18.12.2025, 18:04
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19.12.2025, 13:49
Vielleicht darf ich an das Thema anknüpfen und mir hier ein paar Tipps für bevorstehende Gehaltsverhandlungen bei einem Big Four-Legal-Ableger einholen?
Ich habe hohe Prädikatsexamina, bald einen Dr., langjährige akademische Erfahrung und ein Jahr WiMi-Erfahrung bei Tier-1-GKen sowie Top-Referenzen. Berufserfahrung als Anwalt habe ich noch nicht.
In der Bewerbung habe ich bislang ca. 90.000 Euro angegeben und bin dort noch davon ausgegangen, dass das quasi schon utopisch ist. Bei 100k Festgehalt würde ich nicht zögern, wenn die sonstigen Bedingungen stimmen. 90k könnten mit Zähneknirschen noch passen, darunter würde ich wohl eher absagen (müssen, aus kalkulatorischen Gründen).
Kann hier jemand realistisch einschätzen, wo ich ansetzen sollte und worauf ich mich einstellen muss? Oder sogar konkrete Tipps, wie ich möglichst viel raushandeln kann?
Ich habe hohe Prädikatsexamina, bald einen Dr., langjährige akademische Erfahrung und ein Jahr WiMi-Erfahrung bei Tier-1-GKen sowie Top-Referenzen. Berufserfahrung als Anwalt habe ich noch nicht.
In der Bewerbung habe ich bislang ca. 90.000 Euro angegeben und bin dort noch davon ausgegangen, dass das quasi schon utopisch ist. Bei 100k Festgehalt würde ich nicht zögern, wenn die sonstigen Bedingungen stimmen. 90k könnten mit Zähneknirschen noch passen, darunter würde ich wohl eher absagen (müssen, aus kalkulatorischen Gründen).
Kann hier jemand realistisch einschätzen, wo ich ansetzen sollte und worauf ich mich einstellen muss? Oder sogar konkrete Tipps, wie ich möglichst viel raushandeln kann?
19.12.2025, 13:54
(19.12.2025, 13:49)RatlosimNorden schrieb: Vielleicht darf ich an das Thema anknüpfen und mir hier ein paar Tipps für bevorstehende Gehaltsverhandlungen bei einem Big Four-Legal-Ableger einholen?Sei froh, wenn du überhaupt einen Job bekommst.
Ich habe hohe Prädikatsexamina, bald einen Dr., langjährige akademische Erfahrung und ein Jahr WiMi-Erfahrung bei Tier-1-GKen sowie Top-Referenzen. Berufserfahrung als Anwalt habe ich noch nicht.
In der Bewerbung habe ich bislang ca. 90.000 Euro angegeben und bin dort noch davon ausgegangen, dass das quasi schon utopisch ist. Bei 100k Festgehalt würde ich nicht zögern, wenn die sonstigen Bedingungen stimmen. 90k könnten mit Zähneknirschen noch passen, darunter würde ich wohl eher absagen (müssen, aus kalkulatorischen Gründen).
Kann hier jemand realistisch einschätzen, wo ich ansetzen sollte und worauf ich mich einstellen muss? Oder sogar konkrete Tipps, wie ich möglichst viel raushandeln kann?
19.12.2025, 14:16
(19.12.2025, 13:54)Quasinon schrieb:(19.12.2025, 13:49)RatlosimNorden schrieb: Vielleicht darf ich an das Thema anknüpfen und mir hier ein paar Tipps für bevorstehende Gehaltsverhandlungen bei einem Big Four-Legal-Ableger einholen?Sei froh, wenn du überhaupt einen Job bekommst.
Ich habe hohe Prädikatsexamina, bald einen Dr., langjährige akademische Erfahrung und ein Jahr WiMi-Erfahrung bei Tier-1-GKen sowie Top-Referenzen. Berufserfahrung als Anwalt habe ich noch nicht.
In der Bewerbung habe ich bislang ca. 90.000 Euro angegeben und bin dort noch davon ausgegangen, dass das quasi schon utopisch ist. Bei 100k Festgehalt würde ich nicht zögern, wenn die sonstigen Bedingungen stimmen. 90k könnten mit Zähneknirschen noch passen, darunter würde ich wohl eher absagen (müssen, aus kalkulatorischen Gründen).
