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  5. Wie sieht Euer Arbeitsalltag als Jurist aus?
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Antworten

 
Wie sieht Euer Arbeitsalltag als Jurist aus?
Gast
Unregistered
 
#11
29.03.2022, 10:06
Anzug und Krawatte kombinieren dauert ca 1h. Der Rest des Tages: 9-12.30 Uhr konzentriertes wegarbeiten des Tagespensums. Ab 12.45/13 Uhr Mittagessen im Restaurant  und Pause. Von 15-17 Uhr konzentriertes weiterarbeiten. 17-18 Uhr quatschen mit Kollegen und Sekretärin. Zwischenzeitlich immer wieder im Spiegel kontrollieren, ob Frisur und Anzug sitzen, inbs. wenn es einen unerwarteten Windstoß auf dem Weg von den Kanzleiräumen zum Restaurant bzw vice versa gegeben hat. Abends mit Kollegen  gerne eine Zigarre und Whiskey.
Es ist wirklich sehr stressig.
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Gast
Unregistered
 
#12
29.03.2022, 10:38
(29.03.2022, 10:06)Gast schrieb:  Anzug und Krawatte kombinieren dauert ca 1h. Der Rest des Tages: 9-12.30 Uhr konzentriertes wegarbeiten des Tagespensums. Ab 12.45/13 Uhr Mittagessen im Restaurant  und Pause. Von 15-17 Uhr konzentriertes weiterarbeiten. 17-18 Uhr quatschen mit Kollegen und Sekretärin. Zwischenzeitlich immer wieder im Spiegel kontrollieren, ob Frisur und Anzug sitzen, inbs. wenn es einen unerwarteten Windstoß auf dem Weg von den Kanzleiräumen zum Restaurant bzw vice versa gegeben hat. Abends mit Kollegen  gerne eine Zigarre und Whiskey.
Es ist wirklich sehr stressig.


Bor, das ist ja eeecht witzig.
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just23 Nds.
Junior Member
**
Beiträge: 13
Themen: 0
Registriert seit: Mar 2022
#13
29.03.2022, 10:49
wusste nicht, dass es um den Alltag von Gordon Gekko geht.
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Gast
Unregistered
 
#14
29.03.2022, 10:56
(29.03.2022, 10:38)Gast schrieb:  
(29.03.2022, 10:06)Gast schrieb:  Anzug und Krawatte kombinieren dauert ca 1h. Der Rest des Tages: 9-12.30 Uhr konzentriertes wegarbeiten des Tagespensums. Ab 12.45/13 Uhr Mittagessen im Restaurant  und Pause. Von 15-17 Uhr konzentriertes weiterarbeiten. 17-18 Uhr quatschen mit Kollegen und Sekretärin. Zwischenzeitlich immer wieder im Spiegel kontrollieren, ob Frisur und Anzug sitzen, inbs. wenn es einen unerwarteten Windstoß auf dem Weg von den Kanzleiräumen zum Restaurant bzw vice versa gegeben hat. Abends mit Kollegen  gerne eine Zigarre und Whiskey.
Es ist wirklich sehr stressig.


Bor, das ist ja eeecht witzig.

Warum? Gibt genügend RAe wo es ungefähr so aussieht. 5h konzentriert arbeiten, gleichzeitig die haute cuisine schätzen und connaisseur von Zigarren und gutem Whiskey sein. Sehe das Problem nicht?
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HerrKules
Posting Freak
*****
Beiträge: 1.104
Themen: 7
Registriert seit: Mar 2021
#15
29.03.2022, 11:43
(29.03.2022, 10:56)Gast schrieb:  
(29.03.2022, 10:38)Gast schrieb:  
(29.03.2022, 10:06)Gast schrieb:  Anzug und Krawatte kombinieren dauert ca 1h. Der Rest des Tages: 9-12.30 Uhr konzentriertes wegarbeiten des Tagespensums. Ab 12.45/13 Uhr Mittagessen im Restaurant  und Pause. Von 15-17 Uhr konzentriertes weiterarbeiten. 17-18 Uhr quatschen mit Kollegen und Sekretärin. Zwischenzeitlich immer wieder im Spiegel kontrollieren, ob Frisur und Anzug sitzen, inbs. wenn es einen unerwarteten Windstoß auf dem Weg von den Kanzleiräumen zum Restaurant bzw vice versa gegeben hat. Abends mit Kollegen  gerne eine Zigarre und Whiskey.
Es ist wirklich sehr stressig.


