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Wechsel von Anwaltschaft in die Verwaltung - Erfahrungsberichte?
ForumBenutzer
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Themen: 4
Registriert seit: Feb 2023
#11
27.04.2025, 22:32
Kommt natürlich darauf an, wo du lebst, wie viel Geld du so brauchst etc. Ein Kumpel arbeitet als Volljurist bei einer Krankenkasse. Bezahlung für die Arbeit absolut in Ordnung, Tarifgebunden, viel Home Office, wenig "Stress", quasi unkündbar. Unter der Hand, den Job kannst du auch mit 20 Stunden machen die Woche, wenn du dich dann nicht langweilst oder an Selbstachtung verlierst. Für Leute die andere Dinge im Leben wollen, Ironman Training, Gaming, Kinder, irgendwas Zeitintensives was nicht Jetset von New York nach Tokio ist, go for it und lass es mit dem Anwaltsdasein. Außer deine Freundin will Chanel-Handtaschen, dann wird es schwer.
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Pontifex Maximus
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Beiträge: 191
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Registriert seit: Oct 2023
#12
28.04.2025, 05:44
(27.04.2025, 21:09)Legal Public Officer schrieb:  
(23.04.2025, 09:07)blabla1337 schrieb:  Hallo,

ich habe einige Wochen als Anwalt hinter mir und merke, dass mir der Job keinen Spaß macht. Dieses "Gezanke" mit anderen Anwälten reibt mich mental auf und ich merke, dass ich da einfach nicht der Typ dafür bin. Ein Kumpel von mir arbeitet in einem Justiziariat und berichtet zwar auch von Belastungsspitzen, allerdings klingt er recht zufrieden mit seinem Job. Ich habe aber Angst davor, vom Regen in die Traufe zu kommen, daher würde ich gerne Erfahrungsberichte von Leuten lesen, denen es ähnlich geht, wie mir.

Geld und Prestige sind mir egal, ich will einen planbaren, möglichst strukturierten Job, wo tendenziell weniger Stress und Adrenalin ausgeschüttet wird und wo ich nicht permanent ans Geld (des Mandanten) denken muss.

MFG

Ich habe den Wechsel von der GK in die Verwaltung hinter mir und würde ihn - obwohl ich in der Verwaltung "an höchster Stelle" bin - nicht nochmal machen. Das "Betriebs"klima ist sehr gut, die Materie vielseitig, teilweise sogar spannend (wenn man das Politische mag....), über Urlaub (wenn Urlaub, dann ist auch Urlaub....) und Pension brauchen wir nicht weiter sprechen (da bekannt). Mein persönliches großes Aber: wem im Job vor allem Selbstbestimmung und Verantwortung wichtig sind, der wird in der Ministerialverwaltung meines Erachtens nicht aufgehen. Diese Faktoren spielen eher auf Ministerialdirigentenebene eine Rolle, aber diese Ebens ist schlichtweg nicht planbar. Das sollte man bei seiner Entscheidung berücksichtigen.

Ich habe bei meiner Abordnung etwas andere Erfahrungen gemacht, aber im Kern ist sicherlich etwas dran. Wie viel Freiheiten man in der Verwaltung hat, hängt meiner Erfahrung nach stark von den Vorgesetzten und der Hausleitung und natürlich auch dem Bereich ab, in dem man tätig ist. Es gibt halt Aufgaben, die sind eher gestaltend angelegt und andere, bei denen man im Wortsinn verwaltet. Wo man da landet, kann man auf Dauer aber sicherlich auch (mit-)steuern. Letztlich ist das alles aber ein Thema, das nicht nur auf öffentliche Verwaltungen, sondern auf alle größeren Einheiten zutrifft. Die Strukturen in Konzernen sind auch nicht viel anders und der eigene Spielraum häufig auch nicht größer. Im Mittelstand kann es gut sein, dass der Patriarch überall reinregiert. Komplette Freiheit und Selbstbestimmung ist als Jurist, der nahezu immer im weitesten Sinne Dienstleister ist, schwer zu finden.
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Praktiker
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Registriert seit: Apr 2021
#13
28.04.2025, 06:16
(28.04.2025, 05:44)Pontifex Maximus schrieb:  
(27.04.2025, 21:09)Legal Public Officer schrieb:  
(23.04.2025, 09:07)blabla1337 schrieb:  Hallo,

ich habe einige Wochen als Anwalt hinter mir und merke, dass mir der Job keinen Spaß macht. Dieses "Gezanke" mit anderen Anwälten reibt mich mental auf und ich merke, dass ich da einfach nicht der Typ dafür bin. Ein Kumpel von mir arbeitet in einem Justiziariat und berichtet zwar auch von Belastungsspitzen, allerdings klingt er recht zufrieden mit seinem Job. Ich habe aber Angst davor, vom Regen in die Traufe zu kommen, daher würde ich gerne Erfahrungsberichte von Leuten lesen, denen es ähnlich geht, wie mir.

