26.01.2026, 14:45
(25.01.2026, 16:16)Bro schrieb:(25.01.2026, 15:06)Pontifex Maximus schrieb:(25.01.2026, 14:15)Bro schrieb:(25.01.2026, 14:05)Registriert schrieb:(25.01.2026, 12:35)Bro schrieb: Was du Bedenken musst: ÖD kann auch echt mies sein, z.B. wenn du auf einer Stellen landest, in der du keinen Sinn in deiner Arbeit siehst. Das kann im ÖD sehr schnell passieren. Außerdem werde da gerade die Kollegen / Untergebenen häufig eine gewisse "Arbeitsmoral" mitbringen. Muss man auch damit klarkommen, insbesondere, wenn man Karriere machen möchte.
Dem möchte ich hier jetzt einmal deutlich widersprechen. Das kann in der Pauschalität einfach nicht gesagt werden. Bevor ich im Amt anfing, wurden wir ebenfalls die Märchen, der faulen Beamten berichtet. Übrigens immer von Leuten, die selbst gar nicht in einer Behörde arbeiten. Meine juristischen und nicht juristischen Kollegen sind unglaublich engagiert und lieben ihre Arbeit. Wir sind ein großes Amt (Landeshauptstadt) und ich habe bisher noch keinen wirklich faulen Kollegen kennengelernt. Ganz im Gegenteil viele Kollegen arbeiten sogar in ihrer Freizeit, weil sie ihre Projekte fertigstellen möchten und einfach Spaß an der Arbeit haben.
Habe im Freundeskreis ein paar Leute, die im gehobenen Verwaltungsdienst arbeiten und die haben alle nach 2-3 Jahre im Amt resigniert. Ich mein, die Krankschreibungsstatistiken und andere Indikatoren sprechen für sich.
Ist in größeren Unternehmen auch nicht viel anders. Meine Frau hat in zwei sehr großen Dax-Konzernen gearbeitet. Die Strukturen im Konzern und die Arbeitseinstellung vieler Kollegen war weitaus schlimmer als alles, was ich im öD kennengelernt habe. iÜ habe ich auch im öD schon ganz anderes kennengelernt. Bei einer Abordnung in ein Ministerium waren die Arbeitszeiten ab Referentenebene auf GK-Niveau.
Das glaub ich sofort. Gut, im Ministerium darfst du natürlich schuften. Mir persönlich würde da aber irgendwann die Motivation fehlen, wenn mein Vorgesetzter ein völlig inkompetenter Wahlbeamter wäre. Ich komme mit sowas überhaupt nicht klar.
Auch das kann dir überall passieren. Inkompetente Vorgesetzte gibt es überall. Das ist nun wirklich kein Alleinstellungsmerkmal des öD. Sie kommen dort auch nicht häufiger vor als anderswo.
26.01.2026, 14:50
(26.01.2026, 14:45)Pontifex Maximus schrieb:(25.01.2026, 16:16)Bro schrieb:(25.01.2026, 15:06)Pontifex Maximus schrieb:(25.01.2026, 14:15)Bro schrieb:(25.01.2026, 14:05)Registriert schrieb: Dem möchte ich hier jetzt einmal deutlich widersprechen. Das kann in der Pauschalität einfach nicht gesagt werden. Bevor ich im Amt anfing, wurden wir ebenfalls die Märchen, der faulen Beamten berichtet. Übrigens immer von Leuten, die selbst gar nicht in einer Behörde arbeiten. Meine juristischen und nicht juristischen Kollegen sind unglaublich engagiert und lieben ihre Arbeit. Wir sind ein großes Amt (Landeshauptstadt) und ich habe bisher noch keinen wirklich faulen Kollegen kennengelernt. Ganz im Gegenteil viele Kollegen arbeiten sogar in ihrer Freizeit, weil sie ihre Projekte fertigstellen möchten und einfach Spaß an der Arbeit haben.
Habe im Freundeskreis ein paar Leute, die im gehobenen Verwaltungsdienst arbeiten und die haben alle nach 2-3 Jahre im Amt resigniert. Ich mein, die Krankschreibungsstatistiken und andere Indikatoren sprechen für sich.
Ist in größeren Unternehmen auch nicht viel anders. Meine Frau hat in zwei sehr großen Dax-Konzernen gearbeitet. Die Strukturen im Konzern und die Arbeitseinstellung vieler Kollegen war weitaus schlimmer als alles, was ich im öD kennengelernt habe. iÜ habe ich auch im öD schon ganz anderes kennengelernt. Bei einer Abordnung in ein Ministerium waren die Arbeitszeiten ab Referentenebene auf GK-Niveau.
Das glaub ich sofort. Gut, im Ministerium darfst du natürlich schuften. Mir persönlich würde da aber irgendwann die Motivation fehlen, wenn mein Vorgesetzter ein völlig inkompetenter Wahlbeamter wäre. Ich komme mit sowas überhaupt nicht klar.
Auch das kann dir überall passieren. Inkompetente Vorgesetzte gibt es überall. Das ist nun wirklich kein Alleinstellungsmerkmal des öD. Sie kommen dort auch nicht häufiger vor als anderswo.
