27.11.2025, 16:35
(27.11.2025, 10:10)nachdenklich schrieb: Naja, das wird viele juristische Bereieche und nicht juristische Bereiche treffen :D. Mit einer guten Ausbildung als Groß- und Industriekaufmann wird man mit ausreichend Einarbeitungszeit viele Tätigkeiten, die formal vom AG an studierte Absolventen vergeben werden, ebenfalls bewerkstelligen können. Vielleicht sogar schneller als der Herr Studiosus.
Und zu Jura: In allen anderen Ländern gibt es kein Studium mit zwei Staatsexamina; idR reicht ein Bachelor-Abschluss aus, um entsrpechende Aufnahmeprüfungen für den jeweiligen Berufszweig ablegen zu dürfen. In UK braucht man zur Aufnahmeprüfung des Solicotors gar kein Jurastudium.
In romanischen Ländern bedarf es zur Aufnahmeprüfung für die höhere Verwaltung ebenfalls nicht notwendigerweise eines Juraabschlusses, ausreichend sind bspw auch Politikwissenschaften (die allerdings idR auch vertieft ÖR als Pflichtfächer im Studium haben und auch an einiges an "Public Management" inhaltlich abdecken). Im Falle des Bestehens der sehr selektiven Tests (Durchfallquote idR 80% für höhere Verwaltung in IT/S z.B.) schließt sich ein Traineejahr an.
In Österreich kann man Verwaltungsrichter werden ohne zuvor ein Jusstudium absolviert zu haben. Grundvoraussetzung sind 5 Jahre Berufserfahrung im juristischen Bereich, was man theoretisch auch mit einem Abschluss in Verwaltungswissenschaften oder Politikwissenschaften erreichen kann.
Und ich glaube nicht, dass es in diesen Ländern in der Verwaltung/Bürokratie so viel schlechter als bei uns läuft.
Das ist natürlich ne relativ triviale Erkenntnis, letztendlich ist ja auch das Jurastudium nur eine lange Einarbeitungszeit...
27.11.2025, 18:01
Vielleicht haben sie ja auch jemanden, der es machen soll und der Jurist ist. Damit sich nicht zu viele Konkurrenten bewerben, schreiben sie es mit dem Profil aus... wer weiß das schon von außen. Ich kann nur sagen, dass es in der Verwaltung an vielen Stellen hilfreich ist, einen Juristen im Team zu haben.
27.11.2025, 19:46
mit a14 soll besoldet werden, wer sich u.a. mit grundsatzangelegenheiten mit politischer bedeutung im land niedersachsen wegen des dienstradleasings beschäftigt. so so
27.11.2025, 21:13
(27.11.2025, 16:20)Ex-GK schrieb: Wenn ich mir das Handbuch für NRW in diesem Zusammenhang anschaue( https://zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/m...easing.pdf) und man im Hinterkopf behält, dass es um ein Bundesland mit vielen Gemeinden/Landkreisen etc. geht und man da alleine schon Vergaberechtlich einiges zu beachten hat, dann finde ich nicht so abwegig, dass man dafür einen Juristen sucht. Ich weiß aber auch nicht, worüber sich da genau lustig gemacht wird.
Vielleicht dass die meisten Gemeinden insbesondere ob der vielen Sozialkosten etc. finanziell aus dem letzten Loch pfeifen und an den entscheidenden Stellen unterbesetzt sind, aber dann für Dienstradleasing noch eine A14-Juristenstelle geschaffen wird, zum Beispiel. Kann man sich schon vorstellen dass das manche kritisch sehen.
28.11.2025, 11:56
(27.11.2025, 21:13)Sesselpupser schrieb:(27.11.2025, 16:20)Ex-GK schrieb: Wenn ich mir das Handbuch für NRW in diesem Zusammenhang anschaue( https://zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/m...easing.pdf) und man im Hinterkopf behält, dass es um ein Bundesland mit vielen Gemeinden/Landkreisen etc. geht und man da alleine schon Vergaberechtlich einiges zu beachten hat, dann finde ich nicht so abwegig, dass man dafür einen Juristen sucht. Ich weiß aber auch nicht, worüber sich da genau lustig gemacht wird.
Vielleicht dass die meisten Gemeinden insbesondere ob der vielen Sozialkosten etc. finanziell aus dem letzten Loch pfeifen und an den entscheidenden Stellen unterbesetzt sind, aber dann für Dienstradleasing noch eine A14-Juristenstelle geschaffen wird, zum Beispiel. Kann man sich schon vorstellen dass das manche kritisch sehen.