Geld und Prestige sind mir egal, ich will einen planbaren, möglichst strukturierten Job, wo tendenziell weniger Stress und Adrenalin ausgeschüttet wird und wo ich nicht permanent ans Geld (des Mandanten) denken muss.

MFG

Ich habe den Wechsel von der GK in die Verwaltung hinter mir und würde ihn - obwohl ich in der Verwaltung "an höchster Stelle" bin - nicht nochmal machen. Das "Betriebs"klima ist sehr gut, die Materie vielseitig, teilweise sogar spannend (wenn man das Politische mag....), über Urlaub (wenn Urlaub, dann ist auch Urlaub....) und Pension brauchen wir nicht weiter sprechen (da bekannt). Mein persönliches großes Aber: wem im Job vor allem Selbstbestimmung und Verantwortung wichtig sind, der wird in der Ministerialverwaltung meines Erachtens nicht aufgehen. Diese Faktoren spielen eher auf Ministerialdirigentenebene eine Rolle, aber diese Ebens ist schlichtweg nicht planbar. Das sollte man bei seiner Entscheidung berücksichtigen.

Ich habe bei meiner Abordnung etwas andere Erfahrungen gemacht, aber im Kern ist sicherlich etwas dran. Wie viel Freiheiten man in der Verwaltung hat, hängt meiner Erfahrung nach stark von den Vorgesetzten und der Hausleitung und natürlich auch dem Bereich ab, in dem man tätig ist. Es gibt halt Aufgaben, die sind eher gestaltend angelegt und andere, bei denen man im Wortsinn verwaltet. 

So ist es. Ich bin auch kein Ministerialdirigent, aber eine Ebene drunter und habe dennoch gefühlt mehr Freiheiten und Gestaltungsmacht als irgendwo sonst im Berufsleben (vielleicht ausgenommen Ermittlungsrichter im Bereitschaftsdienst). Es kommt auf das Haus an, die Vorgesetzten, die konkrete Aufgabe - aber auch das eigene Rollenverständnis, denn es gibt Kollegen, die ihre Aufgabe passiver definieren und damit auch durchkommen. Das Problem ist erstens, dass man vorher nicht weiß, wie es wird, und zweitens selten in einer Führungsposition gleich einsteigen kann. Tendenziell machen Juristen aber meistens keine Sachbearbeitungen, sondern gelten als Experten, auf die fachlich gehört wird, oder haben Personalverantwortung. Einige Freiheit hat man also eigentlich immer.

Ich war nie Anwalt. Aber wenn es Dir die Lebensfreude nimmt, ist doch klar, dass Du wechseln musst.
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Praktiker
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Themen: 0
Registriert seit: Apr 2021
#14
28.04.2025, 06:20
(27.04.2025, 22:32)ForumBenutzer schrieb:  Außer deine Freundin will Chanel-Handtaschen, dann wird es schwer.

Dann muss die Freundin heiraten und den Familienzuschlag eine Weile sparen. Oder selbst arbeiten (wegen Patriarchat und so...).  Wink
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#15
28.04.2025, 07:06
Ich glaube euch eure Erfahrungen auch. Hatte ja geschrieben, dass es sich um eine Stelle bei einer Krankenkasse handelt. Dort wird man nicht verbeamtet und die Belastung ist natürlich anders als bei einem echten Besmten in der Verwaltung. Die müssen meist deutlich mehr leisten und haben weniger Freiheiten.
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Sesselpupser
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Registriert seit: Mar 2024
#16
28.04.2025, 09:06
(28.04.2025, 07:06)ForumBenutzer schrieb:  Ich glaube euch eure Erfahrungen auch. Hatte ja geschrieben, dass es sich um eine Stelle bei einer Krankenkasse handelt. Dort wird man nicht verbeamtet und die Belastung ist natürlich anders als bei einem echten Besmten in der Verwaltung. Die müssen meist deutlich mehr leisten und haben weniger Freiheiten.

