21.04.2026, 14:35
(21.04.2026, 10:02)AußerKonkurrenz schrieb:(21.04.2026, 09:36)Patenter Gast schrieb:Es stellt keiner in Abrede, dass EUR 3.8000 im Vergleich zu EUR 5.000 weniger Geld ist. Faktisch muss man es aber auf die dafür notwendige Arbeitszeit runterbrechen. Beim Vergleich zwischen 40h im öffentlichen Dienst vs 50+h in der GK die Woche ergibt sich verhältnismäßig keine große Differenz auf die Stunde runtergebrochen. A13 in einer Kleinstadt mit verhältnismäßig günstigen Mieten kann auch gut und gerne mal mehr verfügbares Einkommen sein als GK mit 5.000 Netto und einer viel teureren Wohnung. Letztendlich kommt es darauf an, was einem persönlich wichtiger ist und wo man leben möchte.(20.04.2026, 22:54)BavarianLawyer schrieb:(20.04.2026, 17:16)Patenter Gast schrieb:(17.04.2026, 14:21)BavarianLawyer schrieb: 100k sind halt netto echt kaum mehr entfernt von einem typischen Beamtenjob, der dann mit Ehe und evtl Kind sogar komplett aufholen kann in München und das ohne Erreichbarkeit, Stress und "Angst vorm Umsatz".
Bin gespannt ob bzw wann die Gehaltsentwicklung nachziehen wird bei den Kanzleien wie eben Osborne und Co, die eigentlich inzwischen "zu wenig" zahlen
Naja, zwischen A13 netto und 100k netto liegt schon noch etwas Differenz. Abgesehen davon sollte man das Gehalt beim Jobeinstieg nicht überbewerten. Über die ersten fünf Jahre bekommt man Gehaltssteigerungen hin, da ist man im öD weit von entfernt.
Am Ende sind es eben auch komplett verschiedene Tätigkeiten. Wer gerne Wirtschaftsanwalt werden will, wird in den meisten Behörden nicht glücklich und umgekehrt.
Ich meinte natürlich das Nettogehalt bei 100k brutto, wie es Osborne eben zahlt.
Dort steigt man in 5 Jahren auf 125k nehme ich an?
Ja dann wirds so langsam "interessanter", aber ich glaube viele stellen sich das zu rosig vor. Die wenigsten hier und allgemein die dort anfangen, dürften geborene Wirtschaftsanwälte sein
Was bekommt man zum Start mit A13 raus? Stkl. 1, Köln (also hohe Mietstufe), keine Kinder, nach der PKV? So 3.800 Euro netto?
Wenn du 100k brutto hast und ebenfalls in der PKV bist, gehst du mit ca. 5.000 Euro netto raus.
Zwischen 3.800 und 5.000 monatlich liegt schon eine Differenz. Das sind knapp 30% mehr. Sicher, es gibt die Pension. Aber ich sage immer, Geld im Jetzt ist Geld im Jetzt. Ob und wie die Pension in 40 Jahren aussieht, weiß man auch nicht. Und die Pension zahlt dir in 2026 auch nicht die Mietwohnung in Köln.
Ich vermute, dass viele hier auch einfach sehr große Gehaltsunterschiede erwarten. In der Praxis sind diese aber nicht so groß. Da sind 1.200 Euro netto Unterschied schon sehr viel. Im Berufsleben wechseln Menschen ihren Job, weil sie 10.000 Euro mehr im Jahr bekommen und sehen das als großen Sprung an; netto im Monat sind das aber auch "nur" ca. 500 Euro.
Ich streite deine Punkte nicht ab und das kann alles in die Abwägung reinfließen. Nur am Ende ist mehr Geld erstmal mehr Geld. Der Stundensatz ist zwar eine nette Rechnerei, aber am Ende zahlt man alles aus seinem Netto-Einkommen.
Und sicher, wer Gehalt A in Köln mit Gehalt B in Paderborn vergleicht, ergeben sich noch einmal andere Bewertungen. Nur dann wird es, ebenso wie bei einer Rechnung mit drei Kindern, irgendwann beliebig. Dann vergleicht man nur noch Äpfel und Birnen.
