal Ref oder WiMi dort gewesen) oder weil sie 12+ Punkte haben. Ansonsten scheint Prädikat derzeit das neue Befriedigend zu sein. Wirklich jede kleinste Hinterhof-Kanzlei aus Kreuzberg hat in ihrer Ausschreibung mittlerweile "überdurchschnittliche Examina, vorzugsweise Promotion oder LLM, aber kein Muss" stehen. Alles klar, aber selber nichtmal 60k zum Einstieg zahlen. Und bei den bekannten Adressen hat man unter zweistelligen Noten, nach dem was ich aus meinem Umfeld so mitbekomme, momentan einfach keine Chance.
Eine weitere lustige Anektdote aus der Bewerberhölle: Ich mache jetzt den Verbesserungsversuch im September und suche aktuell nach einer WiMi-Stelle für die Zeit zwischen schriftlicher und mündlicher Prüfung (in der Hoffnung, dass ich so irgendwo reinkomme, wo es notentechnisch als Associate nicht reicht, aber wenn man als WiMi eine gute Figur macht, vielleicht doch Übernahmemöglichkeiten bestehen). Habe mich beworben bei einer kleinen Venture-Capital-Boutique, nicht gänzlich unbekannt, aber ist jetzt auch nicht Hengeler oder Freshfields. Es wurde nach Übersendung der üblichen Bewerbungsunterlagen noch von mir verlangt (für eine WiMI (!!!) - Stelle): Alle Einzelnotenübersichten aus dem 1. und 2. Staatsexamen (also jede einzelne Klausurnote + die einzelnen Noten aus der mündlichen Prüfung), und dazu noch mein Abiturzeugnis. Die Absage ließ dann nach Übersendung auch nicht lange auf sich warten. Dieser Jobmarkt ist wirklich komplett am Boden.
18.07.2026, 16:29
Erstmal wünsche ich allen viel Erfolg bei der Stellensuche. Ich verstehe auch, dass einen die aktuelle Arbeitsmarktsituation belastet. Zugleich fehlt es mir etwas an Verständnis, wenn man lieber ein halbes Jahr arbeitslos ist, weil man zwingend 100k+ im Jahr verdienen möchte. Da entgeht einem doch die Möglichkeit, Berufserfahrung zu sammeln und mehr zu verdienen als ALG I. Ich bin mit Doppel-Gut + LL.M. in einer kleinen Kanzlei für 74.000€ eingestiegen (nein, nicht auf dem platten Land) - und was soll ich sagen: Die Arbeit macht Spaß und ich lerne viel.
Würde ich manchmal gerne mehr verdienen? Klar. Ärgert es mich manchmal, dass Ref-Kollegen mit schlechteren Noten das Doppelte verdienen? Auch ja.
Aber: Geld ist auch nicht alles und ich genieße es, nicht 50-60 Stunden die Woche oder mehr schuften zu müssen. Ich bin nah dran an den Mandanten, habe bereits nach kurzer Zeit einige Mandate vollständig alleine führen dürfen und habe auch viel gerichtlich zu tun. Ich habe das Gefühl, dass das genau das ist, wofür ich ausgebildet wurde. Mir gefällts.
Daher mein Ratschlag an alle Berufseinsteiger: Schaut euch mal die Kanzleiwelt jenseits von Azur und Juve an, da geht vielleicht mehr als bei den Buden, wo alle hinwollen. Im Übrigen heißt Kleinkanzlei auch nicht automatisch niedriges juristisches Niveau. Ich habe fast täglich dogmatische oder taktische Fragen auf dem Tisch, wo ich mich für die Antwort richtig reinfuchsen muss.
Wie gesagt: Viel Erfolg allen auf Stellensuche. Bloß nicht entmutigen lassen!
Würde ich manchmal gerne mehr verdienen? Klar. Ärgert es mich manchmal, dass Ref-Kollegen mit schlechteren Noten das Doppelte verdienen? Auch ja.
Aber: Geld ist auch nicht alles und ich genieße es, nicht 50-60 Stunden die Woche oder mehr schuften zu müssen. Ich bin nah dran an den Mandanten, habe bereits nach kurzer Zeit einige Mandate vollständig alleine führen dürfen und habe auch viel gerichtlich zu tun. Ich habe das Gefühl, dass das genau das ist, wofür ich ausgebildet wurde. Mir gefällts.
Daher mein Ratschlag an alle Berufseinsteiger: Schaut euch mal die Kanzleiwelt jenseits von Azur und Juve an, da geht vielleicht mehr als bei den Buden, wo alle hinwollen. Im Übrigen heißt Kleinkanzlei auch nicht automatisch niedriges juristisches Niveau. Ich habe fast täglich dogmatische oder taktische Fragen auf dem Tisch, wo ich mich für die Antwort richtig reinfuchsen muss.
Wie gesagt: Viel Erfolg allen auf Stellensuche. Bloß nicht entmutigen lassen!