Vorweg - ich kenne die Diskussion im Internet nicht, aber das wäre auch mein einziger echter Kritikpunkt. Ich lese noch in einem anderen Forum mit, in dem viele Mütter mitschreiben. Was man da über den öD liest, ist manchmal echt zum ko*** und bestätigt jedes Klischee über den "faulen Beamten" und altbackene Strukturen. Manche arbeiten 1-2 Stunden am Tag, haben aber einen Vollzeitvertrag und langweilen sich den Rest des Tages und es wird darüber diskutiert, dass das völlig normal sei

An anderer Stelle wiederum sind die Mitarbeiter völlig überlastet und kommen nicht hinterher mit ihrer Arbeit.
Die hiesige Stelle, in der ein Jurist sich ausschließlich um dieses Thema kümmert, passt da perfekt ins Thema rein. Wie gesagt, bei uns im Unternehmen wurden einmal die Verträge juristisch geprüft und seitdem läuft es und eine Sachbearbeiterin kümmert sich, neben sehr vielen weiteren Dingen, um das Jobrad. Die Frage ist also, wie viel Aufwand macht das Thema und ist es gerechtfertigt, dafür ein eigenes Team mit Teamleiter zu bilden.
Wer die gesellschaftspolitischen Diskussionen mitverfolgt, weiß, dass wir auf mehrere Pulverfässern sitzen. Die Privilegien der Beamten und die Ineffizienz des Staatsapparates an vielen Stellen ist als ganz großes Thema dabei. Man muss also die Frage stellen dürfen, ob diese Stelle und die Stellen darunter nicht nur Arbeitsbeschaffungsmaßnahme sind, die vom Steuerzahler finanziert sind.
Inhaltlich ist die Stelle für mich juristisch genug und auch ich habe die Vorteile gesehen, wenn bestimmte Positionen mit einem Juristen besetzt sind. Wenn derjenige also tatsächlich ausreichend zu tun hat, werde ich kein Wort gegen die Stelle sagen. Ich glaube es allerdings nicht.
28.11.2025, 12:03
(28.11.2025, 11:56)Egal_ schrieb:(27.11.2025, 21:13)Sesselpupser schrieb:(27.11.2025, 16:20)Ex-GK schrieb: Wenn ich mir das Handbuch für NRW in diesem Zusammenhang anschaue( https://zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/m...easing.pdf) und man im Hinterkopf behält, dass es um ein Bundesland mit vielen Gemeinden/Landkreisen etc. geht und man da alleine schon Vergaberechtlich einiges zu beachten hat, dann finde ich nicht so abwegig, dass man dafür einen Juristen sucht. Ich weiß aber auch nicht, worüber sich da genau lustig gemacht wird.
Vielleicht dass die meisten Gemeinden insbesondere ob der vielen Sozialkosten etc. finanziell aus dem letzten Loch pfeifen und an den entscheidenden Stellen unterbesetzt sind, aber dann für Dienstradleasing noch eine A14-Juristenstelle geschaffen wird, zum Beispiel. Kann man sich schon vorstellen dass das manche kritisch sehen.
Vorweg - ich kenne die Diskussion im Internet nicht, aber das wäre auch mein einziger echter Kritikpunkt. Ich lese noch in einem anderen Forum mit, in dem viele Mütter mitschreiben. Was man da über den öD liest, ist manchmal echt zum ko*** und bestätigt jedes Klischee über den "faulen Beamten" und altbackene Strukturen. Manche arbeiten 1-2 Stunden am Tag, haben aber einen Vollzeitvertrag und langweilen sich den Rest des Tages und es wird darüber diskutiert, dass das völlig normal sei
An anderer Stelle wiederum sind die Mitarbeiter völlig überlastet und kommen nicht hinterher mit ihrer Arbeit.
Welches Forum ist das?
28.11.2025, 13:08
(28.11.2025, 11:56)Egal_ schrieb:(27.11.2025, 21:13)Sesselpupser schrieb:(27.11.2025, 16:20)Ex-GK schrieb: Wenn ich mir das Handbuch für NRW in diesem Zusammenhang anschaue( https://zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/m...easing.pdf) und man im Hinterkopf behält, dass es um ein Bundesland mit vielen Gemeinden/Landkreisen etc. geht und man da alleine schon Vergaberechtlich einiges zu beachten hat, dann finde ich nicht so abwegig, dass man dafür einen Juristen sucht. Ich weiß aber auch nicht, worüber sich da genau lustig gemacht wird.
Vielleicht dass die meisten Gemeinden insbesondere ob der vielen Sozialkosten etc. finanziell aus dem letzten Loch pfeifen und an den entscheidenden Stellen unterbesetzt sind, aber dann für Dienstradleasing noch eine A14-Juristenstelle geschaffen wird, zum Beispiel. Kann man sich schon vorstellen dass das manche kritisch sehen.