Kann hier jemand realistisch einschätzen, wo ich ansetzen sollte und worauf ich mich einstellen muss? Oder sogar konkrete Tipps, wie ich möglichst viel raushandeln kann?
Ich kann nachempfinden, wo das herkommt. Aber wenn Gehaltsverhandlungen geführt werden, ist die Einstellung "Bitte bitte, gebt mir Arbeit, ich bezahle Euch auch dafür, falls nötig." meiner bescheidenen Erfahrung nach nicht zielführend.
19.12.2025, 14:58
Es ist nun mal so, dass der Arbeitsmarkt für Juristen stark gekippt ist und es sich nun zweifelsfrei um einen reinen Arbeitgebermarkt handelt. Wahrscheinlich haben sie genug Auswahl und können dir letztlich das Gehalt diktieren. Denn wenn du es nicht machst, dann halt einer der anderen guten Bewerber, die es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit geben wird.
19.12.2025, 15:57
(19.12.2025, 14:58)advocatus diaboli schrieb: Es ist nun mal so, dass der Arbeitsmarkt für Juristen stark gekippt ist und es sich nun zweifelsfrei um einen reinen Arbeitgebermarkt handelt. Wahrscheinlich haben sie genug Auswahl und können dir letztlich das Gehalt diktieren. Denn wenn du es nicht machst, dann halt einer der anderen guten Bewerber, die es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit geben wird.
Wenn man mir signalisiert, dass es keine echten Verhandlungen geben wird, dann ist das so, und ich kann mich auf der Grundlage des mir zugerufenen Gehalts noch immer entscheiden. Sofern sich aber doch Spielräume zeigen sollten, möchte ich die gerne möglichst geschickt ausreizen. Deshalb verweise ich gerne auf meine Frage zurück, ob jemand an der Gehaltsverhandlungsfront konkret bei Big Four Erfahrungen hat.
19.12.2025, 21:51
Ich kenne einen Kollegen bei EY im Arbeitsrecht. Das Gehalt (75k zum Einstieg) war nicht verhandelbar.
20.12.2025, 00:18
(19.12.2025, 14:58)advocatus diaboli schrieb: Es ist nun mal so, dass der Arbeitsmarkt für Juristen stark gekippt ist und es sich nun zweifelsfrei um einen reinen Arbeitgebermarkt handelt. Wahrscheinlich haben sie genug Auswahl und können dir letztlich das Gehalt diktieren. Denn wenn du es nicht machst, dann halt einer der anderen guten Bewerber, die es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit geben wird.Ich kann vielleicht mal von meinen divergierenden Erfahrungen berichten, um ein wenig Mut zu machen. Ich hatte in den letzten Tagen einige Gespräche gehabt für eine WiMi-Stelle und hatte letztlich 3 Angebote für eine Zusammenarbeit bekommen. Das alles binnen einiger Wochen Suche. Habe letztlich das Angebot der einen GK angenommen - ich habe mich auch nicht so krass häufig beworben. Es hat einfach geklappt. Deswegen nur Mut!
20.12.2025, 12:15
(19.12.2025, 21:51)advocatus diaboli schrieb: Ich kenne einen Kollegen bei EY im Arbeitsrecht. Das Gehalt (75k zum Einstieg) war nicht verhandelbar.
Ja, ein AG-Kollege hat sich bei EY beworben gehabt - dort wurden 75K +5K Bonus zugerufen. EY wirbt zwar mit Überstundenausgleich, aber man hat einen bestimmten Satz Überstunden, die mit dem Gehalt als "abgegolten" gelten, was aus meiner Sicht wirklich dreist ist. Entweder, man kann Überstunden abfeiern, oder nicht - aber damit zu werben, dann aber im Vertrag xy Stunden als "abgegolten" zu bezeichnen (ich meine, es waren 100, aber ich erinnere mich nur grob - war vor einem Jahr), geht aus meiner Sicht gar nicht.
Ich denke, wenn Big4, dann eher Deloitte/PwC/KPMG.