Der Post klingt schon sehr ironisch, aber im Prinzip hängt es von der Stelle ab. Die meisten Beamtenstellen haben keine mit der Anwaltschaft vergleichbare Arbeitsbelastung, um es mal vorsichtig auszudrücken.
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Pontifex Maximus
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Registriert seit: Oct 2023
#17
28.04.2025, 09:17
(28.04.2025, 09:06)Sesselpupser schrieb:  
(28.04.2025, 07:06)ForumBenutzer schrieb:  Ich glaube euch eure Erfahrungen auch. Hatte ja geschrieben, dass es sich um eine Stelle bei einer Krankenkasse handelt. Dort wird man nicht verbeamtet und die Belastung ist natürlich anders als bei einem echten Besmten in der Verwaltung. Die müssen meist deutlich mehr leisten und haben weniger Freiheiten.

Der Post klingt schon sehr ironisch, aber im Prinzip hängt es von der Stelle ab. Die meisten Beamtenstellen haben keine mit der Anwaltschaft vergleichbare Arbeitsbelastung, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Schreibt er ja auch nicht, sondern er vergleicht eine Stelle als Beamter mit einer Stelle bei einer Krankenkasse. 

Im Übrigen würde ich auch die Aussage zur Arbeitsbelastung Beamte/Anwälte in der Pauschalität bestreiten wollen. Natürlich gibt es Beamtenstellen, die sehr ruhig sind. Genauso wie es Anwälte gibt, die wenig zu tun haben. Von beiden liest man hier im Forum immer wieder. Meiner persönlichen Erfahrung nach gibt es aber auch (oder sogar gerade) in der öffentlichen Verwaltung mehr als genug zu tun. Der große Unterschied zur Anwaltschaft ist regelmäßig nicht die Arbeitslast, sondern der wirtschaftliche Druck.
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ForumBenutzer
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Registriert seit: Feb 2023
#18
28.04.2025, 12:30
(28.04.2025, 09:17)Pontifex Maximus schrieb:  
(28.04.2025, 09:06)Sesselpupser schrieb:  
(28.04.2025, 07:06)ForumBenutzer schrieb:  Ich glaube euch eure Erfahrungen auch. Hatte ja geschrieben, dass es sich um eine Stelle bei einer Krankenkasse handelt. Dort wird man nicht verbeamtet und die Belastung ist natürlich anders als bei einem echten Besmten in der Verwaltung. Die müssen meist deutlich mehr leisten und haben weniger Freiheiten.

Der Post klingt schon sehr ironisch, aber im Prinzip hängt es von der Stelle ab. Die meisten Beamtenstellen haben keine mit der Anwaltschaft vergleichbare Arbeitsbelastung, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Schreibt er ja auch nicht, sondern er vergleicht eine Stelle als Beamter mit einer Stelle bei einer Krankenkasse. 

Im Übrigen würde ich auch die Aussage zur Arbeitsbelastung Beamte/Anwälte in der Pauschalität bestreiten wollen. Natürlich gibt es Beamtenstellen, die sehr ruhig sind. Genauso wie es Anwälte gibt, die wenig zu tun haben. Von beiden liest man hier im Forum immer wieder. Meiner persönlichen Erfahrung nach gibt es aber auch (oder sogar gerade) in der öffentlichen Verwaltung mehr als genug zu tun. Der große Unterschied zur Anwaltschaft ist regelmäßig nicht die Arbeitslast, sondern der wirtschaftliche Druck.
Ich war bei verschiedenen unteren Landesbehörden im Rahmen des Refs und kenne einige Bekannte dort, namentlich Finanzamt, Schulamt, und weitere. Vielleicht arbeiten die alle maximal uneffizent oder sind zu "blöd", bin aber immer wieder überrascht wie motiviert die Leute für A13/14 doch sind... nicht wenige davon arbeiten von 7-19 Uhr (weil sie müssen?) , und wenn dann noch ein Kollege langfristig krank ist und es keinen Ersatz gibt, dann dürfen schnell mal 3 Juristen die Arbeit von 4 machen für mehrere Monate, dann war es das mit der 40 Stundenwoche aber ganz schnell... hängt ja auch mit der Behördenleitung zusammen usw. aber dieses mit der "ganz ruhigen Kugel schieben" fand dort zumindest nicht statt. Ich vermute diese Jahrzehnte sind auch lange vorbei. Mein Großvater ist damals wärend der Arbeitszeit noch Einklaufen, zum Friseur usw. gegangen. Das kann man heute kaum noch bringen...
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