Vorweg - ich kenne die Diskussion im Internet nicht, aber das wäre auch mein einziger echter Kritikpunkt. Ich lese noch in einem anderen Forum mit, in dem viele Mütter mitschreiben. Was man da über den öD liest, ist manchmal echt zum ko*** und bestätigt jedes Klischee über den "faulen Beamten" und altbackene Strukturen. Manche arbeiten 1-2 Stunden am Tag, haben aber einen Vollzeitvertrag und langweilen sich den Rest des Tages und es wird darüber diskutiert, dass das völlig normal sei
An anderer Stelle wiederum sind die Mitarbeiter völlig überlastet und kommen nicht hinterher mit ihrer Arbeit.
Die hiesige Stelle, in der ein Jurist sich ausschließlich um dieses Thema kümmert, passt da perfekt ins Thema rein. Wie gesagt, bei uns im Unternehmen wurden einmal die Verträge juristisch geprüft und seitdem läuft es und eine Sachbearbeiterin kümmert sich, neben sehr vielen weiteren Dingen, um das Jobrad. Die Frage ist also, wie viel Aufwand macht das Thema und ist es gerechtfertigt, dafür ein eigenes Team mit Teamleiter zu bilden.
Wer die gesellschaftspolitischen Diskussionen mitverfolgt, weiß, dass wir auf mehrere Pulverfässern sitzen. Die Privilegien der Beamten und die Ineffizienz des Staatsapparates an vielen Stellen ist als ganz großes Thema dabei. Man muss also die Frage stellen dürfen, ob diese Stelle und die Stellen darunter nicht nur Arbeitsbeschaffungsmaßnahme sind, die vom Steuerzahler finanziert sind.
Inhaltlich ist die Stelle für mich juristisch genug und auch ich habe die Vorteile gesehen, wenn bestimmte Positionen mit einem Juristen besetzt sind. Wenn derjenige also tatsächlich ausreichend zu tun hat, werde ich kein Wort gegen die Stelle sagen. Ich glaube es allerdings nicht.
guter beitrag.
mein kritikpunkt geht allerdings darüber hinaus: wenn das dienstradleasing tatsächlich aufwände erzeugt, die eine a14 stelle notwendig machen, sollte angesichts der lage deutschlands einfach das dienstradleasing abgeschafft werden.
28.11.2025, 14:39
(28.11.2025, 13:08)kumpelanton schrieb:(28.11.2025, 11:56)Egal_ schrieb:(27.11.2025, 21:13)Sesselpupser schrieb:(27.11.2025, 16:20)Ex-GK schrieb: Wenn ich mir das Handbuch für NRW in diesem Zusammenhang anschaue( https://zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/m...easing.pdf) und man im Hinterkopf behält, dass es um ein Bundesland mit vielen Gemeinden/Landkreisen etc. geht und man da alleine schon Vergaberechtlich einiges zu beachten hat, dann finde ich nicht so abwegig, dass man dafür einen Juristen sucht. Ich weiß aber auch nicht, worüber sich da genau lustig gemacht wird.
Vielleicht dass die meisten Gemeinden insbesondere ob der vielen Sozialkosten etc. finanziell aus dem letzten Loch pfeifen und an den entscheidenden Stellen unterbesetzt sind, aber dann für Dienstradleasing noch eine A14-Juristenstelle geschaffen wird, zum Beispiel. Kann man sich schon vorstellen dass das manche kritisch sehen.
Vorweg - ich kenne die Diskussion im Internet nicht, aber das wäre auch mein einziger echter Kritikpunkt. Ich lese noch in einem anderen Forum mit, in dem viele Mütter mitschreiben. Was man da über den öD liest, ist manchmal echt zum ko*** und bestätigt jedes Klischee über den "faulen Beamten" und altbackene Strukturen. Manche arbeiten 1-2 Stunden am Tag, haben aber einen Vollzeitvertrag und langweilen sich den Rest des Tages und es wird darüber diskutiert, dass das völlig normal sei
An anderer Stelle wiederum sind die Mitarbeiter völlig überlastet und kommen nicht hinterher mit ihrer Arbeit.
Die hiesige Stelle, in der ein Jurist sich ausschließlich um dieses Thema kümmert, passt da perfekt ins Thema rein. Wie gesagt, bei uns im Unternehmen wurden einmal die Verträge juristisch geprüft und seitdem läuft es und eine Sachbearbeiterin kümmert sich, neben sehr vielen weiteren Dingen, um das Jobrad. Die Frage ist also, wie viel Aufwand macht das Thema und ist es gerechtfertigt, dafür ein eigenes Team mit Teamleiter zu bilden.