Bor, das ist ja eeecht witzig.

Warum? Gibt genügend RAe wo es ungefähr so aussieht. 5h konzentriert arbeiten, gleichzeitig die haute cuisine schätzen und connaisseur von Zigarren und gutem Whiskey sein. Sehe das Problem nicht?

Gibt nur zwei Arten von Anwälten: solche, die sich keinen guten Whiskey leisten können und solche, die keine Zeit haben, ihn zu trinken.
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Freidenkender
Posting Freak
*****
Beiträge: 819
Themen: 1
Registriert seit: Mar 2022
#16
29.03.2022, 12:10
manchmal vermisse ich ein wenig Demut vor dem Beruf....

Anwalt zu sein ist toll, aber es ist ein hartes Stück Arbeit

Viele der Kollegen haben den Arbeitsalltag hier ja schon ganz gut beschrieben. Ich fand den Kontakt mit der Mandantschaft immer toll und habe versucht mir dafür Zeit zu nehmen. Dazu Termine bei Gericht.... immer wieder ein Highlight. 

Die Erledigung von Schriftsätzen, die Recherche von Rechtsprechung etc. war für mich die notwendige Basis dafür. Aber diese Basis muss bestmöglich erledigt werden, damit man in den anderen Themen erfolgreich seien kann
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Gast
Unregistered
 
#17
29.03.2022, 16:36
Morgens ins Büro kommen, Mails checken und evtl beantworten/bearbeiten/delegieren.
Dann die Hälfte der Akten, die auf Wiedervorlage sind weiter nach hinten schieben.
Mandantentermin, Sachverhalt aufnehmen, erste Einschätzung geben, Aktenvermerk und Wiedervorlage diktieren.
Die andere Hälfte der vorgelegten Akten bearbeiten, gucken ob was gemacht werden muss, die kurzen Schreiben und Schriftsätze schnell diktieren und Akten wieder weg.
Die komplizierten Dinge mit Chef oder Kollegen besprechen bzw. die Bestätigung für das angedachte Vorgehen abholen.
Neue Mails checken, bearbeiten, etc.
Im Optimalfall kam ein Vergleich unterschrieben zurück, dann wird abgerechnet. Manchmal merken, dass der Multiplikator den Preis unermesslich in die Höhe schraubt und dem Mandanten einen Rabatt gewähren, manchmal merken, dass das Geld den Aufwand nicht gedeckt hat und unter Zuhilfenahme der Schwarzwälder Tabelle grübeln, wie hoch die Geschäftsgebühr angesetzt werden sollte.

Zwischendurch nach jeder Aktenbearbeitung, die länger als 30 Minuten gedauert hat, das Forum und Sport-/Wirtschaftsnews checken, mal komplett rausgebracht werden, weil ein Mandant mir 1h von seiner Gefühlswelt berichten will, mal ein Schwätzchen mit den Kollegen halten, manchmal mache ich auch Pause und/oder esse was.

Je nach Mandat und Mandant macht es mal mehr, mal weniger Spaß. Aber die Tätigkeit an sich finde ich schon nice.
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42stimmtimmer
Member
***
Beiträge: 79
Themen: 0
Registriert seit: Jun 2021
#18
29.03.2022, 19:03
(29.03.2022, 16:36)Gast schrieb:  Morgens ins Büro kommen, Mails checken und evtl beantworten/bearbeiten/delegieren.
Dann die Hälfte der Akten, die auf Wiedervorlage sind weiter nach hinten schieben.
Mandantentermin, Sachverhalt aufnehmen, erste Einschätzung geben, Aktenvermerk und Wiedervorlage diktieren.
Die andere Hälfte der vorgelegten Akten bearbeiten, gucken ob was gemacht werden muss, die kurzen Schreiben und Schriftsätze schnell diktieren und Akten wieder weg.
Die komplizierten Dinge mit Chef oder Kollegen besprechen bzw. die Bestätigung für das angedachte Vorgehen abholen.
Neue Mails checken, bearbeiten, etc.
Im Optimalfall kam ein Vergleich unterschrieben zurück, dann wird abgerechnet. Manchmal merken, dass der Multiplikator den Preis unermesslich in die Höhe schraubt und dem Mandanten einen Rabatt gewähren, manchmal merken, dass das Geld den Aufwand nicht gedeckt hat und unter Zuhilfenahme der Schwarzwälder Tabelle grübeln, wie hoch die Geschäftsgebühr angesetzt werden sollte.