Ja auch inkompetente Vorgesetzte findest du überall. Aber in der Regel gibt es in Unternehmen und Kanzleien jetzt nicht Vorgesetzte, die rein aus politischer Opportunität dahin gesetzt wurden.
26.01.2026, 17:34
(26.01.2026, 14:50)Bro schrieb:(26.01.2026, 14:45)Pontifex Maximus schrieb:(25.01.2026, 16:16)Bro schrieb:(25.01.2026, 15:06)Pontifex Maximus schrieb:(25.01.2026, 14:15)Bro schrieb: Habe im Freundeskreis ein paar Leute, die im gehobenen Verwaltungsdienst arbeiten und die haben alle nach 2-3 Jahre im Amt resigniert. Ich mein, die Krankschreibungsstatistiken und andere Indikatoren sprechen für sich.
Ist in größeren Unternehmen auch nicht viel anders. Meine Frau hat in zwei sehr großen Dax-Konzernen gearbeitet. Die Strukturen im Konzern und die Arbeitseinstellung vieler Kollegen war weitaus schlimmer als alles, was ich im öD kennengelernt habe. iÜ habe ich auch im öD schon ganz anderes kennengelernt. Bei einer Abordnung in ein Ministerium waren die Arbeitszeiten ab Referentenebene auf GK-Niveau.
Das glaub ich sofort. Gut, im Ministerium darfst du natürlich schuften. Mir persönlich würde da aber irgendwann die Motivation fehlen, wenn mein Vorgesetzter ein völlig inkompetenter Wahlbeamter wäre. Ich komme mit sowas überhaupt nicht klar.
Auch das kann dir überall passieren. Inkompetente Vorgesetzte gibt es überall. Das ist nun wirklich kein Alleinstellungsmerkmal des öD. Sie kommen dort auch nicht häufiger vor als anderswo.
Ja auch inkompetente Vorgesetzte findest du überall. Aber in der Regel gibt es in Unternehmen und Kanzleien jetzt nicht Vorgesetzte, die rein aus politischer Opportunität dahin gesetzt wurden.
Ob Seilschaften politisch, freundschaftlich oder aus anderen Verbindungen gespeist sind, ist doch egal. Hier wie dort gibt es jedenfalls Mechanismen, die dazu führen, dass nicht immer der Allerbeste Vorgesetzte wird.
Ansonsten habe ich andernorts schon geschrieben, dass die politisch interessanten Stellen erst sehr viel weiter oben anfangen, in der Regel Abteilungsleiter. Es ist keineswegs so, dass die mittlere Führungsebene in Ministerien aus Politikern bestehen würde.
26.01.2026, 17:54
(26.01.2026, 14:50)Bro schrieb:(26.01.2026, 14:45)Pontifex Maximus schrieb:(25.01.2026, 16:16)Bro schrieb:(25.01.2026, 15:06)Pontifex Maximus schrieb:(25.01.2026, 14:15)Bro schrieb: Habe im Freundeskreis ein paar Leute, die im gehobenen Verwaltungsdienst arbeiten und die haben alle nach 2-3 Jahre im Amt resigniert. Ich mein, die Krankschreibungsstatistiken und andere Indikatoren sprechen für sich.
Ist in größeren Unternehmen auch nicht viel anders. Meine Frau hat in zwei sehr großen Dax-Konzernen gearbeitet. Die Strukturen im Konzern und die Arbeitseinstellung vieler Kollegen war weitaus schlimmer als alles, was ich im öD kennengelernt habe. iÜ habe ich auch im öD schon ganz anderes kennengelernt. Bei einer Abordnung in ein Ministerium waren die Arbeitszeiten ab Referentenebene auf GK-Niveau.
Das glaub ich sofort. Gut, im Ministerium darfst du natürlich schuften. Mir persönlich würde da aber irgendwann die Motivation fehlen, wenn mein Vorgesetzter ein völlig inkompetenter Wahlbeamter wäre. Ich komme mit sowas überhaupt nicht klar.
Auch das kann dir überall passieren. Inkompetente Vorgesetzte gibt es überall. Das ist nun wirklich kein Alleinstellungsmerkmal des öD. Sie kommen dort auch nicht häufiger vor als anderswo.
Ja auch inkompetente Vorgesetzte findest du überall. Aber in der Regel gibt es in Unternehmen und Kanzleien jetzt nicht Vorgesetzte, die rein aus politischer Opportunität dahin gesetzt wurden.
Doch, natürlich. Du wirst in keiner größeren Kanzlei Partner ohne vorher deine Seilschaften gespannt und Fürsprecher zu haben. Oder nimm in Konzernen Vorstandsassistenten. Die erhalten als Dank für jahrelange Knechtschaft regelmäßig Anschlussverwendungen im mittleren Management. Noch schlimmer sind die Verbandelungen auf Vorstands- und Aufsichtsratsebene selbst. Schau dir mal die entsprechenden Gremien der Dax-Konzerne an. Das ist reiner Wirtschafts-Inzest. Alles also nichts anderes als politische Opportunität. Es sind halt nur regelmäßig keine Parteien involviert (stimmt iÜ auch nicht immer, siehe etwa VW und das Land Niedersachsen, ZF und die Stadt Friedrichshafen oder alle kommunalen Unternehmen).