Wer die gesellschaftspolitischen Diskussionen mitverfolgt, weiß, dass wir auf mehrere Pulverfässern sitzen. Die Privilegien der Beamten und die Ineffizienz des Staatsapparates an vielen Stellen ist als ganz großes Thema dabei. Man muss also die Frage stellen dürfen, ob diese Stelle und die Stellen darunter nicht nur Arbeitsbeschaffungsmaßnahme sind, die vom Steuerzahler finanziert sind.
Inhaltlich ist die Stelle für mich juristisch genug und auch ich habe die Vorteile gesehen, wenn bestimmte Positionen mit einem Juristen besetzt sind. Wenn derjenige also tatsächlich ausreichend zu tun hat, werde ich kein Wort gegen die Stelle sagen. Ich glaube es allerdings nicht.
guter beitrag.
mein kritikpunkt geht allerdings darüber hinaus: wenn das dienstradleasing tatsächlich aufwände erzeugt, die eine a14 stelle notwendig machen, sollte angesichts der lage deutschlands einfach das dienstradleasing abgeschafft werden.
Wobei A14 ein normaler Gymnasiallehrer nach ein paar Jahren im Amt bekommt. Also so gewaltig wichtig muss so eine Stelle auch nicht sein.
28.11.2025, 16:10
(28.11.2025, 11:56)Egal_ schrieb:(27.11.2025, 21:13)Sesselpupser schrieb:(27.11.2025, 16:20)Ex-GK schrieb: Wenn ich mir das Handbuch für NRW in diesem Zusammenhang anschaue( https://zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/m...easing.pdf) und man im Hinterkopf behält, dass es um ein Bundesland mit vielen Gemeinden/Landkreisen etc. geht und man da alleine schon Vergaberechtlich einiges zu beachten hat, dann finde ich nicht so abwegig, dass man dafür einen Juristen sucht. Ich weiß aber auch nicht, worüber sich da genau lustig gemacht wird.
Vielleicht dass die meisten Gemeinden insbesondere ob der vielen Sozialkosten etc. finanziell aus dem letzten Loch pfeifen und an den entscheidenden Stellen unterbesetzt sind, aber dann für Dienstradleasing noch eine A14-Juristenstelle geschaffen wird, zum Beispiel. Kann man sich schon vorstellen dass das manche kritisch sehen.
Vorweg - ich kenne die Diskussion im Internet nicht, aber das wäre auch mein einziger echter Kritikpunkt. Ich lese noch in einem anderen Forum mit, in dem viele Mütter mitschreiben. Was man da über den öD liest, ist manchmal echt zum ko*** und bestätigt jedes Klischee über den "faulen Beamten" und altbackene Strukturen. Manche arbeiten 1-2 Stunden am Tag, haben aber einen Vollzeitvertrag und langweilen sich den Rest des Tages und es wird darüber diskutiert, dass das völlig normal sei
An anderer Stelle wiederum sind die Mitarbeiter völlig überlastet und kommen nicht hinterher mit ihrer Arbeit.
Die hiesige Stelle, in der ein Jurist sich ausschließlich um dieses Thema kümmert, passt da perfekt ins Thema rein. Wie gesagt, bei uns im Unternehmen wurden einmal die Verträge juristisch geprüft und seitdem läuft es und eine Sachbearbeiterin kümmert sich, neben sehr vielen weiteren Dingen, um das Jobrad. Die Frage ist also, wie viel Aufwand macht das Thema und ist es gerechtfertigt, dafür ein eigenes Team mit Teamleiter zu bilden.
Wer die gesellschaftspolitischen Diskussionen mitverfolgt, weiß, dass wir auf mehrere Pulverfässern sitzen. Die Privilegien der Beamten und die Ineffizienz des Staatsapparates an vielen Stellen ist als ganz großes Thema dabei. Man muss also die Frage stellen dürfen, ob diese Stelle und die Stellen darunter nicht nur Arbeitsbeschaffungsmaßnahme sind, die vom Steuerzahler finanziert sind.
Inhaltlich ist die Stelle für mich juristisch genug und auch ich habe die Vorteile gesehen, wenn bestimmte Positionen mit einem Juristen besetzt sind. Wenn derjenige also tatsächlich ausreichend zu tun hat, werde ich kein Wort gegen die Stelle sagen. Ich glaube es allerdings nicht.
Danke für den Beitrag. Diese Art Kritik kann ich nachvollziehen. Ich verfolge die Diskussion auch nicht weiter und habe eher vermutet, dass die Internetwelt die Stelle weniger sachlich "kritisiert" und sich mehr darüber lustig macht, dass Juristen als "Halbgötter" überqualifiziert für den Job sind (nicht meine persönliche Meinung, aber wir kennen die Arroganz/Selbstwahrnehmung mancher KollegInnen).
28.11.2025, 18:58
Langsam würde ich die Stellenausschreibung gerne mal sehen