21.04.2026, 15:12
(21.04.2026, 14:35)Patenter Gast schrieb:(21.04.2026, 10:02)AußerKonkurrenz schrieb:(21.04.2026, 09:36)Patenter Gast schrieb:Es stellt keiner in Abrede, dass EUR 3.8000 im Vergleich zu EUR 5.000 weniger Geld ist. Faktisch muss man es aber auf die dafür notwendige Arbeitszeit runterbrechen. Beim Vergleich zwischen 40h im öffentlichen Dienst vs 50+h in der GK die Woche ergibt sich verhältnismäßig keine große Differenz auf die Stunde runtergebrochen. A13 in einer Kleinstadt mit verhältnismäßig günstigen Mieten kann auch gut und gerne mal mehr verfügbares Einkommen sein als GK mit 5.000 Netto und einer viel teureren Wohnung. Letztendlich kommt es darauf an, was einem persönlich wichtiger ist und wo man leben möchte.(20.04.2026, 22:54)BavarianLawyer schrieb:(20.04.2026, 17:16)Patenter Gast schrieb: Naja, zwischen A13 netto und 100k netto liegt schon noch etwas Differenz. Abgesehen davon sollte man das Gehalt beim Jobeinstieg nicht überbewerten. Über die ersten fünf Jahre bekommt man Gehaltssteigerungen hin, da ist man im öD weit von entfernt.
Am Ende sind es eben auch komplett verschiedene Tätigkeiten. Wer gerne Wirtschaftsanwalt werden will, wird in den meisten Behörden nicht glücklich und umgekehrt.
Ich meinte natürlich das Nettogehalt bei 100k brutto, wie es Osborne eben zahlt.
Dort steigt man in 5 Jahren auf 125k nehme ich an?
Ja dann wirds so langsam "interessanter", aber ich glaube viele stellen sich das zu rosig vor. Die wenigsten hier und allgemein die dort anfangen, dürften geborene Wirtschaftsanwälte sein
Was bekommt man zum Start mit A13 raus? Stkl. 1, Köln (also hohe Mietstufe), keine Kinder, nach der PKV? So 3.800 Euro netto?
Wenn du 100k brutto hast und ebenfalls in der PKV bist, gehst du mit ca. 5.000 Euro netto raus.
Zwischen 3.800 und 5.000 monatlich liegt schon eine Differenz. Das sind knapp 30% mehr. Sicher, es gibt die Pension. Aber ich sage immer, Geld im Jetzt ist Geld im Jetzt. Ob und wie die Pension in 40 Jahren aussieht, weiß man auch nicht. Und die Pension zahlt dir in 2026 auch nicht die Mietwohnung in Köln.
Ich vermute, dass viele hier auch einfach sehr große Gehaltsunterschiede erwarten. In der Praxis sind diese aber nicht so groß. Da sind 1.200 Euro netto Unterschied schon sehr viel. Im Berufsleben wechseln Menschen ihren Job, weil sie 10.000 Euro mehr im Jahr bekommen und sehen das als großen Sprung an; netto im Monat sind das aber auch "nur" ca. 500 Euro.
Ich streite deine Punkte nicht ab und das kann alles in die Abwägung reinfließen. Nur am Ende ist mehr Geld erstmal mehr Geld. Der Stundensatz ist zwar eine nette Rechnerei, aber am Ende zahlt man alles aus seinem Netto-Einkommen.
Und sicher, wer Gehalt A in Köln mit Gehalt B in Paderborn vergleicht, ergeben sich noch einmal andere Bewertungen. Nur dann wird es, ebenso wie bei einer Rechnung mit drei Kindern, irgendwann beliebig. Dann vergleicht man nur noch Äpfel und Birnen.
Richtig. Relevant ist, was am Ende bei rum kommt. Je weniger Zeit ich dafür aufwenden muss, desto besser. Aber ein höherer Stundenlohn und dafür insgesamt weniger Geld, als ich haben möchte, bringt mir halt auch nichts. Wenn einem das geringere Gehalt genug ist oder bei gleichem Gehalt ist der Stundensatz natürlich entscheidend.