Zwischendurch nach jeder Aktenbearbeitung, die länger als 30 Minuten gedauert hat, das Forum und Sport-/Wirtschaftsnews checken, mal komplett rausgebracht werden, weil ein Mandant mir 1h von seiner Gefühlswelt berichten will, mal ein Schwätzchen mit den Kollegen halten, manchmal mache ich auch Pause und/oder esse was.

Je nach Mandat und Mandant macht es mal mehr, mal weniger Spaß. Aber die Tätigkeit an sich finde ich schon nice.

Sehr gute Zusammenfassung! Ich würde sagen dieser Bericht deckt sich mit dem Arbeitsalltag der überwiegenden Mehrheit der Anwälte. 
Entspricht jedenfalls sämtlichen Anwälten bei denen ich Praktika gemacht hatte.
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Gast
Unregistered
 
#19
29.03.2022, 20:38
Hier vlt. noch ein weniger typischer Tagesablauf (Datenschutzrecht in Big4 Ableger)

Ich fange morgen gegen 7:15-730 im Homeoffice an. Meistens checke ich als erstes meine Mails und trage die abrechenbaren Stunden vom vorigen Tag ein. Dann versuche ich mir die "dicken Brocken" zu packen, also Datenschutzfolgenabschätzung, Drittlandtransfers oder Implementierung neuer Datenschutzprozesse in Unternehmen. Mittags esse ich zuhause und setz mich danach noch mal für die leichtere Kost ran (Meetings, Datenschutzerklärungen, Präsentationen). Zwischen 4 und 5 mache ich meistens den PC aus und hoffe, dass abends nichts dringliches ansteht (ist meistens nicht der Fall)

Pros sind auf jeden fall die freie Zeiteinteilung und der recht technische Arbeitsalltag (Hallo Excel, hallo datenschutzmanagementsysteme, hallo PowerPoint).
Contra sind das vergleichsweise geringe Bezahlung und die oft eher unjuristische Arbeit.

Generell gefällt es mir aber an der Schnittstelle zwischen Jura und Computern ganz gut.
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Gast
Unregistered
 
#20
29.03.2022, 21:44
(29.03.2022, 20:38)Gast schrieb:  Hier vlt. noch ein weniger typischer Tagesablauf (Datenschutzrecht in Big4 Ableger)

Ich fange morgen gegen 7:15-730 im Homeoffice an. Meistens checke ich als erstes meine Mails und trage die abrechenbaren Stunden vom vorigen Tag ein. Dann versuche ich mir die "dicken Brocken" zu packen, also Datenschutzfolgenabschätzung, Drittlandtransfers oder Implementierung neuer Datenschutzprozesse in Unternehmen. Mittags esse ich zuhause und setz mich danach noch mal für die leichtere Kost ran (Meetings, Datenschutzerklärungen, Präsentationen). Zwischen 4 und 5 mache ich meistens den PC aus und hoffe, dass abends nichts dringliches ansteht (ist meistens nicht der Fall)

Pros sind auf jeden fall die freie Zeiteinteilung und der recht technische Arbeitsalltag (Hallo Excel, hallo datenschutzmanagementsysteme, hallo PowerPoint).
Contra sind das vergleichsweise geringe Bezahlung und die oft eher unjuristische Arbeit.

Generell gefällt es mir aber an der Schnittstelle zwischen Jura und Computern ganz gut.

Was verdienst du denn dort?
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